Schlechte Performance in RAID 0?

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Hallo zusammen,

dies ist mein erster Beitrag, also Grüsse ich mal alle ganz herzlich

Nun, ich habe eine Frage:

Auf meinem Computer habe ich folgende Konfiguration:
- SAS-Kontroller Adaptec RAID 3805
- 6 Stück Fujitsu MAX3036RC, 36.7GB, 1500RPM

Ich habe die Geschwindigkeit der Platten mit HD Tach und h2benchw von heise online getestet.

Eine Platte bringt eine Leseleistung von ca. 90 MB/s.
Alle sechs Platten im RAID0 (StripeSize 256kb) bringen jedoch nur eine Leseleistung von ca. 260 MB/s.

Ich weiss es ist immer noch schnell. Ich finde es aber trotzdem komisch. Denn in der Theorie müsste ja die Leseleistung ca. 540 MB/s betragen. Ich bin mir bewusst, dass es weniger sein kann. Aber meine bringen eine Leistung von weniger als 50 % von der SOLL-Leistung.

Ich finde das Seltsam Hat jemand eine Ahnung warum das so ist?

Vieleicht noch zu meiner Systemkonfiguration:
- Mainboard: Intel D975XBX2KR (Bad Axe 2)
- CPU: QuadCore Extrem Edition QX6700, 2.66 GHZ
- RAM: 4 x 2GB Kingston HyperX DDR2 4GB Kit PC2-6400 (2x 2GB), 800MHz, CL5 (5-5-5-15), 240Pin
- Am 1. PCI-E-Slot (x16): ASUS EN8800GTX/HTDP/768MB RAM
- Am 2. PCI-E-Slot (x16, x8 electrisch): Adaptach 1220 SA mit 2 Seagate 400 GB im RAID1
- Am 3. PCI-E-Slot (x16, x4 electrisch): die oben erwähnte Konfiguration

Für Eure Antworten bin ich sehr dankbar

Gruss Roger.

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Das liegt daran, das der Controller eine Maximale Datenübertragung von 300 MBps hat und nich mehr.

Antworten tony85

@Tony85

Wie kommst Du denn darauf?

Antworten worf1001

kann auch sein das pciex4x nicht reicht^^ tausch doch mal die controler in den pciex plätzen weil die 2x400gb brauchen nicht so viel power wie die anderen 4

Antworten ladykiller

Habe ich gemacht. Hat nichts gebracht. Die Werte sind genau gleich.

Antworten worf1001

^dann wird dein controler nicht mehr bandbreite haben wieviel cache hat der drauf? vielleicht kannste durch nachrüsten noch was rauskitzeln

Antworten ladykiller

Er hat einen Cache von 128 MB

Antworten worf1001

denke auch der macht einfach niht mehr und mehr als zwei laufwerke im raid ist bei level 0 auch quatsch

Antworten ladykiller

worf1001 schrieb :


- SAS-Kontroller Adaptec RAID 3805
- 6 Stück Fujitsu MAX3036RC, 36.7GB, 15000RPM


Was soll eigentlich der Rechner mal machen?

worf1001 schrieb :


Eine Platte bringt eine Leseleistung von ca. 90 MB/s.
Alle sechs Platten im RAID0 (StripeSize 256kb) bringen jedoch nur eine Leseleistung von ca. 260 MB/s.
[...]
- Am 3. PCI-E-Slot (x16, x4 electrisch): die oben erwähnte Konfiguration



PCIe x4 geht bis 1GB/s.

Trotzdem packen das die meisten Controller nicht. Hier mal was ähnliches:
http://www.tomshardware.com/de/Cha [...] 60-10.html

. 8 x Samsung SpinPoint T166, HD321KJ (320 GB) 7.200 RPM
. PCIe 4x Karte ARC-1220 von Areca bietet acht SATA/300 Ports, unterstützt Native Command Queuing (NCQ) und verfügt über 256 MB eingebauten DDR SDRAM Cache sowie eine Intel IOP333-Engine

Bis 4 Platten skaliert's beim Lesen linear hoch auf 320 MB/s. Ab der 5. Platte dann gedrosselt bei ca. 350MB/s.

Schreiben drosselt auch aber schon ab der 4-ten Platte bei 280MB/s.

Zitat :

- RAM: 4 x 2GB Kingston HyperX DDR2 4GB Kit PC2-6400 (2x 2GB), 800MHz, CL5 (5-5-5-15), 240Pin


4 x 2GB + 2 x 2GB = 10GB RAM, richtig?

Welches 64-Bit OS ist das denn?

Könntest mal kurz RAM rausziehen bist Du nur noch 2 GB hast. Dann nochmal Performance messen.

Denn was auch sein könnte: Dein Controller Treiber kann nur 32-Bit DMA Transfers und das OS kopiert nochmal in den höheren Adressraum.

Siehe
http://www.heise.de/ct/05/05/096/
vorletzter Absatz ("Fallstricke" ):

Zitat :

Bei I/O-Geräten mit geringer Transferleistung sollten 32-Bit-Zugriffe auf den Speicher kein Problem sein, denn ein x64-Windows greift dann helfend unter die Arme. Ein spezieller Mechanismus, genannt Address Windowing Extensions (AWE), bildet die 32-Bit-Adressen auf den 64-Bit-Adressraum ab. Ein solches Double-Buffering ist allerdings eine Notlösung, die viel Zeit und Prozessorleistung kostet und alle Geschwindigkeitsvorteile der DMA-Idee zunichte macht.

Antworten 7oby

worf1001 schrieb :

@Tony85

Wie kommst Du denn darauf?



Vielleicht schaust du dir mal das Produktdatenblatt an.



Außerdem steigt die Leistung nie Linear an sondern leicht abfallend

Antworten tony85

auf deutsch gesagt viel geld zum teufel und wenn mal eine platte kauputt ist alles wech bei 6 platten Oo

Antworten ladykiller

Hallo,

ich weiss jetzt nicht genau wo ich mit Beantworten anfangen soll.

@Ladykiller
Viel Geld zum Teufel, so will ich das jetzt mal nicht sagen, es gibt ja auch noch andere RAID-Level. Der Punkt ist ja hier eigentlich, dass der Kontroller mehr Leistung bringen sollte.

@Tony85
Das Produktdatenblatt zeigt mir, dass der Kontroller mit 4 Lanes betrieben werden sollte. Und, dass die Leistung nie Linear steigt, ist mir schon klar. Aber sie bleibt ja, schlicht und einfach stehen.

@7oby
Ich habe 8 GB RAM (4 x 2 GB) und Windows XP Prof. 64-bit.
Für den Kontroller ist auch den 64-bit Treiber installiert.

Fakt ist, aus irgendeim Grund bleibt die Transferrate bei max. 260 MB/s stehen.

Antworten worf1001

Nochmal meine Frage: Wozu soll das RAID-0 mit den 6 Platten genutzt werden?

Auf die Anwendung kommt es drauf an, ob Deine Config überhaupt sinnvoll ist.

In der Tat ist es beispielsweise so, dass die Zugriffszeit von 2 Platten mit 15.000 RPM im RAID-0 langsamer ist als die einer Platte mit 10.000 RPM. Allgemein nimmt die Zugriffszeit im RAID-0 mit zunehmender Plattenanzahl zu. Das ist Wahrscheinlichkeitsrechnung, weil bei vielen Platten die Wahrscheinlichkeit steigt, dass Daten auf einer Platte gerade unter dem Lesekopf durchgerutscht sind nachdem Du positioniert hast und Du eine Umdrehung warten musst bis Du sie bei einem Zugrifflesen kannst.

worf1001 schrieb :

Und, dass die Leistung nie Linear steigt, ist mir schon klar. Aber sie bleibt ja, schlicht und einfach stehen.


Der Tomshardwarelink oben beweist das Gegenteil:
2 Platten = 160MB/s
3 Platten = 240MB/s
4 Platten = 320MB/s

Erst ab der 5. Platte wird's bei der Controller Konfig von Tomshardware nicht-linear. Wer hat denn da in der Schule nicht aufgepasst?

worf1001 schrieb :


@7oby
Ich habe 8 GB RAM (4 x 2 GB) und Windows XP Prof. 64-bit.
Für den Kontroller ist auch den 64-bit Treiber installiert.


Gut, wenn sich natürlich niemand die Mühe macht mal einen Link zu klicken. Dann muss ich wohl etwas ausführlicher zitieren, damit man die Problematik verstehst:

Zitat :

Viele Erweiterungskarten und Adapterchips können nämlich von sich aus keine 64-Bit-Adressen für Speicherzugriffe generieren (64-Bit-DMA). Das gilt auch dann, wenn sie mit einem passenden Treiber für ein 64-Bit-Betriebssystem laufen.



Von den technischen Daten sieht Dein Controller ja nicht schlecht aus. Würde mich auch wundern wenn er kein 64-Bit DMA kann und deshalb so lahm ist. Könnte man mit einem 32-Bit OS gegentesten, aber das hast z.Z. vermutlich nicht installiert.

Gibt's keinen Test von dem Controller?


Nachricht bearbeitet von 7oby am 20.01.2008 um 11:01:44
Antworten 7oby

@7oby:
Das mit der Zugriffszeit muß ich doch etwas bemängeln. Bei meinen Tests an unterschiedlichen 3Ware controllern konnte ich nie eine verschlechterung der Zugriffszeit feststellen.
Nunja, warum auch: Bis der erste Datenblock gelesen wird, vergeht die normale Zugriffszeit. Ab dem Zeitpunkt werden dann Daten übertragen - es wird NICHT erst darauf gewartet, bis alle anderen Platten auch den ersten Block für den Transfer gefunden haben. Die Zeit, die für den ersten Transfer draufgeht, haben die anderen als zusätzliche Latenz zusätzlich.

