VMWare und ein virtueller Druckerport

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Moin

Für einen Kunden brauche ich eine virtuelle Maschine, in der Windows 98 läuft und darunter eine uralt Software, die unter XP auf Teufel-komm-raus nicht mehr will.

Soweit läuft das 98 schon, nur muss der Kunde auch aus der VM drucken können. Hier kommt der Haken: Der neue Drucker ist ein USB Drucker. Treiber für Win98 gibt es dafür nicht.

Am echten LPT1: hängt der Scanner, wenn ich den also ummappe auf den USB-Port, geht der Scanner nicht mehr.

Natürlich findet VMWare nur LPT1:, wenn im Hardwaremanager sonst kein Druckeranschluss vorhanden ist, ergo brauche ich einen virtuellen Druckerport, LPT2: oder so.
Nun hab ich mir einfach einen ECP-Druckeranschluss manuell hinzugefügt und die E/A-Bereiche auf irgendwas eingestellt. Real existiert dieser Port allerdings nicht! Was im Grunde egal wäre, er wird eh zum USB-Port umgemapped.

Anscheinend funktioniert das so aber nicht richtig, wenn ich die VM starte, kommt eine Fehlermeldung:

Zitat :

Cannot open VMparport driver for LPT2: Überlappender E/A-Vorgang wird verarbeitet
Failed to connect virtual device parallel0.



Hat da einer eine Idee?

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- 0 +

Ich hab' auch keine Lösung für das direkte Problem.

 

Aber so würde ich das machen (und hab' sowas auch schon gemacht):
. Windows Netzwerk zwischen Win98 und Host-System einrichten.
. USB-Drucker am Wirt installieren
. USB-Drucker auf dem Wirt freigeben
. unter Gast Win98 auf den Netzwerkdrucker zugreifen

 

Je nach VM Lösung gibt's hierfür auch verschiedene Möglichkeiten:
a) für das Netzwerk musst einen (virtuellen) Netzwerktreiber unter Win98 installieren
b) SMB Support bringt Deine VM Lösung schon mit, dann braucht man nur einen Treiber zu installieren und kann sofort auf die Netzwerk-Shares des Wirts zugreifen. Für Dateien können das alle VM-Lösungen, für Drucker weiß ich gerade nicht. Müsstest Doku des VM Herstellers checken.

 

Da das Drucken in beiden Fällen über Netzwerkdrucker geschieht, brauchst Dich um LPT1: Konflikte nicht zu scheren.

 

P.S.: Der Vorteil ist dann übrigens auch, dass Du sowohl vom Gast als auch vom Wirt problemlos drucken kannst.

 

P.P.: Auch wenn die Lösung mit dem Netzwerkfreigaben komplizierter einzurichten ist. Wahrscheinlich das einzige, was funktioniert.


Nachricht bearbeitet von 7oby am 17.06.2008 um 16:01:03
Antworten 7oby

Was vl auch funktionier aber etwas umständlicher ist:
Meines wissens ist der PDFCreator unter win98 lauffähig.
Einfach als PDF drucken und dann die Datei raus.

Mir persönlich gefällt aber die Idee von 7oby besser.
Dazu kann man bei VMWare ja das "Host-Only" Netzwerk verwenden.

Antworten bakudan

Moin

 

Das sind doch schonmal gute Ansätze, danke euch beiden.

 

Ich weiß nicht, ob ich es heute noch schaffe, aber spätestens morgen melde ich mich dann und erzähle, ob es funktioniert hat.

 

//edit
Was mir gerade einfällt, man muss doch dann einen Treiber einbinden für andere Betriebssysteme? Leider, wie schon geschrieben, gibt es keinen für Win98. Ist ein Canon Pixma IP4500. Ich hoffe, der läuft auch mit irgendwas anderem, einem Bubblejet Treiber oder so.


Nachricht bearbeitet von DHAmoKK am 17.06.2008 um 16:21:59
Antworten DHAmoKK

Moin

Update & Push

Leider ist es so, wie ich es mir schon gedacht habe, ich brauch unbedingt einen Treiber für 98, wenn ich aus der VM drucken will. Naja.

