- alles, meistens aber passiv oder überhaupt nicht gekühlte Bauteile
Beispiel: NB; SB; Spannungswandler; Speicher
- Vorn und Hinten (+PSU Lüfter versteht sich ja)
- irgendwelche 120er; Wasserkühlung für die CPU
- sparsamere CPU; GPU die heißer werden darf;
Man was fürn Thread:
Einfach gescheite Sachen von Anbeginn kaufen.
Das Schwarze PC Gehäuse vom Fenster weg stellen, irgendwo hin in eine nahegelegene Dunkle Ecke.
Lüfter und Kühler mal Staubsaugen.
Gehäuse mit ausreichen Volumen besorgen.
Keinen Cube, außer man hat die entsprechende Kühlung oder Low-Power Komponenten ...
An Kühlung sollte man auch im relativ kalten Deutschland einfach nicht sparen. Die Temperaturdifferenzen dank Klimawandel werden einfach immer größer. Deswegen will ich ja auch in diese Richtung studieren, um euch trotz High-End-Rechner mit 550 Watt Idle Stromaufnahme sauberen Strom zur Verfügung zu stellen.
Der Strom wird halt nur einiges mehr Kosten. So das dreifache vom jetztigen oder mehr. Solarmodule und Co. werden einfach tierisch ins Geld gehen, wenn man nicht etwas besseres findet wie diese Kristalle die verschiedene Lichtspektren umwandeln.
Aber da hat man noch Probleme mit der Atomaren Anordnung, sonst wären wir schon weiter und auf der selben Fläche könnte man 3-4 x mehr Strom aus Sonne machen.
Nachricht bearbeitet von pedi_flu am 02.06.2008 um 19:50:32
OK, die Grundlage einer ausreichenden Kühlung ist immer der Luftfluss:
1. Wenn euer CPU zu heiß wird (>60°C), macht keinen Thread auf, weil ihr euch einen Kühler für 60,- kaufen wollt, das ist völlig zwecklos! Egal was für ein Kühler draufsitzt, die Grundlage für einen leisen und kühlen Rechner ist IMMER die Gehäusebelüftung.
2. Ideal: sind 2-4 große Lüfter (120mm), jeweils vorne und hinten so angeordnet, dass vorn Luft hereingezogen wird und hinten eben wieder raus.
ACHTUNG: Spielchen wie Lüftungslöcher/Gitter/Stanzen an der Seite, Lüfter an der Seite des Rechners, "AirDucts" (Luftstutzen) usw. pp. sind allesamt Augenwischer und Kundenfänger, da sie beim Anblick eine gute Kühlung Suggerieren, sie aber nicht liefern, da so z.B. ein Lüfter der hinten sitzt, die Luft an CPU und Chipsatz vorbeisaugt, eben diagonal durchs Gehäuse.
- Das ideal gekühlte Gehäuse ist quasi ein geschlossenes Rohr mit einem Lüfter vorn und einem hinten (hier sei als Beispiel der perfekt belüftete PowerMac G5/MacPro genannt).
- Also - solchen Tand bitte ausbauen und/oder zukleben!
3. Warum immer 2? Möglicherweise ist man ja mit fensterlosen Badezimmern vertraut, in welchen immer ein Lüfter vorhanden ist. Wenn man dort mal Testweise die Tür schließt, während dieser läuft, wird man merken dass dieser auf einmal viel schneller dreht. Das liegt daran, dass Luftwiederstand und Motor sich die Waage halten (müssen), der Lüfter muss also mehr saugen. Würde man unten in die Tür nochmal einen Lüfter bauen, nähmen sich beide "Last" ab und drehen langsam und leise.
Günstig kühlen ist kein Problem, für 10-20,- EUR ist eigentlich alles getan. Was man nicht kaufen sollte, sind "gedellte" Golfballüfter von Sharkoon (Lüfter sind eben keine Golfbälle, und nur weil jene mit Dellen schneller fliegen, heißt das noch lange nicht, dass sie das auch leise tun!!!), und vor allem zu schnelle Lüfter.
