Hi Leute! Etwas Schreckliches ist passiert,meine 120GB Seagate HDD(PATA) wird nach dem reboot nicht mehr erkannt.DIe HDD-Diode leuchtet andauernd und weder im BIOS noch in Windows wird sie erkannt,SMART u.Ä. funktioniert dementsprechend auch nicht mehr.Es sind viele wichtige Daten auf der HDD und wärend des letzten Backups hat sich da Einiges geändert.Weiß wer wie ich die Daten oder die HDD retten kann?Nehme mal an sie hat ihr Limit erreicht und es muss eine Neue her,ist knappe 2 1/2 Jahre alt und wurde viel beansprucht,aber die Daten sind sau wichtig>.< THX schonmal
Jetzt kommt es u.a. darauf an, wieviel die Daten wert sind. Regel Nr. 1: Jetzt keine Schreibzugriffe mehr auf die Platte. Das bedeutet: Keine (!) Bootversuche mehr mit dem aktuellen Betriebssystem. Wer kein ausgewiesener Experte ist, sollte den PC höchstens noch mit Boot-CDs oder Boot-Disketten mit geeigneter Rettungssoftware hochfahren und dann versuchen, erst einmal eine Image-Datei von der Festplattenoberfläche zu gewinnen. Das sichert man weg und macht mit Kopien davon weiter. Leider leuchtet aber die HDD-LED. Das ist zwar normalerweise ein Zeichen für ein falschherum gestecktes Kabel zum HDD-Controller. Falls an dem PC nicht unmittelbar vor Auftreten des Fehlers geschraubt wurde, ist hier vermutlich die HDD, das Kabel oder der Controller defekt. Eventuell kann noch ein am selben Kabel hängendes Laufwerk zuzüglich falsch gesteckter Jumper für diesen Ärger sorgen. Ein anderes Kabel kann man also mal versuchen und ggf. ein zweites Laufwerk am selben Kabel entfernen. Wenn die Daten sehr wichtig sind, sollte man auch hier sicherheitshalber verhindern (BIOS-Setup), dass das Betriebssystem von Platte bootet, damit nix mehr verändert wird. Ich würde routinemäßig übrigens die +5V und +12V an einem Laufwerks-Spannungsversorgungsstecker mit einem Multimeter überprüfen. Die Toleranzen der Betriebsspannung auf +5V und +12V dürfen max. ±5% betragen. Das BIOS-Setup des Mainboards muss aufrufbar sein, spätestens wenn man die Steckverbinder zu den Festplatten- und CD-Laufwerken zieht. Klappt das mit neuem Kabel nicht und will man immer noch in Heimarbeit an die Daten heran, sollte die Platte in ein anderes System mit einem anderen Kabel als "Primary Master" gehängt werden. Wird dort die Platte vom BIOS erkannt, kann man versuchen, ob man mit Datenrettungssoftware von Notfall-CD oder -Diskette weiter kommt. Vermutlich nicht, d.h. die LED dürfte auch da weiter leuchten. Versuchen würde *ich* das dennoch, z.B. zunächst mit der Ultimate Boot - CD oder z.B. mit der unten erwähnten Clonemaxx-Software von Convar. Vorher im BIOS das Booten lediglich von CD bzw. Diskettenlaufwerk zulassen. Experten würden jetzt noch versuchen, die Elektronik-Platine von einer baugleichen Festplatte einzubauen (Version muss absolut identisch sein). Für wen die o.a. Möglichkeiten nicht infrage kommen, muss die Platte an einen professionellen Datenrettungsservice geben. Z.B. an www.convar.de. Preise vermutlich ab 500EUR aufwärts. Sh. auch www.datenretter.de/preise.htm. Es gibt einen Kostenvoranschlag . Convar bietet auf seiner Site übrigens Software (Clonemaxx, www.pcinspector.de/clone-maxx/welcome.htm) zum Download an, mit der man eine Imagedatei von einer Festplatte gewinnen kann, sofern sie wenigstens noch im BIOS erkannt wird (was bei Dir nicht der Fall sein dürfte). Eine Kopie dieser Image-Datei kann man ggf. auf eine andere Platte einspielen und die als 2. Platte in ein lauffähiges Windows-System einklinken. Von da aus kommt man u.U. mit PC Inspektor www.pcinspector.de/file_recovery/welcome.htm weiter. Ich hoffe, die existierende Backup deckt wenigstens 80 bis 90% der zu gewinnenen Daten ab . Es gibt weitere exzellente Datenrettungssoftware wie z.B. R-Studio, die aber i.d.R. voraussetzt, dass die Platte noch vom BIOS angesprochen werden kann.
THX schonmal für diese auführliche Antwort! Ich habe die HDD ausgebaut und in den PC meines Bruder geklemmt.Dort ging eine Weile alles gut und ich konnte etwa 30GB der Daten retten,plötzlich schmierte der PC ab und die Platte wurde erneut auch in seinem Rechner nicht mehr erkannt.Nachdem die Platte abkühlte,habe ich es erneut versucht und siehe da,ich kann Daten von der HDD auf die meines Bruder kopieren.Da die HDD,als ich sie aus meinem ausbaute nachdem sie nicht mehr aufrufbar war,auch extremst warm war,fast schon heiß,schwebt ein Hitze-Problem vor Augen,obwohl die HDD offen vor dem Gehäuse meine Bruders liegt,Hitzestau kann also nicht die Schuld sein. Eine Mögliche Fehlerquelle die ihr da ins Auge fasst?
