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Tom's Hardware > Foren > Netzwerke daheim und im Büro, DSL, Internet & Sicherheit > User-Test Netzwerkkarte Intel Pro/1000 Desktop-Adapter

User-Test Netzwerkkarte Intel Pro/1000 Desktop-Adapter

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Hallo zusammen,

nachdem ich einige Berichte über die schlechte Leistung von Onboard-NICs gelesen habe und ich außerdem dank fehlendem fastpath nicht gerade mit einem herausragenden Ping ausgestattet bin, habe ich mich zum Kauf des Intel Pro/1000 Desktop-Adapters entschieden. Nicht ganz billig für eine Netzwerkkarte, aber sie soll der "Killer-Nic" von der Leistung her sehr nahe kommen.

Nachdem sie jetzt eingebaut ist, habe ich aufgrund von fehlenden Kenntnissen bisher nur ping.exe als Test benutzt. Ich würde allerdings gerne etwas intensiver testen, ob diese Netzwerkkarte wirklich ihr Geld wert ist.

Ich brauche also Hilfe beim Test. Welche Software verwendet man für so etwas? Welche Einstellungen der Netzwerkkarte sollte ich ausprobieren, um den Ping zu optimieren? An was muss ich denken? Was gibt es zu beachten?

Danke im voraus! :)

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Um welche Karte geht's hier eigentlich genau?

 


Mit ping.exe wie von mir hier erwähnt hast mit der Karte den gleichen Ping nach draußen wie mit einer billigen anderen auch. Da kannst auch nichts groß dran ändern, wenn Dein Anbieter kein FastPath anbietet.

 

Wie aber Tests von der Pro/1000 MT zeigen hat die Karte im Game einen besseren Ping. Liest man zum Vergleich was die KillerNIC so veranstaltet dann bringt das UDP checksum offloading wohl etwas in Games.

 

Alle drei Intel Karten bieten diese Features:

  • TCP checksum offload - TCP, UDP, IP
  • TCP segmentation/large send offload (wird bei Games wohl nicht benötigt)
  • Interrupt moderation (wird wohl Interrupts puffern - hilft auch)


Wie in den diversen KillerNIC Test muss also den ping in den Games testen. Mit dem pingtest, der in den Games integriert ist, denn diese durchlaufen die Game Mainloop und erst so treten die unterschiedlich großen Pings auf.

 

Also Test wie folgt:
. Game starten
. mit server connecten
. Im game Ping zum Server anzeigen lassen
. Netzwerkkabel von Intel -> onboard umstecken
. nochmals mit server connecten
. Im game Ping zum Server anzeigen lassen
. vergleichen

 

Nur so - wenn überhaupt - kannst Du etwas sehen.

 

Da schon die kleinste PT Desktop Karte für unter EUR 30,- diese Features mitbringt
http://geizhals.at/deutschland/a180021.html
würde ich auch nur die empfehlen. Die größeren Karten bringen in meinen Augen für Euren Zweck keinen zusätzlichen Performancegewinn.

 

Umgekehrt: Ich weiß, dass die nVidia Southbridge ebenso UDP checksumming macht u. einige andere Netzwerkkarten auch. Einfach blind Intel kaufen muss gar nichts bringen.

 

Und wie hier schon geschrieben: CPU upgrade (und sei es noch so klein) bringt vermutlich mehr.

 

Surfen noch andere Teilnehmer im Haus über Euren Router, dann einen Gamingrouter hinstellen. Da der Markt sehr dynamisch ist, will ich hier keine Empfehlungen aussprechen. Aber die AVM Laborfirmware für QoS kann's:
http://www.avm.de/de/Service/FAQs/ [...] 15208.php3
oder ddwrt Firmware auf WRT54GL:
http://www.dd-wrt.com/wiki/index.p [...] for_Gaming


Nachricht bearbeitet von 7oby am 10.10.2008 um 15:01:51
Antworten 7oby

Moin

Jo, einmal sagte ich PT einmal MT ... wobei wir den genauen Unterschied immer noch nicht wissen. Von der PT gibt es aber immerhin zwei Varianten: Server und Desktop.

