Hallo!
Leider musste ich heute feststellen, dass meine Festplatte nicht mehr anspringt. Nach einer kleinen Fehleranalsyse habe ich festgestellt, dass die Platine an den Anschlüssen defekt ist. Meine Frage wäre nun, ob es möglich ist (und wenn ja wo) diese Platine einzeln nachzubestellen? Möchte mir gerne eine "Einschick- und Reparaturaktion" ersparen, da die Garantie abgelaufen ist und ich natürlich Geld sparen möchte.
Es handelt sich hierbei um folgende Festplatte:
Maxtor/Seagate ST3320620A
320 GByte
Extern
IDE
Danke für evt. Tipps
Nachricht bearbeitet von Trinity888 am 07.04.2008 um 19:38:17
Garantie abgelaufen? Bei Seagate gibts üblicherweise 5 Jahren, außer man hat so'n OEM-Teil erwischt, da sind's noch drei. Oder hast Du schon irgendwelche Siegel gebrochen?
Kannst dann versuchen, ein baugleiches Gerät aufzutreiben und gegen dessen Steuerelektronik zu tauschen. Allerdings ist nicht mal in diesem Fall sicher, dass es funktioniert.
Einzelteile wirste nicht bekommen. Ganze Platte kostet ja nicht die Welt:
http://www.hardwareschotte.de/hard [...] ST3320620A
Ansonsten gibt's dann professionelle Hilfe. Die ist nicht ganz billig, lohnt sich also nur bei wirklich wichtigen Daten.
Ansonsten gibt's dann professionelle Hilfe. Die ist nicht ganz billig, lohnt sich also nur bei wirklich wichtigen Daten.
Wenn Du wirklich an die Daten ran willst und es günstig sein soll, würde ich mir von e-bay die gleiche Platte kaufen und die Platine tauschen. Professioneller Datenretter ist vermutlich zu teuer und macht auch das gleiche:
http://www.tomshardware.com/de/dat [...] 368-3.html
Der Hersteller wird Dir auch nicht weiterhelfen: Selbst wenn der es als normalen Reparturauftrag gegen Bares wiederherstellt: Die Daten sind dann weg. Der muss auch einen Funktionstest machen und schreibt auf der Platte rum.
Danke für eure Antworten.
5 Jahre garantie? Oh das wusste ich nicht, dann würde es noch drin liegen. Jedoch fehlt mir der Kassenbon und ich habe bereits das Siegel des Plastikgehäuses gebrochen...Von daher wird das wohl nicht klappen?!
Warscheinlich werde ich mir dann wohl per ebay eine Platte besorgen. Was natürlich ärgerlich ist. Ich habe 2 Platten an sich, jedoch nur eine intakte Steuerungselektronik. Meint ihr ein Versuch wäre es Wert, beim Hersteller zu Fragen, ob sie eine solche Platine einzeln verschicken und ich sie dann selber anbau?!
Nachricht bearbeitet von DennisMJ am 07.04.2008 um 14:41:00
Ich habe sie demontiert und an den Ausgängen gemessen, ob eine Spannung anliegt - dies ist nicht der fall. Dann habe ich noch einen Vergleich gemacht. Wenn ich die Steuerelektronik einzeln an den Rechner anschließe, so startet dieser nicht - ich vermute mal dass die SE einen kurzschluss verursacht. Dies tut eine andere SE (von einer Funktionsfähigen Platte) nicht und der PC lässt sich starten...
ich habe seit ca. 2 Wochen genau das gleiche Problem mit der gleichen Platte und habe auch den gleichen Lösungsansatz "entwickelt". Auf der Suche nach einer Ersatzplatine bin ich hier gelandet.
Habe mir letzte Woche eine baugleiche Platte mit gleicher P/N (9BJ04G - 305) und Firmware (3.AAE) ersteigert und sie diese Woche erhalten. Nach ein paar Minuten war die neue Platine unter der alten Platte, die Festplatte lief mit dem gewohnten Surren an, das grüne Licht des externen Gehäuses leuchtete wieder friedlich statt hektisch zu blinken, allerdings blieb der Rechner bei der Erkennung der USB-Geräte hängen und übersprang die Platte dann irgendwann. In Windows war nirgends etwas von der Platte zu sehen, auch nicht in der Datenträgerverwaltung.
Selbiges passierte auch, als ich die Platte direkt in den Rechner hängte statt sie im externen Gehäuse über USB zu betreiben. Am Laptop wurde sie im Gehäuse wenigstens als Maxtor 3200 erkannt, allerdings kam irgendwann ein Fehler, dass bei der Installation des neuen Geräts etwas schief ging und auch dort fehlt jede Spur von der Platte.
