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[HDD MP3 Player] COWON iAudio M5 (20 GB)

Forum Produkte: Top oder Flop : [HDD MP3 Player] COWON iAudio M5 (20 GB)

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Heute bekam ich meinen neuen „COWON iAudio M5“, ein Festplatten-MP3-Player mit 20 GB.

Zunächst war ich erstaunt über die hübsche Verpackung, übersichtlich und informativ.
Nach dem Aufmachen schaute ich mir den Inhalt an:
-der Player
-USB Kabel
-Netzteil
-Kopfhörer
-Plüschbezüge für die Kopfhörer
-Software CD
-zwei Bildschirmschutzfolien
-eine Kurzanleitung (in so ziemlich jeder Sprache außer Deutsch)

Das Gerät an sich besticht mit seiner „Direktheit“:
Ein klares Design in gebürstetem Aluminium (kein leicht zerkrätzliches iPod Plastik), ein Joystick an der Front, an der rechten Seite einen Schieber für die Holdfunktion, der auch das Gerät ein- und ausschaltet, ein Play/Pause Knopf und einer für die Aufnahmefunktion.
Als Anschlüsse bieten sich USB, Kopfhörerausgang (welcher mit einer weiteren Schnittstelle auch für Kabelfernbedienungen geeignet ist) und ein größerer Port für eine separates Ansteckadd-on, welches auch Dinge wie LineIn und LineOut (meiner Info nach, kann es nicht 100%tig sagen) anbietet. Die Größe ist in Ordnung, nicht zu klein und nicht zu groß – das Gewicht ist zwar fühlbar aber eher nicht störend (mich nicht).
Wie zu erwarten war ist der Akku leer gewesen, weswegen ein Anschluss an den PC unausweichlich war – hier kopierte ich nun auch schon ein wenig Musik auf den Player, dank USB 2.0 auch sehr schnell (habe es getestet eine Datei in der Größe von 3,26 GB in ca. 4 Minuten) – was missfällt ist das Dateiformat FAT32, weswegen ich zB keine kompletten DVD Images auf das Gerät spielen kann (gemäß dem Fall, die das Image ist größer als 4 GB) – im Übrigen brauch man keine Software zum Überspielen von Liedern, nur USB Treiber (dann halt via Drag&Drop)

Nun nahm ich das restliche Zubehör in Augenschein.
Die CD bietet Programme (wohl zum rippen von MP3s) sowie den ausführlichen Anleitungen, hier nun auch in Deutsch.
Die Kopfhörer (wohl hauseigene Marke, beschriftet mit „iAudio“ ) sehen schick aus, die Funktionalität wird später angesprochen – die Kopfhörer sind nackt und können mit (mitgelieferten) Plüschbezügen „bequemer“ gemacht werden.
Das Netzteil bietet quasi einfach nur einen USB Anschluss verkabelt mit der Steckdose, kann aber somit ggf auch für andere Geräte verwendet werden; für Reisen ist dieses Gerät (wenn kein PC da ist) sicherlich sehr praktisch.
Die Schutzfolien sind direkt auf den Bildschirm zugeschnitten und können einfach darauf befestigt werden (sind wie die Schutzfolien, die zB auf fabrikneuen Handys ist)
Das USB Kabel ist ein Standard-USB Kabel von „normalem“ USB auf die kleine USB Passform (wie zB oft bei Digitalcameras) – da ich ein eigenes schon an meinem PC habe, habe ich dies nicht weiter ausgepackt.
Schön: das Netzteil, USB Kabel und die Kopfhörer sind in widerverschließbaren Plastiktütchen verpackt.