Idee dieses Tests war es jetzt, dass chill out die Desktop Variante testet und ich die Serverkarte. Denn der Serverkarte wird explizit die Fähigkeit zur Verteilung der Last auf mehrere Kerne der CPU zugeschrieben. Bei einem Quad ja mal eine interessante Sache. Dabei könnte man auch herausfinden, ob Spiele die nicht multi-Core optimiert sind dann von einem Quadcore mehr profitieren.

Des weiteren haben etliche ja aktuell ein Intel Mainboard, welches kein NForce Chipsatz hat. Daher kommt eine andere Lösung auf den Plan: MarvellYukon. Und eben jene sollen den Intel/KillerNIC Lösungen unterlegen sein, sei es durch den grauseligen Chip, die miese Anbindung oder durch mangelnde Fähigkeit, TCP/UDP Offloading zu beherrschen.

Ich habs chill out schon gesagt, diesen Monat geht für mich erstmal das Bluetooth Headset vor, eines habe ich schon und teste zur Zeit. Wenn dann noch was übrig ist, starte ich mal einen Test. Ende des Monats hätte ich sogar noch eine Woche Urlaub, also Zeit genug :D

Antworten DHAmoKK
- 0 +

Exkurs: HighPerformance Networking for Dummies

 

http://img513.imageshack.us/img513/6026/networkingfordummieste4.png

 

Ist nicht sarkastisch gemeint - der Anandtech macht sowas auch. Und wenn der etwas so ankündigt, dann kommt da meist was gutes bei raus.

DHAmoKK schrieb :

Denn der Serverkarte wird explizit die Fähigkeit zur Verteilung der Last auf mehrere Kerne der CPU zugeschrieben. Bei einem Quad ja mal eine interessante Sache. Dabei könnte man auch herausfinden, ob Spiele die nicht multi-Core optimiert sind dann von einem Quadcore mehr profitieren.

Nehmen wir als Beispiel einen Onlineshop wie Amazon:

 

Eine Seite mit vielen tausenden gleichzeitig zugreifenden Benutzern. Jeder Benutzer hat einen Warenkorb, der leer sein kann, aber auch ein paar Bücher enthalten kann. Jeder Mausklick des Benutzers landet als HTTP Request auf dem Server und wird dort dispatched (analysiert) und abgearbeitet. Dabei ist es teilweise notwendig auf den Warenkorb zuzugreifen: Bücher hinzuzufügen, zu löschen oder aus dem Warenkorb eine Auftragsliste und Bestellung zu erstellen. Um viele Benutzer abzuarbeiten brauch' ich klar einen Quadcore mindestens (oder gleich ganz viele). Wenn ich mir keine größeren Gedanken mache so wird jeder HTTP Request eines einzelnen Benutzers immer wieder von einem anderen CPU Kern abgearbeitet - nämlich der der gerade frei ist (das wechselt - es greifen ja noch andere Benutzer zu). Dieser CPU Kern muss sich erst den Warenkorb besorgen, der nämlich im Cache eines anderen CPU Kerns liegt oder auch im Hauptspeicher. Dies leistet das Cache Kohärenz Protokoll.

 

Auf jeden Fall ist es sehr teuer (= zeitaufwändig) das Cache Kohärenz Protokoll und es wäre viel günstiger Requests von einem Benutzer immer auf dem gleichen Core laufen würden. Im Idealfall liegt der Warenkorb noch im Cache. Das dürfte eher selten sein. Auf jeden Fall muss das Cache Kohärenz Protokoll nicht Daten zwischen Caches unterschiedlicher Cores übertragen und vergleichen was zeitaufwändig ist.

 

Damit also die Requests unterschiedlicher Benutzer möglichst gleichmäßig verteilt werden, verwendet man ein Hashing: beim Quadcore z.B. Source IP-Adresse modulo 4. Zusammenfassend nutzt man die Datenlokalität für einen erhöhten Datendurchsatz aus.

