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Erste Erfolge für AMD im Prozess gegen Intel

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Zitat :


Einen ersten Erfolg konnte AMD bei seiner kartellrechtlichen Klage gegen Konkurrenten Intel verzeichnen. Das US-Bezirksgericht in Delaware hat einem Antrag von AMD betreffend die Bereithaltung beweiskräftiger Dokumente stattgegeben.
Mit diesem richterlichen Antrag hat AMD nun erreicht, dass man Dritt-Unternehmen dazu auffordern kann, beweiskräftige Unterlagen aufzubewahren. Angesichts der jetzt vorliegenden richterlichen Zustimmung werden AMDs Anwälte 30 Unternehmen kontaktieren, um mit ihnen geeignete Maßnahmen zur Aufbewahrung von Beweismaterial zu besprechen. Man wird bei der Durchführung darauf achten, dass den jeweiligen Unternehmen so wenig Verwaltungsaufwand wie möglich entsteht.


Ob das wohl der richtige Weg ist, um Kunden zu gewinnen? Wie würdet ihr wohl reagieren, wenn der "Händler" mit Anwälten bei euch als Kunden aufmaschieren würde?
Wie kann man eine Firma zwingen, die überhaupt keinen Vertrag mit AMD hat, Unterlagen bereitzustellen? Entweder die machen das freiwillig, oder AMD hat Pech gehabt.
Man stelle sich vor, da kommt der Opel-Händer, der mir einen Opel verkaufen will, zu mir und droht mit rechtlichen Konsequenzen, wenn ich nicht meinen Kaufvertrag mit VW rausrücke.
Kopfschüttel. Sowas gibts net mal in den USA. (Vielleicht gibt es sowas in Nordkorea)

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Es wäre nicht das erste Mal, dass solche Prozesse in den USA laufen. www.heise.de/tp/r4/artikel/1/1360/1.html
Dass Anwälte bei AMD-Großkunden aufmarschieren bzw. per Gericht die Herausgabe von Dokumenten erzwingen, liegt durchaus im Rahmen des US-Rechtes. Warum sollte bei einer Firma, die ein Angebot angenommen hat, das sie nicht ausschlagen konnte, die Justiz nicht ermitteln können? Die Feinheiten der Aktion sind üblichen US-Gepflogenheiten geschuldet. Wenn das Bezirksgericht in Delaware dem Antrag von AMD zugestimmt hat, werden die INTEL-Kunden beweiskräftige Unterlagen nicht mehr entsorgen. Außer wenn das völlig unauffällig möglich ist, denn sonst wird es sehr teuer.
Und auch Autohändler haben schon hohen Besuch bekommen. U.a. bei den Ermittlungen, die zum Bussgeld von 90 Millionen EUR gegen den VW-Konzerns führten, weil der sich mit unrechtmäßigen Mitteln gegen Re-Importe aus Italien gewehrt hatte.
AMD muss über diese Massnahmen nun nicht z.B. DELL direkt als Kunden gewinnen. Man will dort erst einmal erreichen, dass INTEL seine Vertriebspraxis u.a. dem USA-Recht anpasst. Danach kann AMD daran gehen, unter den INTEL-Kunden neue Großkunden im PC-Geschäft zu gewinnen. Ich glaube kaum, dass z.B. DELL es sich leisten wird, längere Zeit nachtragend zu sein. In solchen Firmen leistet man sich nicht den Luxus einer beleidigten Miene, sondern wird für den Geldbeutel der Aktionäre entscheiden.
In der Tat gäbe es eine solche Aktion nicht in Nordkorea. Dort gibt es aber auch kein nennenswertes Wettbewerbs- und Kartellrecht.

Antworten 6522

Zitat :


Dass Anwälte bei AMD-Großkunden aufmarschieren bzw. per Gericht die Herausgabe von Dokumenten erzwingen, liegt durchaus im Rahmen des US-Rechtes.


Wenn das AMD Kunden sind, würde ich das ja noch verstehen. Hier sollen aber doch Intel-Kunden Unterlagen rausrücken, so hab ich das jedenfalls verstanden. Aber wieso kann ein Dritter dazu verdonnert werden? Das kann ich net verstehen.
Aber was solls. Nach deuschem Recht sind Kartelle verboten. (GWB) Trotzdem sind Kartelle in diesem unserem Lande Realität.
Wie auch immer, ich verspreche mir keine Vorteile für AMD mit dieser Vorgehensweise. Eindeutige Beweise für ein Gerichtsurteil werden sich nicht finden lassen.
Meiner Meinung nach hat ein Hersteller eines guten Produktes sowas nicht nötig. Managementprobleme auf eine solche Weise lösen zu wollen, kann nicht funktionieren. Da hilft nur Überzeugungsarbeit.

Antworten Captain Kirk

Es ist doch klar, dass Verträge, die gegen das Kartellrecht verstoßen, in diesem Fall nicht bei AMD-Kunden, sondern nur bei INTEL-Kunden gefunden werden können. Natürlich gehört zu jedem dieser Verträge ein Gegenstück in den Geschäftsunterlagen von INTEL. Wer hier gegen Rechtsverstöße ermittelt, wäre mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn er die Wurst nicht von beiden Enden her aufdröselt.
Die geforderten Unterlagen werden sich übrigens ganz sicher nicht auf Verträge, sondern auch auf Aktennotizen, Emails usw. erstrecken.
Wie schon gesagt, wäre es falsch verstandene Rücksicht, wenn man bei AMD nicht auch mit den hauseigenen Juristen versuchen würde, INTEL zum Einhalten der rechtlichen Spielregeln zu zwingen. Der Druck auf einen INTEL-Kunden wie DELL wird sich zumindest auch auf die nächsten Verhandlungen zwischen DELL und INTEL auswirken.
Inwieweit es darüber hinaus gehende Erfolge gibt, wird man sehen. Aber wer nicht klagt, bekommt ganz sicher nix.

Antworten 6522

Zitat :


Der Druck auf einen INTEL-Kunden wie DELL wird sich zumindest auch auf die nächsten Verhandlungen zwischen DELL und INTEL auswirken.


Das zumindest kann ich mir lebhaft vorstellen. :lol:

Antworten Captain Kirk

Zitat :


Eindeutige Beweise für ein Gerichtsurteil werden sich nicht finden lassen.


Wie kannst du dir da sicher sein? Ich könnte mir vorstellen dass diese "eindeutigen Beweise" AMD längst gekannt sind und nun, auf diese Weise, in gutverdaulichen Häppchen dem us-amerikanischen Justizapparat zugefüttert werden.
Schlingel
<IMG SRC = http://home.arcor.de/alaschlingel/pics/schuld.png>

Antworten Schlingel

Sicher bin ich nicht, sag ich ja auch net, bezweifle jedoch, dass jemand so blöd ist und die Erpressungsbriefe, was AMD ja INTEL vorwirft, auch noch rumliegen lassen.
Na mal abwarten was passiert. Erwarte aber eigentlich nix besonderes.
Der Jacko ist ja auch freigesprochen worden, hehehe.

Antworten Captain Kirk
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