Da es keinen gibt, ich im reverse engineering eine Null bin und es sowieso verboten ist, ich auch keinen Treiberprogrammierer kenne und der Typ meinte, das müsste auch unter Windows2000 laufen, werde ich jetzt erstmal das probieren.
Immer das einfachste für den Kunden, ist schon schlimm, dass er eine VM starten muss ;) das mit dem PDF Creator probiere ich dann später.

Antworten DHAmoKK

Ich mache sowas nur über PDF, funktioniert immer und enthebt dich jeglicher Probleme. Außerdem hast Du eine gratis "Druckvorschau" vom Feinsten. Ich share ein Verzeichnis meines PC mit der VM, so dass man auch drucken kann, während die VM noch benutzt wird :)

Antworten FormatC
- 0 +

Die sauberste Lösung meiner Meinung nach ist es die Software zu upgraden oder falls nicht anders möglich umzusteigen.

Antworten neth
- 0 +

Ich hätte erwartet, dass der Drucker auch mit 'nem Treiber einer älteren Baureihe funktioniert. Aber 'eine so'n geizhals EUR 75,- Drucker hat natürlich keinen Bock zu seinen Vorgängern kompatibel zu sein.

Auch die Linux-Leute mussten das schon feststellen:
http://forum.ubuntuusers.de/topic/120954/

In dem Fall ist .PDF wirklich das einfachste. Wenn man lustig ist, kann man das auch noch verskripten: Sobald in einem bestimmten Verzeichnis ein .pdf landet, wird's gedruckt.

Muss man mal unbedingt unter einem Betriebssystem einen bestimmten Drucker ans Laufen bekommen und es gibt partout keinen Druckertreiber, dann kann man's auch aufwändig machen:
. Drucker unter Linux einrichten
. Postscript Frontend mit Ghostscript einrichten (also hat man jetzt einen Postscript Drucker)
. den Postscript Drucker über Samba freigeben (oder direkt via als TCP/IP LPR Drucker)
. auf dem Client einen HP Laserjet hast Du nicht gesehen oder ähnlichen Postscript Drucker installieren
. im LPR Fall noch einen z.B. Windows 95/98 LPR Client:
ftp://ftp.software.ibm.com/printe [...] nstlpr.exe

Das schießt den Vogel ab und der Aufwand ist die EUR 100,- von dem ursprünglichen Drucker auch kaum wert. Geht aber. Nur der Vollständigkeit halber.

Antworten 7oby

Moin

 

Danke euch.

 

Also, beim PDF bin ich mittlerweile auch angekommen, ich glaube, mit Linux und Samba bin ich und jeder Mitarbeiter hier, überfordert *g*
Ich habe nämlich gestern abend zuhaus noch versucht, die Software, Backplus übrigens, eine Abrechnungssoftware für Bäckereien, unter Win2000 ans Laufen zu kriegen, aber da kommt der gleiche Mist, wie unter XP: Es ist einfach egal, was man in die config.sys reinschreibt, Windows ignoriert es eh.

 

So, nun habe ich auf dem Host PDF Creator installiert, als Serverinstallation mit Treibern für Win98 und freigegeben. Auf der VM habe ich den LPT1 auf die Freigabe gemapped und das Ding reagiert tatsächlich, allerdings sind die Seiten weiß. Entweder habe ich eine Seite ohne Inhalt drucken wollen, oder über den Weg kommen die Daten nicht an.

 

Zur Auswahl stehen verschiedene Drucker, LPT1 ist in der Software anscheinend fest einprogrammiert.
Zu den Druckern gehören HP Laserjet, Oki Laserline und Microline, NEC Pinwriter, Canon BJC und LBP, Epson E/F/J/RX und Citizen Swift 24 (den hatte ich selbst mal, waren das noch Zeiten).

 

Aber ich muss jetzt erst wieder raus zum Kunden, USV Batterie gestorben und RAID1 aufbauen.