 

Das Bild mit dem Warenkorb, das ich gegeben habe ist aus mehreren Gründen unrealistisch. Ein Bild, das eher implementierten Anwendungen ähnelt setzt allerdings voraus, dass man dessen Designs versteht. Diese Designs zu erläutern sprengt aber den Rahmen. Im Endeffekt sind es nicht die Warenkörbe, die zwischen den Cores hin und her wechseln, sondern andere Zustandsinformationen - beispielsweise Dialogzustandsdaten.

 

Was ich eben beschrieben habe ist das Feature, das Intel unter dem Begriff Load balancing on multiple CPUs oder auch unter dem Begriff Receive-Side Scaling (RSS) vermarktet. Nachzulesen unter Tie TCP Flows with Related Payloads and Data to CPU Cores in
http://rethink.Intel.com/Download/318677.pdf

Zitat :

Korollar #1
Auf einem Quadcore bringt das Feature Load balancing on multiple CPUs nichts beim Gamen

Das bringt deshalb nichts, weil Dein Hash (du bist ja ständig mit dem gleichen Server verbunden) stets auf die gleiche CPU verweist.

 
Zitat :

Korollar #2
Selbst wenn jemand sein eigenes NIC Loadbalancing 4 Gaming implementiert, so ist dies kontraproduktiv

Das rührt daher, dass Windows automatisch eine Firewall am laufen hat - die wenigsten dürften diese abgeschaltet habe. Und nachdem man die Pakete so schön auf alle Cores verteilt hat, sammelt die Software-Firewall sie wieder ein und verteilt sie neu. Das Loadbalancing feature ist einfach nicht für Desktops gemacht. Was hingegen wirklich etwas bringen würde, wäre die Softwarefirewall auf der KillerNIC laufen zu lassen und die Windows Firewall zu deaktivieren. Das geht, da auf der KillerNIC ein eingebettetes Linux/Unix läuft. Aber das ist alles Kinderkram bei >= 3GHz CPUs. nVidia hat in ihren Southbridges auch schon Firewall offloading gemacht.

 
Zitat :

Korollar #3
Serverfeatures bringen selten etwas für's Gamen

Gewiss - es gibt zahlreiche verschiedene Server. Alle mit anderen Charakteristiken. Aber genau das ist der Knackpunkt: Ein Server hat ganz andere Probleme als ein Game. Und, dass es auch Gameserver gibt, hat mit dem Problem wenig zu tun. Die Server Karten sind für andere Zwecke entworfen worden. Nehmen wir Traffic: Typisches DSL-6000 hat ca. 1024Kbit/s Upstream. Um 1024Byte zu senden ohne DSL Paket Interleaving mit einzuberechnen benötigt das Übertragen dieser 1024Byte bereits 7,8 ms. Der Gamehersteller hat ein großes Interesse so wenig Daten wie möglich durch die Gegend zu schieben, denn so bleiben die Latenzzeiten gering. Kleine Sende- und Empfangspuffer genügen also - ja helfen sogar die Latenzzeiten zu drücken (Latenz und Durchsatz sind bei Netzwerken komplementär. Verbessert man eins so geht dies auf Kosten des anderen). Denn bereits das Versenden von 1024Byte dauert 7,8 ms. Spiele schicken vergleichsweise wenig Daten. Die Netzwerkkarten für Server sind für große Bandbreiten optimiert mit großen Sende und Empfangscaches und auf viele Requests/s optimiert (= starke I/O Prozessoren auf den Karten).

 
DHAmoKK schrieb :

Des weiteren haben etliche ja aktuell ein Intel Mainboard, welches kein NForce Chipsatz hat. Daher kommt eine andere Lösung auf den Plan: MarvellYukon. Und eben jene sollen den Intel/KillerNIC Lösungen unterlegen sein, sei es durch den grauseligen Chip, die miese Anbindung oder durch mangelnde Fähigkeit, TCP/UDP Offloading zu beherrschen.

 

Kurz und schmerzlos: Moderne Netzwerkchips haben sowieso UDP packet checksum offloading. Hab' ein paar nachgeschaut:


Nur ältere Chipsätze wie der sehr bekannte

haben dies nicht.

