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Raid0 + Bootloader (Linux + Windoof) = Böse?

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Hi Ihr. :P
Laaange nicht mehr hier unterwegs gewesen. :>

Nja, folgende Situation:
Da mir meine SpinPoint 250GB langsam zu eng wird liebäugle ich momentan mit dem kauf einer weiteren Platte.
Bei der Gelegenheit, dachte ich mir, könnte ich dann ja auch gleich mal nen Raid0 ausprobieren.
Mein Plan ist/war auf dem Verbund dann zwei Partitionen anzulegen, eine 50 GB Windoof XP Partition und eine Kubuntu Partition (Rest, logischerweise :P).
Nun machte mich ein Freund vor kurzem aber darauf aufmerksam das Bootloader auf Raid0-Verbunden meist Probleme machten/nicht funktionieren. Stimmt das? Oder muss man da einfach was spezielles bei der Installation beachten?

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Zitat :

Bei der Gelegenheit, dachte ich mir, könnte ich dann ja auch gleich mal nen Raid0 ausprobieren.
[...]
Nun machte mich ein Freund vor kurzem aber darauf aufmerksam das Bootloader auf Raid0-Verbunden meist Probleme machten/nicht funktionieren. Stimmt das?



Ein HardwareRAID Controller macht im allgemeinen keine Probleme, da für das Betriebssystem sich der Controller wie eine Platte verhält

Also nehme ich an Du meinst ein sogenanntes SoftRAID oder FakeRAID, richtig (klick für Infos)?

Nehmen wir mal FakeRAID: Also Dein z.B. Onboard Controller (nVidia, Promise, SIL, intel) liefert einen RAID support. Stand heute: Die Distributionen unterstützen es nicht Out-of-the-Box. Ich weiß nicht wie gut Deine Linux Kenntnisse sind, aber das wäre die Anleitung um es unter Kubuntu ans fliegen zu bekommen inkl. Bootloader GRUB:
http://www.realriot.de/index.php/2 [...] to-ubuntu/

Alternativ kannst natürlich sowohl Windows als auch Linux auf einer "normalen" Partition einrichten und dann ein Betriebssystem eigenes Software RAID 0 für den verbliebenen Platz fahren: z.B. SoftRAID für Linux. Das wäre einfacher einzurichten als ein FakeRAID mit DualBoot für Windows + Linux.

Zitat :

Da mir meine SpinPoint 250GB langsam zu eng wird liebäugle ich momentan mit dem kauf einer weiteren Platte. Mein Plan ist/war auf dem Verbund dann zwei Partitionen anzulegen,...



Selbst wenn man vom Aufwand absieht das RAID-0 auch mit Linux ans Fliegen zu bekommen, so ist gelinde gesagt der RAID-0 Plan so ziemlich das dümmste, was man überhaupt anstellen kann. Oben habe ich Dir technische Lösungen zu Deinem Problem genannt, aber auch nur, um die Frage zu beantworten.

Überleg' mal:

. Lebensdauer/Sicherheit: Deine 250er Festplatte ist nicht mehr die neueste. Wenn Du diese jin ein RAID-0 legst und sie in 1/2 Jahr den Geist aufgibt, dann verlierst alle Daten (auch die auf der neuen Platte).

. Ein Raid-0 verbessert nicht die Zugriffszeit. Genaugenommen verschlechtert es diese sogar minimal: Der Erwartungswert bis zum Erreichen eines Sektors, wenn der Schreib-/Lesekopf bereits über der richtigen Spur steht ist 1/2 * Zeit für eine Umdrehung = 1/2 : Drehzahl. Beim Raid-0 brauchst aber ziemlich wahrscheinlich Daten von zwei Platten - d.h. beide Köpfe warten. Hier ist der Erwartungswert 2/3 : Drehzahl.

Bei einer Platte mit 7200 U/min = 120 U/sec => 1 U = 8 + 1/3 ms.
Erwartungswert ohne Raid : 4 + 1/6 ms
Erwartungswert Raid-0 mit 2 Platten = 5 + 5/9 ms
Somit verschlechtert sich die mittlere Zugriffszeit um die Differenzen der Erwartungswerte spich 1 + 7/18 ms ~= 1,4ms

Die Überlegung der Zugriffszeit kann man vermutlich nicht auf die Positionierungszeit der Köpfe übertragen: Bei gleichen Platten wird das Raid 0 die Köpfe im Prinzip ziemlich gleich bewegen. Ist eine Platte sehr anders aufgebaut bei gleicher Kapazität, sieht das natürlich wieder anders aus.

. Durchsatz: Ja der Durchsatz wird durch das RAID 0 erhöht. Aber nützt Dir das wirklich etwas, gegeben die Tatsache, dass die gelesenen/geschriebenen Daten auch irgendwo hin müssen (Netzwerk,USB, PCI, ...). Als Gedankenspiel ein kleiner Worst-Case: Dein SATA-RAID Controller ist via PCI Interface ans Motherboard angebunden (gar nicht so selten). Und Du schiebst die Daten von dem Controller irgendwo anders hin, was auch an den PCI Bus angschlossen ist. Rein Praktisch musst jetzt die Bandbreite Deines PCI Busses teilen. Von den etwa 100MB/s bleiben also nur 50MB/s. Diese 50MB/s ist aber gerade der mittlere Durchsatz Deiner einzelnen 250MB Samsung. D.h. in dem Szenario kommt Dein erhöhter RAID-0 Durchsatz gar nicht zum Tragen. Wenn Du ganz geschickt bist, dann wartest auf die 1TB Samsung HD102UJ mit 333GB/Platter. Die Dürfte vom Durchsatz fast soviel bringen wie zwei Platten im RAID-0.

