Hallo, letzte Woche ist mein Notebook zu Schaden gekommen und startet überhaupt nicht mehr. Zuvor traten ein paar merkwürdige Dinge auf. Im Detail: Das Notebook war am Stromnetz angeschlossen und lief. Ich wollte meine externe Festplatte anschließen. Diese war noch ausgeschaltet, ihr Netzstecker war in der Steckdose und nun führte ich das USB-Kabel zum Anschluss am Notebook. Da traten erstmal heftige Funken auf, die irgendwie auf einen Kurzschluss hindeuteten. Das Bild auf dem Display erstarrte und wurde grisselig. Das Notebook zeigte keine weiteren Reaktionen. Nach einem (Hard-Reset-)Neustart schloss ich die Festplatte dann an und alles lief wie gewohnt ca. 20min lang. Dann flog auf einmal die Sicherung im Haus raus. Mein Laptop lief auf Akku weiter, aber die externe Festplatte schaltete ab. Verwundert überprüfte ich den Sicherungskasten und schaltete sie wieder rein, doch sie flog im selben Moment mit einem kleinen Blitz wieder raus. Dabei zuckte das Disply des Notebooks noch kurz auf und dann war alles tot. Kurioserweise leuchtet das Statuslämpchen des Netzteils weiterhin - dies kann also nicht kaputtgegangen sein. Egal ob mit Akku oder nur mit Netzteil: das POWER-Statuslämpchen am Notebook leuchtet beim Drücken des ON/OFF-Knopfes für 5sec und geht dann wieder aus. Das Display bleibt schwarz und das Gerät macht keinerlei Geräusche. Nun ging ich davon aus, dass es sich um eine Überspannung im Stromkreis des Hauses handelte. So hab ich das DELL zunächst mitgeteilt am Telefon. Daraufhin wurde gesagt, dass es sich "eindeutig um Schaden durch Einwirkung von außen handele" und somit keine Gewährleistung des Herstellers den Schaden abdeckt. Kostenpunkt der Reparatur: rund 900,-€ Danach kontaktierte ich den Festplattenhersteller SEAGATE und diese erklärten mir, dass die entstandenen Funken am USB-Port definitiv nicht durch ein Problem der Festplatte zustande kommen könnten, da im USB-Kabel kein Strom fließe. Die Ursache läge beim Gerät, an das die Festplatte angeschlossen wurde. Da während des Vorfalls auch andere Rechner im Haus liefen, diese aber keinen Schaden davontrugen, gehe ich stark davon aus, dass der Fehler in meinem Notebook lag. Nach Einschätzung eines befreundeten Elektro-Installateurs liegt die Ursache wahrscheinlich in einem Kurzschluss im Netzteil oder im Rechner. So habe ich heute erneut bei DELL angerufen und den Fall genauer geschildert. Unter anderem die Vorgeschichte mit der externen USB-Platte. Ich bat den Mitarbeiter, dass das Gerät im Rahmen der Gewährleistung von DELL untersucht wird. Dies beantwortete er damit, dass es rund 180,- € kosten werde. Und da ich mein Gerät schon länger als sechs Monate habe (genau 15 Monate mittlerweile), müsste ich DELL nachweisen, dass es kein Überspannungsschaden (sprich: Einwirkung von Außen) sei, damit überhaupt irgendeine Garantieleistung erfolgt. Dazu müsste ich einen Gutachter hinzuziehen und natürlich teuer bezahlen. Wie gehe ich jetzt am Besten vor? An wen kann ich mich in so einem Fall wenden? Kennt jemand evt. Foren zum Fachgebiet "Elektronik" usw.? Ich bin kein absoluter Experte, was hier die Fehlerursache sein könnte und will ungern teures Geld zahlen, wo ich evt. am Ende doch keine Garantieleistung erhalte und auf dem kaputten Gerät sitzenbleibe oder die Reparatur selbst zahlen muss. Da ich Student bin und kaum Einkommen erhalte, bliebe mir höchstwahrscheinlich nur Ersteres. Eine Hausratversicherung gab es nicht, da der Schaden bei Freunden entstand, die gerade erst drei Tage in diese neue Wohnung eingezogen waren. Rein theoretisch könnte es ja auch sein, dass die Stromkreise im Haus fehlerhaft installiert sind, doch wenn ich hierzu noch einen Gutachter hinzuziehe, dann wird alles noch viel komplizierter.