Nun wollte ich doch mal den Player testen und so habe ich meine älteren Kopfhörer (meine gescheiten sind leider grade nicht Verfügbar und die mitgelieferten wollte ich nicht ganz entpacken) SHE7750 der Marke Philips angeschlossen; diese sind nicht sonderlich gut, aber verrichten ihren Dienst.
Beim ersten Start des Geräts achtete ich auch mal auf das Display – dieses wird hellblau hinterleuchtet und ist gut lesbar (wie das bei direkter Sonne ist kann ich nicht sagen), das Menu bedient sich mit dem Joystick sehr intuitiv (ein paar kleine Tricks, wie man zB ins Menü kommt, können einfach nachgelesen werden, wenn man nicht direkt drauf kommt).
Ich wählte einen Track aus und war zunächst total perplex – meine alten, schlonzigen Kopfhörer spuckten einen Sound aus wie noch nie – der Bass druckvoll und Voluminös, eine schöner, satter Klang.
Schnell stellte ich fest, dass die Option zum Bass anheben im Player standardmäßig auf 10 (von 10) gestellt war; war es auf 0 erhielt ich den gewohnten Kopfhörer-Sound. Zum Testen der Bassfunktion lieh ich mir von meinem Bruder seine billigen 1€-Vivanco Kopfhörer – und auch hier kam der Bass schön und direkt, druckvoll und massiv; ohne dabei wirklich störend zu dröhnen oder zu übersteuern. Das Einzige, was die „Perfektion“ etwas trübte, war, dass das MP3 nur mit einer 160er Bitrate und schlechtem Codec kodiert war.


Die Ausgabe des Sounds ist wirklich unglaublich gut – ich testete es mit diversen Lieder genauer (ausschlaggebende:
1 Bloodbath – Cry my Name (stellvertretend für Metal)
2 El Tango de Roxanne (Moulin Rouge OST) (stellvertretend für ein vielfältiges, mächtiges 2 Klangbild)
3 Kylie Minouge – Red Blooded Women (stellvertretend für Popmusik)
4 Tanz der Vampire – Totale Finsternis (stellvertretend für klassische Musik)

„Cry my Name“ ist ein sehr aufwühlendes, basslastiges Lied, schnell gespielt und mit viel Aggression. Soweit es die Musik hergibt erkennt man gut die Mitten, welche schön von den Tiefen kontrastiert sind – ein Segen, wenn man auf solche Musik steht. Richtige Höhen gibt es hier nicht, so kann ich dazu nichts sagen – außer, dass es einen trockenen, kräftigen Sound gibt.
„El Tango de Roxanne“ ist eine Art Ballade, sehr gefühlvoll und dramatisch; dementsprechend herrscht ein gewisser, tiefer (Kontrabass o.ä.) Unterton, welcher eine gute Atmosphäre schafft, die Mittel sind prägnant und die Höhen, welche sich gerade in der Violine, dem Piano und tw in der Stimme wieder finden, wirken gestochen, aber nicht im Sinne von schmerzhaft – vielmehr treffend und angeglichen, sehr steil und dennoch gediegen.
„Red Blooded Woman“, ein klassischer Popsong, zeichnet sich durch typische Beats und eine klare Stimme aus. Die Beats, zweifelsohne Tiefen, kommen kraftvoll und punktuell – so wie das muss, nicht verzogen, eher gestoßen. Die Mitten, welche sich hier in den Hintergrundgeräuschen (auch Melodie genannt ;-)) tummeln, tun ihren Dienst und summen vor sich hin – die Höhe ihrer Stimme versteht sich gut mit dem Bass und ergibt mit ihm ein schönes Klangbild mit Abwechslung, harmonisch und nicht überzeugen oder schmerzend.
„Totale Finsternis“, das Highlight des Musicals „Tanz der Vampire“, gesungen vom bösen Vampir Graf von Krolock und der jungen Sarah, gibt sich klassisch mit musikalischer Hinterlegung mit einem Hauptteil auf dem Gesang. Hier harmoniert Sarahs hohe Stimme mit der etwas düsteren, wenn auch klaren des Grafen. Eine klare Wiedergabe liefern sich auch hier die Mitten, die hauptsächlich im „Sei bereit“ und der Musikuntermalung kommen – eine schöne Harmonie mit den Tiefen, die ab und an zur Untermalung ertönen aber wohl eher unbeachtet bleiben (kein Wunder, bei dem Duett ;-)).