 

Ich glaube ehrlich, daß diese Rechnung der steigenden Latenzen nur dann stimmen würde, wenn wahrlos alle Festplatten angefragt würden und alle etwas finden müssten. So gehen Zeitgleich alle Suchbefehle raus und sobald die erste es findet, beginnt der Transfer - losgelöst davon, ob die anderen noch suchen oder nicht.

 


=========

 

Ich wollte ja noch etwas zum Thema sagen:

 

Die Transferrate ist für einen Adaptec-Controller doch schon erstaunlich gut! Adaptec war noch nie besonders schnell... Ich bin da schon ehr verwundert, daß es überhaupt so flott läuft.

 

HD-Tach ist außerdem wohl nicht wirklich gut für RAID-Arrays geeignet.

 

Zur Zeit suche ich selbst nach einem glaubhaften Benchmark. IOmeter ist eigentlich ganz gut, aber (für einen Benchmark) relativ kompliziert zu bedienen. Zudem liefert der in meinem Fall leider auch chaotische Werte. :-(

Nachricht zitiert 1 mal
Nachricht bearbeitet von derGhostrider am 18.01.2009 um 02:19:01
Antworten derGhostrider

derGhostrider schrieb :

@7oby:
Das mit der Zugriffszeit muß ich doch etwas bemängeln. Bei meinen Tests an unterschiedlichen 3Ware controllern konnte ich nie eine verschlechterung der Zugriffszeit feststellen.


Du wirst es auch nicht mit HDTach, HDTune etc. messen können. Diese lesen nur jeweils einen Sektor (512 Byte) und dann den nächsten irgendwo anders auf der Festplatte zufällig. Wenn man das so macht ändert sich an der Zugriffszeit überhaupt nichts.

 

Die Zugriffszeit verschlechtert sich, sobald über stripe size Grenzen gelesen wird. Also mehr als irgendwo zwischen 16kb - 64kb. Dazu muss von beiden Festplatten gelesen werden:

 

Zugriffszeit = Stroke/Seek Zeit + Latenzzeit

 

Letztere die Latenzzeit ist die Zeit die es dauert bis ein Sektor unter den Lesekopf rotiert. Im Schnitt dauert das eine Halbe Umdrehung. Bei einer 7200er Platte 4,17ms. Man kann es sich nun bildlich so vorstellen: Nach den 4,17ms hat die 1. Platte nun im Schnitt den Sektor gelesen. Die Zweite Platte hat ihren Sektor inzwischen entweder auch schon. Dann bleibt's bei den 4,17ms. Hat sie ihn nicht, dann dauert's länger.

 

Sei n die Anzahl der Platten. Dann ist diese Latenzzeit n/n+1 : U/min. Für eine einzelne 7200er Platte 4,17ms = 1/2 * 60s / 7200min. Bei einem RAID0 aus zwei solcher Festplatten kommt man auf 5,56ms. Addiere die durchschnittliche Strokezeit von 8,9ms Sekunden hinzu u. man kommt zum Ergebnis, dass die Zugriffszeit im Mittel von 13ms -> 14,5ms sich verschleichtert. Gute 10% schlechtere Zugriffszeit, wenn man von der gesamten Platte liest.

 

Ausführlicher hab ich's mal hier beschrieben:
http://toby.gmxhome.de/hardware/math_with_raid0.pdf

 
derGhostrider schrieb :

Nunja, warum auch: Bis der erste Datenblock gelesen wird, vergeht die normale Zugriffszeit.

Bis hierhin vergehen 4,17ms bei einer 7200er Platte + die Strokezeit.

 
derGhostrider schrieb :

Ab dem Zeitpunkt werden dann Daten übertragen - es wird NICHT erst darauf gewartet, bis alle anderen Platten auch den ersten Block für den Transfer gefunden haben. Die Zeit, die für den ersten Transfer draufgeht, haben die anderen als zusätzliche Latenz zusätzlich.

Das stimmt wie Du's schreibst. Blöd nur, dass bei einer Platte die 100MB/s liefert ein kompletter Stripe von 16kb - 64kb nach insgesamt 4,33ms - 4,82ms dann schon vorbei ist. Und jetzt kommt's eben drauf an ob die zweite Platte ihren Sektor dann schon gefunden hat. Beispiel ist in obigem PDF ausführlicher.

 

--

 

Noch interessanter als die theoretischen Überlegungen sind praktische Messwerte.

 

Anandtech hatte die langsamere Zugriffszeit dann auch mal nachgemessen:
http://images.anandtech.com/graphs/raptor%20in%20raid0_06220420657/2584.png
http://www.anandtech.com/storage/s [...] i=2101&p=1

 

Allerdings sind die Level Daten (= Maps) im Laufe der Zeit auf viele hundert MB angeschwollen. Und je nach Game bringt RAID0 inzwischen doch minimal etwas:
http://anandtech.com/storage/showd [...] i=2974&p=5

 

Natürlich jedoch nicht für den Bootprozess von Windows. Die Zugriffszeit hat sich nach wie vor verschlechtert. Nur wird das von den großen Leveldaten bei Games kompensiert.

 

--

 

Richtig krass ist RAID1: Das verdoppelt die I/O Leistung, da Lese requests alternierend auf die Platten geschickt werden. RAID1 ist der Dual-Core der Festplatten.

 


Nachricht bearbeitet von 7oby am 19.01.2009 um 18:03:12
Antworten 7oby

Diese Überlegungen stimmen alle nur bei gewissen Controllern!

RAID-1 ist am 3Ware-Controller EXAKT genau so schnell bzw so langsam, wie eine einzelne Platte, da auch nur von EINER gelesen wird. Also nichts mit "verdoppelter I/O Leistung".
Begründung von 3Ware: Die einfache bzw minimale Zugriffszeit würde durch die benötigte Logik, die abfragt, welche zuerst etwas gefunden hat, erhöht.

Ich bleibe bei meiner prinzipiellen Aussage, denn die Seektime bleibt identisch und läuft bei mehreren Platten parallel ab, die Rotationslatenz ist SPÄTESTENS nach dem zweiten Block durch die reine Transferzeit der Daten selbst abgedeckt und sollte somit danach, sobald der Controller schnell genug ist, keine Rolle mehr spielen.
Bei kleinen Blöcken ist die Überlegung also eh hinfällig, wenn große

Antworten derGhostrider

derGhostrider schrieb :

Diese Überlegungen stimmen alle nur bei gewissen Controllern!

Die Überlegungen zum RAID0 sind Controllerunabhängig. Das sind die in dem .pdf Dokument, die ich nochmals verkürzt hier wieder gegeben habe.

 

Beim RAID1 ist's etwas anders.

 
derGhostrider schrieb :

RAID-1 ist am 3Ware-Controller EXAKT genau so schnell bzw so langsam, wie eine einzelne Platte, da auch nur von EINER gelesen wird. Also nichts mit "verdoppelter I/O Leistung".

Ich hab' irgendwann mal aufgeschnappt, dass man beim RAID1 beide Lese-Requests gleichzeitig abfeuern könnte u. das Ergebnis der schnelleren Platte verwendet. Für eine 7200er Platte reduziert sich durch diese Maßnahme beim Random Access die durchschnittlich Zugriffszeit von 13ms auf 11,5ms. Die Mathematik ist wieder im .pdf letzte Section angedeutet. Bringt also ca. 10% Gewinn (theoretisch) bei dieser Sorte von Festplatten.

 

Viel größer ist jedoch der Gewinn, wenn ich die Kommandos nicht an beide RAID1 Festplatten gleichzeitig schicke, sondern nur an eine. Kommt ein weiteres Kommando während die 1. Festplatte im RAID1 beschäftigt ist, bekommt's die 2. Platte. Das ist das, was ich als "Verdoppelung" der I/O Leistung gemeint habe. Es gibt also zwei Optimierungsmaßnahmen. Die eine oben ist theoretischer Natur - zumindest im Moment. Die zweite findet sich in der Praxis wie man an diesem Bild erkennt, dass ich ja drüben im anderen RAID Thread schonmal gepostet habe:

 

http://blogs.zdnet.com/images/ICH8R-32KB-read-fix.png

Zitat :

If you’re wondering why RAID1 has just over half the write I/O performance as read I/O, it’s because RAID1 allows individual drives in the mirrored pair to read information while write operations must be synchronized.


http://blogs.zdnet.com/Ou/?p=484&page=3

 

An dem Bild sieht man auch mehr: Zum einen bei der Queutetiefe 1 gibt's keinen Unterschied. Ist auch klar, wenn immer nur 1 Kommando in der Pipe ist, das abgearbeitet werden will, dann greift die zuletzt beschriebenen Optimierung nicht. Es ist nichts da zum Verteilen auf andere Festplatten.

 

Ferner sieht man, dass sich eine "echte Verdopplung" natürlich nicht erreichen lässt. Zugriffe haben eben auch gewissen Lokalitätseigenschaften u. da greift diese Art der Optimierung nicht. Bzw. man muss Logik einbauen sie zu erkennen.

 

Wenn 3ware die zuerst beschriebene Optimierung einbauen wollte, müsste sie die Queuetiefe der Kommandos mit einbeziehen. Dabei muss ein gleitender Durchschnitt errechnet werden.

