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[Gelöst] Bluescreen bei Akkubetrieb des Notebooks

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Beste Antwort von 7oby.

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Hallo!

Wenn ich das Notebook nur mit Bateriestrom betreiben will, stürzt es nach kurzer Zeit mit einem Bluescreen ab (unter Windows (7)) bzw. startet neu (unter Linux).
Der Akku wurde ausgetauscht, das Problem besteht jedoch nach wie vor.

Der Fehler trat auf nach dem ich den Prozessor gewechselt habe (Intel T5800 -> P8100). Beide Prozessoren habe eine identische TDP von 35W.

Wenn das Notebook (zusätzlich) mit Strom von der Steckdose betrieben wird, funktioniert es einwandfrei. Keine Abstürze, Neustarts o.ä.

Hat Jemand eine Idee woher die Abstürze kommen und was ich dagegen tun kann?

Du hast jetzt stabile Settings für 2,13 GHz @ 0,975V.

 

In RMClock Performance on Demand hast ja zwei Spalten. Links "AC" u. rechts "Battery":

 

http://img229.imageshack.us/img229/4372/rmclockperformanceondemfb2.png

 

Stell' doch mal AC und Battery exakt gleich ein. Am liebsten ALLE P-States bis auf den 2,13 GHz deaktivieren u. nur diesen einen laufen lassen. Prime95 auf zwei Cores starten u. jetzt nochmal den Stromstecker abziehen.

 

Ich könnte mir vorstellen das läuft dann schon so. Falls es wider Erwarten abstützt, so wiederhole das Experiment mit einem P-State tiefer. Leider kann RMClock keine halben Multiplikatoren (das fixen wir später) also wäre der nächste P-State 1,87 GHz @ 0,95 Volt (tiefer geht's vermutlich eh nicht von der VID).

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Moin

Hast du auch ein BIOS Update gemacht oder wenigstens geschaut, ob der neue Prozessor überhaupt kompatibel ist?

------------------------------ Wenn es klemmt - wende Gewalt an. Wenn es kaputt geht, hätte es sowieso erneuert werden müssen.
Antworten DHAmoKK

BIOS-Update wird von ASUS nicht angeboten. Nur für das Modell Asus B50A ich habe aber das Modell B80A ...

Kompatibel sollte er theoretisch sein. In andern Ländern wird das Modell B80A zumindest mit dem Prozessor P8300 verkauft.

Antworten bitti1

Moin

 

Vermutlich muss aber dennoch das BIOS angepasst werden. Die meisten Prozessoren werden im Batteriebetrieb auf Sparflamme gesetzt, laufen dann zB auf nur 1GHz und 0,9V. Eigentlich sollte das BIOS das automatisch anpassen, wenn der Prozessor eben 1V braucht im Sparmodus, was bei Notebooks aber vielleicht Hardcoded verankert ist.

 

Ich glaube, dass das Problem hier liegt: Das BIOS gibt dem neuen Prozessor zuwenig Spannung im Batteriebetrieb.

 

Wobei ich zwar den T5800 beim Processor Spec Finder finde, den P8100 aber genauso wenig wie den P8300. Nur den P8400. Ist es vielleicht auch ein T-Modell, denn den T8100 finde ich?

Nachricht zitiert 1 mal
Nachricht bearbeitet von DHAmoKK am 16.09.2009 um 12:04:24
------------------------------ Wenn es klemmt - wende Gewalt an. Wenn es kaputt geht, hätte es sowieso erneuert werden müssen.
Antworten DHAmoKK

DHAmoKK schrieb :

Wobei ich zwar den T5800 beim Processor Spec Finder finde, den P8100 aber genauso wenig wie den P8300. Nur den P8400. Ist es vielleicht auch ein T-Modell, denn den T8100 finde ich?


Hmmmm hast recht. Wenn ich mir die Werte die CPU-Z ausspuck mit denen der Intel-Notebook Prozessoren vergleiche, handelt es sich um eine Core2Duo P7450 mit 2,13GHz / 3MB L2 Cache / 1066MHz FSB / 25W TDP

Eine Inkompatibilität könnte natürlich der Grund für die Abstürze im Mobilen-Betrieb sein.


Nachricht bearbeitet von bitti1 am 16.09.2009 um 13:25:50
Antworten bitti1

Wenn Du tatsächlich einen T8100 reingeschraubt hast u. der im Batteriemodus instabil läuft, dann sind ja Probleme mit der Spannungsversorgung nicht unwahrscheinlich.

