Hallo,
Ich benötige für recht aufwändige Anwendungen ein neues System. Ich arbeite oft mit großen Datenbanken und parallel mit weiteren aufwändigen Anwendungen. Jetzt stellt sich mir die Frage nach einer passenden Konfiguration. Dabei fallen die beiden folgenden in die engere Wahl. Sie unterscheiden sich natürlich auch preislich recht deutlich. Die Frage ist, ob sich der zweite Prozessor mit größerem L2-Cache im System 1 und schnellerer HDD deutlich in der Leistung bemerkbar macht oder ob das Preis-Leitungs-Verhältnis nur leidet etc.
In beiden Fällen würde eine 8800GTS mit 640MB(oder ähnlich) und Vista 64Bit zum Einsatz kommen.
Wozu würdet ihr mir raten? bzw. ist der Leistungsunterschied signifikant unter Berücksichtigung des Preises? Wann genau machen sich mehrere Prozessorkerne besonders bemerkbar?
Wenn damit Oracle oder SQL Server gemeint ist => 2. Xeon vergessen und stattdessen ein gscheides RAID-System. Bitte nicht so ein Software-Raid-Zeugs, sondern einen gscheiden Raid-Controller mit ordentlich Cache und 8 SAS-Ports. eine einzelne Platte, auch wenns SAS ist, kannst vergessen. Am besten Datenbankinstallation, Log-Files, Indexfiles und Datenbank-Tablespaces jeweils auf getrennte Platten oder gar RAID-Volumes.
Warum sollte ich den 2. Xeon vergessen? bringt der nichts ? es geht ja nicht nur um Datenbanken; unter anderem fällt auch einiges an komplexen Berechnungen an und es laufen meist mehrere Anwendungen parallel. vor allem interessiert mich der Vergleich der beiden Systeme.
je wenn du einen vergleich haben willst musst du auch mal ein typisches szenario geben was du den auf so einer kiste gleichzeitg machen willst. die zweite frage ist ob die gewonnene performance den extrem höheren preis für 8 kerne rechtfertigt.
Aber eine einzelne SAS 15k-Platte is Geldverschwendung, denn so ein Ding is teuer. Nochdazu braucht man ein Board oder einen passenden SAS-Controller.
Wenn mit "grosser Datenbank" Access-Zeugl is, dann reicht ein 150GB Raptor mit SATA.
Und auf einem echten Datenbankserver, wenn der unter Last steht, will man nicht wirklich parallele Programme ausführen. Denn die DB wird alles an RAM an Cache schnappen und die Platte(n) mit ständig I/O belasten. Da will man auch net gern daneben sitzen und als Workstation dran parallel arbeiten.
Guter Rat: nimm einen Q6600, Wasserkühlung drauf, ein gscheids Desktop-Board und takte den auf 3,4Ghz hoch; haste in 90% der Fälle mehr davon und es bleibt bezahlbar.
Meine Kombi Q6600+P5W64+4GB geb ich so schneller nimma her. Rennt wie schwein und langt ewig weit
Ich hatte mich vielleicht etwas unglücklich ausgedrückt. Die wichtigste Anforderung, die an das System gestellt wird, ist möglichst hohe Performance bei mehreren parallel laufenden Anwendungen. Tatsächlich meine ich eine dauerhaft laufendende Access-DB, die kontinuierlich umformatiert wird + beispielsweise 3-4 weitere ähnlich anspruchsvolle Anwendungen. Aber nicht bei allen Anwendungen wird ständig auf die HDD zugegriffen; es werden z.B. wirklich aufwändige Berechnungen durchgeführt, die meinen zugegebenermaßen etwas in die Jahre gekommenen bisherigen Rechner alleine schon lahm gelegt haben(A64 3400+; 512MB).
Habe auf der Uni selber einen 2 x Xeon Quad X5472 12MB L2 Cache, 3GHz 1600MHz FSB und zu Hause einen Q6600 auf 3Ghz.
Mein Fazit:
Ich habe jetzt keinen Benchmark laufen lassen (da auf beiden Systemen kein Windows läuft und ich aufn Uni Rechner keinen root zugriff habe).
Der Xeon ist 175% schneller mit 16 Threads beim Compilieren eines recht großen Software frameworks (Kompilierungsdauer 1.2h). Die starke Steigerung ist wegen der "logisch" verfügbaren 16 Cores (die zwei Quad Core werden als 16 Cores erkannt).
Mit 8 threads ist er immer noch ca. 145% schneller als der Q6600.
Mit 4 Threads "nur" mehr 35% (aber eine CPU liegt dann brach).
Die Geschwindigkeitsvorteile sind enorm wenn man sie auch nutzen kann (Programme die mindestens 8 bis 16 Threads verwenden), ABER der Xeon Rechner Kostet mehr im Vergelich zu einem Q6600. Im Uni sytsem läuft zudem ein RAID 10 mit 8 500GB Serverfestplatten und er hat 32GB RAM, was zum Geschwindigkeitsvorteil noch was beisteuert.
Wenn du die Leistung unbedingt brauchst und die Kohle hast dann rate ich zum Xeon, sonst ist der Q6600 auf 3GHz vollkommen ausreichend.
Nachricht bearbeitet von desasta am 07.02.2009 um 18:29:28
Dieses Thema ist länger als 6 Monate inaktiv. Bitte überprüfen Sie, ob Ihr beabsichtigter Kommentar noch einen Mehrwert bringt oder das Anlegen eines neuen Themas nicht besser wäre.