 

//edit Update (RAID1 baut auf, USV Namen aufgeschrieben, kann ich heute eh nichts tun)
Testseiten funktionieren aus der VM auf den PDFCreator des Hosts. Jetzt muss ich nur noch herausfinden, wie ich was druckbares aus dieser Software bekomme ...
HP Laserjet 6L = Leere Seite
NEC Pinwriter P5/P6/P7 = Leere Seite
OKI Laserline 400 = Leere Seite
Canon BJC 4000 = Leere Seite
...
Ist das alles frustrierend


Nachricht bearbeitet von DHAmoKK am 19.06.2008 um 14:02:24
Antworten DHAmoKK

Moin

 

Sorry, dass ich pushe, aber sonst schaut ja keine Sau mehr rein ;) Der Kunde wartet schon über eine Woche, ich habe es also etwas eilig. Falls also einer die ultimative Idee zu unten genanntem Problem hat, immer her damit!

 

Ok, ich weiß nun, wie ich die Software unter Win2k/XP ans laufen kriege, sag doch einer, dass die Konsole per autoexec.nt und config.nt unter c:\Windows\system32\ gesteuert wird ... -.-

 

So, da nun in der config.nt die Infos "files=200" und "buffers=21" eingetragen wurden, läuft der Dreck jetzt auch ohne VM :D

 

Das nächste Problem: Unter der VM habe ich wenigstens noch etwas drucken können, einfach meinen IP4200 als BJC-4000 angesprochen, es sah scheiße aus, aber es wurde gedruckt! Jetzt passiert natürlich gar nichts mehr -.-
Der PDFCreator produziert immer noch weiße Seiten, wenn überhaupt. Mit was anderem ansprechen als HP Laserjet 6L brauch ich das Teil aber auch nicht, oder?

 

"LPT1:" ist auf "\\localhost\canon" umgemapped. Wie im vorherigen Post schon gesagt, das Programm scheint LPT1 fest drin zu haben, alles andere geht gar nicht.
Wobei der Scanner beim Kunden immer noch LPT1 ist. Vielleicht kann ich den physikalischen Port auf LPT2 umbenennen, sollte gehen.

 

Anders gesagt: Von zwei Problemen habe ich eins behoben. Das zweite gestaltet sich allerdings extrem hartnäckig, auch wenn ich zwischenzeitlich Teilerfolge verbuchen konnte.

 


Falls es hilft, hier die komplette Liste der unterstützten Drucker aus dem Programm heraus:

  • Canon BJC-4000 LQ
  • Canon LBP-8 A1/A2
  • Canon LBP-8 A1A2(ISO)
  • Citizen Swift 24
  • Epson E/F/J/RX/LQ
  • HP Deskjet 500C
  • HP Deskjet 670C
  • HP Laserjet 6L
  • NEC Pinwriter P5/P6/P7
  • NEC Pinwriter P60/P70
  • OKI 320/321 Elite
  • OKI 320/321 Elite ML
  • OKI Laserline 400
  • OKI Laserline 6
  • OKI Microline 182/183
  • OKI Microline 292/3/4
  • OKI Microline 520


Und damit müsste ich irgendwie den PDFCreator oder einen Canon IP4500 antreiben.

 

//edit
Also, was ich jetzt brauche, ist ein Druckeremulator, der die alten Sprachen versteht. Gefunden habe ich schon so ein Teil, kostet aber 50 Tacken und die Demo ist irgendwie ... Fehlerbehaftet. Wenn man damit etwas drucken möchte, sieht man das Fenster nicht korrekt.
Ich suche mal weiter, vielleicht finde ich ja eine Freeware.

 

//edit2

 

So, der Kunde kriegt QPCPrint, auf seinem Rechner habe ich eine korrekte Darstellung des Fensters.
Damit hat sich die Geschichte erledigt und falls doch noch einmal einer der Mods reinschaut...
~cbc~


Nachricht bearbeitet von DHAmoKK am 24.06.2008 um 13:16:08
Antworten DHAmoKK
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