Moinsen,
ich bin grad am überlegen, in welchen Konstellationen Dual Channel funktioniert.
2 x 1024 funktioniert ja ohne Probleme. Aber würde auch 4 x 1024 funktionieren?
Des Weiteren denke ich, dass Dual Channel auch mit Speicherriegeln unterschiedlicher Hersteller funktioniert, sofern die Timings gleich eingestellt sind. Ist das so richtig?
mit 2 riegel unterschiedlicher hersteller "kann" das auch funktionieren!
muss aber nicht
teilweise geht es nichtmal mit 2 gleichen riegel des gleichen herstellers (nicht im kit gekauft)
das ist aber mir persönlich noch nie passiert
um diesen problemen vorzubeugen kaufe ich eigentlich immer ram kits! und das hat bis jetzt super geklappt
Bei den aktuellen (Intel-)Chipsätzen sollte es nicht mehr so kritisch sein. Die unterstützden Dual-Channel sogar mit unterschiedlich bestückten Kanälen! Dann aber mit reduzierter Performance. Kann man in den Datenblättern nachlesen.
Was ist denn nun mit 4x1024? Das geht nicht?
Wenn es sich nicht geht, dann macht es ja gar kein Sinn, mehr als 2 GB Arbeitsspeicher zu kaufen (außer 2x2048, is aber zu teuer), da der Performancegewinn durch Dual Channel ja ziemlich groß ist.
Ich hoffe das ich jetzt keinen Mist erzähle, aber bisher waren immer nur zwei RAM Slots für Dual-Channel geeignet. Werden zwei weitere Bänke besetzt laufen diese dann nicht im Dual-Channel Mode.
weiss jetzt nicht genau was du meinst aber .. es passen immer 2 slots zusammen (meist auch farblich ) und wenn 2 ram riegel, die dual channel miteinander können, dort eingebaut werden, funktionierts auch
Ich weiß, dass es mit 2x2048 geht. Das habe ich ja auch in meiner Antwort geschrieben. Bitte die Klammer lesen.
Aber der aufmerksame Leser wird mitbekommen haben, dass ich gefragt habe, ob es auch mit 4x1024 geht.
Nachricht bearbeitet von T3rm1 am 17.10.2007 um 20:32:10
Ich möchte jetzt nicht als Besserwisser da stehen, aber ich denke, dass ihr in diesem Thread ganz schön viel durcheinander werft was nicht zusammen gehört.
Prinzipiell ist jeder Speicherkanal eigenständig. Der Controller erfasst alle eingesteckten Module und steuert sie entsprechend ihrer technischen Daten an. Bei SDR-Speicher konnte ein Controller pro Kanal üblicherweise 8 logische "Reihen" Speicher ansprechen. Das entsprach 4 doppelseitig bestückten PC66/100/133 Modulen, woduch viele Boards damals mit 4 Speichersockeln ausgestattet waren. Selbstredend bestimmt das langsamste Modul die Geschwindigkeit des gesamten Kanals.
Bei DDR(1)-Speicher verhält es sich genauso, jedoch sinkt mit steigender Taktfrequenz die Anzahl Module, welche sicher erkannt und angesprochen werden können. Dies liegt offenbar an sinkender Signalqualität und lässt sich durch "Registered" oder neuerdings auch "Fully Buffered"-Module umgehen. Bei Registered sitzt auf jedem Modul ein Zusatzchip um die Verbindung zu verbessern. Bei Fully Buffered sitzt wohl eine Art einfacher Speicherkontroller auf dem Modul selbst und kommuniziert mit dem Chipsatz.
Bei DDR(1) lässt AMD z.B. folgende Kombinationen zu:
DDR400 mit 2 Rows, also 1 doppelseitiges Modul pro Kanal
DDR333 mit 4 Rows, also 2 doppelseitige Module pro Kanal
DDR266 mit 8 Rows, also 4 Modulen pro Kanal; gibts aber nur bei den Opterons
Man kann nun 2 oder mehr Kanäle zusammenschalten, indem der Controller den Speicherinhalt auf beide Kanäle gleich oder ungleich verteilt. Dies ist prinzipiell unabhängig von der Größe der Module in den Kanälen. Wenn beide Kanäle gleich bestückt sind, dann verdoppelt sich die effektive Bandbreite. Ist aber z.B. ein Kanal mit 1024 MB, der andere mit 512 MB bestückt, kann der Speicherinhalt nur 2/3 zu 1/3 verteilt werden und die effektive Bandbreite steigt um 50%.
Ältere Chipsätze können nur das symmetrische Verteilen. Intels aktuelle Chipsätze können beides, auch wenn Intel ausdrücklich symmetrische Bestückung empfiehlt.
Einige Chipsätze (z.B. die nVidia 2 und folgend) können wohl nochmals ein paar Prozent Geschwindigkeit herauspressen, indem die Timings der Kanäle abgestimmt werden. Hier sind dann die "Kits" aus absolut identischen Modulen interessant.
Einen 4-Kanal Chipsatz gibt es nur für die Intel Xeons, welche jetzt auch separate Busse für jeden Prozessorsockel haben. Allerdings macht es eben auch nur mit 2 Bussen mit je 1333 MHz Sinn. Ansonten ist es der pure Overkill. Ausserdem unterstützt der Chipsatz nur Fully Buffered DIMMs, welche wegen der zusätzlichen Technik auf den Modulen eine ungleich höhere Zugriffszeit haben und so Performance verschenken. Intel kehrt übrigens offenbar demnächst wieder von FB-Speicher ab.
Ausserdem hat jeder 2-Sockel Opteron 4 Kanäle. Ein 4-Sockel Opteron-System 8 Speicherkanäle.
Ich hoffe ich kann euch damit ein wenig helfen und habe jetzt keine sachlichen Fehler gemacht.
Also die P35 Chipsätze unterstützen laut Spezifikationen des Herstellers (zB. Gigabyte P35 DS3) Dual-Channel bis zu vier DIMM Slots. Also sollte es mit 4 x 1GB Modulen beim entsprechenden Chipsatz funktionieren.
Dual-Channel wird normalerweise aktiviert, wenn du die Speicher-Bausteine in bestimmten Kombinationen in die Steckplätze einbaust. Das kannst du in deinem Mainboard-Handbuch nachlesen und dementsprechend anwenden. Dual-Channel wird daraufhin aktiviert und du erhälst beim Boot-Vorgang eine Meldung wie "1024 MB RAM, Dual Channel" (kommt auf Bios und Version an).
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