Mit prime95 im 2-Thread Modus könntest Du ermitteln, ob der maximale Stromverbrauch zu hoch ist.

Hängt er sich bei prim95 auf, so wäre ein Lösungsversuch zu undervolten. Wenn's die T8100 ist: Standardmäßig läuft die CPU irgendwo um die 1,1xxx Volt bei ihren 2,1GHz Takt. Die macht das aber auch stabil bei 0,95 - 0,975 Volt je nach CPU. Das reduziert schon für sich genommen die benötigte Amperezahl aus der Batterie u. die Leistung der VRMs.

Wenn das nicht reicht kann man mit RMClock auch mal den Turbomode deaktivieren. Denn in diesem Modus genehmigt sich die CPU bis zu 1,3xxx Volt.

Hilft das bis hierhin alles nichts, dann kann man den Takt niedriger stellen. Viel niedriger braucht's eigentlich nicht, aber mal auf den Takt wo sie mit minimal möglicher Spannung läuft. Das sind vermutlich 2 GHz @ 0,95 Volt.

Wenn auch das fehlschlägt, dann mal:

RMClock / Management / P-states transitions method : Perform single-step transitions only

Antworten 7oby

Danke 7oby. Ich werde deinen Tipp mal ausprobieren.

Antworten bitti1

Die Notebook CPUs haben ja keinen Heatspreader. Wenn man hier jetzt zu wenig, zu viel oder ungleichmäßig viel WLP verteilt und/oder bei den Heatpipes trotz Federlagerung schief anzieht, dann passiert folgendes: Deine CPU überhitzt in einem Bruchteil von Sekunden. Viel stärker u. schneller als man das von Desktops kennt. "Normalerweise" drosselt die CPU u. es passiert nichts. Aber je nachdem wie das BIOS den Core2 Duo programmiert hat, kann's auch einen Reset geben. Ich hab' beides schon bei den aktuellen Notebooks gesehen.

Temperatur überwachen mit TJ_max = 105°C (für den T8100) schadet also nicht. Einfach um das auszuschließen.

Antworten 7oby

Ich denke ersteres kann ich ausschließen, da das Notebook im Netzbetrieb einwandfrei läuft und auch der Lüfter nicht zu oft anspringt.

7oby schrieb :

Temperatur überwachen mit TJ_max = 105°C (für den T8100) schadet also nicht. Einfach um das auszuschließen.


Das ist wiederum ein Problem. Ich war so "schlau" und habe mir bei Ebay-AMI-Land eine ES (Engineering Sample) CPU gekauft :heink:
Deshalb steht bei CPU-Z nicht das genaue Modell (wahrscheinlich handelt es sich um einen P7450 - siehe einen Post über deinen 1.) und das Auslesen der Temperatur klappt nicht.


Nachricht bearbeitet von bitti1 am 17.09.2009 um 15:25:22
Antworten bitti1

Ja das ist richtig. Bei einigen ES CPUs funktionieren die DTS-Sensoren u. damit das Temperatur auslesen nicht. Aber stimmt: Wenn's mit Netzteil funktioniert, sollte das nicht das Problem sein.

Umso wichtiger sind Tools wie RMClock um zu schauen welche Spannungen der wann anlegt etc.

Antworten 7oby

Kurzer Zwischenbereicht:

Bei Netzstrom läuft der Prozessor - dank RMClock - mit 2.13GHz @0.975V stabil während des Prime Stresstests.

Doch sobald ich den Stecker vom Netzteil rausziehe -> BlueScreen. Ich habe vorher Prime abgeschaltet und CPU-Z beobachtet. Lt. dem Programm lief der Prozessor (kurz vor dem Absturz) mit 1.6GHz bei 0.975V.

Antworten bitti1
Beste Antwort

Du hast jetzt stabile Settings für 2,13 GHz @ 0,975V.

 

In RMClock Performance on Demand hast ja zwei Spalten. Links "AC" u. rechts "Battery":

 

http://img229.imageshack.us/img229/4372/rmclockperformanceondemfb2.png

 

Stell' doch mal AC und Battery exakt gleich ein. Am liebsten ALLE P-States bis auf den 2,13 GHz deaktivieren u. nur diesen einen laufen lassen. Prime95 auf zwei Cores starten u. jetzt nochmal den Stromstecker abziehen.

 

Ich könnte mir vorstellen das läuft dann schon so. Falls es wider Erwarten abstützt, so wiederhole das Experiment mit einem P-State tiefer. Leider kann RMClock keine halben Multiplikatoren (das fixen wir später) also wäre der nächste P-State 1,87 GHz @ 0,95 Volt (tiefer geht's vermutlich eh nicht von der VID).

