Hallo,
ich stelle das bewußt hier ein, da das Notebook-Topic in diesem Forum schlichtweg tot ist. Außerdem geht es mir in meiner Frage mehr um den Prozessor als um ein gesamtes Notebook.
Ich lese nun immer wieder, daß der Turion X2 allerhöchstens zur zweite Geige genügt und das meistens im Zusammenhang mit den sehr klein geratenen L2-Cache steht. Der TL-50 beispielsweise kommt nur mit 2x256KB in Rennen. Jetzt stellt sich mir folgende Frage. Haben wir es bei den Turion X2 mit dem untersten Ende der Dualcore-Notebook-CPUs zu tun? Ich habe Benchmarks gesehen in denen ein Celeron M430 wesendlich besser abgeschnitten hat als ein TL-56 (Bsp SuperPI 1M: TL-56: 55sek /M430 36sek.) Und eine Frage stellt sich mir in dem Zusammenhang noch. Kann man behaupten daß ein TL-52 mit 2x512KB L2-Cache immer noch wenigstens die bessere Wahl ist als ein SingleCore? Ich rede von der reinen Performance. Nicht von Akkulaufzeit, Energiesparoptionen oder sonstiges. Ich habe auch schon Tests gesehen, aber vielleicht kann hier ja jemand aus dem Nähkästchen plaudern, bzw jemand hier hat einen TL-5x oder TL-6x und kann mal seine praktischen Erfahrungen einbringen.
Bin gespannt auf eure Antworten (falls sie kommen ;-))
Haben wir es bei den Turion X2 mit dem untersten Ende der Dualcore-Notebook-CPUs zu tun? Ich habe Benchmarks gesehen in denen ein Celeron M430 wesendlich besser abgeschnitten hat als ein TL-56 (Bsp SuperPI 1M: TL-56: 55sek /M430 36sek.)
SuperPI ist ein denkbar schlechter Benchmark: Die 50kb der Anwendung passen komplett in den Datencache - teilweise sogar in den 1st Level Cache. Da misst Du die Leistungsfähigkeit der ALUs, aber nicht des Gesamtsystems und erst recht nicht heutiger Spiele, Office-Anwendungen oder Video De/Encoding Features.
Test nehmen. Die Schnittmenge der gemeinsamen Tests ist zwar nicht sooo groß, aber wenn ein Turion64 X2 in etwa so schnell ist wie ein Core Duo und letzterer 18% langsamer als ein Core 2 Duo, dann kann man sich den Rest denken.
Zitat :
Kann man behaupten daß ein TL-52 mit 2x512KB L2-Cache immer noch wenigstens die bessere Wahl ist als ein SingleCore? Ich rede von der reinen Performance.
Bei gleichem Takt und sonstiger Architektur? Die meisten aktuellen Spiele ziehen noch keine Vorteil aus dem DualCore und die DualCore Patches, die es gibt, sorgen dafür dass das Spiel nicht von einem Core zum anderen sprint und jeweils den Cache neu füllen muss.
Trotzdem: Wenn ich die Wahl zwischen Core Solo und Core 2 Duo habe, nehme ich den DualCore. Ich benutze einfach zu viele Anwendungen, die hieraus einen Vorteil ziehen: Videos transcoden z.B.
Diese Tests kenn ich auch alle und mir ist die gemessene Leistungsfähigkeit durchaus bekannt. Nur hätte ich gern mal gewußt ob sich das auch auf die Praxis auswirkt. Soll heißen: Habt ihr schon mal von jemandem gehört, der unzufrieden war und den Kauf bereut hat.
Bei SuperPI ist es eigentlich komplett unwichtig ob das Miniprogramm im Cache steckt oder nicht, weil hier die Nachkommastellen von PI bis auf die 1.000.000. Stelle berechnet wird. Da empfiehlt es sich wenn der Cache frei ist.
Ist der Unterschied im alltäglichen Gebraucht bei gleicher Taktrate spürbar? Soll heißen, daß ich nicht nen TL-50 mit nem T7200 vergleichen will.
Nur hätte ich gern mal gewußt ob sich das auch auf die Praxis auswirkt. Soll heißen: Habt ihr schon mal von jemandem gehört, der unzufrieden war und den Kauf bereut hat.
