Ich hab mal eine Frage an die Temperaturexperten hier im Board. Ich hätte gern nochmal den einen oder anderen Tipp, wie ich meine CPU-Temperatur weiter senken kann...
Mein System besteht aus Q6600 G0 mit Noctua U12P in einem LianLi PC7 SE III. Das sollte an sich doch heißen, daß sowohl CPU als auch Gehäuse eine guten Luftdurchsatz haben sollten. Die Kabel habe ich auch weitestgehend weggeschafft, im Innern sieht es so aus:
Nun habe ich aber schon im normalen Takt bei vollen 1300 Umdrehungen am CPU-Lüfter nach 1h Prime zweimal 57 und zweimal 59 Grad bei 23° Zimmertemperatur. Ich habe schon diverse WLP angetestet, u.a. die NT-H1, und Arctic Silver V, aber es kam jedesmal aufs gleiche heraus. Aufgetragen jeweils sowohl nach mitgelieferter Anleitung sowie nach der FormatC-Methode und dem Tütchen, mal dicker mal dünner, alles ohne Erfolg. Niedriger wurden die Werte nicht.
Hier sind mal 2 Screenshots, unter Vollast und im Idle, ich bin ratlos, was ich noch machen soll. An OC ist nicht zu denken, aber ich will doch zumindest etwas Reserve an Temperatur für die heißen Tage haben.
Inwiefern spielt die niedrige VID von 1.1625V eine Rolle, ist es 'normal', daß selbst ein anerkannter 'guter' Lüfter eine solche CPU kaum herunterkühlen kann?
Was meint ihr?
Macht doch bitte nicht ständig einen neuen Thread zu diesem Thema auf, langsam sieht keiner mehr durch. Es gibt mittlerweile zig Posts zu diesem Thema:
edit:
Deine VID liegt doch bei 1,27 Volt! Was im Idle angezeigt wird, ist ohne Belang. Der Kühler ist kein Oberburner, sollte aber für den Normaltakt schon reichen. Bei Prime95 solltest Du mit small FFTs testen.
Nachricht bearbeitet von FormatC am 15.08.2008 um 14:47:38
------------------------------Wenn das einzige Werkzeug, das du hast, ein Hammer ist, dann neigst du dazu, jedes Problem für einen Nagel zu halten.
Konfiguration • Homepage
Antworten FormatC
Der o.a. Post hat ja schon eine etwas andere Problematik, mit Startproblemen und zu niedriger RAM-Spannung hab ich ja nicht zu kämpfen. Der Noctua scheint dort ja nicht der Übeltäter zu sein.
Mit small FFTs hab ich den Test laufen gehabt.
Wäre der Xigmatek S1283 die bessere Wahl vor dem U12P gewesen? Wie steht es mit einem anderen Lüfter? Wenn ich einen S-Flex 1200 (wenn lautstärkemäßig noch erträglich) an den Kühlkörper klemmen würde, schafft der mehr weg?
Der Xigmatec ist um Welten besser. Bei dem bringen es vor allem die in die Bodenplatte eingelassenen Heatpipes. Ich verschiebe den Thread mal in die Kühl-Abteilung, da ist er sicher besser aufgehoben.
Dieses Thema wurde von der Sektion Prozessoren zur Sektion Kühlung für PC-Komponenten durch Formatc verschoben
------------------------------Wenn das einzige Werkzeug, das du hast, ein Hammer ist, dann neigst du dazu, jedes Problem für einen Nagel zu halten.
Konfiguration • Homepage
Antworten FormatC
Nimm mal den Seitenlüfter raus und lass aller noch mal laufen. Den Noctua brauchste nicht tauschen, der ist gut genug und der verbaute Lüfter ist mit der beste, den man kaufen kann.
@nForce
Hm, den Seitenlüfter hab ich auch schon mal deaktiviert, ein spontaner Test eben brachte jedoch leider nur gegensätzliches Ergebnis, die Temperaturen stiegen schon nach 10 Minuten Prime auf 59 und 61 Grad... Seufz...