 

Der Benutzer DaleF ♥ NCIX, der Intel vs. KillerNIC vs. Marvell getestet hat, hätte gut daran getan nicht den onboard Marvell 88E8053 auf seinem tollen Asus A8N32-SLI zu nehmen. Denn für den Chip gibt's keine Doku:

Zitat :

The Yukon 88E8053 is a single port Gigabit ( 1GBIT ) Ethernet Adapter connected through a single lane PCI-Express connection. Unfortunately we are unable to supply you with more information regarding these Ethernet Controllers due to information limitations.


http://www.benchzone.com/page.php? [...] eluxe&pg=4
und vermutlich kann der Chip nichts.

 

Hätte er die andere Ethernet Buchse genommen die wäre mit dem PHY Marvell Alaska 88E1111 verbunden und der widerrum mit dem nForce4. So säh das vermutlich gleich ganz anders aus, denn der nForce4 Ethernet Chip konnte schon [x] TCP/IP Acceleration
http://www.nvidia.com/page/nforce4_family.html

 

Ich denke moderne Ethernet Chips sind gut. Da gibt's nicht viel rauszuholen. Bessere CPU rein und das Game profitiert mehr (latenzzeit, fps, alles, ...).

 

Ich denke nicht, dass man bei P45 + ICH10 (s. Datenblatt Link oben) eine bessere Netzwerkkarte braucht. Und wenn man wirklich eine kauft, dann die
Intel Pro/1000 PT Desktop Adapter
Der Rest ist rausgeworfenes Geld für nüscht.


Nachricht bearbeitet von 7oby am 10.10.2008 um 23:23:30
Antworten 7oby

Moin

Ich glaube, chill out kann jetzt zufrieden sein ... und ich lese mir das morgen noch einmal durch, das ist jetzt etwas viel Info für den Abend. Ich bin ehrlich: Ein paar Dinge habe ich jetzt nicht verstanden, das ging mir jetzt zu weit.

Auf meinem Board sitzt übrigens ein Marvell Yukon 88E8056. Gleich zwei mal, also nichts mit nForce4.
Auch die Windows Firewall habe ich nicht aktiviert, dafür eine Kerio PF 4.12, welche evtl. das gleiche anstellt, wie die Windows Firewall, dafür mit mehr Benutzerinteraktion.

Also, Punkt ist: Aktuelle Chipsätze schicken vollkommen zum Spielen. Sollte es nicht reichen: Intel Pro 1000 PT Desktop.

Was mich jetzt noch so ganz banal interessieren würde: Wenn ich einen Prozessor mit 2GHz habe, könnte eine bessere Netzwerkkarte etwas bringen, übertakte ich das Ding auf 3GHz, bringt die CPU mehr für 0€.
Was aber, wenn ich eh eine 3GHz CPU habe und stecke dann eine bessere Netzwerkkarte in den PC, wird das Ergebnis dann noch einmal besser oder nicht?

Antworten DHAmoKK
- 0 +

DHAmoKK schrieb :

Ein paar Dinge habe ich jetzt nicht verstanden, das ging mir jetzt zu weit.

Ich musste an manchen Dingen auch stark zusammenfassen. Frag' ruhig nach. Ich kann die Stellen dann genauer erklären. Bloß alles kann man halt einfach nicht auseinander nehmen, sonst wird's zu lang. Ist so schon lang. Hab' aber auch Quellen, so dass die Dinge nicht so Raum stehen. Am WE arbeite ich nicht am PC.

DHAmoKK schrieb :

Auf meinem Board sitzt übrigens ein Marvell Yukon 88E8056. Gleich zwei mal, also nichts mit nForce4.

Ich hab' den nForce4 erwähnt, da ich mir den Test von DaleF ♥ NCIX genauer angeschaut habe. Und der hat die von mir erwähnten Marvells. Dein Marvell findet sich auf dessen Homepage nicht, aber ich vermute Deiner ist nicht schlecht, denn beispielsweise der 88E8057 ist auf der Homepage erwähnt (hab' ihn oben auch verlinkt) und der 057 ist ganz gut - zumindest von den Daten.

