Heyho. letztens wurde in Quarks & Co gesagt, dass die Energieerzeuger ihre Kraftwerke immer genau so regeln müssen, dass genau DIE energie erzeugt wird, die benötigt wird beim endverbraucher, da das Stromnetz ja kein Speicher sei. Gut, das verstehe ich. :-) (ist ja auch nicht schwer! ;-D) Aber wie regeln die das denn so genau? Woher wissen die bzw. wie messen die so schnell, ob ich nun Toaster, Föhn und Wasserkocher innerhalb von 2 Sekunden 3 mal an und aus mache? Wie regelt man sowas? Und dann wollte ich noch etwas fragen was mir bei dem Thema eingefallen ist: warum verbraucht ein Auto eigentlich mehr Sprit, wenn man viele Dinge betätigt, die Strom brauchen (klimaanlage, Fensterheber etc.)? Ich mein gut. irgendwo muss die energie ja herkommen, aber wie kann die Lichtmaschine mehr oder weniger Leisten? Sie wird doch immer einfach über den Keilriemen gedreht, oder? um meine frage mal zu veranschaulichen eine Parrallele dazu: wenn ich an meinem Fahrrad plötzlich 4 anstatt 2 Birnen an den Dynamo anschliesse, lässt er sich doch auch nicht schwerer drehen. Versteht ihr, was ich meine? Die Lichmaschine wird doch nur gedreht, wie kann der Motor dann mehr oder weniger verbrauchen? Sie kann sich doch nicht schwerer drehen lassen, wenn sie mehr leisten soll, oder doch? (woher weiss sie überhaupt, wieviel sie leisten muss?) Ich hoffe, dass ein paar spezeln unter euch darauf eine Antwort haben. :-) (6522 vielleicht? :-) Würde mich wundern, wenn du wenigstens auf die erste Frage keine Antwort wüsstest. :-D) Ich hab noch eine physik-bezogene Frage, aber die halte ich nun erstmal zurück. ;-) (bezüglich Impulserhaltung)
Also so weit ich das weis, lässt sich ein Dynamo vom Fahrrad schwerer drehen, mit zunehmender Abgabe von Leistung. Und eine Lichtmaschine im PKW ist ja nichts weiter als ein Drehstrom-Dynamo. Auch die Lichtmaschine dreht sich schwerer bei steigender abzugebender Leistung. Kann man auch leicht selber feststellen. Den PKW starten und im Standgas laufen lassen, und nun den Drehzahlmesser beobachten. Nun langsam mehr und mehr Verbraucher einschalten wie Heckscheiben-Heizung, Abblendlicht, Fernlicht. Wenn man genau hinschaut, und auch hinhört, wird die Leerlaufdrehzahl geringfügig langsamer. Nicht sehr groß, da die Motorsteuerung das natürlich merkt, und versucht das auszugleichen. Bei einem PKW mit großem Motor, wird man dies natürlich nicht sonderlich merken, da ein solcher Motor einfach zu große reserven hat. Aber bei meinem kleinen Nissan mit dem 1.4l Motor und nur 75PS merk ich das schon, wenn ich Heckscheiben-Heizung und Licht zuschalte.
Hy Kralle, woran die Energieerzeuger (Krafwerk) merken welcher Bedarf benötigt wird ist abhängig von der momentanen Belastung des Stromnetzes. Dies wird über zentrale Schaltstellen geregelt. Meines Wissens nach laufen alle Kraftwerke mit einer bestimmten Sollabgabe. Mit diesen Werten weiss man wann in welchem Gebiet ein höherer Strombedarf gedeckt werden muss. Die Energieleistungen aus dem gesamten Europäischen Netz werden hierzu entsprechend verteilt. Die Konzerne kaufen und verkaufen damit auch an andere Stromanbieter die dort benötigten Energiemengen, wenn diese in Spitzenzeiten benötigt werden. Nachts werden die Kraftwerke wohl ein wenig zurückgefahren. Unsere Energieerzeuger möchten aber das wir auch Nachts Strom abnehmen, deshalb zB die Nachtstromzähler der Nachtspeicheröfen. Hier werden die Überkapazitäten angeboten, meist zu einem sehr viel günstigeren Preis. Ein Genrator im Auto kann eine bestinmmte Menge an Energie erzeugen, zB in meinem Passat ist ein Generator, welcher max. 120A liefern kann. In Abhängikeit der angeschlossenen Stromverbraucher liefert er den benötigten Strom, und lädt daneben die Batterie. Da die Leistung des Generators abhängig ist von der Drehzahl (die Nennleistung erreicht meiner bei ca. 2.000 U/min), muss diese angehoben werden, je mehr Energie benötigt wird. Dies wiederum führt durch die erhöhte Motordrehzahl und den damit verbundenen Widerstand den Spritverbrauch. Genauso verbruacht auch ein Klimakompressor Energie, auch er bezieht seine Leistung aus der Drehzahl (Drehmoment) des Motors. Man kann etwa sagen das ein Klimakompressor unter Vollast ca. 8PS der Motorleistung für sich beansprucht. Da beim fahren die Drehmoment/PS nicht nur auf die Strasse gebracht werden, sondern von eben diesen "Verbrauchern" benötigt wird, muss man zwangsläufig mehr "Gas" geben, was während des Fahrens den Spritverbrauch erhöht.