Die Revision der Platine ist (gottseidank) ebenfalls identisch (100406538 REV A), jedoch ist bisher nichts damit zu erreichen. Hat jemand eine Idee, was ich noch tun kann, ohne zum Datenretter zu müssen?
seit heute habe ich das gleiche Problem. Festplatte im ext. Gehäuse tut keinen Mucks und getestet in einem PC startet dieser nicht mehr. Das Netzteil des ext. Gehäuses funktioniert, denn ohne die Platte leuchtet die LED, wenn ich die Platte anstecke nicht mehr. Denke also auch, daß es die Elektronik ist... Ich habe gelesen daß es wichtig sei die richtige REV nummer zu haben.. wo kann ich denn die finden? Ich kann nur folgendes sehen:
Barracuda 7200.100
320GB
S/N 9QF08NY0
ST3320620A
P/N 9BJ04G - 305
Firmware 3.AAD
Data Code 07137
Site Code TK
Die Platte stammt aus einem Maxtor-Gehäuse und die zwei Jahre der Garantie sind abgelaufen. Ich habe bei Seagate versucht die Daten in der Support- Datenbank einzugeben, dort hieß es nur ich solle mich an den Verkäufer wenden, dieses Teil sei nicht servicefähig. Was soll denn das heißen? Ich möchte gern die Daten retten und evtl. hat ja jemand einen Tipp für mich.
Marvin
Die Revision der Platine/Steuerelektronik meinst du?
Einfach abschrauben (brauchst aber einen speziellen Schraubenzieher für diese sechs Schrauben), Platine umdrehen und dann steht sie auf der Rückseite knapp über dem braunen Plastikteil. Wird sogar fast ein bißchen davon verdeckt.
Danke für die schnelle Antwort! Jetzt weiß ich zwar daß ich die selbe REV habe wie Du, jedoch noch nicht wies weitergehen soll! Denke im Fachhandel eine Platte mit der richtigen Nummer zu finden ist dann wohl eher Zufall. Deshalb meine Frage an Dich: könntest Du mir evtl deine Platine "Leihen" damit ich versuchen kann meine Daten zu retten? Selbstverständlich gegen Erstattung der Portokosten und einen kleinen Obulus... dann müsste ich nicht auf gut Glück eine kaufen und Du hättest ein paar mehr Kröten in der Hand. Klingt das gut oder ist das für Dich ein Problem?
Gruß Marvin
Hey, ich habe anscheind das gleiche Problem. Die Schnittstelle (USB/IDE) funktioniert noch, aber die Festplatte reaiert nicht mehr, wenn ich das Netzteil dran hänge. Die Funktionsfähigkeit der Schnittstelle konnte ich durch das Leuchten der LED feststellen. Diese leuchtet nur, wenn ich Schnittstelle und Festplatte voneinander getrennt habe.
Hab nun schon durch einige Forenbeiträge mitbekommen, dass die einzig noch mögliche Option, der Tausch der Platine der Festplatte ist.
Hat jemand schon positive Erfahrungen gemacht? Dann würde ich mir auch eine baugleiche Platte kaufen und hoffen, dass durch Austausch der Platine, wieder alles läuft.
Mit freundlichen Grüßen
Alx
ps. Die Idee mit dem Verschicken und Portoerstattung find ich eigentlich voll spitze
Auch wenn die letzte Antwort hier schon länger her ist, habe ich einen kleinen Erfahrungsbericht zum Thema.
Das Problem bei mir war, daß ich versehentlich meinen Festplattenrecorder mit einem falschen Steckernetzteil an das Stromnetz angeschlossen hatte. Zwar bemerkte ich sofort den Fehler und trennte die Stromversorgung, aber das Gerät lief mit dem richtigen Netzteil nicht mehr hoch. Da auch ein beißender Geruch aus dem Gerät kam, schraubte ich es auf und baute die Festplatte aus.
Hauptproblem: Die Daten auf der Festplatte (private Fotos) waren nicht anderweitig gesichert. Die Videos und die Musik dagegen waren zu verschmerzen und ersetzbar.
Schnell erkannte ich die Quelle des beißenden Geruchs auf der Platine der Festplatte. Ansonsten muckste sich die Platte absolut nicht.
Nach kurzer Suche fand ich diesen Thread und bestellte mir eine baugleiche Festplatte.
Hab dann die Steuerplatine ausgewechselt und der Motor summte wieder. Ansonsten war die Platte nicht ansprechbar über den USB-Adapter. Auch der "PC INSPECTOR File Recovery Version 4.0" fand die Platte nicht.
Ich tauschte die Platine wieder zurück um wenigstens die neue Platte nutzen zu können. Was mich dann dazu bewegte die "defekte" Platte nochmal über den USB-Adapter an den Laptop anzuschließen weiß ich nicht. Vielleicht wars eine Eingebung von Murphy?
Jedenfalls summte plötzlich die Platte, der beißende Geruch trat nicht mehr auf und ich konnte wie gewohnt auf die Daten zugreifen. Kopierte natürlich erstmal den gesamten Inhalt.