DHAmoKK schrieb :

Auch die Windows Firewall habe ich nicht aktiviert, dafür eine Kerio PF 4.12, welche evtl. das gleiche anstellt, wie die Windows Firewall, dafür mit mehr Benutzerinteraktion.

Die Kerio ist nur Software. Sie hat zudem mehr Features als die Windows Firewall (statefull paket inspection nehme ich an) und ist deshalb Resourchenintensiver. Bei einem Desktop PC spielt das keine große Rolle (Erklärung kommt weiter unten).

 

Bei einem Server sind Anwendungen + Firewall schon allein wegen den sicherheitsrelevanten Aspekten nicht möglich. Und selbst wenn man bei einem HighPerformance Server so verrückt wäre, dann würde man sich damit die Möglichkeiten des CPU-Pinnings / LoadBalancings verspielen. Bei LowPerformance Servern ist eine andere Tendenz erkennbar: Alles konsolidieren auf einen Rechner, aber mit VMs trennen. Siehe c't Server:
http://www.heise.de/ct/08/19/222/

 
DHAmoKK schrieb :

Also, Punkt ist: Aktuelle Chipsätze schicken vollkommen zum Spielen. Sollte es nicht reichen: Intel Pro 1000 PT Desktop.

So in etwa. Allerdings vermute ich, dass die 1000 PT Desktop gegenüber einen modernen Board doch nichts rausreißt.

 
DHAmoKK schrieb :

Wenn ich einen Prozessor mit 2GHz habe, könnte eine bessere Netzwerkkarte etwas bringen, übertakte ich das Ding auf 3GHz, bringt die CPU mehr für 0€.
Was aber, wenn ich eh eine 3GHz CPU habe und stecke dann eine bessere Netzwerkkarte in den PC, wird das Ergebnis dann noch einmal besser oder nicht?

Ich habe keine Messwerte, aber mein Eindruck ist wir reden über folgendes:
. Du hast eine Porsche 911 Carrera. Jetzt fragst Du Dich, ob es etwas bringt statt den normalen Schuhen spezielle leichte Turnschuhe beim Fahren zu tragen.
. Dann hast Du noch einen Porsche 911 Carrera S und fragst Dich das gleiche.

 

Ich weiß ein bißchen wie Game Engines programmiert werden und ich denke die Netzwerkkarte spielt keine Rolle. Wenn man den Einfluss einer Netzwerkkarte zeigen will, muss man die CPU schon extrem schwach auslegen. In diesem Fall hilft aber eine MultiCore CPU. Das hängt damit zusammen, dass das Betriebssystem Interrupts sehr wohl verarbeitet und Checksummen berechnet. Und zwar sofort. Das Game wird unterbrochen, da die entsprechenden Betriebssystem Funktionen eine höhere Priorität haben. Hier hilft eine MultiCore CPU, denn diese Aufgaben werden dann auf freien Cores gerechnet ohne, dass die Gameloop unterbrochen werden muss.


Nachricht bearbeitet von 7oby am 10.10.2008 um 23:52:41
Antworten 7oby

Uff, erstmal danke für die Infos, auch wenn sie mich eher erschlagen als dass ich sie von vorne bis hinten verstehe. Das ist aber auch nicht zwingend mein Antritt, denn ich will ja nur grob verstehen, an welchem Rädchen ich drehen soll. Letztlich zählt für mich das Ergebnis, besserer Ping ja oder nein.

Kommen wir mal zur Hardware, da hattest Du ja einige Fragen. Da ich wie gesagt etwas unbedarft in dem Thema bin, mache ich vielleicht mehr Angaben als nötig:
Ich habe einen E6750 auf einem Asus P5K. In Zusammenhang mit COD4 gehe ich daher nicht davon aus, dass die CPU das Nadelöhr für den Ping ist. Natürlich kann auch der Rest der "Netzwerk-Technik" das Problem sein, die ist auch nicht mehr ganz neu. Ich habe einen relativ alten SMC-Router (7004ABR EU) gepaart mit einem Siemens Teledat 300 Lan. Vermutlich beides keine Renner mehr. Ich habe testweise ein mittelaltes Teledat-Modem benutzt, welches mir 5-8% bessere Pings beschert hat. Da es aber nur DSL1000 unterstützt, hat es den Test nicht überlebt. Achja, und natürlich habe ich den PT Desktop Adapter.