Hihi. habe 4 Jahre Kontischicht im Kohlekraftwerk, u.a. als "Kesselwärter" gearbeitet. Habe aber momentan wenig Lust die Vorgänge näher zu erläutern ;-) miele hat das schon sehr schön erlklärt.
Hy, naja man könnte noch anmerken, das "Strom" an der Börse gehandelt wird.. je nachdem wie die Nachfrage ist fällt oder stiegt der Preis auch dort.. Dort werden auch die notwendigen Kontingente ein- bzw. verkauft. ;-)
ich probiers mal ganz einfach. ein elektromotor dreht im leerlauf mit einer bestimmten drehzahl. packt man ihn an der welle an würgts ihn runter. jetzt das ganze andersrum: ich dreh den motor an der welle mit ner bestimmten drehzahl und erzeuge so an den anschlüssen ne bestimmte spannung. wenn jetzt jemand strom abzwackt entnimmt er dem system leistung. (spannung x strom = leistung) d.h. mich würgts runter oder ich kurble mit mehr schmackes und halte die drehzahl. im e-werk machen sie´s nicht anders, sinkt die netzfrequenz von 50 auf 49,8 Hz tritt der scheff einfach mehr aufs gas. mehr abgezogene leistung erfordert mehr zugeführte leistung. gruß ll he wurzel mach schneller - ich hab durst
Sehr einfach aber äußerst verständlich beschrieben. Dann spar ich mir meinen Senf einfach mal. Schade, hatte gerade Lunte gerochen als fast-KFZ-Elektriker. Nothing is over untill we decided it!
Hab da auch noch ein paar Anmerkungen: 1. Energiewerke wie Atomkraftwerke lassen sich in der Nacht nicht herunterregeln, deren überschüssige Energie wird in Energiespeicherwerke abgeführt. z.B. Wasserspeicherwerke: mit der überschüssigen Energie wird nachts Wasser nen Berg herauf gepumpt und dann zu den Hauptenergieverbrauchszeiten durch ne Turbine geleitet um dann wieder Energie zu erzeugen. 2.Mehr Verbrauch beim Auto da die Lenzschen Kräfte größer werden in der Lichtmaschine. "Alle durch eine Änderung des magnetischen Flusses induzierten Spannungen sind stets so gerichtet, daß die von ihnen hervorgerufenen Ströme die Ursache der Induktion zu hindern versuchen." Beim Fahrrad sind die Kräfte auch vorhanden aber nicht wirklich spürbar. 3.Zu den Hauptverbrauchszeiten (mittags, abends), muss der Energieversorger schnell Enegie zu schalten aus Speicherwerken oder Kohlekraftwerken (schneller regelbar) davor kann dann die Spannung etwas "zusammenbrechen" (glaub minimum war 217V / wichtig für die Industrie!!). Einfach gesagt wenn nur eine gewisse Energie zur Verfügung steht und der Strom über die Widerstände(Verbraucher) zunimmt muss unweigerlich die Spannnung sinken. Daher macht das mit deinem Fön oder Toaster nix, da nur die Spannung geringfügig sinken könnte. Jetzt fehlt nur noch die Frage wie man die ganzen erzeugten Energien der Wind- und Wasserkraftwerke in die Netze einspeist
Heyho. Wow. Danke für die vielen, sachlichen, helfenden Kommentare! :-D Hätte ich nicht gedacht! :-D @flyer: bei unserem kleinen (ein Punto mit 55PS) hört man den Motor schon dumpfer tuckern,w enn man nur das Fenster runtermacht. ;-) Ansonsten: hm. ich wusste das garnicht, dass es sich doch schwerer drehen lässt, obwohl ich das wissen sollte. :-/ besonders bei meiner Physik-Begeistertheit. *schäm* :-/ Wir haben ja auch schon sowas beobachtet, wie z.B., dass wenn man einen transformator aufbaut und an der seite, wo die last abgenommen wird