 

Ich wollte nach einen RAID0 und RAID1 Benchmark mit 3ware Controller schauen. Hab' aber nur RAID0 + RAID10 gefunden. Also hab' ich einen Controllertest genommen mit 'nem Acrea Controller RAID0 vs. RAID1 u. wollte dort mal die I/O Leistung vergleichen (um zu sehen, ob's so wie beim billigen Intel ist). Blöderweise ging das nicht, das Tomshardware so gemessen hat:

 
Zitat :

Alle Tests wurden zwar mit zwei bis acht HD321KJs von Samsung durchgeführt, allerdings nur unter Nutzung von 80 GB Kapazität.

Dabei verkürzt sich die Stroke Distanz beim RAID0. Wenn man das hätte vergleichen wollen was ich meinte hätte das RAID0 entweder über die gesamte Platte gehen müssen oder doppelte Kapazität wie im RAID1. Ist sonst Äpfel u. Birnen.

 
Zitat :

Begründung von 3Ware: Die einfache bzw minimale Zugriffszeit würde durch die benötigte Logik, die abfragt, welche zuerst etwas gefunden hat, erhöht.

Das ist auch nicht die Optimierung, die ich meinte. Deshalb hab' ich das eben nochmals ausführlicher geschrieben.

 
Zitat :

Ich bleibe bei meiner prinzipiellen Aussage, denn die Seektime bleibt identisch und läuft bei mehreren Platten parallel ab

Soweit haben wir die gleiche Meinung.

 
Zitat :

, die Rotationslatenz ist SPÄTESTENS nach dem zweiten Block durch die reine Transferzeit der Daten selbst abgedeckt

Das das nicht so ist habe ich vorgerechnet. Konkret geht's darum, dass die Blöcke der ersten Festplatte je nach Stripe-Size nach 4,33ms - 4,82ms im Schnitt geliefert werden. Zusammen mit der 2. Platten ist aber die durchschnittliche Zugriffszeit 5,56ms. In der Zeit von 4,82ms - 5,56ms kann der Controller nichts sinnvolles machen.

 

Praxisbenchmarks, die diesen Effekt ausmessen hab' ich ja auch noch geliefert. Wobei Games dafür nicht die Killer-App sind, sondern eher Windows Booten.

 

Oder was ist mit Blocks gemeint? Wenn man 100MB kopiert, braucht man keine I/O Leistung. Wenn ich pro Zugriff 1ms einspare, sind das bei Zugriffen auf 500 Dateien schon eine halbe Sekunde. Es kommt halt drauf an was man macht. Windows Booten braucht mehrere kleinere Dateien. Und noch krasser ist Code kompilieren. Egal ob ich Linux Kernels oder Treiber kompiliere. Das sind tausende Dateien alle ziemlich klein. Skaliert prima auf Quadcore - der Flaschenhals ist I/O. Eclipse Entwicklungsumgebung musst ständig im Hintergrund für'n Syntaxcheck o. Refactoring kompilieren. I/O rulez.

 

--

 

Die Hersteller pennen im Moment allesamt: Eine SSD gehört als Inclusive Cache vor die Festplatten oder das RAID. Und zwar absolut flexibel: SSD kann entfernt u. hinzugefügt werden. Da inclusive Cache sind die Daten im Notfall immer auf Festplatte vorhanden. Selbst SSD Failure wegen Wearing stellt kein Problem da. Beim Schreiben muss jedoch eine Write Through Schreibstrategie angewendet werden. Copy-Back nur bei RAID Controllern mit RAM.

 

Das liefert im Moment keiner, obwohl Microsoft mit ReadyDrive noch am nähesten dran ist. Und OS Hersteller (Sun, Microsoft etc.) könnten nach ganz andere Optimierungen auf höherer Ebene bieten: pagefile, hibernate etc. ins Flash schieben. gibt nur partielle Lösungen bzw. Handwerk.

Nachricht zitiert 1 mal
Nachricht bearbeitet von 7oby am 20.01.2009 um 15:06:41
Antworten 7oby

7oby schrieb :

Bringt also ca. 10% Gewinn (theoretisch) bei dieser Sorte von Festplatten.


Ja, theoretisch.

Zitat :

Viel größer ist jedoch der Gewinn, wenn ich die Kommandos nicht an beide RAID1 Festplatten gleichzeitig schicke, sondern nur an eine. Kommt ein weiteres Kommando während die 1. Festplatte im RAID1 beschäftigt ist, bekommt's die 2. Platte. Das ist das, was ich als "Verdoppelung" der I/O Leistung gemeint habe. Es gibt also zwei Optimierungsmaßnahmen. Die eine oben ist theoretischer Natur - zumindest im Moment. Die zweite findet sich in der Praxis wie man an diesem Bild erkennt, dass ich ja drüben im anderen RAID Thread schonmal gepostet habe:


Tja, schade, daß nicht beides (vor allem bei solch hochwertigen Controllern wie denen von 3Ware) eingesetzt wird. Vorteile könnte es, bei vernünftiger Implementierung natürlich durchaus bringen.

Zitat :

Ich wollte nach einen RAID0 und RAID1 Benchmark mit 3ware Controller schauen. Hab' aber nur RAID0 + RAID10 gefunden. Also hab' ich einen Controllertest genommen mit 'nem Acrea Controller RAID0 vs. RAID1 u. wollte dort mal die I/O Leistung vergleichen (um zu sehen, ob's so wie beim billigen Intel ist).


Ich kann halt nur mit einigen eigenen Benchmarks dienen. Also z.B. single-Disk vs 5-disk RAID-0. Die Zugriffszeit war beim letzteren ehr besser, m.E. aber im Rahmen der Messungenauigkeit.

Sag mir einen Benchmark, den Du sehen möchtest. HD-Tach, HD-Tune, Atto (wohl am wenigsten dafür geeignet), IOZone...
IOmeter vergeigt leider die Ergebnisse - aber darum kümmer ich mich bei der nächsten Gelegenheit auch nochmal. Vielleicht laufen ältere Versionen besser als die neuen.
Noch ist mein RAID nicht produktiv im Einsatz, wird es aber vermutlich gegen ende der Woche, anfang nächster Woche. Bis dahin habe ich noch Zeit für ein paar Tests.

Zur Verfügung stehen ein 9690SA-8i und 6x ST31500341AS (1,5TB, 7200rpm, 32MB Cache... kennst die Teile von Seagate ja.)

Aber wenn Du eine Vorgabe machst: bitte nicht so, daß ich tatsächlich 9TB formatieren muß.... Oder wenn, dann mache ich nur ein Quickformat. ;)
Benchmarks, die nur auf das Dateisystem zugreifen, legen meistens eh nur eine "kleine" Testdatei an.
Bei IOmeter, wenn ich es zu sinnvollen Ergebnissen bringen würde, würde ich auch nicht auf der *gesamten* Partition seine Testdatei anlegen lassen. Bis 9TB im RAID-0 beschrieben sind, dauert es einfach zu lange.
Wenn'S geht, dann such Dir am besten etwas aus, das bei 500GB begrenzt. So dauert das nicht gleich 24h. ;)


Zitat :


Das das nicht so ist habe ich vorgerechnet. Konkret geht's darum, dass die Blöcke der ersten Festplatte je nach Stripe-Size nach 4,33ms - 4,82ms im Schnitt geliefert werden. Zusammen mit der 2. Platten ist aber die durchschnittliche Zugriffszeit 5,56ms. In der Zeit von 4,82ms - 5,56ms kann der Controller nichts sinnvolles machen.


Ich sagte aber auch schon NACH dem Zweiten. ;)
Also ab drei Festplatten aufwärts. Da sagt Deine Theorie doch auch, daß die Zugriffszeit weiter steigen würde, was jedoch unlogisch ist, da die 2x 4,5ms für das Übertragen der ersten beiden Datenblöcke (grobe Mitte zwischen 4,33 und 4,82) nun 9ms beträgt. Hinzu kommt die 1ms Deiner Rechnung, die die zweite Platte noch rumtrödelt.
Innerhalb von 10ms wird aber JEDE weitere Platte, egal ob eine oder 10, ihre Daten gefunden haben und mit der Übertragung anfangen. Vollkommen egal, ob nun die Zugriffszeit durch Deine Rechnung weiter in Richtung des Maximums angestiegen ist oder eben nicht.
Ich bestreite keines Falls die Richtigkeit dieser Rechnung, aber die Anwendung! Es wird eben nicht erst gewartet, bis jede Festplatte eines RAID-0 ihren Block gefunden hat, bevor der Transfer startet. (Was ja auch technisch unmöglich ist, da sich die Speicherscheiben asynchron zueinander weiter drehen und nicht warten können.)

Mir fällt da nur eine Verwendung ein, wo Du natürlich recht bekommst: Sehr kleine Datentransfers! Also eine sehr IO-Lastige Anwendung: Ein Webserver, eine DB mit recht kleinen Abfrageeinheiten, etc.
Wenn also die Vorteile eines RAID-0 überhaupt keine Rolle spielen, da immer nur ein Block oder ein "Stripe" angefragt wird, letztenendes also eh immer nur eine Platte die Daten überträgt.
Nun müsste man darüber diskutieren, ob Dateien "bis 64k" oder "deutlich über 64k" heute häufiger anzutreffen sind.


Zudem stellt sich die Frage, was als Zugriffszeit gewertet wird! Da gehe ich stark davon aus, daß es die Zeit ist, die bis zum ersten eintreffen der Daten vergeht (oder bis zu einem Signal, daß die Daten gefunden wurden - wie auch immer).
Demnach wäre es sogar so, daß sich die Zugriffszeit gar nicht verändert. Ja, es ist natürlich richtig, daß der Transfer der zweiten dann im Durchschnitt erst ~1ms "zu spät" anfängt, aber das würde dann nicht gemessen.
Soetwas könnte man nur anhand der IO/s abzählen, wobei hier wieder andere Optimierungen für viele IOs reinspielen...