Die Musik habe ich bei hohen Pegeln getestet (ja, ich vergewaltige mich für euch die Ohren). Hier kommen wir auch schon zu einer weiteren Sache: der Player kann sehr laut sein, muss es aber nicht, auch ruhig klingt er ziemlich gut. Die mitgelieferten Kopfhörer habe ich nur kurz getestet (falls das Ding doch Widerrufen wird… ), diese klangen aber im Großen und Ganzen sehr in Ordnung bei angenehmen sitz (ohne die Plüschüberzieher).
Es gibt einen Euqualizer, welcher die üblichen Standardpresets besitzt (Rock, Classic, Jazz, Pop… ) aber auch individuell eingestellt werden kann – da ich so was nicht nutze (genau wie alle anderen Funktionen außer den Bassverstärker (aber auch vorerst nur bei diesen Kopfhörern)), kann ich dazu nicht sagen außer „reicht mir“.
Der Player besitzt eine eigene Uhr, der Player kann auch als Wecker genutzt werden (hat zumindest eine „Alarm“-Funktion, wie die funktioniert weiß ich auch nicht; ich habe ja einen Wecker und ein Handy).
Die Recordingfunktion funktioniert über LineIn und Mikrophon (eingebaut), da ich auch dieses Feature nicht nutze, will ich es hier nur als erwähnt und nicht bewertet stehen lassen.

Das Menü ist einfach aufgebaut und funktioniert in der Navigation ähnlich einem iPod (nicht der Steuerung, nur der Struktur; wobei ich nie einen iPod besessen habe, um das besser bewerten zu können) – d.h. man geht einfach immer weiter „nach rechts“, wählt Punkte so aus und ändert diese durch das nach oben bzw unten drücken des Joysticks.
Man kann einstellen, dass er alles spielen soll, nur gewisse Ordner, Unterordner und div. Andere Dinge, er beherrscht typische Dinge wie „Shuffle“, „Repeat“ und eine Fadingfunktion zum glätten der Lieder beim Übergang. Auch einfache Dinge wie Kontrast, Beleuchtungsdauer können natürlich eingestellt werden. Etwas ärgerlich ist, dass das umschalten von „Shuffle“ auf „Normal“ durch dieses System etwas umständlich ist – für mich als Dauer-Shuffle-Hörer, der gelegentlich ein Hörbuch hört, etwas schade.
Schade: das Menü lässt sich nicht auf deutsch stellen.
Das Ordnersystem funktioniert im Grunde wie Windows, Dateien (und zwar egal welchen Typs) können vom Player aus gelöscht werden.
Das Display im Allgemeinen ist ausreichen groß, die wichtigsten Dinge werden angezeigt – schön: man kann einstellen, ob Liedtitel oder ID3 Tag angezeigt werden soll (leider kann man bei der Trackzeit nur zwischen „elapsed“ und „remain“ verstellen, beides parallel wäre schöner gewesen).
Wenn man ein Hörbuch hört kann zB auch von der Bookmarkfunktion gebraucht machen, die ein Lesezeichen an der Stelle setzt, wo man ist – diese ist einfach wieder aufrufbar; nach dem Ausmachen und Wiederanschalten des Gerätes startet man meistens da, wo man aufgehört hat – manchmal landet man auch einfach wieder im Beispieltrack, welcher sich im Rootverzeichnis befindet – bin noch nicht so ganz durchgestiegen, wieso es nicht immer funktioniert (bislang hat er aber öfter bei der Stelle weiter gemacht als von vorne zu beginnen).

Wenn ein Lied gespielt wird, kann via Joystick vor-/zurückgespult oder gleich der nächste/vorige Track angewählt werden (links/rechts), auch die Lautstärke regelt sich über den Stick (oben/unten), der Play/Pause Button ist selbstklärend.
Beim Betätigen der Holdfunktion werden alle Tasten gesperrt, leider auch die Lautstärkeregelung – dies finde ich etwas schade.

Aussagen über die Akkulaufzeit (angegeben sind max. 15 Stunden) oder Verhalten zB beim Fahrradfahren kann ich noch nicht machen – als ich heute eine kurze Strecke rennen musste, um zur Fahrschule zu kommen, machte er dies ohne murren und auch als ich grad eben das Kabel vergaß und der MP3 Player zu Boden fiel war nicht mal ein kleiner Aussetzer zu merken.

