ich steh grad vor folgendem Problem. Momentan hab ich meinen PC samt Internetverkabelung im Schlafzimmer stehen. Schon seit Wochen möchte ich den PC unbedingt aus dem Schlafzimmer rauswerfen und ins Wohnzimmer verschieben. Allerdings führt in dieses Zimmer ein völlig anderer Kabelschacht. Um jetzt nicht wieder das ganze Kabelzeug rausreissen zu müssen und ewig vom Keller rauf ein neues Kabel ins Wohnzimmer legen zu müssen würde ich gerne ein ca. 60meter langes Netzwerkkabel vom einen in das andere Zimmer legen. Beide Zimmer befinden sich auf der selben obersten Etage des Hauses und das Kabel würde ich über den Dachboden ziehen. Der Router bleibt dann natürlich im Schlafzimmer. Ein WLAN möchte ich auf keinen Fall.
Ich frag mich jetz grad wie sehr sich 60m Kabel auf mein DSL 16000 auswirken. Bisher kann ich die Leitung voll mit bis zu 1,8mb down und 120kb up auslasten und das soll auch so bleiben.
Brauch ich dafür ein CAT6 Kabel?
Gruß
Daniel
Nachricht bearbeitet von Trinity888 am 19.12.2008 um 20:28:25
60m wirken sich gar nicht aus da ein normales netzwerkkabel bis zu 100M lang sein kann...cat6 oder besser 7 wäre besser abgeschirmt und würde somit der datenübertragung zu gute kommen
Nachricht bearbeitet von 3n1gm4 am 15.12.2008 um 15:15:45
Ich für meinen Teil bin mit dem Netzwerk über die Stromleitung (von Devolo) sehr zufrieden. Und vom Preis her sollte es auch nicht teurer werden als das 60m Kabel.
Wenn ich keine Verteilersteckdosen verwende bekomme ich damit z.B. in Speedtest.net einen Ping von 8ms und Downlaod von 29000 (Frankfurt). Ich hab also keinerlei Geschwindigkeitseinbußen. Hängt aber vermutlich auch vom Alter der Verkabelung ab.
@Ragamuffin: Ja klar, wenn es einen nicht stört, daß die gesamten unabgeschirmten Stromkabel munter wie Antennen die Signale Abstrahlen und im ungünstigsten Fall sogar der Nachbar mit seinem Adapter Deine Daten empfangen kann... (Die Verschlüsselung ist nicht gerade die komplexeste)
@Braini: Nimm Cat 6 oder besser Cat 7. Der Preisunterschied ist nicht so wirklich hoch und die Abschirmung deutlich besser. 5e solltest Du lieber nur bei "bis zu 15m" einsetzen, wenn Du mal GbE nutzen willst. Für 16k DSL ist das so oder so hupe, da reicht eigentlich auch 5e, aber wer weiß, was Du in 2 Jahren mal machen möchtest. Daher wäre das etwas zukunftssicherere Kabel nicht gerade falsch. Vergleiche Preise: Vielleicht lohnt sich bei der Länge auch das selber krimpen.
EDIT: Cat7 selber machen ist schwierig, da auch die Stecker Cat7-konform sein sollten.... Naja, aber die gute Abschirmung im Kabel selbst bleibt trotzdem bestehen, auch wenn der Stecker nicht den Spezifikationen entspricht.
Nachricht bearbeitet von derGhostrider am 15.12.2008 um 16:02:24
@Ragamuffin:
Abstrahlung: Das sind hochfrequente Signale auf nicht abgeschirmten Kabeln. Das weiß ich aus'm Studium.
Verschlüsselung: Ufff... irgendwo gelesen. vielleicht sogar irgendwann auf THG... Am besten mal guuugeln.
Aber wenn er schon auf keinen Fall WLAN haben möchte, dann sollte man eine Datenübertragung ausschließen, die die Signale in das Stromnetz einkoppelt.
Aber man kann doch die Strahlung, die davon ausgeht, nicht mit einem WLAN vergleichen?!?
Abgesehen davon sind die Telefonleitungen (bei DSL) ebenfalls stinknormale Kupferkabel (natürlich je nach alter der Verkabelung). Also könnte man genauso gut dort die Signale abfangen.
Ich glaub dir ja, dass die Stromleitungen strahlen, und auch dass man diese Signale irrgendwie empfangen könnte. Aber wer kann oder will sowas?
Das der Nachbar mit einem Adapter im getrennten Stromnetz die Daten lesen kann halte ich für sehr unwahrscheinlich. Wäre doch mal ein interessanter Test.
Nene, da hast Du mich etwas mißverstanden!
Ich meinte nicht, daß man die Signale abfangen kann, sondern einfach nur die zusätzliche gestiegene Strahlenbelastung im Haus!