Zudem bleibt eben immernoch zurück, daß auch mein betagter 3Ware 7850 mit 5x 80GB Festplatten sowohl im RAID-5 als auch im RAID-0 immer Zugriffszeiten zeigte (mit IOmeter getestet), die denen einer einzelnen Platte entsprachen oder reproduzierbar besser waren.
Der Controller selbst hat nur 6MB Cache und die Testdatei war natürlich um ein vielfaches größer. (Im Bereich von GB)


Zitat :


Oder was ist mit Blocks gemeint? Wenn man 100MB kopiert, braucht man keine I/O Leistung. Wenn ich pro Zugriff 1ms einspare, sind das bei Zugriffen auf 50 Dateien schon eine halbe Sekunde. Es kommt halt drauf an was man macht. Windows Booten braucht mehrere kleinere Dateien. Und noch krasser ist Code kompilieren. Egal ob ich Linux Kernels oder Treiber kompiliere. Das sind tausende Dateien alle ziemlich klein. Skaliert prima auf Quadcore - der Flaschenhals ist I/O. Eclipse Entwicklungsumgebung musst ständig im Hintergrund für'n Syntaxcheck o. Refactoring kompilieren. I/O rulez.


Ja... Bei solchen Anwendungen schon.

Zitat :


Die Hersteller pennen im Moment allesamt: Eine SSD gehört als Inclusive Cache vor die Festplatten oder das RAID. Und zwar absolut flexibel: SSD kann entfernt u. hinzugefügt werden. Da inclusive Cache sind die Daten im Notfall immer auf Festplatte vorhanden. Selbst SSD Failure wegen Wearing stellt kein Problem da. Beim Schreiben muss jedoch eine Write Through Schreibstrategie angewendet werden. Copy-Back nur bei RAID Controllern mit RAM.

Das liefert im Moment keiner, obwohl Microsoft mit ReadyDrive noch am nähesten dran ist. Und OS Hersteller (Sun, Microsoft etc.) könnten nach ganz andere Optimierungen auf höherer Ebene bieten: pagefile, hibernate etc. ins Flash schieben. gibt nur partielle Lösungen bzw. Handwerk.


Die versuchen nun zumindest mal langsam erste Optimierungen für SSDs einzuführen... ENDLICH.
Nunja, was sich da noch ergibt, bleibt abzuwarten.

Wear-levelling sehe ich nun noch nicht als Problem. Zumindest nicht bei Privatleuten, die MLCs einsetzen und bei SLC-basierten SSDs für Unternehmen muß man sich halt auch fragen, wie gut die Algorithmen dort sind in Verbindung mit den gut 10x so häufig beschreibbaren SLC-Chips.
In spätestens "ein paar Jahren" kommt dann entweder die Ernüchterung, also massenhaft Ausfälle von SSDs, oder es zeigt sich dann, daß SSDs länger halten als Festplatten.

Insgesamt wäre es statistisch dann auch interessant zu sehen, ob "totgeschriebene" SSDs die fehlenden mechanischen Defekte aufwiegen können oder nicht.
Solche Statistiken werden wohl brav hinter den Türen der Hersteller bleiben. :-/ Zumindest, solange sie nicht extrem positiv für den Hersteller sind.

Antworten derGhostrider

derGhostrider schrieb :

Tja, schade, daß nicht beides (vor allem bei solch hochwertigen Controllern wie denen von 3Ware) eingesetzt wird.

Ich geh' davon aus, dass 3ware aber diese I/O Optimierung für RAID1 implementiert hat. Habe bloß gestern nichts gefunden auf die schnelle.

derGhostrider schrieb :

Sag mir einen Benchmark, den Du sehen möchtest. HD-Tach, HD-Tune, Atto (wohl am wenigsten dafür geeignet), IOZone... IOmeter vergeigt leider die Ergebnisse - aber darum kümmer ich mich bei der nächsten Gelegenheit auch nochmal.

HDTach, HD-Tune und Atto sind alle nicht recht geeignet. Denn z.B. bei der Zugriffszeit lesen die nur 1 Sektor u. da macht sich das mit den "schlechteren" Zugriffszeiten von RAID0 nicht bemerkbar.

Wenn man eines der vorangegangen Tools verwendet dann kann man das so beschreiben: Man vergleicht zwei Formel1 Autos. Das eine heißt RAID1 das andere RAID0. Wenn man diese beiden Formel1 Autos mit z.B: HDTach ausmisst, dann kommt da folgendes bei raus:

. Beschleunigung 0...200km/h : beide 5 sec (= Zugriffszeit)
. V_max : RAID1 = 300km/h; RAID0 = 500km/h (= max Durchsatz in MB/s)

Und die Frage die man beantworten will ist: Wer fährt die schnellere Rundenzeit auf dem Nürburgring? Was aber in den so gemessenen Zahlen nicht drin steht: Beide Kisten starten von der Start/Ziel Linie im Affentempo los. Das RAID0 Auto macht aber in der ersten Kurve nochmal eine Pause u. bremst runter auf 0 km/h (warum auch immer. Das ist eben die RAID0 Magic). Auf dem Nürburgring kann man V_max von 500 km/h eh nicht ausfahren u. so kommt's, dass RAID1 schneller ist obwohl alle meine technischen Daten (= synth. Benchmarks) vorher RAID0 für mindestens so toll wie RAID1 befunden haben.

Ich komm' gleich nochmal auf die Toolfrage u. wie das mit den kleinen Dateien ist.

derGhostrider schrieb :

9690SA-8i und 6x ST31500341AS (1,5TB) Oder wenn, dann mache ich nur ein Quickformat. ;)

Auf jeden Fall nur Quickformat.

iometer wäre wohl sinnvoll. Damit testen ja praktische alle (seriösen) HD bencher. Und da auch Deine Controller damit getestet wurden, denke ich, dass es da keine größeren Probleme gibt. Ich schau' gleich nochmal in die Doku vom iometer, aus dem Bauch raus würde ich vermuten, dass das Workstation wohl am besten die Arbeit eines Windows Benutzers am PC wiederspiegelt (mit allem Schnickschnack wie Virenkiller im Hintergrund etc.).

Wegen der Größe muss ich auch gerade mal überlegen. Klar ist, wenn man kleinere Größen nimmt, dann kriegt die Latenzzeit im Verhältnis Übergewicht zur Strokezeit. Editier' ich gleich mal was rein.

derGhostrider schrieb :

Ich sagte aber auch schon NACH dem Zweiten. ;)
Also ab drei Festplatten aufwärts. Da sagt Deine Theorie doch auch, daß die Zugriffszeit weiter steigen würde, was jedoch unlogisch ist, da die 2x 4,5ms für das Übertragen der ersten beiden Datenblöcke (grobe Mitte zwischen 4,33 und 4,82) nun 9ms beträgt. Hinzu kommt die 1ms Deiner Rechnung, die die zweite Platte noch rumtrödelt.
Innerhalb von 10ms wird aber JEDE weitere Platte, egal ob eine oder 10, ihre Daten gefunden haben

Nichts anderes sagt die Formel, die ich für die Latenzzeit angegeben habe:

n / (n +1) : U/min.

Mit 7200er Platte:
n = 1 (einzelne Platte) : 1 / 2 * 60 / 7200 = 4,17ms
n = 2 (RAID0 mit 2) : 5,56ms
n = 3 (RAID0 imt 3) : 6,25ms

Das steigt nur am Anfang um die guten 1,4ms. Später weniger. Und mit n -> unendlich konvergiert n / (n+1) -> 1 und das ganze dann gegen 8,33ms <= 2 * 4,17ms.

Entspricht genau der Realität: 1 Umdrehung bei einer 7200er Platte entspricht 8,33ms. Und wenn ich sehr viele RAID0 Platten verwende, dann haben die aber auch wirklich alle nach spätestens einer gesamten Umdrehung ihren 1 Sektor in der Hand.

Für's Testen heißt das: Ein RAID0 mit >2 Platten ist gar nicht so interessant. Zumindest nimmt das "Penalty" nicht mehr so stark zu. Und wenn durch große RAID0 die Strokezeiten noch verkleinert werden, da weniger weit in die Platte reingeseekt werden muss, wird das dadurch kompensiert.

derGhostrider schrieb :

Ich bestreite keines Falls die Richtigkeit dieser Rechnung, aber die Anwendung! Es wird eben nicht erst gewartet, bis jede Festplatte eines RAID-0 ihren Block gefunden hat, bevor der Transfer startet.

Genauso wollte ich das auch verstanden haben: Übertragung geht los und dann legt die RAID0 Karre nach einer Weile noch mal ein kleines Päuschen ein. Und das sogar nicht immer, denn nur bei statistisch jeder zweiten Übertragung. Denn im anderen Fall hatte die 2. Platte den Sektor eh schon vor der 1. Platte u. war schon am Übertragen bevor Platte 1 überhaupt loslegt.

derGhostrider schrieb :

Mir fällt da nur eine Verwendung ein, wo Du natürlich recht bekommst:
[...]
Sehr kleine Datentransfers!
[...]
Nun müsste man darüber diskutieren, ob Dateien "bis 64k" oder "deutlich über 64k" heute häufiger anzutreffen sind.

Soo viel braucht man da nich diskutieren. Dafür hab' ich schöeine Bildchen (geklaut):
http://img401.imageshack.us/img401/463/filedistwf1.jpg

Für's "normale" Arbeiten in Windows: Surfen, mailen, booten, Viruskiller im Hintergrund, was installieren.... spielen die kleinen Zugriffe eine Rolle. Nicht umsonst beschleunigen SSDs auch auch das Windows Booten so sehr. Beim Booten z.B. wenn alle Services + Autostart gleichzeitig abgefeuert werden. Die Platte ist da i/o mäßig am Ende.

derGhostrider schrieb :

Zudem stellt sich die Frage, was als Zugriffszeit gewertet wird! Da gehe ich stark davon aus, daß es die Zeit ist, die bis zum ersten eintreffen der Daten vergeht (oder bis zu einem Signal, daß die Daten gefunden wurden - wie auch immer).