Nun zur Software/Router-Config. Treiber sind natürlich alle aktuell, Einstellungen habe ich nicht verändert. Der PC hat eine feste IP, DHCP ist im Router deaktiviert. Eine Software-Firewall ist nicht aktiv, dafür aber die Firewall des Routers. Port-Forwarding für die Games mache ich nicht. Die Router-Firmware ist noch im Auslieferungszustand. Es gibt zwar ein update, da ich aber keinen changelog finde, gilt never change a running System. Wenn ich zocke, dann bin ich in jedem Fall alleine im Netzwerk, da schläft der Rest der Familie bereits.

Ich schon... ;)
Wenn ich jetzt ingame einen Test machen, meinst Du mit pingtest die einfache Anzeige des Pings, so wie er überlichweise in den Stats (TAB-Taste) angezeigt wird oder noch etwas anderes?

Was den Gaming-Router anbelangt:
Ich bin durchaus bereit, auch so etwas mal zu testen. Das finanzielle Risiko bei solchen Dingen ist ja überschaubar, nach 4 Wochen kann man so etwas ja immernoch recht gut bei ebay verhökern. Und diese "Verlust" ist es mir wert.
Nun habe ich mir den von Dir indirekt vorgeschlagenen Router WRT54GL mal angesehen. Da hätte ich noch Änderungswünsche:
- am liebsten kein W-Lan
- integrierter Druckserver
- VPN (Ich nutze beruflich einen Cisco-VPN-Client. Ich habe eine sehr grobe Vorstellung, was VPN bedeutet, mehr nicht. Auf was muss ich achten?
Hast Du noch eine "Nicht-Empfehlung" in der Hinterhand?

Vielen Dank bis hierhin und im voraus!

Antworten chill out
- 0 +

So ein Posting ist ja auch für andere teilweise interessant. Deshalb ist's nicht schlimm, wenn man mit einer Antwort mal über's Ziel hinaus schießt.

Die ganzen Erklärungen sind auch immer ganz gut und schön, aber The proof is in the pudding. Eine Erklärung mag' sogar richtig sein, dennoch kann es sein, dass in der Praxis ganz andere Aspekte eine Rolle spielen und deshalb nur ein Test / Messung dies zeigt.

Dein eigentliches Problem Verzögerungen/Lags in Onlinespielen zu reduzieren kann man effektiv nur mit Fastpath reduzieren. Die DSL Anbieter haben unterschiedliche Richtlinien welche Leitungsqualitäten (= Dämpfungen) zur Verfügung stehen müssen für eine bestimmte Übertragungsbandbreite bzw. Features (Fastpath). Im Fall der Telekom:

Zitat :

für FastPath und höhere Sende-Datenrate 4 dB weniger beziehungsweise 3 dB weniger bei 6.016 kbit/s


http://de.wikipedia.org/wiki/DSL#. [...] ngsgrenzen
Schau' Dir dort auch mal "Erreichbare Datenraten bei überregionalen DSL-Netzbetreibern bei gegebener Leitungsdämpfung" an. Ein anderer Anbieter gibt Dir möglicherweise Fastpath. Oder selbst Dein jetztiger Anbieter, wenn Du entweder eine geringere Übertragungsdatenrate (z.B. DSL2000 statt 6000) in Kauf nimmst, oder Du bittest Fastpatch auf Deine Verantwortung hin zu aktivieren oder auch Du darauf hinweist, dass ein anderer Anbieter Dir Fastpath geben würde.

chill out schrieb :

Ich habe einen E6750 auf einem Asus P5K. In Zusammenhang mit COD4 gehe ich daher nicht davon aus, dass die CPU das Nadelöhr für den Ping ist.