Meine Vermutung:
Das Bauteil das den beißenden Geruch verursachte ist vermutlich ein ELKO? Bei SMD-Bauelementen ist das nicht so einfach erkennbar. Der hatte sich durch die Verpolung (falsches Netzteil) falsch aufgeladen? Wobei er sich hätte anschließend bei Umpolung zerstören müssen?
Alles so nicht nachvollziehbar.
Der pure Austausch der Steuerelektronik brachte also keinen Zugriff auf die Platte!!!
Jedenfalls tut die Platte wieder ihre Arbeit und die Fotos sind gerettet. Wieder einmal ein Moment das eigne Verhalten bezüglich Datensicherung zu überdenken...
Nachricht bearbeitet von techmanX am 10.10.2009 um 19:23:02
Das kleine stark riechende Bauteil (genaugenommen gibt es zwei davon, eine für 5V und eine für 12V; meistens sind sie geruchlos) ist eine "Transient Voltage Suppression Diode", auch TVS oder Transil genannt. Ist eine spezielle Z-Diode und beruht auf den Lawineneffekt, wenn ich mich richtig erinnere.
([Update:] Ist wohl doch eher eine modifizierte Zenerdiode (Tunneleffekt), anders läßt sich der nahezu verzögerungsfreie Durchbruch nicht erklären. Wer Zeit und Lust hat, kann ja mal das Temperaturverhalten durchmessen. Vielleicht gibt das Aufschluß...)
Die tut nichts weiter, als Überspannungen und Spannungsspitzen abzuleiten, kann also kurzzeitig sehr viel Energie aufnehmen. Gelegentlich brennen die Dinger dann auch durch und verursachen einen dauerhaften Kurzschluß, so ist das halt.
Die kann man einfach runterlöten, und schon läuft die Platte (natürlich ohne Schutz!) weiter. Profis tauschen sie aus, und schon ist die Platte repariert.
Weil ich hier schon wieder das Thema Platinentausch lese:
SPART EUCH DAS GELD!! Das funktioniert nicht, zumindest nicht bei allen halbwegs modernen Platten. Da stehen nämlich etliche plattenspezifische Informationen im FLASH-ROM drin, die 100%ig stimmen müssen. Also entweder ROM auslesen und neu programmieren, oder umlöten. Wer's kann.
Bei den meisten WDs sind diese Informationen im Controller untergebracht, da hat der Amateuer nicht die Spur einer Chance. Und dummerweise blockieren sich WD-Platten nach unqualifiziertem Platinentausch oft selbst. Dauerhaft.
Hallo zusammen! Hallo Thomas, das ist doch mal eine konkrete Ansage.
Ich stehe vor dem gleichen Problem mit der FP- selbe Modell usw.- auch statt 12Volt 19V.zugeführt und nun Kurzschluß .
Weil ich es mir schon dachte, dass auf der Platine Zugriffsdaten gespeichert sind, habe ich in der Bucht noch keine ersteigert. Wohl zurecht! Ich habe noch nichts positives gelesen, dass es geklappt hat mit einem Tausch.
Zitat :
""Die kann man einfach runterlöten, und schon läuft die Platte (natürlich ohne Schutz!) weiter.""
...sagt Thomas!
Vielen Dank für diesen Super Tip-- aber aber wo sitzt das/die Teil/e damit ich dem Übel endlich beikomme??
Ich werde das HIER mit Spannung weiterverfolgen und hoffe, es findet sich für uns ALLE ( ich weiss wie Sch..... das ist ) eine Lösung.
""Die kann man einfach runterlöten, und schon läuft die Platte (natürlich ohne Schutz!) weiter.""
...sagt Thomas! Vielen Dank für diesen Super Tip-- aber aber wo sitzt das/die Teil/e damit ich dem Übel endlich beikomme??
Hallo Werner,
meistens direkt hinter der Kontaktleiste. Sind zwei viereckige schwarze Bauelemente, die normalerweise rückwärts gepolt (Masse - 5V / 12V) ca. 0,6V FlußSpannung (*) haben, und ansonsten innerhalb weniger Nanosekunden bei ca. 7V / 15V kurzschließen.
Mit einem normalen Multimeter mißt man einfach die 5V- (rot) bzw. 12V-Leitung (gelb) nach Masse (schwarz) durch - wenn dort 0 Ohm sind, dann die schwarzen Dioden "durchklingeln". Zum Daten extrahieren die durchgebrannte ablöten, besser noch von einer alten Platte die entsprechende entfernen und die defekte ersetzen. 5V / 12V beachten!
Wenn es natürlich einen der Spannungswandler, oder den Motortreiber erwischt hat, wird's schwieriger.
Gruß
Thomas (*) das "S" wird vom System automatisch großgeschrieben.
Nachricht bearbeitet von _TK_ am 10.11.2009 um 15:24:15