Ich will Zugriffszeit natürlich nicht umdefinieren. Aber wenn's beim RAID0 hänger gibt u. die meßbar sind ... Kennst sicher auch die SSD Schreibhänger, weil der nur einzelne Flash-Seiten aktualisieren kann u. da teilweise nicht hinterherkommt. Erst recht wenn die Clustergröße nicht zur Flashseitengröße passt.

derGhostrider schrieb :

Demnach wäre es sogar so, daß sich die Zugriffszeit gar nicht verändert. Ja, es ist natürlich richtig, daß der Transfer der zweiten dann im Durchschnitt erst ~1ms "zu spät" anfängt, aber das würde dann nicht gemessen.

Genau das "Problem" von HDTune, die nur 1 Sektor lesen u. damit nicht sooo viele Schlüsse auf Anwendungsperformance zulassen. Mir gefiel früher das hdbenchw von c't gut. Das hatte auch so "Anwendungsprofile". Damit kann man messen, aber ich glaub' da war 'eine 40MB Schranke oder ähnliches drin - passt alles ggf. in RAM Caches heute. Bin da nicht update was hdbenchw angeht.

derGhostrider schrieb :

In spätestens "ein paar Jahren" kommt dann entweder die Ernüchterung, also massenhaft Ausfälle von SSDs, oder es zeigt sich dann, daß SSDs länger halten als Festplatten.

Ein Verkäufer wird dir nichts groß von Wearingstatistiken erzählen. Aber z.B. BBUs für Deinen RAID die gehören ja auch ausgewechselt. Zwar nicht die kleinen im 3ware, aber die großen in den Suns. Da gibt'sein Serviceintervall. Da bei SSDs die Entwicklung sich ohnehin überschlägt, der Performancegewinn aber so hoch ist, stell' ich mir das da genauso vor: Als Cachen kann man die SSD rausziehen wann immer man will. Sogar hot. Und jedes Jahr wird 'eine neue SSD (oder mehrere) reingewechselt. Lass' das EUR 1000,- pro Jahr kosten - das ist günstig. Bei den Sun-Geschichten darf das auch 5000,- pro Jahr für einen ganzen Paken von SSDs kosten. Das ist immernoch günstig.

Ich hab' kein Problem damit SSDs als Verschleißartikel zu sehen. Und dann ein paar "verschlissene" von Firmen abstauben ;-)

Antworten 7oby

Dann sind wir uns wohl prinzipiell einig. ;)

 

Für die Boot- bzw. System-Partition würde ich eh kein RAID-0 wählen. Daß gerade beim Windows-Start eine SSD (oder allgemeiner formuliert: Eine Systemplatte mit geringen Zugriffszeiten) die größten Vorteile bringt, ist mir auch klar.
Das ist auch der Grund, warum ich damals sofort eine 74GB Raptor kaufte und in einem anderen System eine 10k U320 SCSI-Platte laufen habe.

 

Beide sind aus heutiger Sicht nicht mehr die schnellsten Platten, aber dank der geringen Zugriffszeiten immernoch besser für das OS als eine träge 7200er.

 

Wobei ich mich immer häufiger dabei erwische über eine SSD nachzudenken als Ersatz für die Raptor.
(Platzprobleme im 3HE-Gehäuse! Da die Raptor nur SATA-I kann, der 9690SA aber nur SATA-II und SAS, kann ich die nicht mehr in einem der Wechselrahmen unterbringen. Die 5 1/4" Schächte sind belegt mit DVD-RW und einem Festplattenwechselrahmen...)

 

----

 

Benchmark:
Iometer habe ich viele Jahre immer sehr verlässlich eingesetzt. Mit 3Ware, LSI, Mylex, Adapdreck und sonstigen Controllern, die mir so im Unternehmen unter die Finger gekommen sind.
Aber mit dem 9690SA in Kombination mit dem Rest von meinem System bekomme ich halt nur schwachsinnige Ergebnisse. :-( Leider.


Nachricht bearbeitet von derGhostrider am 20.01.2009 um 17:54:17
Antworten derGhostrider

Ich glaub' fast das mit dem Benchen können wir uns auch schenken.

 

Hab' gerade ein bißchen geblättert. z.B. hier um so'n Office Testbed zusammenzu bekommen:
http://www.storagereview.com/Testbed4.sr?page=0%2C2
http://www.storagereview.com/artic [...] dBM_5.html

 

Und dann nochmal back-to-the-roots im RAID Verzeichnis von SR geblättert:
http://www.storagereview.com/guide/singleLevel0.html

 
Zitat :

Random Read Performance: Very good; better if using larger stripe sizes if the controller supports independent reads to different disks in the array.


Da geht's um independent reads im RAID0. Der testet ja nur solche 3ware etc. Controller. Also hat der 3ware das sicher im RAID0 u. im RAID1 sowieso.

 

EDIT: Also gegen einen 3ware braucht man beim RAID0 nicht gegen anzustinken:

 

http://www.xbitlabs.com/images/storage/3ware-9650se/ws.png
http://www.xbitlabs.com/articles/s [...] 0se_9.html

 

Der liest völlig unabhängig von den Platten wenn's sein muss (Queuetiefe höher). Ein RAID0 läuft dort mit zwei Platten genauso schnell wie ein RAID1.


Nachricht bearbeitet von 7oby am 20.01.2009 um 18:25:43
Antworten 7oby

Na gut, weniger Arbeit für mich.

 

Nun ist mir, als ich da durchblätterte, nur gerade die Frage gekommen:
"Wieso RAID-6 und nicht RAID-50. DAS geht ja sogar mit 6 Platten!"
Bisher habe ich nie an RAID-50 gedacht, da mir eigentlich immer klar war, daß die Zweistelligen für mich nicht in Frage kommen. Nun, wo ich aber eh auf 2 Platten verzichen würde (RAID-6) und eben genügend Platten habe, wäre auch RAID-50 möglich. *grübel*

 

(Ganz schön gemein den Thread derartig zu mißbrauchen. Ich mußte schon vor dem letzten Beitrag hochscrollen um nachzulesen, worum es eigentlich ging.)

 

-------

 


Zum Edit:
Ich sag' doch, daß ein RAID-0 flott ist... ;)

 

-------

 

Edit:
Ich habe nochmal IOmeter in drei unterschiedlichen Varianten ausprobiert - auf EINER Festplatte (nicht formatiert, also komplet leer) am onboard Controller. Also nichts kompliziertes.

 

Ergebnis: 64k streaming reads: 330MB/s und Zugriffzeiten, die zwischen -79ms und 80ms schwankten.
:-(
Bei allen IOmeter-Versionen kam der gleiche Mist raus. Auch wenn ich auf 2kB random gehe, wird das nichts. Die Ergebnisse habe ich sogar über 4s mitteln lassen (normalerweise kommen auch bei 1s oder 2s schon gute Ergebnisse raus, wenn alles glatt läuft).

 

Irgendwie kommt IOmeter wohl nicht mit der dual-CPU-Plattform zurecht oder so. Anders kann ich es mir gerade nicht erklären. Die ergebnisse sind auf jeden Fall unbrauchbar. Schade.


Nachricht bearbeitet von derGhostrider am 20.01.2009 um 19:22:32
Antworten derGhostrider

Was man aus RAID0 machen kann (-> 3ware) das wusst ich eben auch nicht.

RAID50 ist in dem Zusammenhang zwar auch interessant, aber man gibt ja wieder die zusätzliche Sicherheit von RAID6 auf. Und bei insgesamt 6 Platten muss man sich überlegen wie wahrscheinlich es ist, dass mal eine davon ausspringt u. ob man dann noch schlafen kann oder Mangels Backup ständig Datenverlust befürchten muss.

--

Iometer wurde ja lange nicht aktualisiert. Da gibt's sicher noch aktuellere. Allerdings werden die zum großen Teil eben kommerziell sein u. zumindest das Installieren einer ganzen Anwendungslandschaft (Adobe, Office etc.) voraussetzen. Schaue später nochmal was es außer Iometer gibt oder warum Iometer versagt bei den aktuellen Hardware RAIDs.

Das Atto etc. nicht funktionieren steht schon TH Test. Aber der Test mit IOMeter 2003.05.10 hatte dort ja geklappt.

Antworten 7oby

Ich habe den aktuellen IOmeter ausprobiert, dazu noch 2003.02.08 und iometer-2003.12.16.

 

Irgendwann gab es bei IOmeter probleme mit "zu schnellen" CPUs. Es wurden dann alle Ergebnisse einfach nur negativ dargestellt, stimmten aber vom Betrag her. Soetwas ist ja herzlich egal: Minuszeichen weg, Problem gelöst.

 

Dann meine ich mich erinnern zu können, daß die ersten CPUs mit Stromsparmechanismen und somit wechselnden Taktraten Probleme verursachten - aber auch im "Desktop" Schema, also bei konstanten 2,6GHz meiner CPUs, schwanken die Ergebnisse unverändert.