FAUSTREGEL für Lüftergeschwindigkeiten:
120mm = 1000upm
80-92mm = 1500upm
60mm = finger weg
Empfehlen kann ich aus persönlicher Erfahrung:
GUT & GÜNSTIG:
YS-Tech
Arctic-Cooling (ausser die Alpine 7 pro/GT für CPUs)
Xilence (immer leise, nicht brummig)
EXZELLENT:
Coolink
Nanoxia
FAZIT:
Immer die größtmögliche Lüftergröße wählen, am besten 2 davon, Gehäuseseiten zukleben, Kabel zusammenbinden
Chööööööööööö mit Ö
ps: Noch eins zur Lautstärke: dbA (Dezibel) -Angaben sind allesamt für den Ofen, weil nicht standardisierte Messverfahren eingesetzt werden. Was zählt sind Verarbeitung, Lagerung (Billige Kullelager sind sehr störend, dann lieber Gleitlager), Lüfterumfeld (grobe Gehäusegitter oder nur ein paar Löcher sind lauter als Wabengitter) und vor allem die Geschwindigkeit. Was sehr gut gegen Vibrationen hilft, sind Gummistecker/CaseSpätzle.
Nachricht bearbeitet von FritzLE am 09.06.2008 um 11:53:02
Miditower:
- Antec P180/P182
- Antec 900
- Zalman Z-Machine GT-1000
- Lian Li Armorsuit PC-60
- NZXT Tempest
- Coolermaster Cosmos S
Ung Bigtower:
- Antec 1200
- Antec P190
- Lian Li PC-80 (Augenheraushängerei an)
- Coolermaster Stacker Series
@hotpizza
Ich bin auch so ein Fußballmuffel. Ich kanns nicht mitansehen, wie n paar Strichmanschgerl sich um den Ball balgen können....Aber jedem das Seine...
Besonders bei älteren Komplettpcs von Blödmarkt, Mars etc. trocknet mit der Zeit die billig WLP bzw. das Silikonpad auf CPU und GPU ein. Die Wärme wird nicht optimal auf den Kühler übertragen und die Temperaturen steigen. Neue WLP (für Erstanwender nich leitende WLP z.b. AC MX-2) drauf und das Ding läuft wesentlich besser.
Natürlich muss man den Kühler erstmal abkriegen, die kleben manchmal wie Sau.
MfG
Nachricht bearbeitet von nforce am 20.07.2008 um 15:13:31
@nForce
Ich glaube wer seinen PC von Blödmarkt und Co. hat, der wird kaum in der Lage sein den GPU-Kühler ab-/anzumontieren. Höchstens den CPU-Kühler, wobei ich das auch für unwahrscheinlich halte.
@Guide
Man sollte noch erwähnen das alle ausgelesenen Temperaturen niedriger als Raumtemperatur mit Luftkühlung unmöglich sind!
Da ich bekanntlich höchstens Halbwissen besitze, bitte ich um freundliche Korrekturen, sofern ich mal daneben liege.
Es gibt reichlich Programme, mit denen man die einzelnen Temperaturen auslesen kann, aber nicht alle taugen etwas. Zwei Programme, die hilfreich sind:
CoreTemp CoreTemp liest die Temperaturen der CPU aus und gibt auch die Temperatur der einzelnen Kerne an. Dazu werden z.B. noch Stepping und VID angegeben. CoreTemp gilt als sehr genau bei der Angabe der CPU-Temperaturen.
SpeedFan SpeedFan ist im Gegensatz zu CoreTemp mehr der Allrounder. Es werden nicht nur alle verfügbaren Temperatursensoren ausgelesen, sondern auch die Lüfter-Drehzahlen, sofern sie denn zur Verfügung stehen. Ebenso können die Lüfter im System automatisch mit SpeedFan gesteuert werden. Auch der Smart-Status der Festplatten lässt mich mit SpeedFan betrachten.
