Hallöchen Community,
ich habe da mal eine Frage an die Profis. Ich würde demnächst gerne meine neue Wohnung so gut wie möglich vernetzen aber dazu fehlt es offenbar in der Industrie noch an Lösungen.
Und zwar würde ich gern das was meine Grafikkarte an meine Monitore ausgibt, gleichzeitig (live) als UPnP in mein Netzerk einspielen, um so auf jedem Fernseher auf dieses Computerbild zuzugreifen.
Natürlich könnte ich es mit einem Verteiler/Umschalter lösen aber später soll ja noch Radio, TV ... in das Gigabitnetzwerk eingeschleust werden, so das möglichst alle Geräte miteinander verbunden sind.
Kennt jemand eine Lösung für so ein allgemeines Problem ? Oder eine Software die den Grafikkarten Output live umwanelt ? Alle UPnP MediaServer egal ob kostenlos oder kostenpflichtig die ich gesehen habe, können nur auf der Festplatte liegende Dateien umwandeln und streamen. Ich bräuchte jedoch eine Software wo ich den Monitor oder besser das Device auswählen kann, um so z.B. auch den 5.1 Sound übertragen zu können.
Falls irgendjemand eine Idee, Link, Tipp hat, wäre ich durchaus dankbar.
Falls nicht, HERSTELLER ? Ich denke das wäre interessant für euch
Also euch schoneinmal danke fürs lesen und Antworten.
cya
Und zwar würde ich gern das was meine Grafikkarte an meine Monitore ausgibt, gleichzeitig (live) als UPnP in mein Netzerk einspielen, um so auf jedem Fernseher auf dieses Computerbild zuzugreifen.
Natürlich könnte ich es mit einem Verteiler/Umschalter lösen aber später soll ja noch Radio, TV ... in das Gigabitnetzwerk eingeschleust werden, so das möglichst alle Geräte miteinander verbunden sind.
Zunächst mal gibt's ein Bandbreitenproblem:
. FullHD 1920 x 1200 @60Hz hat inkl. Sound 1,590 GBit/s. Selbst wenn sonst über das Gigabitnetzwerk nichts ginge sind das 60% mehr als Gigabit Ethernet zu übertragen vermag. Ganz abgesehen davon, dass es schon sehr schwierig ist Gigabit Ethernet von dem Hostsystem schnell genug mit Daten zu beliefern und durchzupumpen. Dieser kürzlich erschiene Artikel zeigt, dass es praktisch wohl irgendwo zwischen 40-80 MB/s (= 320 - 640 MBit/s) liegen wird. http://www.heise.de/kiosk/archiv/c [...] ausgereizt
. Mittels MPEG4-AVC Basic Profil könnte man den Datenstrom on-the-fly einpacken und verkleinern. Hierzu bräucht man einen DirectShow Screen Capture Treiber. Soetwas in der Richtung: http://www.hmelyoff.com/index.php?section=4 Allerdings sollte der möglichst dumm sein, damit man selbst effiziente und standardisierte MPEG4-AVC Codecs anhängen kann: http://www.free-codecs.com/download/DTS_x264_VfW.htm Anschließend würde man dies entweder als uPNP Server oder VLC Server im heimischen Netzwerk anbieten. Brachiale Prozessorpower beim Encoden vorausgesetzt. FullHD 1920 x 1200 @60 Hz unter optimalen Bedingungen (*) beim Liveencoding belegt Dir 2 Cores im QuadCore bei 3GHz komplett. Hast also noch 2 Cores für andere Aufgaben. Weiß nicht, ob ich zum experimentieren mit DirectShow Filtern komme in nächster Zeit. Das Decoden kann dann aber über gewöhnliche uPNP Clients erfolgen. Da gibt's ja genügend Standalones oder HTPC oder PS3 etc.pp.
. Mittels VNC: Resourcensparend (beim Encoden) und Bandbreiten schonend auf dem Ethernet Kabel. Nachteil: Spezielle Clients erforderlich. Nur 1 Client gleichzeitig. Für Filme nicht geeignet.
(*) diese Bedingungen gehen wirklich nur im Basic-Profil. Und auch dort nur unter Linux 64-Bit, so dass in der Praxis eine leicht geringere Encodinggeschwindkeit realistisch ist.
P.S.: In diesem Artikel (leider nur gegen $$) http://www.heise.de/kiosk/archiv/c [...] der_Praxis wird ein HDMI inkl. Repeater erwähnt, dass sehr günstig ist und enorme Datenlängen in der Praxis verspricht.
Nachricht bearbeitet von 7oby am 30.06.2008 um 15:54:44
Hallo,
kurze Frage.