 

IOzone scheint teilweise ganz nette Ergebnisse zu produzieren, die mir andererseits, so gern ich auch große Werte sehen möchte, zu gut erscheinen, und ab einer Test-File-Größe von 2GB dann wieder zu schlecht. Bei 4GB sogar schon teilweise extrem schlecht.
Ich erwische mich schon zunehmend dabei über einen neuen Rechner nachzudenken - aber das ist wohl etwas überflüssig, nur um in Benchmarks eventuell bessere Ergebnisse zu bekommen. ;)

 

Ja, RAID-50 ist so eine Sache... Sobald die Initialisierung abgeschlossen ist, werde ich auch hier versuchen Benchmarks laufen zu lassen. Die Sicherheit ist etwas besser als bei einem RAID-5 über sechs Platten. Es können, solange es die richtigen sind, auch "bis zu" 2 Festplatten ausfallen. Genau das ist der Unterschied zu RAID-6: Da können zwei beliebige ausfallen, bei RAID-50 eben nur eine pro RAID-5.
höchst wahrscheinlich werde ich RAID-6, wie geplant, einsetzen. Schließlich soll das auch das Risiko der günstigen Desktopplatten abfangen und bei einzel-Defekten dafür sorgen, daß während des RMAs der defekten Platte noch immer eine Redundanz vorliegt. Geschwindigkeit ist eigentlich nur Sekundär, wobei bei der Datenmenge etwas Geschwindigkeit auch schon nötig ist.
Nunja, ich fange gerade mal mit ca 400GB an - bevor 5,46TB voll sind, wird es also eine ganze Weile dauern. ;)

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Nachricht bearbeitet von derGhostrider am 20.01.2009 um 22:53:03
Antworten derGhostrider

derGhostrider schrieb :

Ich habe den aktuellen IOmeter ausprobiert, dazu noch 2003.02.08 und iometer-2003.12.16.

Ich glaub' da brauchen wir jetzt mal 'einen größeren Versionsprung. Nimm mal iometer-2008.06.22-rc2:
http://sourceforge.net/project/sho [...] _id=634463

 

Da sind einfach zu viele Jahre dazwischen vergangen. Der muss doch gescheite Daten liefern. Im Changelog sehe ich unter anderem: "added speed step detection" sowie diverse Änderungen zu "CPU affinity". Genau die Probleme, die Du beschrieben hast.

 

--

 

Was mich auch schon länger gewundert hatte: Die Raptoren gehen ja in der Praxis gut ab. In den Benchmarks a la HDTune war das aber gar nicht unbedingt sooo ersichtlich. Beim Überfliegen von dem Testbed von StorageReview hab' ich aber noch was interessantes gefunden: Es geht um den kommerziellen Office DriveMark 2006, der die I/O Patterns von Anwendungen captured u. dann eben Festplatten/Controller mit diesem Zugriffsmuster benchen kann:
http://www.storagereview.com/Testbed4.sr?page=0%2C2
Dabei sind auch die Zugriffsmuster analysiert u. im Laufe der Zeit gab's eben eine Änderung für Office:

Zitat :

Just as importantly, however, these graphs demonstrate that 50% of all requests fall within 8 megabytes (that is, within 16 thousand LBA sectors) of the previous request. Given today's densities, such requests often reside on the same track, or at most one to two tracks away, indicating that when the buffer does not satisfy the request it is rotational latency and/or track-to-track seek performance that bottlenecks requests. It is clear that as operating systems and applications advance, the effects of locality exert themselves more than ever.


Das erklärt auch (teilweise) warum die schnell drehenden Platten (Raptor etc.) in der Praxis für's Systemvolume etc. so fantastisch geeignet sind.

 

--

 

Und beim Stöbern hab' ich noch was schönes gefunden HDTune : Win Server 2008 vs. Vista SP1 (unten):
http://www.techwarelabs.com/review [...] ex_6.shtml

 

P.S.: Dass der Thread inzwischen OT ist, ist ja nicht schlimm. Hatten wir ja schon öfters. Ist halt ein sketchboard.


Nachricht bearbeitet von 7oby am 21.01.2009 um 15:34:35
Antworten 7oby

Ja, letzteren Test habe ich auch gesehen. Da ich eh Win Server 2008 einsetzen werde (Vista mag ich nicht, XP kommt mit großen Partitionen nicht zurecht), fand ich das Ergebnis schonmal erfreulich - wollte es aber auch selbst überprüfen aus Sicht von XP vs 2008.

 

------

 

IOmeter 2008:
Das kann ja gar keine nackte Platte mehr Testen!

 

2006.07.27 ist die letzte offizielle auf der Sourceforge-Seite, die ich ausprobiert hatte.
Das zeigt noch brav in Cyan hervorgeben ein "PHYSICALDRIVE:2"

 

Getestet nach 3Ware-Vorgaben (256 outstanding IOs, 64k streaming reads) mit einem RAID-50 werden die Ergebnisse schon relativ einheitlich - die Schwankungen sind VIEL geringer als bei einem RAID-0, aber trotzdem sieht man immer mal wieder negative Zugriffszeiten. So oder so sind die Ergebnisse unglaubwürdig:
rund 1200MB/s und 20000 IO/s halte ich dann doch für "etwas" zu viel. :)
Hier die dazu passenden Bilder:
http://www.derghostrider.de/photos/Benchmarks/3Ware/iometer_2006.PNG
http://www.derghostrider.de/photos/Benchmarks/3Ware/iometer_2006_RAID-50.PNG

 

Bei einen outstanding IO geht die Zugriffszeit meistens runter auf 0,xx ms und die Transferrate auf ca 330MB/s. Allein an der Zugriffszeit kann man dann sehen, daß es sich wohl um reine Cache-Transferraten handelt.

 

-----

 

Ich habe eine 500GB Partition auf dem RAID-50 angelegt und IOmeter 2008.06.22 gestartet. Testgröße: 8000000 Sektoren, was einer Datei von 4GB entspricht.
Vielleicht hätte ich lieber die Zeit stoppen sollen, die es gedauert hat, um diese Datei anzulegen.... *wart*

 

Aaaaah! Die Ergebnisse lassen Hoffnung aufkommen!
Getestet wieder 64k streaming reads - ich möchte halt erstmal eine Hausnummer für die Leistungsfähigkeit bekommen.
1 outstanding IO, 8 outstanding IOs (so habe ich auch früher immer getestet, da es ab 8 erfahrungsgemäß kaum steigende Werte gibt), 256 outstanding IOs (3Ware empfehlung).
Ergebnisse:

 

http://www.derghostrider.de/photos/Benchmarks/3Ware/IOmeter-2008-06-22-rc2_RAID-50_1IO.png
http://www.derghostrider.de/photos/Benchmarks/3Ware/IOmeter-2008-06-22-rc2_RAID-50_8IO.png
http://www.derghostrider.de/photos/Benchmarks/3Ware/IOmeter-2008-06-22-rc2_RAID-50_256IO.png

 

Nunja, immerhin! Zumindest die Transferraten scheinen schonmal einen "sinnvollen" Wert erreicht zu haben, auch wenn ich persönlich etwas mehr von einem RAID-50 erwartet hätte.

 

Der Vollständigkeit halber:
Getestet auf einem H8DCi, 2x Opteron 852, 9690SA-8i, 6x Seagate Barracuda 7200.11 1,5TB ST31500341AS, RAID-50, "balanced" Performance, 64k Stripe-Size, leere 500GB Partition NTFS, 512bytes pro Zuordnungseinheit, Windows XP SP3, 4GB RAM (8x 512MB PC3200, ECC, REG).
Das sollte alles sein, was irgendwie für die Ergebnisse interessant ist.

Nachricht zitiert 1 mal
Nachricht bearbeitet von derGhostrider am 21.01.2009 um 16:35:37
Antworten derGhostrider

derGhostrider schrieb :

Getestet wieder 64k streaming reads - ich möchte halt erstmal eine Hausnummer für die Leistungsfähigkeit bekommen. 1 outstanding IO, 8 outstanding IOs (so habe ich auch früher immer getestet, da es ab 8 erfahrungsgemäß kaum steigende Werte gibt), 256 outstanding IOs (3Ware empfehlung).

Ich will mal 'einen bißchen über die I/Os schreiben, weil's 'eine Frechheit ist was 3ware da zum Testen fordert.

Als die NCQ-Blase damals geplatzt ist, haben sich ja auch die verschiedensten Leute Gedanken gemacht warum NCQ irgendwie nichts bringt. Ich müsste die Links jetzt aufwändig zusammensuchen, aber Ergebnis war: Im normalen oder selbst krassen Multitasking bewegt sich die outstanding I/O Queue Tiefe irgendwo zwischen 1-2. Man sieht das auch an dem oben bereits zitierten Desktop DriveMark 2006, dem Capturing von echten Windows Szenarien zu Grunde liegen:http://www.storagereview.com/images/office_queuelengths.png

Zitat :

The 2002 DriveMark's mean depth hovered around 1.34 outstanding I/O operations. The 2006 test, on the other hand, reaches an average value of 1.87.

http://www.storagereview.com/Testbed4.sr?page=0%2C2

Logisch ist: Wenn die Queuetiefe zumeist sogar nur 1 ist, kann NCQ nicht groß umsortieren.

Wenn man also iometer Diagramme lesen will, dann sind die Werte Q1, Q2, Q3 interessant. Danach ist das nur noch für Datenbanken interessant.

Schon nach Q8 steigen die Kurven nicht mehr groß, sondern sind eben schon mehr oder weniger konvergiert. Deine Beobachtung, dass nach Q8 nicht mehr groß etwas passiert ist so völlig korrekt. Was passiert jetzt wenn 3ware gerne bei Q256 Testen möchte? Deren IO Prozessoren haben immer genug zu fressen u. können die I/O Listen (256 Einträge) so umsortieren, dass eine möglichst hoher I/O Durchsatz dabei herauskommt. Im iometer steigt der i/o durchsatz von Q8 -> Q256 nochmal von 5519 -> 5707. Nicht viel, aber wenn man als Hersteller daran interessiert ist eine möglichst hohe i/o Zahl auf dem Papier zu haben, dann kann man das so machen.