Wichtig ist, immer die aktuellste Version einzusetzen. Es gibt immer wieder Änderungen an Mainboard- oder CPU-Architektur, die zu falschen Werten führen. Die genannten Programme werden in der Regel jedoch schnell angepasst.
Um die tatsächliche Temperatur-Situation zu beurteilen, stehen reichlich Temperatur-Sensoren zur Verfügung. In Speedfan gibt es die Möglichkeit, diese Temperatur-Sensoren zu benennen, doch dazu später mehr. Ohne die manuelle Anpassung der Bezeichnung werden die Sensoren üblicherweise so bezeichnet:
CPU (oder auch TCase): die Temperatur der CPU, der Sensor liegt außerhalb der Kerne und liegt daher immer (deutlich) unterhalb der Kern-Temperaturen
Core0-3: die Temperatur der einzelnen Kerne
System: üblicherweise ein Temperatursensor auf dem Mainboard
HD0-x: die Temperatur der einzelnen Festplatten
Core: üblicherweise die Temperatur der GPU
Ambient: ein weiterer Temperatursensor auf der Grafikkarte, gibt die "Umgebungstemperatur" an.
Kommen wir zur Beurteilung der angezeigten Temperaturen. Vorab ein wenig Theorie: Es gibt grundsätzlich zwei wesentliche Hitzequellen im Gehäuse, die CPU und die Grafikkarte. Beide werden teilweise sehr unterschiedlich heiss, können auch sehr unterschiedliche Temperaturen vertragen. Aber beide geben grundsätzlich Hitze in das Gehäuse ab. Daraus folgt, dass die Temperatur von CPU und GPU immer höher sein sollte, als die im Gehäuse gemessene Temperatur. Da der Sensor der CPU (auch Tcase genannt) außerhalb der Kerne liegt, muss diese Temperatur geringer sein als die Core-Temperaturen. Sollte eins von beidem nicht der Fall sein, habt ihr ein größeres Hitzeproblem, oder eben falsche Messwerte.
Mainboard-Sensor: Je nach Hersteller wird irgendwo auf dem Board ein Hitzesensor plaziert. Besonders schlaue Hersteller platzieren diesen Sensor direkt über der Grafikkarte. Da die Wärme von der Grafikkarte aufsteigt, wird natürlich eine höhere Temperatur angezeigt als tatsächlich im Gehäuse vorhanden ist. Bei nicht optimaler Lüftung des Gehäuses kann es außerdem vorkommen, dass die Wärme einer Hitzequelle direkt auf den Sensor geblasen wird. Ihr merkt schon, dass der Temperatursensor auf dem Mainboard mit Vorsicht zu genießen ist. Um diese Temperatur wirklich beurteilen zu können, muss man eben das Gehäuse, das Lüftungskonzept und die Lage des Sensors kennen. Pauschal lässt sich sagen, dass Temperaturen um die 35°C durchaus üblich sind, bis 40° C noch vertretbar sind. Ab 40° C sollte man doch die Lage etwas genauer betrachten, um die Ursache zu identifizieren.
GPU-Sensor der Grafikkarte: Diese Hitzesensor sitzt in der GPU und misst deren innere Temperatur. Eine GPU kann in der Regel, insbesondere bei aktuellen Grafikkarten, durchaus Temperaturen bis zu 100°C vertragen. "Bis zu" bedeutet, dass unter Vollast eine Temperatur von 85-90°C nicht besorgniserregend ist, sie wird regelmäßig von vielen Karten auch erreicht. "Bis zu" bedeutet aber auch, dass die Grenze von 100°C eben nicht erreicht werden sollte. Faustregel bei aktuellen Karten: Bis 90°C unter Vollast => keine Sorge. Über 90°C unter Vollast => Vorsicht! Die Ursache muss näher untersucht werden.