Hi! Es gibt (gab) Fälle, bei denen eine Fehlende Erdung solche Schäden verursacht. Ich habe etwas ähnliches irgenwo auf THG auch mal gelesen. Mit einem PC und externer Festplatte. Prüfe mal, ob bei den Steckdosen wo du die Netzteile eingesteckt hast, die Erdung vorhanden ist. Wenn du ein Multimeter hast, dann messe mal die Spannung zwischen USB Stecker Masse und Laptop USB Steckdose Masse. Masse ist der Blechrand aussen. Mit den Spannungswerten wendest du dich dan an einen Sachverständigen (Begutachter) per Telefon. Er kann dir vermutlich gleich sagen, ob die Ursace daran liegen kann. Ich schätze das zu 99% die Festplatte bzw. das Netzteil der Festplatte schuld ist. Zu 1% das Netzteil des Laptops wegen falsche bzw. fehlender Erdung am Minuspol. mfg Visitor "Auf den Alkohol – den Ursprung und die Lösung sämtlicher Lebensprobleme." Homer Jay Simpson
Danke für die schnelle Antwort. Das hört sich schon mal plausibel an. Nur leider wohne ich rund 400km entfernt und war nur auf Besuch dort. Ist eine solche Installationsart (ohne Erdung) heutzutage denn noch erlaubt? Kann ich da den verantwortlichen Elektro-Installateur zur Rechenschaft ziehen?
Hast du die Geräte direkt in die Steckdose gesteckt oder in einen Verteiler? Ich glaube es muss Weltweit alles geerdet sein. Sind die Stecker deiner Geräte flach oder rund? Also wird der Kontakt für die Erdung überhaupt benutzt? Hast das gleiche sicher zuhause auch in betrieb gehabt oder? Hat es da auch gefunkt? mfg Visitor "Auf den Alkohol – den Ursprung und die Lösung sämtlicher Lebensprobleme." Homer Jay Simpson
Beide Netzteile haben dicke Schuko-Stecker oder wie sie heißen. Also sie nutzen auf jeden Fall die Erdung. Die Geräte waren an zwei verschiedenen Steckdosen im selben Raum angeschlossen. Ich nehme an, dass das auch der selbe Stromkreis war. Ich benutze das Notebook mit der Platte schon seit 15 Monaten und ich hatte noch nie Funkenschlag am USB-Port. Auf heise.de steht im Artikel zu Blitzschutz (Ausgabe 17/99) folgendes: Für einen wesentlichen Anteil am Auftreten von Überspannungsproblemen kann ebenso die Elektroinstallation verantwortlich sein: Im so genannten TN-S-Netz liegen Schutzleiter (PE) und Nulleiter (N) ab der Potenzialausgleichsschiene auf separaten Adern (moderne Nullung). Dazu kommen die drei Phasen, also insgesamt fünf Leitungen. Dieses Netz empfiehlt sich für eine störungsarme Stromversorgung. Das in der Installation billigere Vier-Leiter-Netz TN-C kombiniert dagegen Schutz- und Nulleiter in einem Draht (PEN, klassische Nullung). Verbindet man Geräte, die an verschiedenen Punkten des PEN-Netzes angeschlossen sind, beispielsweise über eine Datenleitung, dann können auf deren Schirm Ausgleichsströme fließen - und die Störanfälligkeit des Systems steigt. Im TN-C-Netz sollten nur die Geräte über geschirmte Datenleitungen miteinander verbunden werden, die an einer gemeinsamen Elektro-Verteilung angeschlossen sind. Führt ein Netzwerkkabel zu einem Rechner, der an einer anderen Verteilung hängt, kann man als Notbehelf die Schirmung der Datenleitung nur einseitig auflegen. Beim TN-C-Netz mit kombiniertem PEN-Leiter können Ausgleichsströme der Elektroverbraucher über die Netzwerkleitung fließen. Dieses Problem vermeidet das modernere, seit 1970 für Neubauten vorgeschriebene TN-S-Netz; hier kann aber ein Blitz immer noch einen Strom in der Schleife aus PE- und Datenleitung induzieren. siehe http://www.heise.de/ct/99/17/130/default.shtml Wenn ich soweit alles verstanden habe, könnte die Beschreibung im zweiten Absatz auf meinen Fall zutreffen.
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