Sehe ich genauso.

chill out schrieb :

Ich habe einen relativ alten SMC-Router (7004ABR EU) gepaart mit einem Siemens Teledat 300 Lan.

Habe zeitlang einen SMC 7004AWBR + Teledat 300 LAN verwendet. Sollten für den "ping" relativ egal sein. Also mit einem anderen Router wirst keinen besseren ping haben.

Der 7004abr und 7004awbr sind zwar nicht gleich, aber der 7004awbr ist ein gutes Beispiel dafür, dass neuere Firmware nicht unbedingt besser sein muss:
http://users.skynet.be/luc.pauwels [...] _bugs.html

chill out schrieb :

Ich habe testweise ein mittelaltes Teledat-Modem benutzt, welches mir 5-8% bessere Pings beschert hat. Da es aber nur DSL1000 unterstützt, hat es den Test nicht überlebt.


Für den besseren Ping habe ich keine Erklärung. Kann das nicht auch ein Meßfehler sein? Für mich ist auch unverständlich, warum das "mittelalte" Teledat kaputt gehen sollte, wenn man es an einem schnelleren ADSL Anschluss benutzt. Sogar wenn Du an einem ADSL2+ Anschluss ein ADSL Modem verwendest geht da nichts kaputt.

chill out schrieb :

Eine Software-Firewall ist nicht aktiv, dafür aber die Firewall des Routers.

Ab XP SP2 hat Windows automatisch die Microsoft Firewall aktiviert. Hast Du diese tatsächlich deaktiviert? Egal - auch so'eine Software-Firewall sollte keine großes Lags in Games verursachen - denn die Leute mit geringem ping (Fastpath) kommen auch prima mit der Microsoft Firewall klar.

chill out schrieb :

Port-Forwarding für die Games mache ich nicht.

Weiß nicht was damit gemeint ist. Allerdings die QoS Features der Router, die teilweise Pakete auf bestimmten Ports priorisieren, haben nichts mit Port-Forwarding zu tun. Da andere auch nicht ins Internet gehen während Du spielst, bringt dich auch so'n QoS Gaming Feature nicht weiter. Denn während Du spielst holt sich vielleicht 1x in der Stunde der Viruskiller mal online einen Status, aber reduziert auch nicht ständig den ping.

chill out schrieb :

Wenn ich jetzt ingame einen Test machen, meinst Du mit pingtest die einfache Anzeige des Pings, so wie er überlichweise in den Stats (TAB-Taste) angezeigt wird oder noch etwas anderes?

Ja genau so etwas meine ich.

chill out schrieb :

Nun habe ich mir den von Dir indirekt vorgeschlagenen Router WRT54GL mal angesehen. Da hätte ich noch Änderungswünsche:
- am liebsten kein W-Lan
- integrierter Druckserver
- VPN (Ich nutze beruflich einen Cisco-VPN-Client. Ich habe eine sehr grobe Vorstellung, was VPN bedeutet, mehr nicht. Auf was muss ich achten?


Cisco VPN können alle Router. Natürlich zockst Du nicht "über" das VPN, denn das wäre noch langsamer vom Ping. Ich verwende den Cisco VPN ebenfalls. Ist kein Problem mit den Routern.

Habe aber leider keine Empfehlung - müssen andere machen. Fritz!box hat zwar den integrierten Druckserver (allerdings USB und nicht Parallelport wie dein 7004abr - übrigens läuft der 7004awbr bei mir "nur" noch als druckserver neben einen WRT54GL), aber eben auch W-Lan.

Hab' leider sonst keine Empfehlungen. Das Onlinespielerlebnis (ping) sollte nicht besser werden mit anderem Router. Nur mit Fastpath wird's besser.

