Ich möchte mir gerne mit eurer Hilfe einen Windows Home Server der ausschließlich zur Datensicherung eingesetzt werden soll aufbauen.
Da ich auf diesem Gebiet selbst noch nicht all zu bewandert bin, möchte ich euch um Hilfe bitten!
Die Hauptaufgabe des Server soll es sein Backups von Outlook Profilen und ein paar Verzeichnisen von insgesamt 8 PCs zu machen.
Was ich mir wünschen würde, wäre:
- Absolute Daten Sicherheit - sehr wichtig
- Geringer Stromverbrauch
- Leise Komponenten (in gutem P/L Verhältnis)
- niedriger Preis (ca. 400 € ohne OS wenns machbar ist)
Da ich mich nun ein paar Tage mit dem Thema herumgeschlagen hab sind mir natürlich auch einige Fragen gekommen. Zum Beispiel:
- Welches Raid ist hier sinnvoll
- Sind Wechselrahmen für die HDD sinnvoll
- und natürlich die Komponenten, Board, CPU, Gehäuse (gedämmt?), Netztteil Notstromversorgung usw
Würde mich sehr darüber freuen wenn hier jemand vll seine Erfahrungen und guten Ratschläge mit mir Teilen möchte.
Soll der Server ins Wohnzimmer, oder warum muss er leise sein? Normalerweise ist Lautstärke bei einem Server kein Kriterium. Der kommt in den Keller, wo ihn keiner hört.
Wieviel Kapazität brauchst du? Davon hängt zu einem großen Teil der Preis ab.
Kommt es auf Übertragungsgeschwindigkeit an? Wenn ja, ist das RAID 5 angebracht, wenn es nur um die Sicherheit geht, dann lieber ein RAID 1, denn das ist billiger.
CPU-Leistung benötigt ein Server kaum, d.h. ein Singlecore-Prozessor reicht aus. Ich würde ein AMD-System empfehlen, mit irgendeinem Sempron 64 LE-1200 oder 1250 auf einem Gigabyte GA-MA78GM-S2H. Sehr geringe Stromaufnahme. Mainboard und CPU kosten dann zusammen 100€. Eine Grafikkarte brauchst du nicht.
Notstromversorgung und externer RAID-Controller fallen bei deinem Budget flach. Du musst dich also damit zufriedengeben, dass der Server ausfällt, wenn das Netzteil ausfällt. Die Daten sind dann aber ja noch da, also ist das kein Problem. Ich würde an deiner Stelle ein be Quiet Pure Power 300 Watt kaufen. Kostet ~32€.
Die Größe und Art des Gehäuses kommt darauf an, wie viel Geld und Platz für die Festplatten draufgeht.
Aetius
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Antworten Aetius
Wenn ich dich richtig verstehe wird bei diesem Budget nur ein Boardseitiger Controller gehen.
>Taugt das denn was? Oder macht das mehr Probleme?
Ein Gigabyte Board und ein Be Quiet hab ich in meine Desktop auch verbaut. Bin auch sehr zufrieden damit!
Also mit der Lautstärke ist es so, dass der Server in einem Büro untergebracht werden sollen. Somit soll man ihn je nach Bürobesetzung ein- bzw ausschalten können. Was zur folge hätte, dass er grob geschätzt jeden Werktag ca 10 std laufen wird. Dem entsprechend möchte ich auch die Hardware auswählen.
Bei der Benötigten Kapazität bin noch nicht ganz sicher. Gibt es da von den Raidmäßige Einschränkungen?
Wenn nicht würde ich mir gerne erst über das drumherum klar werden und dann die benötigten Platten rein stecken. (Denk an ca 500 Gb bis 1 TB die produktiv genutzt werden können)
- Machen denn HDD Welchselrahmen für mein Vorhaben Sinn? Wenn welche? Mit Lüfter oder ohne?
Die Lautstärke der Servers würde ich gern einfach über ein paar andere Lüfter regeln. Evtl welche die Lager haben, die auch für die lange Laufzeit geeignet sind + ein paar Staubfilter davor sofern das nicht unsinnig ist.
Also zu AMD sag ich gerne JA. Allerdings würde gerne zu einer günstigen Dualcore + anderen Lüfter greifen, da man ja nie weiß welche Aufgaben in Zukunft noch auf den Server so zukommen werden.
Würde das auch noch mit dem obigen Netzteil harmonieren.
Ähm wenn du das ganze geschäftlich einsetzen willst, würde ich mich von einem Systemhaus deines Vertrauens beraten lassen und einen gescheiten Server mit gescheitem Support und Datensicherungskonzept nehmen!