Nachricht zitiert 1 mal
Nachricht bearbeitet von 7oby am 16.09.2009 um 21:29:45
Antworten 7oby

7oby schrieb :

Stell' doch mal AC und Battery exakt gleich ein. Am liebsten ALLE P-States bis auf den 2,13 GHz deaktivieren u. nur diesen einen laufen lassen. Prime95 auf zwei Cores starten u. jetzt nochmal den Stromstecker abziehen.


Gesagt, getan.

7oby schrieb :


Ich könnte mir vorstellen das läuft dann schon so.


Ja das tut es :) :) :)

Hoffe die blauen Bildschirme gehören nun der Vergangenheit an.

Vielen Dank 7oby!

Nur noch zum Verständnis:
Wieso läuft das Notebook mit Batteriestrom bei 2.13GHz @0.975V stabil, aber nicht bei 1,6GHz @0.975V ?

Antworten bitti1

Wenn Du 1,6 GHz @ 0,975 V als alleinigen P-State einstellst, wird es wohl auch stabil laufen.

Was Probleme verursachen kann sind die Spannungswechsel, die durch unterschiedliche P-States hervorgerufen werden. Wenn das Einschwingen auf den neuen Spannungspegel noch nicht beendet ist, aber der neue Takt schon wieder anliegt u. die CPU die Bearbeitung fortsetzt, dann stürzt die CPU ab.

Die 1,6 GHZ haben bei Dir ja ebenfalls 0,975 V so wie die 2,13 GHz. Es liegt auch nicht an dem Wechsel, sondern an einem anderen, den Du übersehen hast. Meine Vermutung wäre der Turbomode (IDA), der sich kurzfristig aktiviert haben könnte. Dessen Spannung liegt ja typischerweise bei 1,3xx Volt.

Ich weiß nicht was Deine niedrigste Spannung ist. 0,95V oder 0,975V? Wenn's der Turbomode nicht war, dann vielleicht auch der SuperLFM mit 0,95 Volt.

Generell kann man sagen: Je höher die Spannungsdifferenz zwischen zwei P-States, desto höher die Wahrscheinlichkeit für Probleme. Das führt dazu, dass manche Leute Probleme bekommen, wenn sie untervolten. Im Standardfall sind die Abstände zwischen verschiedenen Spannungen unterschiedlicher P-States etwa in gleichen Stufen. Undervoltet man, so erhöht man oft unwissentlich die Differenz zwischen höchstem P-State u. dem noch höheren Turbomode. Das ist eine Ursache für Probleme.

Eine andere Ursache sind übertaktete GPUs. Die Last auf dem Akku ist dann höher als Normal. Das Einschwingen der VRMs dauert länger. Ist der P-State Sprung zu hoch, gibt's Probleme. In dem Fall hilft dann Perform single-step transitions only, denn so werden die großen VID Sprünge über kleine Treppenstufen erreicht. Das geht dann gut.

--

Wenn die niedrigste Spannung, die Deine CPU kann die 0,975 Volt sind, dann ist 2,13 GHz mit dieser Spannung als alleiniger P-State die Stromsparendste Möglichkeit überhaupt. Man würde in dem Fall keinen SuperLFM oder tiefere P-States aktivieren wollen. Mit dem hohen P-State in 2,13 GHz arbeitet sie schneller u. unter Halblast schläft sie dann länger u. teilweise tiefer in C1, C2, C3, C4, C6 (C5 gibt's nicht).

Wenn Du noch eine tieferen VID Modus hast (das ist CPU spezifisch von Intel reinkodiert) also z.B. 0,95 Volt. Dann probier' ob 2 P-States 1,87 GHz @ 0,95V sowie 2,13 GHz @ 0,975V zusammen noch stabil laufen. Noch besser wäre mit Multi 7,5x 2 GHz @ 0,95 sowie 2,13 Ghz @0,975V. Das geht jedoch nicht mit RMClock, sondern nur mit der aktuellen Beta von NHC. Die läuft derzeit jedoch nur unter Vista 32-Bit.

Den Turbomodus (IDA) hast Du nur, wenn Du den Multi 9x einstellst. Das kann aber sein, dass das nicht mehr stabil läuft.

--

Test mal ein bißchen rum, damit Du weißt was stabil läuft. Hast die Settings gefunden dann sag' ich Dir wie's unter Linux geht.

