Hey @ Ich überlege mir derzeit, einen Specksteinofen aufzustellen. Beispiel: [img]http://www.kaminofenstudio.de/Specksteinofenbilder/dodatek_g.jpg"/> Mein Problem ist, dass mein Wohnraum in einem Altbau ist. Die Decken bestehen aus Holzbalken, darauf sind Holzdielen. Ich habe k.A., wie stark die Balken sind. Der Ofen würde an einer Wand (logisch) mittig auf einen Balken gestellt. Das Grundmaß des Ofens beträgt 75 x 52 cm bei 1100 kg Gesamtgewicht. Würde die Decke wohl 3,6 kg pro cm² tragen können?
merano10 <a
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Ein Kumpel von mir verkauft Wasserbetten. Der muss auch immer erst kucken ob es die Statik bei den Leuten hergibt. Kennste auch so einen? Der kann dir das ausrechnen.
Würde erstmal den Schornstein testen, wenn der nicht vernünftig zieht sieht das schon schlecht aus. Das mit der Balkenlage des Bodens könnte man durch ein Podest, welches mit Wand und der Balkenlage verbunden wird umgehen.
Das Problem ist ja nicht nur, dass du die Statik prüfen musst, sondern auch dass das ganze schön isoliert werden muss von Gesetzes her. Wir wollten auch einen Ofen installieren - zuuuu teuer. 10000 Öcken hätte uns der Spaß gekostet.
Hi merano, 1100 kg Masse , d.h. 11 kN Einzellast für einen Holzbalken ist nicht ganz ohne und das zusätzlich zur restlichen Flächenlast aus Eigengewicht + Nutzlast). Ist, da am Auflager, weniger ein Problem von Biegebeansprunchung sondern ein Querkraftproblem. Diese erzeugen Schubspannungen und Holz hat eine nicht allzuhohe Schubtragfähigkeit. Das kannst du dir so vorstellen : denke dir den Holzbalken aus lauter waagrechten und dünnen Lamellen und wenn sich die durchbiegen, dann gibt es in den Fugen dieser LAmellen Scherkräfte, diese erzeugen die sogenannten "Schubspannungen". (nimm einen MEterstab/Zollstock und biege den durch, dann siehst du den Effekt, dass sich die Enden alle gegeneinander verschieben) Du solltest in jedem Fall mal den Querschnitt der Balken und deren Abstand ermitteln. Der Ofen sollte so sitzen, dass er auf mehrere Balken verteilt die Last abgeben kann (evtl. durch konstruktive, lastverteilende Massnahmen. !) Holzbalken können zur Not auch nachträglich in der Tragfähigkeit verstärkt werden, indem man die Decke öffnet, seitlich ein Stahlprofil (i.d.R. U-Profile) anbringt (mit Bolzen und Einpressdübeln mit dem Balken verbindet. So ein Verbundquerschnitt trägt dann sehr viel mehr, wobei in erster Linie der Stahlträger die Last aufnimmt wegen dem höheren E-Modul von Stahl. So etwas ist aber mit Aufwand und Dreck und nicht zuletzt natürlich mit Kosten verbunden. Prüfe aber erstmal, wie es aus brandschutztechnischer Sicht und dem Anschluss zum Kamin aussieht (Bezirks-Kaminfegermeister fragen) und nicht zuletzt, was dein Bankkonto hergibt. Auf keinen Fall ohne statische Überprüfung so einen schweren Ofen auf eine Hozbalkendecke aufstellen ! Amen und gut's Nächtle, speeed "928forever"
Hy merano, in Erinnerung an einen Rechtsstreit wegen meines damaligen Einfamilienhauses muss ich Dir sagen, das die Decke bei diesem Gewicht versärkt sein müsste.. Deine Holzbalkendecke könnte eventuell eine Verkehrslast von etwa 250 kg/m² tragen, was bei diesem Ofen aber nicht mehr ausreicht, Eventuell kannst Du durch eine sogenannte Druckausgleichsplatte etwas gewinnen, was aber nicht in diesem Umfang ausreichen dürfte. Kannst Du eventuell im unteren Geschoss eine Stütze einziehen (Stahl oder gemauert)? Auch solltest Du wie schon richtig erwähnt auf den "Zug" Deines Kamins achten, dieser ist Grundvorraussetzung um einen Ofen überhaupt anschliessen zu dürfen. Hier hilft Dir ein Schornsteinfegermeister weiter..
Hi, nach DIN 1055 (Lastannahmen) beträgt die Verkehrslast (ohne Trennwandzuschlag), also die Nutzlast für Holzbalkendecken, das sind Decken ohne ausreichende Querverteilung der Lasten, bei Wohnhäusern 2,0 kN/m2 (entspricht einer Masse von 200 kg/m2) Nicht schlecht geschätzt von dir, mielemann. Gruss, speeed "928forever"
Hy, das hat mit Schätzen weniger zu tun.. ;-) ich kenne die Statik meines damaligen Hauses, welches eine Balkenzwischendecke hatte, diese allerdings im Bereich der Schornsteindurchführung schwächelte.. wir konnten allerdings gegen den Haushersteller keine Nachlässigkeiten beweisen.. obwohl die Statik in diesem Bereich stark eingeschränkt war. Um genauer zu sein, der Wechsel auf den einer der Deckenbalken lief war in der ersten Statik nicht enthalten.. in der Nachberechnung wurde seitens der Baufirma dieser Mangel geschönt, was eine gängige Praxis zu sein schien.. egal.. ;-) in meiner Statik wurde der Verkehrswet mit 250 kg/m² berechnet.. welcher Wert in einem älteren Haus angenommen werden muss, ist nur durch eine Begehung vor Ort zu ermitteln..
Dank an alle, speziell an mielemann und speeedy. Ihr habt keine Mühe gescheut, mir zu helfen. Das für mich einzige Resultat daraus ist: Ganz schnell vergessen, die Hütte trägt das nicht und meine Kasse verträgt es nicht. Also auf zu neuen Überlegungen. Sicher, ich habe mir auch nie träumen lassen, mal wieder an einen Ofen mit Ofenrohr zu denken. Die Zeiten scheinen sich zu ändern. Nun zu meiner (weiteren) Frage: Wenn es da heißt "6 KW Brennwertleistung", wieviel m³ könnten damit theoretisch beheizt werden?
merano10 <a
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Hy, mit 6 kW könntest Du eine ganze Etage heizen.. je nach Schnitt der Wohnung. Wenn es allerdings lauter verschachtelte Einzelzimmer sind, dann wirst Du wohl nur den betreffenden Raum damit heizen können. Wir haben uns auch dazu entschlossen einen Holzofen zu betreiben, da unsere Vermieter uns mit Ihren Forderungen der Nebenkosten, im speziellen der Heizungsnebenkosten, ganz schön bluten lasssen wollen..
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