Warum willst du unbedingt das Videosignal übers Netz verteilen?
Kleine HTPCs die FullHD-fähig sind kosten doch nicht mehr die Welt. Stell dir doch einfach so ein Gerät ins Wohnzimmer. TV-Karte rein, und gut ist.
Die Filme (oder was auch immer) kannst du dann immernoch übers Netz bereit stellen, sodass du nicht alles doppelt ablegen musst.
Ausserdem kannst du den zweiten Rechner im Wohnzimmer dann auch mit einer Fernbedienung steuern, was unter Umständen schwierig werden würde, wenn dein Mediaserver bzw. Hauptrechner im Keller steht.
Oder wo denkst du sind die Vorteile deiner Idee?
Nachricht bearbeitet von Ragamuffin am 30.06.2008 um 15:53:07
Danke für die Antwort aber du schreibst ja als hätte ich einen Doktor Titel :-)
So eine hohe Auflösung muss ja auch nicht unbedingt sein, gehen wir halt erstmal von 640x480 aus ohne Ton, mir geht es erstmal um eine Versuchsumgebung und ob es Komponenten/Software gibt mit der dies überhaupt realisierbar ist.
Also meinst du wenn ich das richtig verstehe ich zeichne per "Screen Capture" meine Monitorausgabe auf und lasse diese immer weiter wachsende Datei von einem UPnP Server gleichzeitig veröffentlichen ?
Geht das wirklich ? Müsste man natürlich ausprobieren. Kennst du noch einen anderen Capture Treiber der von der Auflösung nach oben hin Luft lässt und wo es eine trial/shareware zum download gibt ? Dann könnte ich das einmal ausprobieren. (Wenn ich es denn richtig verstanden habe.)
Die Remote Clients sind auch nett, nur leider sind diese nicht auf schnell wechselnde Bilder ausgelegt, sodass es selbst lokal in einem Gigabit Netzwerk doch mehr schlecht als recht geht ein kleines Video zu gucken.
@Ragamuffin
Sieh es einfach als kleines Selbststudium um herrauszufinden ob dies überhaupt möglich ist. Der Sinn darin wäre jedes Gerät DVD Player/Radio/Fernseher/Computer/Boxen ... also jedes Input und auch Output gerät zu verbinden und von jedem auf alles zugreifen zu können.
Natürlich wäre diese sehr kostenintensiv, sowohl vom Netzwerk also auch von den UPnP Clients aber deswegen möchte ich es nur mal interesse halber mit dem PC Signal ausprobieren.
Also meinst du wenn ich das richtig verstehe ich zeichne per "Screen Capture" meine Monitorausgabe auf und lasse diese immer weiter wachsende Datei von einem UPnP Server gleichzeitig veröffentlichen ?
Fast.
Man braucht halt einen UPnP Server, der DirectShow Filter öffnen kann. Dann braucht er nichts auf Festplatte ablegen. Einen solchen DirectShow Filter habe ich oben verlinkt. Welche UPnP Server das können weiß ich gerade nicht - gibt's aber sicher.
Unter Linux könnte man's auch über eine Pipe lösen (= ebenfalls Hauptspeicher).
Ringpuffer auf Festplatte oder ähnliches würde ich nicht empfehlen. Die Datenbandbreite (auch bei 640 x 480) bremst das I/O System komplett aus.
Geht das wirklich ? Müsste man natürlich ausprobieren. Kennst du noch einen anderen Capture Treiber der von der Auflösung nach oben hin Luft lässt und wo es eine trial/shareware zum download gibt ? Dann könnte ich das einmal ausprobieren. (Wenn ich es denn richtig verstanden habe.)
Ich hab' den Link oben schon gegen einen Freeware Filter ausgetauscht.
Soetwas ähnliches hab' ich auch schonmal gebaut. TV wurde via IP Netz verteilt. Ansonsten mach' ich einiges mit MPEG4-AVC, um zu wissen was damit alles möglich ist und wieviel Prozessorpower man benötigt.
640 x 480 sind überhaupt kein Problem. Vielleicht probier' ich das heute abend mal aus. Als Client könnt' ich andere PCs oder eine PSP nehmen.
Nachricht bearbeitet von 7oby am 30.06.2008 um 16:10:07
Werde mich im laufer der Woche auch einmal damit beschäftigen und basteln.
Als kleine Ergänzung habe ich eben einemal nach UPnP Servern mit DirectShow Filter geschaut, da gibt es
- TVersity
- J. River MediaCenter (ab Version 12)
Gibt sicher viel mehr aber die hatte ich auf die schnell gefunden.