Es hat jedoch einen gravierenden Nachteil: Vergleicht man mal die average Latency in den zwei Screenshots dann verschlechtert diese sich von 1,45ms -> 44,96ms. Auch wenn diese Werte großen Schwankungen unterliegen sollten. Jeder Request muss sich hinten an der Schlange anstellen. Einzelne werden nach vorn geholt / umsortiert, aber die durchschnittliche Latenzzeit ist mieserabel.

So ein System ist in der Praxis absolut untauglich. Wenn man auf eine Datenbank zugreifen muss, dessen I/O Queuetiefe so lang ist oder ein Multiuser-Filesystem, dann wartet man ewig. Das Ding ist grottenlangsam. Wenn man ein solches System vorfinden würde, müsste man sofort das I/O System austauschen (schnellere Platten, mehr Platten etc.) um die I/O Latenz zu senken.

Leider hat der andere Typ, den ich jetzt leider schon zum 3. Mal zitiere ja keine absoluten Zahlen für die I/O Tiefen genannt, die bei Datenbanken naturgemäß höher sind, aber immerhin:

Zitat :

As a result of this change in RAID configuration, the queue depth (the number of outstanding I/O transactions backed up due to storage congestion) dropped a whopping 97%! This in turn resulted in a massive reduction in SQL transactions from a painfully slow 600ms per transaction to 200ms per transaction.

http://blogs.zdnet.com/Ou/?p=484&page=2
Ob man auf eine SQL Anfrage nun 0,2s oder 0,6s warten muss, das merkt man im interaktiven Betrieb. Erfordert eine GUI Abfrage sogar mehrere SQL Abfragen im Hintergrund multipliziert sich das entsprechend aus.

--

Will man für Desktop Anwendungsfälle aus iometer Diagrammen etwas herauslesen und RAID Varianten (RAID0, RAID1, RAID5, RAID50) vergleichen, muss man schauen wie sich die bei Q1, Q2, Q3 verhalten. Das Konvergenzverhalten ist wieder auch nicht soooo interessant. Das alles auszutesten brauchen wir nicht.

Aber wenn Du magst: Mach' mal noch ein Q2 dazu. Und dann wenn Du das RAID6 einrichtest nochmal diese zahlen dazu: Q1, Q2, Q8.

Antworten 7oby

Nunja, ein solcher RAID-Controller ist auch ehr für für Server als für Desktops gedacht - da sollte man sich nichts vormachen.
Allerdings ist die Frage, was für IO-Zeiten andere Controller erreichen bei gleichen Platten. BESSER wird das wohl nicht, da die Platten eh hinterherhinken.
Für IO-Lastige Anwendungen sind 7200er Desktopplatten wohl eh die zweitschlechteste Wahl - direkt hinter 5400ern. ;)

 

2IOs:
http://www.derghostrider.de/photos/Benchmarks/3Ware/IOmeter-2008-06-22-rc2_RAID-50_2IO.png
3IOs:
http://www.derghostrider.de/photos/Benchmarks/3Ware/IOmeter-2008-06-22-rc2_RAID-50_3IO.png

 

Und desweiteren habe ich in den letzten Minuten noch etwas mit HD-Tune PRO rumgespielt.
Wenn man die standardeinstellungen beibehält, dann landet man auf ca 140MB/s. Da ist halt sense bei einem ausstehenden IO und angeforderten 64KB. Was anderes testet der nicht und es entspricht dann ja auch ungefähr den Werten von IOmeter bei diesen Einstellungen:
http://www.derghostrider.de/photos/Benchmarks/3Ware/HDTune_Benchmark_AMCC____9690SA-8I_RAID-50_XP_64KB-Block-Size.png

 

Wenn man nun aber an der Blockgröße dreht...
512KB:
http://www.derghostrider.de/photos/Benchmarks/3Ware/HDTune_Benchmark_AMCC____9690SA-8I_RAID-50_XP_512KB-Block-Size.png

 

8MB:
http://www.derghostrider.de/photos/Benchmarks/3Ware/HDTune_Benchmark_AMCC____9690SA-8I_RAID-50_XP_8MB-Block-Size.png

 

----

 

Und Zugriffszeiten:
http://www.derghostrider.de/photos/Benchmarks/3Ware/HDTune_Benchmark_AMCC____9690SA-8I_RAID-50_XP_64KB-Block-Size_access.png

 

============

 

EDIT:
Hier ein paar Testergebnisse unter Windows Server 2008 64bit auf dem gleichen RAID-50 von zuvor.

 

Zuerst HD-Tune 3.5 PRO:

 

64kB:
http://www.derghostrider.de/photos/Benchmarks/3Ware/HDTune_Benchmark_AMCC____9690SA-8I_WindowsServer2008_RAID-50_64K.png

 

512KB:
http://www.derghostrider.de/photos/Benchmarks/3Ware/HDTune_Benchmark_AMCC____9690SA-8I_WindowsServer2008_RAID-50_512K.png

 

8MB:
http://www.derghostrider.de/photos/Benchmarks/3Ware/HDTune_Benchmark_AMCC____9690SA-8I_WindowsServer2008_RAID-50_8M.png

 


Nun weiter mit IOmeter 2008.06.22:

 

64K streaming read, 1 outstanding IO:
http://www.derghostrider.de/photos/Benchmarks/3Ware/IOmeter_2008.06.22_RAID-50_WindowsServer2008_64k-read_1io.png

 

64K streaming read, 2 outstanding IOs:
http://www.derghostrider.de/photos/Benchmarks/3Ware/IOmeter_2008.06.22_RAID-50_WindowsServer2008_64k-read_2io.png

 

64K streaming read, 3 outstanding IOs:
http://www.derghostrider.de/photos/Benchmarks/3Ware/IOmeter_2008.06.22_RAID-50_WindowsServer2008_64k-read_3io.png

 

64K streaming read, 8 outstanding IOs:
http://www.derghostrider.de/photos/Benchmarks/3Ware/IOmeter_2008.06.22_RAID-50_WindowsServer2008_64k-read_8io.png

 

64K streaming read, 256 outstanding IOs:
http://www.derghostrider.de/photos/Benchmarks/3Ware/IOmeter_2008.06.22_RAID-50_WindowsServer2008_64k-read_256io.png

 


---

 


Ausnahmsweise zum Thema des Threads passend: RAID-0 mit allen 6 Festplatten. StorSave: Performance.
Man beachte vor allem die niedrigen Zugriffszeiten bei HD-Tune:
http://www.derghostrider.de/photos/Benchmarks/3Ware/HDTune_Benchmark_AMCC____9690SA-8I_WindowsServer2008_RAID-0_8M.png

 

IOmeter
64K streaming read, 8 outstanding IOs:
http://www.derghostrider.de/photos/Benchmarks/3Ware/IOmeter_2008.06.22_RAID-0_WindowsServer2008_64k-read_8io.png

 

64K streaming read, 256 outstanding IOs:
http://www.derghostrider.de/photos/Benchmarks/3Ware/IOmeter_2008.06.22_RAID-0_WindowsServer2008_64k-read_256io.png

 


********************************************

 

Edit: Letztes Update

 

Hier die gewünschten Daten zum RAID-6.
Ich sage schonmal vorab, daß die Werte bei RAID-6 etwas stärker schwanken. Natürlich habe ich einen der etwas besseren Werte genommen, jedoch nicht immer den "Allerbesten". Die Schwankungen bei den letzten Benchmarkläufen erreichen gute 30MB/s nach unten, manchmal sogar etwas weiter. Die Schwankungen werden mit steigender Anzahl ausstehender IOs größer, sind also am Anfang auch geringer. Die Werte sind jeweils über 3s gemittelt, also auch keine reinen Ausreißer. Der erste ist zwar nur über 1s gemittelt, war aber nicht das höchste Ergebnis.
Das StorSave-Profil ist nun auf "Protection" gesetzt, was bei leicht verringerter Leistung die höchste Datensicherheit bietet. Das ist also der Zustand, der auch tatsächlich verwendet werden wird. Keine Optimierungen für Benchmarks!
Wie zuvor habe ich wieder eine 500GB NTFS-Partition angelegt, schnell formatiert und dann in IOmeter über 8000000 Sektoren (ca 4GB) testen lassen.

 


IOmeter 2008.06.22, Windows XP SP3 32bit, RAID-6 (6x ST31500341AS), StorSave: Protection.

 

64K streaming read, 1 outstanding IO:
http://www.derghostrider.de/photos/Benchmarks/3Ware/IOmeter-2008-06-22-rc2_RAID-6_1IO.png

 

64K streaming read, 2 outstanding IOs:
http://www.derghostrider.de/photos/Benchmarks/3Ware/IOmeter-2008-06-22-rc2_RAID-6_2IO.PNG

 

64K streaming read, 3 outstanding IOs:
http://www.derghostrider.de/photos/Benchmarks/3Ware/IOmeter-2008-06-22-rc2_RAID-6_3IO.PNG

 

64K streaming read, 8 outstanding IOs:
http://www.derghostrider.de/photos/Benchmarks/3Ware/IOmeter-2008-06-22-rc2_RAID-6_8IO.PNG


Nachricht bearbeitet von derGhostrider am 22.01.2009 um 01:22:25
Antworten derGhostrider

So, dann mal ein bißchen Auswertung.

