RAM-optimiertes System

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Hallo!

Ich bin gerade bei der Konfigurierung eines PCs, bei dem es vor allem auf die Geschwindigkeit des Arbeitsspeichers ankommen soll. Der Rechner wird vorrangig für F&E-Simulationen eingesetzt (z.B. MoldFlow). Einige Fragen habe ich zum System, aber hier erstmal die Grundkomponenten:

- 64 Bit Betriebssystem (Win XP)
- sehr schnelle Dual Core CPU
- Grafikkarte nicht so wichtig, wird eine günstige Mittelklasse-Grafikkarte, aber mit viel Speicher für ggf. CAD

Nun meine Fragen:

- Mit welchen CPU-Systemen lassen sich die Besten Arbeitsspeicher-Betriebsdaten erreichen, AMD oder Intel? Welche CPU würdet ihr mir empfehlen?
- Ist es besser nur (schnelle) 4 GB zu verbauen, oder (wahrscheinlich langsamere) 8 GB (mit zwei-GB-Modulen, wenn das Board 4 Steckplätze hat)?
- Lohnt sich dafür vielleicht doch schon DDR3-Speicher? (in Kombination mit den richtigen Komponenten)
- Welchen RAM in Kombination mit welchem Board und CPU würdet ihr konkret empfehlen? (Produkte)
- Was würdet ihr noch empfehlen? (Zusätzliche Speicher-Hardware oder dergleichen)

Besten Dank im Voraus!

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- 0 +

Zitat :

Ich bin gerade bei der Konfigurierung eines PCs, bei dem es vor allem auf die Geschwindigkeit des Arbeitsspeichers ankommen soll.


Um's etwas vorweg zu nehmen: Wer hat denn erzählt und in welchem Zusammenhang, dass dies der wichtigste Einflussfaktor ist?

Zitat :

- Grafikkarte nicht so wichtig, wird eine günstige Mittelklasse-Grafikkarte, aber mit viel Speicher für ggf. CAD


Bitte frage mal jemanden, der Deine CAD Modelle kennt! In CAD Systemen werden keine großen Texturen verwendet, die groß Speicher belegen. Oft auch gar keine und es wird nur geshaded. Allerdings kommen je nach Modell schnell mehrere 10000 Dreiecke zusammen, die je nachdem, Deine Grafikkarte kaum noch bewätigt. Ich hab' schon mehrere ruckelnde CAD Modelle wegen unterdimensionierten Grakas gesehen. Aber das hängt eben von der Komplexitität der Modelle ab: Im Zweifelsfall: Soviel Rums rein wie geht.

Zitat :

- Mit welchen CPU-Systemen lassen sich die Besten Arbeitsspeicher-Betriebsdaten erreichen, AMD oder Intel? Welche CPU würdet ihr mir empfehlen?


Was meinst Du mit "Arbeitsspeicher-Betriebsdaten"? Meinst Du Latenzzeit? Durchsatz? Realperformance? Was hältst Du denn von folgendem Paradoxon: AMD hat aufgrund des integrierten Memorycontrollers eine schnellere Arbeitsspeicheranbindung als intel, dennoch ist der Core2Duo in praktisch jedem Benchmark überlegen.

Zitat :

Ist es besser nur (schnelle) 4 GB zu verbauen, oder (wahrscheinlich langsamere) 8 GB (mit zwei-GB-Modulen, wenn das Board 4 Steckplätze hat)?


Der Unterschied in der Ramgeschwindigkeit ist abhängig von der Anwendung: 0-5% max.
Ist jetzt auch keine Realanwendung und bezieht sich auch auf DDR, aber nur, um mal irgendeinen Test zu nennen:
http://hardware.thgweb.de/2006/04/ [...] index.html

Ob das Ding nun 0-5% schneller oder langsamer läuft, merkst Du eh nicht. Auch bei 10 Tagen Berechnungsdauer für Deine Modelle. Eine andere CPU macht da schon einen höheren Faktor aus.