Ein Raid alleine reicht nie aus für 100% Datensicherheit, du musst immer noch zusätzlich eine Datensicherung machen, und das am besten auf ein Medium welches nicht im PC steckt und du irgendwo im Safe aufbewahrst. Also nimmst du ein Bandlaufwerk. Du kannst zwar auch Festplatten hernehmen, aber die sind eben mitunter auch anfällig.
Für den Unternehmenseinsatz ist das sparen am Server eines der dümmsten Sachen die man meiner Meinung nach machen kann. Ich kenne viele Unternehmen die das versucht haben, und dann am Ende doch ein Systemhaus bemühen mussten weil alles in totale Frickelei und Chaos ausgeartet ist. Das war dann meist teurer als wenn sie es gleich jemandem überlassen hätten der sich damit tagtäglich befasst.
Natürlich schaut jeder aufs Geld, aber ich kenne auch den Spruch "Wer billig kauft, käuft zweimal", in deinem Fall mit evtl. Datenverlust ein doppelt schwerer Schaden.
Durch einen RAID1 aus 2 Festplatten hast Du nur eine Absicherung wenn dir eine Festplatte kaputt geht. In dem Fall sind alle Daten nochmal auf Festplatte Nr. 2 hinterlegt. Allerdings werden auch Viren, defekte Daten usw. gespiegelt.
Ein Ersatz für eine Datensicherung a la Bandlaufwerk (ist aktuell immernoch die beste Backup-Lösung) ist ein Raid1 nicht.
Wenn Du mehr als 8 PCs verwalten möchtest bietet sich ja auch eine Domänenverwaltung an über das Active Directory. Einen WSUS Dienst (der alle Windows Updates an alle Clienten verteilt) könnte man dann auch laufen lassen. Ist immer eine Sache was Du wirklich machen möchtest bzw. was Du für ein Wissen hast.
Windows Server kann man nicht mit Windows XP / Vista vergleichen.
Bei 8 Leuten würde ggf. ein Single-Core wirklich reichen oder ein stromsparender Dual-Core. on-Board Raid Controller sind nicht nur ein bisschen schlechter sondern Welten schlechter, da ein Hardware Raid (eigener Power Prozessor, eigene 256-512MB Arbeitsspeicher) deinen PC nicht belastet (ein 3Ware Hardware Raid kostet aber z.B. 300 Euro für 4 Festplatten).
Für deine Zwecke sollte ein Software-Raid leistungstechnisch ausreichen - Ist nur wieder das Problem Datensicherheit - wenn dir ein Software-Raid abraucht wie schauts dann mit dem Raid aus ? Werden die Informationen auf Raid UND Festplatte hinterlegt ? Oder nur auf dem Raid ? Bei guten Raid-Controllern weiß man das eben
Nur mal zum Verständnis, ist es nicht völlig egal, wenn ein Software Raid1 stirbt? Also durch Betriebssystem Neuinstallation, Wechsel in einen anderen PC,... . Die Daten sind doch immerhin unbeschädigt vorhanden. Im schlimmsten Fall muss man ebend ein paar Stunden fürs erneute Spiegeln der 2. Festplatte in kauf nehmen.
Nachricht bearbeitet von Muetze2k am 04.03.2009 um 13:38:45
Danke für eure ganzen Anregungen! Was die Datensicherheit angeht, schießt Ihr mir ein bisschen übers Ziel hinaus. Nichts für ungut, aber ich möchte nochmal kurz schreiben welche Aufgabe der Server haben soll.
Er soll vorerst nur Backups von ca. 8 Rechner ziehen, damit wenn an einem Rechner etwas ausfallen sollte, die Daten wieder zurück gespielt werden können. Dabei geht es Hauptsächlich um Outlook Profile und ein haufen Office Dokumente. Es soll kein großer Fileserver werden, keine Domänenverwaltung machen, kein Exchange oder ähnliche Dinge übernehmen. Nur Backups ziehen falls an einem der 8 PCs ein Problem auftritt.
Wenn es ein paar Std dauert ein Backup einzuspielen stellt das keine Problem dar. Wenn das Netzteil der Servers ausfallen solle, ist auch noch für ein bis zwei Tage verkraftbar. Nur die Buckups dürfen dann auf keinen Fall dabei verloren gehen.
Darum hatte ich die Hoffnung das mit einem Windows Home Server zu machen. Bei dem die Daten der 8 PCs sicher für den Notfall sicher gelagert werden sollen.