Elektronik am Rande des Zusammenbruches ist gelegentlich hitzeempfindlich, d.h. funktioniert mit mehr als der üblichen Kühlung noch eine Weile. Ich hatte vor Wochen eine sterbende 80GB-Platte, die ich dann provisorisch zum Datenmelken nebst 80x80mm- Lüfter auf einer Untertasse mit hohem Rand neben dem PC untergebracht habe. So, dass der Lüfter die Platte von oben und unten kühlte. Die Platte habe ich allein als Master am 2. PATA-Controller im System untergebracht. Die interessanten Daten (ca. 16GB) habe ich auf eine externe Festplatte abgesichert. Beim derzeit wärmeren Wetter würde ich ggf. sogar mit dem PC in den Keller gehen. Es ist ja schön, dass die wichtigsten Daten vermutlich schon gerettet wurden.
Hallo, deine Festplatte scheint wohl durch Überhitzung gestorben zu sein, aber es ist gut das du Daten retten konntest. Am besten die Platten beim Datentransfer mit Lüfter oder nem Ventilator kühlen, dann scheint es ja zu funktionieren. Ansonsten würde ich zu einem Festplattenkäfig mit Lüfter vorne dran raten. Ich hatte vor 2 Jahren im Sommer so einen Daten-Gau und hab dabei ca. 50% meiner Daten damals verloren, seitdem sind meine Platten alle gekühlt. MfG Mr. J
Ich hab mir überlegt evtl. eine Storage-HDD extern zu betreiben,würde das evtl. auch Hitzeproblemen vorbeugen? Ach ja,gibts da Besonderheiten bei Käfigen mit Kühler,wo muss ich drauf achten?Und hat wer n guten Online-Shop für mich wo ich die finde *g*
Hm, ich denke das du keine externe Platte brauchst, sonder einfach ein gut durchlüftetes Gehäuse. In meinem Gehäuse wird es im Moment nicht über 35°C warm, da alles gut gekühlt und belüftet wird. Ich empfehle einfach mal einen Shop hier, mit dem ich bisher sehr zufrieden bin: www.caseking.de MfG Mr. J
Ich bin gerade am überlegen welches Produkt ich mir zulege: Aerocool Harddock HDD-Kit - 5,25 Zoll: http://www.caseking.de/shop/catalo [...] ts_id=2614 Oder 2 Wechselrahmen mit 2 eingebauten Lüftern: Wechselrahmen IDE A4-Tech DMA133 <=bei E-Bug zu finden Beides würde meine letzten Beiden 5,25" Einschübe verschlingen,wenn Kühlung = Kühlung ist,würde ich natürlich die günstigeren Wechselrahmen nehmen,vor allem weil ich dort die HDDs leicht austauschen kann. EDIT: Ich glaub ich hab meine Wahl getroffen: http://shop.norskit.de/nit/default [...] ,110015011 Was sagt ihr dazu?
Hallo, so ein Käfig braucht halt etwas Platz, allerdings passen in den Großen auch 3 oder 4 Platten gleichzeitig rein. Und bitte nicht bei NorskIT und E-Bug bestellen, von denen hört man zuviel schlechtes. MfG Mr. J
Hab mich jetzt entschieden und kaufe mir das Aerocool Harddock HDD-Kit,mit 3 HDDs passt da auch noch eine SATA rein..hoffe ich doch mal,oder sind da die Einschübe anders >_>
Hm, ich zitiere mal von www.caseking.de: "Der Harddock von Aerocool ist ein internes Modul zur Aufnahme von drei 3,5 Zoll Festplatten." Somit sollten wohl 3x 3,5" Festplatten reinpassen. MfG Mr. J
Ach ja,was ich noch wissen wollte. Die HDD hat ja funktioniert,ich konnte alle Daten retten und solange sie nicht im Dauerbetrieb war,funktionierte sie tadellos.Ob ich die HDD nun abschreiben sollte oder sie mit dem neuen Käfig weiter betreiben kann? Also ob es nur ein temporäres Problem war oder von Dauer ist,denn wenn eine Festplatte den Hitzetod stirbt,dann ist sie ja normalerweise wirklich tod oder ?_?
Hallo, ich würde die Festplatte erstmal ausführlich testen, da gibt es meistens Tools von den Festplattenherstellern. Damit kann man feststellen, ob die Festplatte erstzunehmende Fehler hat. Alternativ kann man z.B. auch ein Programm wie EasyRecovery von Ontrack nehmen und einen ausführlichen Oberflächentest zu machen. MfG Mr. J
Ein so großer Aufwand muss nicht unbedingt sein. Glück haben die Besitzer von vernünftig ausgelegten Gehäusen, in denen ein Lüfter unmittelbar in den Festplattenkäfig hineinbläst. Aber auch ein Lüfter, der unter dem Festplattenkäfig ins Gehäuse bläst, sorgt durch Luftverwirbelung häufig schon für deutlich verringerte Temperaturen. Wenn der Festplattenkäfig unten nur Mini-Luftlöcher hat, kann man u.U. mit der Knabberzange für einen verbesserten Luftaustausch sorgen. Das Ausschneiden eines etwa 8x8cm großen Loches reichte hier in Verbindung mit dem auf 7 Volt betriebenen preiswerten Frontlüfter des Gehäuses für eine Senkung der Temperatur der einzigen eingebauten Platte um über 10°C. Wenn ich eine weitere Platte einbauen und nicht weiter in die Lüftung investieren will, muss ich die an Blechstreifen unter den Festplattenkäfig hängen. Everest zeigt für meine Hitachi 7K250 derzeit 34°C Betriebstemperatur an. Akzeptabel und nur 10°C über Raumtemperatur.
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