Ob das nun für Menschen schädlich ist oder nicht, lasse ich mal dahingestellt. Eine "heilende" Wirkung wird es jedenfalls nicht haben.
Allerdings ist dies eine Störstrahlung, die sich durchaus auch auf andere Geräte auswirken kann.
KANN - muß nicht.
Bei diesen Geräten müsste man eigentlich schon eine Menge ausprobieren. Vor allem die Verwendung in größeren Mietshäusern und eben, wie es denn beim Nachbarn aussieht.
Das ganze dann halt auch so, daß alle drei Phasen ausprobiert werden und nicht nur gesagt wird: "Hier an der Steckdose beim Nachbarn war nichts festzustellen, das ist also sicher." - wobei dies nur an dem Sonderfall liegt, daß eine andere Phase für die getestete Steckdose genutzt wurde.
Manchmal klappen diese Geräte aus einem solchen Grund auch nicht im gleichen Einfamilienhaus, wenn z.B. unterschiedliche Stockwerke an unterschiedliche Phasen angeschlossen sind. Dann funktionieren diese Teile halt gar nicht. Klar - getrennte Stromkreise.
Aber nunja, letztendlich muß es jeder selbst entscheiden. Ich würde es einem WLAN im eigenen Haus vielleicht vorziehen, allerdings habe ich noch keine Gründe gefunden kein richtiges Kabel zu verlegen.
Aber das Thema Strahlung ist in einem normalen Haushalt ja eh ein ganz anderes Thema. Jeder hat einen Wecker (oder gar ein Handy als Wecker) am Kopfende vom Bett liegen. Da gehen die Strahlen mal direkt in die Birne
In meiner Wohnung musste ich mir eine Lösung suchen, die schnell und einfach ist. Da kam dieser Stromadapter gerade recht. Eine Lan-Kabel quer durch die Wohnung zu legen wurde nämlich von der Regierung abgelehnt Aber ich bin auch echt froh drum, denn das funktioniert astrein. Ohne Probleme.
Habe mir jetzt mit Meterstab nochmal genau die Länge ausgemessen die ich brauch + n paar Meter Luft damit das Kabel schön locker liegt. 60m waren arg optimistisch^^ 30 meter sinds nur. Gut, kann passieren.
Jedenfalls hab ich mir jetz verschiedene Kabel angesehen...
"Dätwyler Patchkabel CAT 6 PiMF gelb 30 m" mit einer Übertragungsfrequenz bis zu 1200 Mhz Kostet allerdings 65€
oder
"Cat. 6 Patchkabel 600MHz doppelt geschirmt 2x RJ 45 Stecker 30m" quasi ein Nonameprodukt, Kostet aber auch nur 35 €
einige bieten sogar Kabel mit nur 250 Mhz an "Cat. 6 Patchkabel, SSTP/PiMF, PVC, 250MHz, 30m, gelb" für 28 €
Was hat es denn mit der Übertragungsfrequenz nun auf sich? Klar, mehr is besser aber brauch ich denn das auch? Ich will nicht am falschen "Ende" sparen
Nachricht bearbeitet von braini am 17.12.2008 um 08:31:21
Zu teure Kabel sind meistens rausgeschmissenes Geld.
Zitat :
Cat-6 features more stringent specifications for crosstalk and system noise. The cable standard provides performance of up to 250 MHz and is suitable for 10BASE-T / 100BASE-TX and 1000BASE-T (Gigabit Ethernet)
[...]
The latest standard from the TIA for enhanced performance standards for twisted pair cable systems was defined in February 2008 in ANSI/TIA/EIA-568-B.2-10. Category 6a (or Augmented Category 6) operates at frequencies up to 550 MHz—twice that of Cat 6.
It can support 10 Gbit/s applications (especially 10GBaseT) up to a maximum distance of 100 meters.
Du könntest dir auch einfach ein Cat6-Kabel beim Elektriker holen und das selbst aufpatchen, da kostet der meter nämlich grad mal um die 25 cent. Hab für meine Patchkabel die ich mir selbst aufgelegt habe (1 x 25m und 1x40m ca.) grade mal läppische 37 Euronen gezahlt.
Edit:
250 Mhz reichen vollkommen und bieten dir bei Kompletter Cat6 Verkabelung eine Übertragunsgrate von bis zu 1 GBit/s.
Nachricht bearbeitet von Zer0 am 19.12.2008 um 16:44:17
@Zero:
Bei 30m für ca 13Euro spart er dann Zeit und hat Stecker, die besser halten als selbst gemacht. Das kann man zu dem Preis kaum selbst machen.
... und bei dem Kabel mit 600MHz erfüllt er dann wohl schon Cat6a.
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