 

IO/s Auswertung (klick für groß):
http://img128.imageshack.us/img128/2017/iometer200806223wareiomj4.png

 

MB/s Auswertung (klick für groß):
http://img128.imageshack.us/img128/7379/iometer200806223warembme6.png

 

Zu den graphischen Darstellungen:
. Die unterschiedlichen Konfigurationen (balanced, protection) konnte ich nicht alle beschriften. Der Unterschied liegt aber vor allem im Write Speed, der hier ja eh nicht getestet wurde.
. Dass die X-Achse 1,2,3,8,256 beschriftet ist so jetzt nicht großartig logarithmisch sein, aber nachdem was wir hier in dem Thread diskutiert haben ist vor allem der vordere Teil der Kurven interessant.
. Die tabellarischen Daten jeweils darüber, um auch für dicht bei einander liegenden Werten Details ausmachen zu können.

 

Auswertung:
Es ist nicht weiter überraschend, dass die Kurven im von IO/s und MB/s gleichartig verlaufen. Denn wenn ich keine IO/s hab' kann ich auch nichts übertragen.

 

Was schon etwas überrascht: Das RAID-6 ist quasi genauso schnell wie das RAID-50. Letzteres ist wohl nicht ganz so optimal implementiert, denn das RAID-50 sollte ja ein paar theoretische Vorteile bieten wie in diesem Thread bereits diskutiert. Wenn man andere IOmeter Diagramme beim 3ware mit dazu nimmt, dann kommt da Speedmäßig wohl raus: RAID-50 <= RAID-6 < RAID-5.

 

Ghostrider: Sicher testest Du doch noch, ob das Degraden + Rebuild so klappt wie Du Dir das vorstellst. Da reisst doch sicher nochmal 1-2 Platten aus dem RAID-6. Könntest Du mit diesen beiden Platten doch noch ein 2. Array anlegen u. Testen:
. einzelne Platte (als Referenz)
. RAID-1
. wenn möglich noch für's RAID-0 ein paar tieferliegende Q1 IO/s.
Falls Du degrade/rebuild beim RAID-6 nicht testest: RAID löschen u. neuanlegen geht natürlich schneller.

 


Nachricht bearbeitet von 7oby am 22.01.2009 um 16:17:21
Antworten 7oby

Ergänzung:
RAID-0 war auch unter Server2008 EE 64bit.

 

Degrade und Rebuild habe ich mehrfach getestet. Bei RAID-5, RAID-1 und RAID-50. Es lief immer problemlos.

 

Eigentlich wollte ich nun anfangen das RAID-6 produktiv einzusetzen, also nur noch Daten mit robocopy rüberkopieren und fertig....
.... andererseits warte ich auf einen Vorabaustausch einer Backplane, denn wie sich gezeigt hat, ist ein Port teilweise defekt. Der hat einen Wackelkontakt in der Stromversorgung dieses einen SAS-Steckers oder so ähnlich, auf jeden Fall läuft an diesem Port keine Platte verlässlich. Da könnte ich vielleicht auch noch ein, zwei Tests machen. *Seufz*

 

Achja, vorab: RAID-6 init dauert renau so lange wie bei RAID-1 oder RAID-5: Knappe 5 Stunden.

 

Nun kümmer mich aber erstmal um ein paar andere Sachen. Ich editiere dann diesen Beitrag bei gelegenheit.

 

"RAID-1" und "einzelne Platte" würden sich gut mit einem degrade-Test vereinbaren lassen. Es wäre ja schon ärgerlich alles getestet zu haben außer ausgerechnet den Fall, den man tatsächlich haben wird.
Außerdem frage ich mich gerade, ob man ein 2-fach-degraded RAID-6 mit einer Platte "teilweise rebuilden" kann. Ob ich das RAID-6 aber nochmal komplett abreiße, weiß ich jetzt noch nicht.
Der RAID-0-Verlauf fing, wenn ich mich recht erinnere, auch ungefähr bei 145+-5MB/s an. Keine Garantie dafür... Mal gucken, vielleicht reiche ich es noch nach.
Außerdem gibt es eine Korrektur zum RAID-6. Der letzte Wert ~400MB/s war wohl ein "glücklicher Zufall" - da habe ich auf die Schnelle einen Ausreißer erwischt. Zusätzlich habe ich jetzt noch schnell 256IOs getestet.
Wenn Du schon eine solche schöeine Auswertung machst, dann liefer ich auch lieber vollständige Werte. :) Aufgefallen ist der Ausreißer durch den Test von 256IOs, da der Wert plötzlich niedriger war.

 

Oben ist der Screenshot automatisch ersetzt (habe einfach das Bild auf dem Server ausgetauscht für 8IOs. Bei mir war ein Reload nötig um die Veränderung anzuzeigen), hier kommt das fehlende für 256IOs:
http://www.derghostrider.de/photos/Benchmarks/3Ware/IOmeter-2008-06-22-rc2_RAID-6_256IO.PNG

 

---

 

Update Nr.1:

 

RAID-1. Windows XP SP3 32bit, 2x ST31500341AS an 9690SA-8i. StorSave: Balanced. Testpartition: 500GB, NTFS.

 

Bei den Tests ist eindeutig zu sehen, daß nur EINE Festplatte angesprochen wird, da die LED an nur einer aufleuchtet. (Dank der Backplanes hat jede Festplatte sowohl eine eigene Betriebs- und auch eine Aktivitäts-LED.)

 

1 outstanding IO:
http://www.derghostrider.de/photos/Benchmarks/3Ware/IOmeter-2008-06-22-rc2_RAID-1_1IO.png

 

2 outstanding IOs:
http://www.derghostrider.de/photos/Benchmarks/3Ware/IOmeter-2008-06-22-rc2_RAID-1_2IO.png

 

3 outstanding IOs:
http://www.derghostrider.de/photos/Benchmarks/3Ware/IOmeter-2008-06-22-rc2_RAID-1_3IO.png

 

8 outstanding IOs:
http://www.derghostrider.de/photos/Benchmarks/3Ware/IOmeter-2008-06-22-rc2_RAID-1_8IO.png

 

256 outstanding IOs:
http://www.derghostrider.de/photos/Benchmarks/3Ware/IOmeter-2008-06-22-rc2_RAID-1_256IO.png
(Dies ist kein Ausreißer! Die Ergebnisse waren deutlich geringer. Dies ist also schon einer der "besseren" Werte, wie bei den anderen auch.)

 

---

 

Update Nr.2:

 

SingleDisk am 9690SA-8i. Jetzt wird es interessant, denn anscheinend ist das Handling bei einer Festplatte grundlegend unterschiedlich, wie sich bei 1IO und 256IOs zeigt. Ich habe den Test für 1IO dreimal wiederholt, da ich erst dachte, daß ich eventuell einen Fehler gemacht hätte.
Dennoch bleibt es dabei: Es leuchtet nur die LED einer Festplatte, wenn im RAID-1 lesend zugegriffen wird. Schreibend gehen sofort beide an. Die hier ersichtlichen Werte müssen also aufgrund irgendwelcher NCQ-Organisation oder durch geschicktes Caching erreicht werden.

 

Nun aber genug gebrabbelt, hier die Ergebnisse. Gleiche Voraussetzungen wie zuvor, nur eben "single disk":

 

1 outstanding IO:
http://www.derghostrider.de/photos/Benchmarks/3Ware/IOmeter-2008-06-22-rc2_single_1IO.png

 

2 outstanding IOs:
http://www.derghostrider.de/photos/Benchmarks/3Ware/IOmeter-2008-06-22-rc2_single_2IO.png

 

3 outstanding IOs:
http://www.derghostrider.de/photos/Benchmarks/3Ware/IOmeter-2008-06-22-rc2_single_3IO.png

 

8 outstanding IOs:
http://www.derghostrider.de/photos/Benchmarks/3Ware/IOmeter-2008-06-22-rc2_single_8IO.png

 

256 outstanding IOs:
http://www.derghostrider.de/photos/Benchmarks/3Ware/IOmeter-2008-06-22-rc2_single_256IO.png

 

---

 

Inzwischen läuft ein halber Rebuild. Zwei Platten wurden dem RAID-6 gemopst, eine nach dem RAID-1-Test wieder hinzugefügt. Nun, nachdem ich den Test abgeschlossen habe, werde ich auch noch die zweite Platte wieder hinzufügen, was dazu führt, daß zwei asynchrone Rebuilds laufen werden.

 

KORREKTUR
Mir fehlen die Worte!
Der Rebuild mit der ersten Platte war nach 1 Minute abgeschlossen und es lief bereits eine nachträgliche Initialisierung.
Dank "Rapid RAID Recovery" hat der Rebuild der zweiten Platte gigantische 4 Minuten gedauert!!!
[Vermutlich hat er deswegen deutlich länger gedauert, da ich während dieser Zeit zumindest teilweise IOmeter laufen hatte...]

 

Ich kann es nicht fassen. Nun wurde zwar automatisch wieder eine Initilisierung ausgelöst, die natürlich ihre Zeit braucht, aber das ist einfach nur unfassbar.
OK, es liegen "nur" 4GB im Moment auf dem RAID, die tatsächlich verteilt werden müssen, dennoch ist das ein umwerfendes Ergebnis.
(So manch ein NAS oder Soft-RAID braucht 18 bis 80 Stunden, selbst wenn die Platten leer sind.)

 

Sorry, aber ich werde das RAID nicht abreißen. Nun muß ich nur den Init abwarten und kann dann gleich weitermachen. :D


Nachricht bearbeitet von derGhostrider am 22.01.2009 um 15:40:27
Antworten derGhostrider
Tom's Hardware > Foren > Festplatten, RAID, Datensicherung, Backup, Datenrettung > Schlechte Performance in RAID 0?
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