eine große Last dranhängt, auf beiden Seiten ein größerer Strom fließt, weil halt mehr energie beim abnehmer benötigt wird, aber da hab ich schon nicht verstanden, wie das geht. ich mein.. würden netzteil und abnehmen kommunizieren, wärs ja klar, aber wie kommt die "kommunikation" hier zu stande? Aber wie funktioniert das eigentlich genau? warum lässt es sich schwerer drehen? Ich mein an sich ists klar von wegen es wird Energie entzogen, aber woher kommen die Kräfte usw.? Zu der Sache mit den Kraftwerken: achso. also messen die die spannung und schalten dann energielager dazu oder weg. :-) verstehe ich! :-D danke! :-D Bin echt begeistert. meine mich erinnern zukönnen, dass bisher immer nur stuss zu stande kam, wenn ich sowas gefragt habe. :-D freut mich wirklich1 :-D danke! :-D
Auch interessant ist die Frage, wie man den guten Saft phasenrichtig einspeist. Denn es geht im Verbundnetz üblicherweise um Wechselspannung und alle Kraftwerke müssen in Phase einspeisen. Arbeiten zwei gleichgroße Kraftwerke gegenphasig, so kann theoretisch die Leistung des einen Kraftwerks die Leistung aus einem anderen Kraftwerk komplett vernichten. 8) www.thgweb.de/lexikon/Stromnetz
ein stromdurchflossener leiter baut ein magnetfeld um sich auf. dieses magnetfeld enthält energie welche, während des aufbaus jenes, dem strom entzogen wird indem es jenen bremst. bei wechselstrom wird bei ansteigendem strom dem magnetfeld energie zugeführt bei abfallendem strom gibt das magnetfeld energie an den strom zurück - befindet sich ein leiter in einem wechselnden magnetfeld oder wird ein leiter in einem statischen magnetfeld bewegt induziert sich in jenem ein strom -- in einem trafo erzeugt die eingangswicklung ein wechselndes magnetfeld das alleine "verbraucht" keine energie (mehr oder weniger) da jene sofort wieder ans netz zurückgegeben wird das magnetische wechselfeldfeld wird über den eisenkern an die ausgangswicklung übertragen und induziert (vorerst nur) eine spannung (ist noch nichts angeschlossen) ebenfalls kein "energieverbrauch" wird ein verbraucher an die ausgangswicklung angeschlossen und somit der stromkreis geschlossen daß ein strom fliessen kann wird dadurch dem magnetfeld ENERGIE entzogen d.h. die eingangswicklung steckt energie ins magnetfeld bekommt sie aber nicht mehr zurück motore funktionieren ähnlich ganz grob: in einem motor befindet sich ein rotierendes magnetfeld solange der rotor nicht gebremst wird und sich mit gleicher geschwindigkeit wie das magnetfeld bewegt wird keine energie "verbraucht" wird der rotor (durch last) abgebremst durchschneiden seine leiter die feldlinien des rotierenden magnetfelds -induktion-stromfluß -abschwächung des magnetfelds etc. (asynchronmotor) -- nu is genuch - leg mich schlafen nachtauch ll los wurzel geh mal zur tanke
In klein Hat man das Ganze vielleicht schonmal gesehen. Wechselspannungsmotoren mit nem Antirebsregeler (Frequenzumrichter) arbeiten auf die gleiche Art und Weise. Erst wird ein Gleichspannungszwischenkreis erzeugt und dann in die gewünschte Frequenz für die Drehzahlreglung umwandeln. Nachteil das Drehmoment ist nicht konstant und je nach Motor bringen dann Frequenzerhöhungen über 150 Hz nix mehr.
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