Mein Fazit:
Zu diesem Preis einen solch großen und auch hübschen MP3 Player zu bekommen ist (m)ein Traum – wer nur Musik hören will, keine Fotofunktion braucht (mal ehrlich: wer sich ein solch großen, teuren Fotoplayer leisten kann hat sicher auch ein Fotohandy… ) und nicht allzu sehr rumzappelt (HDD Player halt) ist mit diesem Gerät gut beraten; wem der Akku zu kurz ist greift zur M5L Version mit bis zu 35 Stunden (gibt es nur noch vereinzelt zu horrenden Preisen).

Der Preis: 169€ (bei www.mp3-player.de)

Nun noch ein paar abschließende Worte zum Versandhaus:
Erst war ich skeptisch, doch das recht professionelle Design und Kritiken bei Geizhals überredeten mich zu einem Kauf dort, zumal auch die Preise sehr moderat sind.
So bestellte ich vergangenen Sonntag (23.7.) via Vorkasse und überwies direkt via OnlineBanking.
Am Mittwoch erhielt ich die Nachricht, das Geld wäre da und der Player verschickt, Donnerstag (heute, 27.7.) kam er dann an.
Verpackt war das Produkt im kleinen Karton erste Sahne – ein Wackeln war durch diese Pappabschottung eher undenkbar (auch wenn ein paar „Pappsporen“ in der halben Blisterverpackung des Players gelandet sind – aber das ist nicht wirklich schlimm).

Ich würde dort wieder kaufen, schön, einfach, schnell =)

Hier noch ein paar Bilder (sorry, hab nur Handycam)

http://www.250kb.de/u/060727/j/49ce88b5.jpg
Die Verpackung

http://www.250kb.de/u/060727/j/f4821518.jpg
Der Player im Vergleich zu meiner Hand

http://www.250kb.de/u/060727/j/457b97a6.jpg
Das Display (in Echt ist es schärfer ;-))

http://www.250kb.de/u/060727/j/f52b3af6.jpg
Die mitgelieferten Kopfhörer

http://www.250kb.de/u/060727/j/fd200dd9.jpg
Das Netzteil

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Zitat :

hier kopierte ich nun auch schon ein wenig Musik auf den Player, dank USB 2.0 auch sehr schnell (habe es getestet eine Datei in der Größe von 3,26 GB in ca. 4 Minuten) – was missfällt ist das Dateiformat FAT32, weswegen ich zB keine kompletten DVD Images auf das Gerät spielen kann (gemäß dem Fall, die das Image ist größer als 4 GB)


Also das ist schon voll OK, das der Player im FAT32-Dateisystem formatiert ist. FAT16 bzw. FAT32 sind die beiden Dateisysteme die von allen nur erdenktlichen Betriebsysteme voll unterstütz werden. Ob Linux/MacOS od. Zeta., einfach jedes BS kann damit umgehen. Wäre er nun im NTFS-Dateisystem formatiert, wäre er nur unter Win2k/XP nutzbar. Was doch arg zu viele Nutzer ausschließen würde.

Im Ürigen hast Du 13,58MB/s geschafft, als Du die 3.26GB übertragen hast. Der Wert ist zwar nicht Rekordverdächtig aber OK.

Ansonsten ein Klasse Bericht den Du hier verfasst hast.

Antworten Flyer

Morgen Flyer!

Du hast recht - so ist das Gerät weitesgehen überall nutzbar, und dennoch ist es ärgerlich, dass wenn ich schon 20 GB habe, die nicht "voll" ausnutzen kann - hier kommt dann Qualität vor Perfektion ;-)

Die Geschwindikeit ist vielleicht nicht das non-plus-Ultra (habe auch schon Daten auf 'nen iPod übertragen ;-)) aber dennoch für so einen Player absolut ausreichend und auch schnell - die MP3s (ca. 700) waren in weniger als einer Minute drauf (kann sein, dass es bei der großen Datei wegen der Auslastung des PCs "langsam" war - mache gerne weitere Tests, wenn du mir sagst, wie).
Eins steht fest: ist definitiv besser als die 4,16 MB bei meinem alten Archos (ist ein ca. Wert), das dauerte bei einer Datei von 700 MB schon an die acht Minuten..

Ich finde es immer schade, wenn Menschen Geräte nur halbherzig testen, und da das Gerät in der BRD eh recht unbekannt ist (daher auch der Preis - hauptsache noch was mit holen) wollte ich auch ein wenig "werben", lohnend ist es ja =)

Antworten Tuffy
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