"Ambient"-Sensor der Grafikkarte: Sofern vorhanden, sitzt dieser zusätzliche Sensor irgendwo auf der Grafikkarte und misst die Umgebungstemperatur der Karte. Obwohl dieser Sensor wir der Mainboard-Sensor die Lufttemperatur im Gehäuse misst, wird diese Temperatur höher als die Mainboard-Temperatur liegen, da er ja quasi auf einer Hitzequelle platziert ist. Mir hat sich der Sinn dieses Sensor bisher nicht erschlossen. Solange nicht wesentlich über der Mainboard-Temperatur liegt, kann man diesen Wert ignorieren.
CPU-Sensor Wie bereits oben angemerkt, sitzt dieser Sensor außerhalb der Kerne. Logischerweise muss diese Temperatur dann niedriger sein als die Core-Temperaturen der einzelnen Kern. Solange das so ist, kann man diesen Messwert getrost vernachlässigen. Die Core-Temperaturen sind nämlich viel spannender.
Core-Sensoren Dieser Sensor sitzt im Prozessor-Kern, wobei natürlich jeder Kern seinen eigenen Sensor hat. Die Temperatur der Kerne kann dabei durchaus sehr unterschiedlich sein. Die Ursache dafür liegt, neben möglichen Fehlern, an der unterschiedlichen Auslastung der einzelnen Kerne. Bei der Beurteilung der Core-Temperaturen werden zwei unterschiedliche Zustände beurteilt, einerseits der idle-Zustand (CPU befindet sich im Leerlauf), andererseits der Vollast-Zustand. Um möglichen Schäden wegen zu hoher Temperaturen unter Vollast vorzubeugen, sollte der erste Blick auf die idle-Temperatur fallen. Sind diese Temperaturen bereits zu hoch, ist nichts anderes für den Vollast-Zustand zu erwarten. Ausgehend von einer Raumtemperatur von gut 20°C haben die Kerne im idle-Zustand üblicherweise eine Temperatur von 30-35°C, abhängig von CPU-Kühler, Lüfter-Drehzahl und Lüftungskonzept. Temperaturen zwischen 35-40°C sind beobachtungswürdig, oberhalb von 40°C besteht ziemlich sicher Handlungsbedarf. Unter Vollast steigen die Kern-Temperaturen üblicherweise auf 50-55°C, was auch nicht zu bemängeln ist. Temperaturen von 55-60°C sind ebenfalls beobachtungswürdig, oberhalb der 60°C muss die Warnlampe angehen. Denn jetzt erreicht die Temperatur ein Niveau, bei dem die CPU schaden nehmen kann. Kurzzeitige Spitzen bedeuten in der Regel nicht den sofortigen Tod, aber es besteht akuter Handlungsbedarf!
Um die richtigen Maßnahmen ergreifen zu können, müsst Ihr feststellen, wodurch das Temperatur-Problem erst hervorgerufen wird.
1. Reinigung und Lüfter-Kontrolle Die einfachste Maßnahme ist die Reinigung. Durch die Belüftung des Gehäuses wird reichlich Staub in das Innere gezogen, welcher sich dann schön an allen Ecken und Kanten festsetzen kann. Drastische Beispiele findet Ihr z.B. hier: http://www.tomshardware.com/de/for [...] sauberkeit
Wie Ihr sehen könnt, sollten das Gehäuse sowie die Lüfter regelmäßig gereinigt werden. Gut zugängliche Stellen können durchaus mit dem Staubsauger gereinigt werden. Natürlich müsst Ihr im Gehäuse-Inneren recht vorsichtig zu Werke gehen, damit Ihr nicht ungestüm irgendwelche Pins verbiegt oder gar Kondensatoren abreisst. An schwer zugänglichen Stellen solltet Ihr Druckluftspray zur Hilfe nehmen: http://geizhals.at/deutschland/a128577.html
Zu beachten ist natürlich, dass dieses Druckluftspray den Staub natürlich nur aufwirbelt, der gleichzeitige Einsatz eines Staubsaugers ist empfehlenswert. Bei starker Verschmutzung (wie oben verlinkt) würde ich die Reinigung nach draußen verlegen. Zusätzlich kann ein Atemschutz (z.B. aus der Apotheke) durchaus hilfreich sein. Nicht vergessen auch eventuell vorhandene Staubfilter zu reinigen.