Der Otto-Normalverbraucher hat so wenig Plan von Computern - denen kannst auch einen Pentium-M hinstellen mit 2 GHz und der ist super glücklich, da der Laptop leise und schnell (genug) ist.
Unzufrieden sind die Otto-Normalverbraucher:
. wenn der Laptop einen Hardwaredefekt hat: überhitze Graka ist so'n Klassiker
. wenn er zu laut ist (Noch ein Grund für 'ne intel: Jeder kennt NHC)
. wenn der Akku zu schnell runter ist
. wenn ein Laptop anfängt zu swappen
...
Zitat :
Bei SuperPI ist es eigentlich komplett unwichtig ob das Miniprogramm im Cache steckt oder nicht, weil hier die Nachkommastellen von PI bis auf die 1.000.000. Stelle berechnet wird. Da empfiehlt es sich wenn der Cache frei ist.
Ich habe darauf hingewiesen, dass SuperPI keine geeignete Applikation ist, um die Leistungsfähigkeit des Gesamtsystems zu beurteilen. Heutige Anwendungen, die Du benutzt, haben eine ganz andere Datenlokalität und skalieren auf den von Dir angesprochenen Systemen völlig anders als SuperPI. Deshalb habe ich Dir ein paar "Realworld" Benchmarks an die Hand gegeben inkl. Interpretation der Ergebnisse.
SuperPI würde auch auf einem AMD Duron mit 64KB Cache 2GHZ hervorragende Leistungsdaten erzielen. Eigentlich hast Du Dir die Antwort selbst gegeben: Der Celeron M430 war schneller als der Turion? Warum? Weil der langsame FSB400 vom Celeron beim SuperPI überhaupt keine Rolle spielt. Beim Videoencoding dürfte die Geschichte gleich ganz anders aussehen.
Völlig unabhängig von dieser Fragestellung, lass' mich Dir noch kurz erklären wie Caches funktionieren:
SuperPI ist sogar so klein, das passt in seiner heißen Schleife in den 1st Level Code Cache. Der Daten Cache ist davon getrennt. Da kannst mit den Daten machen was Du willst, er muss den Maschinencode zu keiner Zeit aus langsamerem Cache oder Hauptspeicher nachladen. Letzteres ist Dank Prefetch eh' nicht so das Thema.
Selbst wenn Dein Programm nicht in den getrennten Code/Daten Cache passen würde und vorwiegend im geteilten 2nd Level Cache steht: Der funktioniert im allgemeinen nach Write-Back LRU. D.h. es werden die Daten als erstes rausgeschmissen, die lange nicht mehr benötigt werden. Das ist sicher nicht die heiße Programmeschleife, sondern die älteren Kommastellen. Ganz unabhängig davon: Wer sagt überhaupt, dass SuperPI die Daten am Stück im Speicher ablegt? Ausrechnen würde ja auch genügen.
Zitat :
Ist der Unterschied im alltäglichen Gebraucht bei gleicher Taktrate spürbar? Soll heißen, daß ich nicht nen TL-50 mit nem T7200 vergleichen will.
Ja, dazu vielleicht ein Zitat aus den letzten Hyperthreading Tests, wo ein 3GHz P4 HT einem 3,6GHz P4 ohne HT in Realworld Applikationen überlegen ist:
Zitat :
Unter realen Bedingungen stellt man subjektiv deutliche Performance-Verbesserungen fest, die nicht alle unsere Benchmarks in Zahlen ausdrücken können. Deshalb haben wir zusätzlich ein Video produziert, um die Unterschiede im Bild festzuhalten. Hyper-Threading macht sich vor allem dann bezahlt, wenn mindestens zwei Applikationen gleichzeitig den Prozessor stark beanspruchen. Somit können beispielsweise im Hintergrund große Datenmengen archiviert werden, während im Vordergrund konventionelle Office-Anwendungen ihren Dienst verrichten. Ebenso ist das MPEG-4-Encoding eines DVD-Films möglich, während gleichzeitig Mails editiert werden, und verschiedene Internet-Fenster geöffnet sind.
Der Vergleich von den X2(Dual Core) mit den Celeron-CPUs(Single Core) hinkt gewaltig.
Das ist nicht der Vergleich von Aepfeln und Birnen sondern Rosinen und Melonen.
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