Antworten 7oby

Okay, danke für die weiten Tipps.
Die niedrigste Spannung (VCore) die ich einstellen kann liegt bei 0.975V.

Ich werde also wie vorgeschlagen nur mit dem höchsten P-State arbeiten (2.13GHz @0.975V).

Turbomodus und CO. deaktivieren werde ich erst noch testen.

Antworten bitti1

Habe heute mal einen längeren Test gemacht. 2 1/2 Stunden nur vom Akku gelebt und es hat prima funktioiert.

Deshalb werde ich die Einstellungen erstmal so lassen und bei Bedarf nochmal wegen Turbomodus gucken - obwohl ich habe den Prozesor noch nicht über 2.13 GHz takten sehen.

Vielen Dank nochmal an 7oby!

Antworten bitti1

Die Geschichte mit dem Turbomode ist etwas blöde - auch wenn er läuft.

Zunächst mal kann man ihn nicht alleine laufen lassen, um ihn zu undervolten. Selbst wenn man nur in Windows alle Kerne bis auf einen deaktiviert, bin ich mir nicht sicher, ob der überhaupt läuft. Hinzu kommt, dass der eine Kern, der dann liefe vielleicht nicht derjenige der beiden Kerne ist, die zuerst instabil werden.

Also ist man beim Undervolten auf Erfahrungswerte bzgl. Turbomode angewiesen. Hinzu kommt, dass er eine höhere Taktfrequenz hat u. obwohl er sich nur selten aktiviert eine höhere Spannung braucht. Die Art wie der Turbomode implementiert ist setzt aber unglücklicherweise voraus, dass die CPU bei maximalem FID (= ein Multi unter IDA) mit der VID Spannung vom IDA läuft. Auch wenn man das jetzt nicht versteht - mit IDA (Turbomode) wird die CPU bedeutend heißer.

--

Intel hat ein Programm, mit dem Du sehr schnell feststellen kannst, ob Du eine Engineering Sample (ES) CPU hast. Dieses Programm zeigt das an:
http://downloadcenter.Intel.com/De [...] 8&lang=deu

In dem Fall allerdings auch nicht die genaue Typenbezeichnung, sondern sagt nur "ES". Für die genaue Typenbezeichnung muss man dann Stepping etc. berücksichtigen. Ich meine die Version 1.52 von CPU-Z kann auch ES Typen erkennen:
http://www.cpuid.com/cpuz.php

--

Undervolten u. beispielsweise nur bestimmte VIDs/PIDs auswählen unter Linux geht mit diesem Tool:
http://www.linux-phc.org/forum/viewforum.php?f=13

Leider ist das Kernel Modul nicht in Ubuntu o.ä. integriert. Es gibt AFAIK auch kein aktuelles Repository, das Kernel Module für die aktuellen Ubuntu Kernel Releases enthält. Man muss das Kernel modul selbst übersetzen u. das für jeden neuen Kernel Patch, den Ubuntu erleast erneut.

Ein grafisches Konfigurationstool gibt es ebenfalls:
http://www.linux-phc.org/forum/viewforum.php?f=14

Antworten 7oby

Jup die CPU ist ein Engineering Sample:

Zitat :

Bei dem getesteten Intel(R) Prozessor scheint es sich um ein Testmodell aus der Entwicklung und nicht um einen serienmäßigen Prozessor zu handeln.


CPU-Z (V. 1.52.3 Beta) kann die genaue Typ-Bezeicnng nicht auslesen:
http://img43.imageshack.us/img43/648/cpuzjm.th.jpg

Antworten bitti1

Ja, da hast Du recht es ist eine Vorserienversion des P7450.

Das was CPU-Z Revision nennt, ist eigentlich das was Intel Stepping nennt. Die Kennzeichnung der Buchstaben von Intel geht eigentlich so, dass B1 die Vorserie von C0 ist. Und C0 wäre das Stepping wo von dem 6MB L2 Cache die Hälfte deaktiviert ist. Den P7450 gab's sowohl mit der DIE in 82 mm^2 als auch den 107 mm^2. Letztere ist die mit zur Hälfte deaktiviertem L2 Cache. Das kann man bei den mobilen Prozessoren sogar nachmessen, da sie ja keinen Heatspreader haben. Bei der Gelegenheit würde man auch nach der sSpec Nummer schauen.

Also geh' mal davon aus, dass es ein P7450 ist u. möglicherweise eben einer mit zur Hälfte deaktiviertem L2 Cache.

Antworten 7oby
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