Vorbeugung: Für einige Gehäuse kann Staubfilter auch nachgerüstet werden. Das kostet häufig reichlich, ist aber für viele Gehäuse auch nicht verfügbar. Einfacher geht es mit einer alten Seidenstrumpfhose bzw. Seidenstrümpfe. Die sind so dünn, dass man sie locker über einen Lüfter ziehen kann, und ihn trotzdem noch einwandfrei einbauen kann. Diese günstige Lösung ist einfach und doch hält es eine Menge Staub ab. Dieser Selbstbau-Luftfilter muss nun natürlich regelmäßig gereinigt werden, der Turnus für die Reinigung des Gehäuse-Inneren kann natürlich deutlich verlängert, aber nicht vergessen werden.
Zu beachten ist, dass dieser Selbstbau-Luftfilter natürlich den Luftdurchfluss verringert. Wer sich also bereits am thermischen Limit befindet, sollte das mal genauer beobachten. Alle anderen brauchen sich über die Fadenstärke der Strumpfhose keine Gedanken zu machen, solange sie keine Wollstrumpfhose verwenden. Ansonsten bei Frau/Freundin/Mutter/Oma fachkundigen Rat einholen...
So, und wenn Ihr das Gehäuse bei der Reinigung schon einmal geöffnet habt, könnt Ihr ja auch gleich mal nachsehen, ob sich überhaupt alle Lüfter drehen. Trotz der i.d.R. langen Lebensdauer gibt es immer mal Ausfälle.
2. Nur die Grafikkarte ist zu heiss, der Rest ist ok Das Symptomatik weist dann natürlich auf ein Problem mit der Grafikkarte hin. Wenn Ihr die Reinigung und Lüfterkontrolle bereits durchgeführt habt, bleibt eigentlich nur ein Treiber- bzw. BIOS-Problem. Erste Maßnahme ist dann, sich mit aktuellen Treiber zu versorgen. Tritt das Problem danach immer noch auf, können die Ursachen so vielschichtig sein, dass durchaus ein eigenes Thema hier im Forum eröffnet werden sollte. Für Temperatur-Probleme mit aktuellen ATI HD4850/4870-Karten gibt es bereits einen umfassenden Leitfaden: http://www.tomshardware.com/de/for [...] temperatur
3. Nur die CPU ist zu heiss, der Rest ist ok Die Ursache ist in erster Linie im CPU-Kühler zu suchen. Häufigste Ursachen sind schlechte Kühler, falsch sitzende Kühler oder die Wärmeleitpaste. Die erste Maßnahme ist also, den richtigen Sitz des Kühlers zu überprüfen. Inbesondere die push-pin-Kühler von Intel neigen zu einem schlechten Sitz. Diese kann man zwar auch auf einem bereits eingebauten Mainboard "montieren", empfehlenswert ist es jedoch, die Montage auf dem ausgebauten Mainboard vorzunehmen. Denn nur so kann man richtig überprüfen, ob die push-pins auch richtig verankert sind. Ist das nicht der Fall, steht der Kühler häufig schief und es gibt Temperaturprobleme. Bei Quad-Cores kann man das ganz gut erkennen, da diese bei schiefem Sitz sehr unterschiedliche Temperaturen der einzelnen Cores liefern. Ein falscher Sitz von AMD-Kühlern ist aufgrund der Montageweise unwahrscheinlich, aber eine Überprüfung kann nicht schaden.