Die Frage, die Du stellen musst lautet: Reichen mir 4 GB, oder fängt der dann irgendwann an zu swappen? Ich hätte ein paar Simulationen im Angebot, wo 4GB nicht reichen und in dem Moment wo Du anfängst zu Swappen ist's vorbei - damit mein' ich : Nicht mehr berechenbar. Als erste Näherung: DDR2 CAS ca. 10ns. schnellste Festplatte Zugriffszeit ca. 10ms. Faktor 1000!

Zitat :

- Lohnt sich dafür vielleicht doch schon DDR3-Speicher? (in Kombination mit den richtigen Komponenten)


Nein, DDR2 Speicher ist im Prinzip genauso schnell
http://www.anandtech.com/cpuchipse [...] spx?i=2991
http://www.anandtech.com/memory/showdoc.aspx?i=2989

DDR3 ist zu teuer - steck' das Geld auf jeden Fall erstmal in die schnellste Graka und Prozessor, den Du Dir leisten kannst.

Zitat :

- Welchen RAM in Kombination mit welchem Board und CPU würdet ihr konkret empfehlen? (Produkte)


Weißt Du denn ob Deine Anwendung mit vier Prozessoren skaliert? Von F&E Simulation würde ich das erwarten. Dann wäre meine Empfehlung:
. intel Quadcore (Takt nach Geld)
. P35 Plattform mit DDR2 Sockeln
. genügend DDR2-800 oder sogar DDR2-1066 Ram
. nvidia 8800 GTS mindestens

Zitat :

- Was würdet ihr noch empfehlen? (Zusätzliche Speicher-Hardware oder dergleichen)



Schau' Dir mal das an:
http://wwwwestermann.in.tum.de/Research/Projects/Defo
http://wwwwestermann.in.tum.de/Res [...] Windtunnel
http://wwwwestermann.in.tum.de/Res [...] cts/GPUSim
http://wwwwestermann.in.tum.de/Res [...] cts/SciVis
Das machen die lokal auf der Grafikkarte. Die Speicheranbindung ist um ein x-faches schneller als Dein Hauptspeicher: >100GB/s, 384Bit Busbreite, GDDR3

bg,
7oby

Antworten 7oby

Danke erstmal für die Links, ich werde sie mir gleich einmal zu Gemüte führen.

Die Aussage über besonders schnelle RAM-Zugriffszeiten kommt vom Entwickler der Simulationssoftware selbst, darum meine Frage nach einer möglichst optimalen Systemkonfiguration hinsichtlich bester RAM-Leistungen.

Eine Quad Core CPU bringt definitiv keine Vorteile, da die Berechnungen nicht parallel bearbeitet werden können. Dual Core nur deshalb, damit bestimmte Grundfunktionen am PC noch im zweiten Core erfüllt werden können.

Die Frage, ob 4 schnelle oder 8 langsamere GB RAM hat insofern ihre Berechtigung, dass ich nicht hinsichtlich RAM auf jedes Prozent hin optimieren muss, wenn ich die Werte dann durch die Wahl von 2GB-Modulen im Bereich von 5 Prozent vielleicht verschlechtere.
Schnelle 4 GB sind da sicher nützlicher, da die normal vorgeschlagene Menge RAM auch nur bei 1 GB liegt.

Die Grafikkarte ist für die Simulationen nicht von Belang, wenn aber ein solcher Rechner konfiguriert wird, so kann man ihn auch gleich für komplexere CAD-Modelle, bzw. Baugruppen mit benutzen (Falls das Arbeiten am Standard-Bürorechner doch einmal wieder zu unbequem wird). Auch wenn es sich nicht um zu komplexe Strukturen handelt, so spielt rein aus der bisherigen Erfahrung der Grafikspeicher die größte Rolle beim bequemen Arbeiten.