Also:
. besser neue Platte (= groß) kaufen
. alte Platte umkopieren
. alte Platte entfernen, auf e-Bay verchecken

Deine Vorteile:
. neue Platte ist schnell
. neue Platte hat Garantie
. verbraucht weniger Strom und macht weniger Geräusche als zwei Festplatten
. Ausfallwahrscheinlichkeit eines Plattencrashes gesenkt
. Je nachdem wie Du's anstellst: eine 500GB Samsung hat so 0,18-0,20 EUR / GB. Wenn Du die 250er auf e-bay vertickst, dann bekommst so irgendwo 0,16-0,18 EUR / GB. Im Prinzip für lau gegen neu getauscht.

Antworten 7oby

Erstmal danke für die Links, genau das wird er wohl gemeint haben. Nunja, die Workarounds sehen machbar aus. :>

Die Überlegungen bzgl. der Nachteile eines Raid0s kannte ich schon, deswegen sag ich ja auch "ausprobieren". Wollte halt erstmal schauen ob ich den Geschwindigkeitsgewinn wirklich merke und ob er mir das doppelte Ausfallrisiko wert ist.
Außerdem täte mir der Verlust der meisten Daten auf meiner Platte nicht soo weh, und von den wirklich wichtigen Sachen hab ich eh eine externe Kopie.

Trotzdem denk ich mal über eine 500GB Platte nach, die 1TB wäre natürlich auch super aber die ist mir vorerst doch zu teuer (und auch zu groß, hab ja schon ewig gebraucht meine 250 GB voll zu bekommen ;) ). Vielleicht bringt Samsung ja auch bald eine 2 Platter-Version, die hätte was. (666 GB :twisted:)

Antworten SickThought

[quotemsg=8387,2,26725
. Ein Raid-0 verbessert nicht die Zugriffszeit. Genaugenommen verschlechtert es diese sogar minimal: Der Erwartungswert bis zum Erreichen eines Sektors, wenn der Schreib-/Lesekopf bereits über der richtigen Spur steht ist 1/2 * Zeit für eine Umdrehung = 1/2 : Drehzahl. Beim Raid-0 brauchst aber ziemlich wahrscheinlich Daten von zwei Platten - d.h. beide Köpfe warten. Hier ist der Erwartungswert 2/3 : Drehzahl.

Bei einer Platte mit 7200 U/min = 120 U/sec => 1 U = 8 + 1/3 ms.
Erwartungswert ohne Raid : 4 + 1/6 ms
Erwartungswert Raid-0 mit 2 Platten = 5 + 5/9 ms
Somit verschlechtert sich die mittlere Zugriffszeit um die Differenzen der Erwartungswerte spich 1 + 7/18 ms ~= 1,4ms

Die Überlegung der Zugriffszeit kann man vermutlich nicht auf die Positionierungszeit der Köpfe übertragen: Bei gleichen Platten wird das Raid 0 die Köpfe im Prinzip ziemlich gleich bewegen. Ist eine Platte sehr anders aufgebaut bei gleicher Kapazität, sieht das natürlich wieder anders aus.
quotemsg]


Hier muss ich widersprechen... EinRAID0 kann sehr wohl die Zugriffszeit deutlich verbessern, man muss es nur verstehen und richtig anwenden!!!
oder was denkst du warum mit RAID0 ein OS deutlich schneller startet als ohne.

An der Übertragungsrate liegt es -wie du selber sagts- (zum Großteil) nicht.

Meine Argumentation habe ich hier dargelegt:
http://www.planet3dnow.de/vbulleti [...] 925&page=2

Grund ist, zusammengefasst, dass z.B. bei einem 4er RAID0 die EINZELPLatte wesentlich geringere Bewegungen machen muss um an den selben Dtaenraum zu gelangen wie eine Platte ohne RAID.
Punktum einleuchtend?
Dabei rede ich allerdings NICHT VON DER ZUGRIFFSZEIT auf die GANZE PLatte!!!

Ich meine hier nur einen speziellen festgelegten Bereich der Platte, den es mittels RAID0 auf Durchsatz UND Zugriffszeit zu optimieren gilt. Wie im obigen Link beschrieben, kann man die ersten 2-3% einer Platte enorm auf Zugriffszeit optimieren.
Bei einer 200GB-Einzelplatte sind das dann die ersten 5GB.
Im 4er RAID0 wären es die ersten 20GB. Das reicht für Windows+Progs.

Und mehr will man ja garnicht. Wazu sollte man auf sein Filmarchiv mit 5ms zugreifen wollen?

Antworten Unlimited
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