Soweit die Theorie. In der Praxis möchte ich nun Hardware verbauen, die auch für einen langen Betrieb (ca 8-10 std/T) ausgelegt sind.
Dabei dachte ich an:
- ein gedämmtes Gehäuse
- sparsame CPU mit genug Power
- Gute Festplatten im Raid (evtl mit Wechselrahmen)
- ein lang haltendes Netzteil
- ein stabiles laufendes Mainboard
- leise Lüfter mit lang haltenden lagern (zB. zur Festpattenkühlung)
Kurz: gut, günstig und natürlich Sinnvoll soll es sein. Und dabei brauch ich eure Hilfe.
Für alle bisher genannten Einwände bin ich euch sehr dankbar, aber wie gesagt, ich will nur Backups ziehen...
Wenn es nur um Backups geht, wie wäre es mit DVDs, USB-Sticks, SD-Karten oder externen Festplatten? Ich verstehe nicht, warum die Daten in einem selbstständigen System sein müssen. Das ist nur unnötig teuer, denn theoretisch geht es ja auch ohne Netzteil und ohne CPU.
Warum muss denn ein Server 8 bis 10 Stunden täglich laufen, wenn er überhaupt keine Kommunikationsfunktion wahrnehmen soll? Das erscheint mir irgendwie unlogisch.
Aetius
Nachricht bearbeitet von Aetius am 04.03.2009 um 15:00:47
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Antworten Aetius
Weil die Datenmenge zu groß für DVDs sind, USB Stick verloren gehen können (Datensicherheit), nicht jeder PC SD-Karten nimmt und 8 extren HDD recht teuer sind.
Der große Vorteil wäre, dass alles im laufenden Betrieb gesichert wird ohne das ein User sich großartig damit auskennen muss. Soll ja alles automatisiert ablaufen. Soweit ich weiß bringt das der Windows Home Server gleich von Haus auf mit.
Im Gegensatz zu einem großem Server sehe ich die Lösung als relativ preiswert und komforalbel an.
Die lauge Laufzeit wird entstehen, da die Mitarbeiter oft zu unterschiedlichen Zeiten anwesend sein werden.
Warum Fehleranfällig?
Nachricht bearbeitet von mightymax am 04.03.2009 um 15:08:41
Nur mal zum Verständnis, ist es nicht völlig egal, wenn ein Software Raid1 stirbt?
Also durch Betriebssystem Neuinstallation, Wechsel in einen anderen PC,... .
Die Daten sind doch immerhin unbeschädigt vorhanden.
Im schlimmsten Fall muss man ebend ein paar Stunden fürs erneute Spiegeln der 2. Festplatte in kauf nehmen.
Bei einem Raid1 hast du theoretisch recht. Allerdings hab ich schon Horrorgeschichten gelesen von Billigen On-Board Lösungen, wo nach Austausch 1ner Raid1 Disk die "leere" neue HDD dann gespiegelt wurde
Bei uns in der Firma sind jedenfalls auch Software-Raid1 Lösungen verboten.
NAS-Vorteil:
- Meist leise, und stromsparend
- im Gegensatz zu einem Server billiger (z.B. kein benötigtes OS)
- Fast ohne Vorwissen einrichtbar über Web-Interface
NAS-Nachteil:
- Bei großen Mengen / vielen Usern langsamer (auf jeden Fall die erschwinglichen)
- Nicht so flexibel
- Nicht so stark erweiterbar (meist eben nur neue HDD möglich)
Ein NAS würde für deine Zwecke aber wahrscheinlich reichen. Bei den besseren Home-NAS System ist meist sogar eine Funktion für die Druckerverwaltung mit eingebaut.
Gruß Stefan
Nachricht bearbeitet von Skkwiddly am 05.03.2009 um 08:22:06
Dieses Thema wurde von der Sektion PC im Eigenbau: Zusammenstellung und Konfiguration zur Sektion Netzwerke daheim und im Büro, DSL, Internet & Sicherheit durch Uwe verschoben
Ein gutes NAS ist definitiv nicht billiger. Und ich will werder eine Druckerverwaltung laufen haben (passiert alles über PCP/IP) noch ein NAS augeschwatz bekommen.
Ich wollte lediglich einen Tip für gute Hardwarekomponenten.
Nehmt das nicht persönlich, aber ich hatte das Forum von THG anders in Erinnerung. 10 Antworten und davon eine brauchbar. Glaub ich bin hier falsch!
Dennoch danke für eure Zeit und Mühe die in eure Antworten geflossen sind.
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