Nur stellt sich die Frage, ob es auch Sinnvoll ist.
Rein theoretisch müsste man um eine DVD schauen zu wollen, zum MediaServer gehen, und eine DVD einlegen. Das Videosignal wird dann übers Netz verteilt.
Der Client im Wohnzimmer nimmt das Signal entgegen und zeigt es am Fernseher. Denn ohne Client wird das eh nicht gehen (der Client könnte rein theoretisch auch ein Netzwerkfähiger Fernseher sein).
Wenn du jetzt aber die Daten (nicht das VideoSignal) der DVD bereits auf einem Netzlaufwerk (oder auch einen PC) hast, dann kannst du bereits heute mit einem anderen PC auf diese Daten zugreifen und sie abspielen. Das gleiche gilt für Videostreams die von einer TV-Karte aufgenommen werden. VLC z.B. kann diese LiveStreams (z.B. die Timeshit-Aufnahme) übers Netz laden und verarbeiten. Da brauch man nicht groß hin und her zu konvertieren, und sonstige Filter anwenden.
Ich will dich in deinem Tatendrang auch nicht aufhalten, aber ich frage mich warum du das Videosignal verteilen willst, wenn die Daten in digitaler Form vorliegen?
Wie gesagt grundsätzlich will ich mich nur einmal mit befassen.
Aber Sinn sollte es sein jedes Gerät zu verbinden. Das dazu jedes Gerät einen UPnP Client benötigt stimmt und würde ins Geld gehen.
Aber der Nutzen wäre z.B. folgender, ich habe meine DVD spiele Sie ab und kann Sie in jedem Raum, auf jedem Fernseher, gleichzeitig anschauen, ohne die DVD herrausnehmen und im oberen Stockwerk einlegen zu können.
Oder ich Spiele oben am Computer ein Spiel, gehe dann runter in die Wohnstube und spiele dort weiter. Oder surfe mal in den Werbepausen im Internet, schreibe eine E-Mail ...
Eben das ich von jedem Ausgabemedium jedes Gerät ansteuern kann.
Vielleicht gibt es dafür auch eine bessere Lösung, da bin ich ja flexibel :-)
Aber durch die UPnP Clients mit TV Menü ist es recht einfach das Signal zu wechseln wenn ich jetzt eine RemoteSoftware laufen lasse, hab ich überall einen Computer stehen mit Tastatur und Maus, wo ich immer die entsprechenden Programme öffnen schließen muss, was bei weitem nicht mehr so intuitiv wäre.
So war zumindest mein Gedanke.
VLC z.B. kann diese LiveStreams (z.B. die Timeshit-Aufnahme) übers Netz laden und verarbeiten. Da brauch man nicht groß hin und her zu konvertieren, und sonstige Filter anwenden.
Sehe ich auch so: VLC auch mal probieren.
VLC hat auch eine Remote Steuerung. Ggf. ist's halt etwas aufwändiger gute Playlists zu schreiben (bzw. generieren zu lassen).
Wenn man allerdings weiter fortgeschritten ist, dann reicht einem VLC leider nicht mehr aus:
. die Versionen der libavcodec sind recht alt im VLC. Will man z.B. interlaced MPEG4-AVC aus DVB-S2 verarbeiten, scheitert das oft an zu alten libavcodec Versionen. VLC ist da halt unflexibel und lässt nicht zu, dass man DirectShow Filter verwendet (das neure FFDShowTryouts, das auch auf libavcodec basiert, aber aktueller ist; oder CoreAVC; oder ...).
. Klar kann VLC kein DirectShow - ist ja auch plattform unabhängig. Versucht man VLC allerdings unter Linux (ist ja das ideale Streaming OS), dann stellt man auch immer mal wieder fest was nicht geht. Von Version zu Version geht dann mal der VLC macro support und andere male nicht:
http://www.videolan.org/doc/play-h [...] l#id316736
. Beim (lokalen) Playback natürlich genau so'n Mist, dass der VLC fast keine Videobeschleunigung kennt. Klar, die ist Host-System abhängig und es gibt bessere Player für diese Zwecke. Trotzdem ärgerlich.
Habe VLC HTTP Streaming schon oft verwendet und verwende es auch in Zukunft. Für gewisse Dinge genial. Für alles andere ist mir eine offene UPnP Lösung lieber: Da kann ich die Tools aneinander stöpseln wie ich sie brauche.
Das ganze Mediageraffel ist noch nicht so ausgereift. Mit Nero MediaHome, MS MediaCenter etc. sind die auch noch nicht so weit, dass alles problemlos funktioniert. Ist alles noch ein bißchen Baustelle.
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