Antworten 7oby

Moin

 

Jetzt hab ich doch auch noch einmal etwas entdeckt: ADSL2+. Dieses bietet ja keine Unterstützung für Fastpath mehr. Dennoch sind meine Pings deutlich besser als zuvor, liegt das jetzt an der schieren Übertragungsgeschwindigkeit oder (auch) daran, dass ich jetzt über einen anderen Server ins Internet gelange?
Vorher wars so: Telekom Analoganschluss Telefon + DSL Leitung, Provider war 1und1.
Aktuell: 1und1 stellt ADSL2+ und übernimmt Leitung, kein Telefonanschluss mehr, nur VoIP Telefonie.
Es liegt ja nahe, dass nun andere Server für meine Einwahl zuständig sind, welche einen kürzeren Weg darstellen.

 

Leider habe ich keinen Vorher-Nachher-Traceroute machen können.

Nachricht zitiert 1 mal
Nachricht bearbeitet von DHAmoKK am 13.10.2008 um 10:31:30
Antworten DHAmoKK
- 0 +

DHAmoKK schrieb :

ADSL2+. Dieses bietet ja keine Unterstützung für Fastpath mehr.


Das ist so nicht richtig. Ich weiß aber nicht ob und wer jetzt Fastpath bei ADSL2+ verwendet. Google kommt zu unterschiedlichen Meinungen. Deshalb müsstest selbst nachschauen:
http://dmt.mhilfe.de/

DHAmoKK schrieb :

Dennoch sind meine Pings deutlich besser als zuvor, liegt das jetzt an der schieren Übertragungsgeschwindigkeit oder (auch) daran, dass ich jetzt über einen anderen Server ins Internet gelange?

Das liegt entweder daran, dass [x] Fastpath bei Dir eben bei ADSL2+ aktiviert ist. Es ist absolut denkbar, dass die Übertragungsgeschwindigkeit eine Rolle spielt. Beim Internetleaving werden die Pakete:

1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 ,8, 9, 10, 11, 12
etwa so übertragen:
1, 5, 9, 2, 6, 10, 3, 7, 11, 4, 8, 12

Wenn die Burstlänge bei ADSL/ADSL2+ gleich lang ist, dann senkt die höhere Übertraungsgeschwindigkeit auch den ping. Wie lang der Burst nun ist, weiß ich aber nicht.

Die Server spielen keine Rolle und wenn sie den ping ändern, dann ganz sicher zu gunsten des T-Com Backbones. Telefonica/QSC hat den schlechteren Backbone.

Zitat :

Es liegt ja nahe, dass nun andere Server für meine Einwahl zuständig sind, welche einen kürzeren Weg darstellen.

Der ping, der bei Dir langsam ist, ist zwischen DSL-Modem und D-Slam. Daran hat sich nicht viel geändert.

Antworten 7oby

Hm, der Toby schmeisst immer mit soviel Fachwissen um sich, dass muss ich immer x-mal lesen um es annähernd zu verstehen... ;) Finde ich aber gut so, ich habe nichts dagegen noch etwas zu lernen.

In einem Satz zusammengefasst ist es also sehr unwahrscheinlich, dass die Netzwerkkarte eine Ping-Verbesserung herausholt, sofern die CPU-Entlastung keine Rolle spielt.

Das deckt sich in etwa mit meinen Tests. Ich konnte nur den Effekt feststellen, dass die Schwankungsbreite nicht so hoch ist, wie bei der Onboard-Karte. Dort liegt sie z.B. für COD4 zwischen 61 und 86 (selten), mit der Intel-Karte zwischen 61 und 78. Das Mittel liegt dann logischerweise leicht drunter, also bei 70 statt 73 (jeweils 25 Messungen). Insofern kommt es rein optisch zu einer Verbesserung, spürbar ist nichts.

Ich habe als Ansatzpunkt also nur meine Leitung. Dort beantrage ich regelmäßig fastpath, was mir immer wieder abgelehnt wird. Meine Leitung ist halt nur die Beste, es gehen nur DSL3000. Vorher mit DSL1000 gab es noch fastpath. Schade, denn auch alternative Anbieter gibt es hier nicht. Ich muss wohl froh sein, überhaupt DSL zu haben.

Antworten chill out
Tom's Hardware > Foren > Netzwerke daheim und im Büro, DSL, Internet & Sicherheit > User-Test Netzwerkkarte Intel Pro/1000 Desktop-Adapter
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