Wenn Ihr dann schon mal am Kühler herumwerkelt, könnt Ihr auch gleich die Wärmeleitpaste (WLP) überprüfen. Die meisten Kühler haben heute bereits aufgetragene Wärmeleitpaste, somit kann diese zumindest nicht fehlen. Das war und ist aber nicht immer so, insofern ist ein Fehlen nicht generell auszuschließen. In der Regel ist die WLP des Herstellers in Ordnung und kann verwendet werden. Mit hochwertiger WLP kann aber durchaus noch ein Effekt erzielt werden. Insbesondere minderwertige WLP (z.B. in Discounter-Komplett-PCs) trocknet im Laufe der Zeit auch ein und verliert ihre Eigenschaft, die Wärme von der CPU zum Kühler abzuführen. Weitere Ursachen können der häufige An- und Abbau des Kühlers sein, oder aber zuviel oder zuwenig WLP.
Kurzum: Eine Erneuerung der WLP hat schon oft Wunder gewirkt. Es gibt immer wieder neue WLP, die das letzte Quentchen herausquetschen sollen, die Handhabung ist aber häufig grenzwertig schwierig. Empfehlenswert sind bewährte WLP, mit der auch ungeübte PC-Schrauber klarkommen: Arctic Silver 5, sehr gute Wärmeleitung, einfache Handhabung: http://geizhals.at/deutschland/a71384.html Arctic Cooling MX-2, nur unwesentlich schlechtere Wärmeleitung, nicht leitend, insbesondere für Anfänger: http://geizhals.at/deutschland/a269604.html
Bevor Ihr die neue WLP auftragt, müssen CPU und Kühler gründlich gereinigt werden. Am besten kann dazu Isopropyl-Alkohol verwendet werden, der in der Apotheke erhältlich ist. Zuerst sind die groben Reste der WLP mit fusselfreiem Tüchern zu entfernen. Achtet dabei darauf, dass keine Krümel auf das Mainboard oder den Sockel fallen. Die "Endreinigung" erfolgt mit dem Isopropyl-Alkohol und sollte sämtliche Reste entfernen können.
Die neue WLP ist nur hauchdünn aufzutragen. Wieviel das ist, hängt davon ab, wie plan der Kühler ist. Ist dieser ganz plan, braucht es entsprechend weniger als wenn Rillen vorhanden sind. Ansonsten bedeutet hauchdünn, dass die Angaben auf der CPU gerade bedeckt und nicht mehr zu lesen sind. "Schwimmt" der Kühler bei der Montage auf der CPU oder quillt die WLP an den Seiten heraus, war es in jedem Fall zuviel!
Sitzt der Kühler richtig, ist die WLP ausgetauscht und sind die Temperaturen immernoch nicht besser, sollte der Blick auf den verwendeten Kühler fallen. Boxed-Kühler sind nicht das Gelbe vom Ei, tun aber kühlungstechnisch durchaus gute Dienste, auch wenn dabei der Lärmpegel mitunter ansteigt. Wenn Ihr jedoch Eure CPU übertaktet habt, kommt Ihr mit dem boxed-Kühler nicht weit. Dann müsst Ihr Euch einen besseren Kühler zulegen, der Euch nicht nur bessere Temperaturen beschert, sondern i.d.R. auch Eure Ohren schont. Eine stets aktualisierte Übersicht guter Kühler findet Ihr in den beiden Eigenbau-Leitfäden: http://www.tomshardware.com/de/for [...] -leitfaden http://www.tomshardware.com/de/for [...] -leitfaden
4. Das Gehäuse ist (auch) zu heiss Naja, die Ursache ist eigentlich recht klar. Ihr zwei Heizkraftwerke in einem fast geschlossenen Raum. Um die Temperatursituation zu verbessern, könnt Ihr entweder die Wärmeabfuhr der Heizkraftwerke senken, die warme Luft besser abführen oder halt kühle Luft zuführen.