Antworten woerli
- 0 +

also ich weiss jetzt nicht genau was der entwickler der software genau meint aber ich halte das für ziemlich abwägig :?

ein c2d system gewinnt durch niedrigere timings kaum / nur unspürbar an leistung - ich wüsste nicht wieso das jetzt bei der anwendung anders sein soll!

auch ein erhöhter speichertakt bringt beim c2d eigentlich keinen powerschub

langsamer als 1:1 zum fsb kann dein speicher ja gar nicht laufen! (außer bei nvidia boards, ist aber nicht zu empfehlen)

daher würde ich einfach 800er ram einbaun und die timings vernachlässigen

ob du jetzt 2/4/8 gb einbaust musst du selbst wissen ;)
wichtig ab 4gb ist ein 64 bit windows - sonst wirst du nämlich den ram nicht voll nutzen können

Antworten nuts

Anscheinend scheinen AMD-Systeme bei der Ausnutzung des Speichertaktes gegenüber Intel noch Vorteile zu haben, sehe ich das richtig?
Die Frage wäre nun, ob die Nachteile der CPU-Performance den schnelleren Speicherbetrieb in der jeweiligen Anwendung wieder zunichte machen?

Kann man denn keine Empfehlung geben, Welcher Arbeitsspeicher im Moment mit welchem Board und CPU (ohne zu übertakten) am schnellsten läuft und dabei noch die günstigsten Latenzen liefert?

Antworten woerli

Soweit ich weiß, hängen die Latenzzeiten des Arbeitsspeichers ausschließlich von den Latenzzeiten des Arbeitsspeichers ab. Sprich wenn du schnellen RAM kaufst hast du schnellen RAM, Punkt. Sp lange das Board den nötigen Takt liefert, wirst du dahingehend keinen Unterschied merken.
Wenn das Programm nur auf einem CPU-Kern rendert, dann sollte dafür der Takt recht hoch sein bzw. könnte da eine Singlecore-CPU die bessere Wahl sein.
In diesem Fall wäre dann tatsächlich AMD zu empfehlen, da die MehrkernCPU von Intel ihre Vorteile nicht ausspielen können.

@7oby
ne 8800 GTS ist in jedem Fall überdimensioniert, da CAD-Grafik ganz andere Schwerpunkte hat als Spielegrafik. Deswegen gibt es für diese Marktbereich sogar eigene Graka wo unter anderem Matrox noch kräftig mitmischt.

Antworten toolkid
- 0 +

Wegen der MoldFlow Simulation.

Was ist nochmal genau mit dem Ram los? Hier empfehlen die Leute doch an erster Stelle auch eine schnelle CPU:

http://www.moldflow.com/stp/englis [...] 9#post_119

Die sind wirklich relativ merkwürdig dort. Warum muss der ständig auf den SPEC Benchmarks nachschauen welche CPU dort wie performed? Das ist ziemlich realitätsfremd, wer die Compilersettings für diese Applikationen kennt. Ganz abgesehen davon: Es geht hier nicht darum irgendeine theoretische Leistung zu messen, sondern womit läuft MoldFlow am schnellsten? Und das sollen sie doch einfach mit unterschiedlich komplexen Kundenmodellen benchen.

Was die 3D-Grafik betrifft:
. Mir ging's primär um die rohe Wireframe / Shading Leistung, wenn die 3D Modell zu komplex werden.
. Der unterschied zwischen GeForce / Quadro Serie und was das in den Tools (z.B. Antialiasing bei Linien usw.) bedeutet, sollte auch bekannt sein [finde dazu leider gerade nicht die Präsentation die ich suche].
. Mein Kenntnisstand ist, dass man auch weiterhin durch Modifikation am Treiber eine GeForce für den Quadro Treiber freischalten kann.

Antworten 7oby
- 0 +

7oby schrieb :

Mein Kenntnisstand ist, dass man auch weiterhin durch Modifikation am Treiber eine GeForce für den Quadro Treiber freischalten kann.



Das muss nicht mehr aktuell sein.

Interessant ist auch das:
http://www.hardforum.com/showpost. [...] stcount=12

Antworten 7oby
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