ich fürchte, meine Frage ist etwas komplizierter. Es geht um die Installation einer größeren Festplatte (80GB statt vorher 60GB) in einem älteren Notebook (Compaq Armada M700: Pentium III 800Mhz, 384MB RAM).
Die Festplatte funktioniert fehlerfrei (in anderem Rechner getestet), das Windows XP-Setup startet von CD und führt den ersten Schritt der Windows-Installation durch. So weit alles prima.
Ab dem ersten Neustart jedoch geht es schief: Windows startet nicht von der Platte und meldet "Fehler beim Lesen des Datenträgers. Neustart mit Strg+Alt+Entf". Egal, wie klein ich die Startpartition gewählt habe (habe es auch mal mit einer kleiner als 8GB probiert), egal, ob ich mit NTFS oder mit FAT formatiert habe. Eine Low Level-Formatierung habe ich auch schon ausprobiert und dann noch einmal installiert. Windows startet einfach nicht von der Platte.
Die Wiederherstellungskonsole mit ihren Befehlen "fixboot" und "fixmbr" habe ich schon probiert, das führt jedoch nur dazu, dass die Fehlermeldung beim Starten künftig auf Englisch angezeigt wird ("Disk read error" ).
Auch eine XP-Installations-CD, bei der Service Pack 3 schon integriert ist, produziert denselben Fehler.
Es handelt sich um eine Standard-EIDE-Platte Western Digital WD800VE, auf Master gejumpert. Das BIOS des Laptop ist sehr spartanisch und bietet insbesondere keine Optionen ein, um z.B. den DMA-Modus der Festplatte oder andere Dinge, die mit der Festplatte zusammenhängen, einzustellen.
Auch am Kabel der Festplatte kann es eigentlich nicht liegen: baue ich statt der neuen Platte die alte 60GB-Platte wieder ein, startet das Notebook problemlos.
Und jetzt wird es interessant. Denn grundsätzlich kommt der Rechner mit der Platte klar:
- Liegt beim Systemstart eine bootfähige CD im Laufwerk, die die Option "Von Festplatte starten" anbietet, und wählt man diese Option (z.B. Ubuntu-Boot-CD oder Windows 98-Boot-CD), dann klappt über diesen Umweg der Systemstart. Windows bootet dann durch und lässt sich (bis zum nächsten Neustart) fehlerfrei benutzen.
- Ein Bootmanager wie z.B. der "Smart Boot Manager" lässt sich von einer DOS-Startdiskette aus problemlos im MBR der Festplatte installieren und wird beim Hochfahren auch von der Festplatte gestartet. Das Windows-System kann der zwar auch nicht starten, aber offensichtlich ist der Rechner also in der Lage, von der Festplatte zu booten.
- Installiert man TrueCrypt auf dem Rechner und verschlüsselt die Windows-Startpartition (das geht mit der aktuellen Version 5.1), sodass beim Booten die Passwortabfrage von TrueCrypt erscheint und das Programm dann den Zugriff auf den Datenträger übernimmt, dann klappt das Booten mit verschlüsselter Festplatte auf einmal ohne Fehlermeldungen. Das ist nur leider auch nicht optimal, da eine Festplattenverschlüsselung das ohnehin nicht mehr taufrische Gerät zusätzlich ausbremst.
Die einschlägigen Google-Fundstellen zum Thema habe ich bereits gelesen (u.a. http://www.hardwareanalysis.com/content/topic/19004/), aber nirgendwo einen Lösungsansatz gefunden, der über fixmbr, fixboot oder die Suche nach defekten Sektoren herausgeht. Ich hoffe, von den Experten hier kann mir jemand helfen.
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