Wärmeabfuhr verringern: Die o.g. Maßnahmen 2 und 3 sind zwar dazu geeignet, die direkt an CPU und GPU auftretende Hitze zu reduzieren. Eine erfolgreiche Durchführung dieser Maßnahmen haben aber wenig Effekt auf die Temperatur im Gehäuse-Inneren. Eine deutliche Reduzierung der Wärmeabfuhr kann z.B. durch manuelles undervolting erzielt werden. Da ich mich mit diesem Thema noch nicht beschäftigt habe, ist das auch kein Bestandteil von diesem Leitfaden. Interessierte Leser werden jedoch bestimmt reichlich Informationen an anderer Stelle finden. Doch die CPUs haben auch eine eingebaute Energiesparfunktion, die unbedingt aktiviert werden sollte. Diese taktet die CPU bei Nicht- bzw- Wenigbenutzung herunter und spart damit nicht nur Strom, sondern verringert damit auch die Wärmeabfuhr. Bei Intel nennt sich diese Funktion EIST, bei AMD Cool%u2019n%u2019Quiet. Entgegen der häufig verbreiteten Meinung sollten diese Funktionen auch bei overclocking der CPU aktiviert werden.
Lüftung verbessern: Eine gute Lüftung fängt bei der Auswahl des richtigen Gehäuses an. Viele Beispiele findet Ihr in den bereits oben verlinkten Beiträgen. Eine ideale Lüftung eines Gehäuses sieht so aus: In der Gehäusefront (im Bild rechts zu sehen) sollte ein 120mm-Lüfter eingebaut sein, der kühle Luft in das Gehäuse bläst. In der Gehäuserückwand sollte ebenfalls ein 120mm-Lüfter eingebaut sein, dieser Lüfter transportiert die warme Luft aus dem Gehäuse. Durch diese Lüfteranordnung wird im Gehäuse ein Luftstrom erzielt, der die kühle Luft diagonal über das Mainboard führt, und somit alle Komponenten auf dem Mainboard kühlt. Der Luftstrom wird vom CPU-Lüfter aufgenommen und zum hinteren Lüfter transportiert. Der CPU-Lüfter muss also eine Ausrichtung auf den hinteren Lüfter haben. Das Netzteil dient zur Unterstützung und führt ebenfalls einen kleinen Teil der Hitze ab. Soweit zur Idealkonfiguration eines Gehäuses. Beantworten wir nun die häufigsten Detailfragen:
1. Mein Gehäuse hat nur hinten einen Lüfter. Brauche ich vorne auch einen? Ja. Der hintere Lüfter saugt die Luft aus dem Gehäuse und erzeugt damit einen Unterdruck. Dieser Unterdruck muss ja nun irgendwie ausgeglichen werden, dazu ist eine Luftzufuhr nötig. Ohne Frontlüfter wird diese benötigte Luft quasi durch jeden Schlitz des Gehäuses hineingesaugt. Die Folge ist, dass das Mainboard nicht kontrolliert und konsequent gekühlt wird. Erst durch den Frontlüfter entsteht der diagonale Luftstrom.
2. Reichen nicht auch 80mm-Lüfter? Jain. 120mm-Lüfter sind in der Lage, ein viel größeres Luftvolumen zu transportieren. Wenn man sich mal handelsübliche Lüfter im Detail ansieht, schaffen 80mm-Lüfter zwischen 30 und 40 cbm pro Stunde bei bis zu 1.800rpm. 120mm-Lüfter hingegen schaffen bis zu 120cbm pro Stunde bei bis zu 1.400rpm. Das heisst, man braucht zwei bis drei 80mm-Lüfter um einen 120mm-Lüfter zu ersetzen. Da die 80mm-Lüfter dabei allerdings mit höherer Drehzahl laufen, ist auch mit erhöhter Lärmbelästigung zu rechnen.
to be continued...
Nachricht bearbeitet von chill out am 27.07.2008 um 13:31:27
Dieses Thema ist länger als 6 Monate inaktiv. Bitte überprüfen Sie, ob Ihr beabsichtigter Kommentar noch einen Mehrwert bringt oder das Anlegen eines neuen Themas nicht besser wäre.