Einer bläst vorne rein, der andere hinten raus. Guck da nochmal nach, ob die auch so angeordnet sind und nicht verkertherum (ein Pfeil auf dem Lüfterrahmen zeigt die Richtung, in die die Luft geblasen wird.
Nachricht bearbeitet von nforce am 15.08.2008 um 23:14:37
Jo, der Airflow stimmt, auch nach nochmaliger Kontrolle...
Nebenbei: Ich hab das Netzteil mit dem Lüfter nach oben eingebaut, sodaß es direkt von außen Frischluft zieht (das geht ja bei dem Lian Li Gehäuse), dementsprechend nimmt es auch keinen Einfluß auf den Airflow innerhalb des Gehäuses. Für meine Begriffe sollte das alles in bester Ordnung sein.
EDIT:
Ich hab nun mal das Netzteil umgedreht, sodaß es seinerseits auch Luft mit herausschaufelt und durch die wärmere Luft aus dem Gehäuse die Gehäuselüfter höher mitdreht. Es scheint, auf die Art besser zu klappen. Ich teste mal, was die Temperaturen hier im Dauerbetrieb hergeben. Eventuell wird der Netzteillüfter doch mehr zur Wärmeabfuhr benötigt als geahnt.
EDIT2:
Mittels der zusätzlichen Unterstützung des Netzteillüfters blieben die Temperaturen im Standardtakt bei 55°-57°, bei vollen 3 GHz 36°/37° idle und 58°/59° unter Prime. Ich denke, damit muß ich mich zunächst mal zufrieden geben (kann ich auch ), dafür ist das System immer noch sehr leise für meine Begriffe.
Hallo, ich habe ziemlich genau das gleiche Problem.
Ich habe ebenfalls einen Q6600, aber auf einem Asus P5K Pro und keinen Seitenlüfter. Der Airflow entspricht sonst Option #1, das Netzteil saugt auch von innen hinaus, da mein Coolermaster Zenturion 5 nach oben ja keine Öffnung hat. Ich würde die CPU gerne überakten, weswegen ich mir ebenfalls den Noctua U12P gekauft habe.
Leider sind die Temperaturen bei mir genauso hoch wie bei earlgrey (ich rede hier vom nicht übertakteten Zustand!), dazu habe ich noch große Unterschiede zwischen den Kernen. Der erste hat gerade 43, der zweite 40, die letzten beiden 36. Mit smallFFts (Prime95) gehen die ersten beiden schnell über die 60°C Grenze, während die letzten beiden Anfang 50°C bleiben.
Zunächst hatte ich es mehrmals mit der mitgelieferten Wärmeleitpaste getestet (NT-H1), mittlerweile habe ich die Arctic Silver V drauf und habe vorher Kühler und Heatspreader mit dem Arctic-Zwei-Stufen-Reinigungsmittel gereinigt. Egal, welche Technik ich zum Auftragen verwendet habe, die Temperatur ist so hoch und die Unterschiede zwischen den Kernen sind so groß. Mit dem boxed-Kühler waren sie praktisch genauso hoch, nur eben bei allen vier Kernen gleich.
Ich habe wirklich keine Ahnung, was ich machen soll. Übertakten kann ich so ja wohl vergessen. Habe ich die Wärmeleitpaste falsch aufgetragen (habe sie jetzt wie in der Arctic-Anleitung in einer Linie aufgetragen und den Kühler draufgesetzt)? Ist der Kühler für das Gehäuse nicht geeignet (aber bei earlgrey geht es doch nun auch)? Ist das Gehäuse schlecht? Hilfe!
Nachricht bearbeitet von Anonyme am 03.09.2008 um 16:48:54
Mh wenn die Kerne beim Box-Kühler auf gleichem Niveu waren und jetzt die Kerne so extrem auseinander liegen, hast du den Kühler vielleicht nicht richtig montiert. Sitzt der 100% gerade auf der CPU? Wackelt er vll. etwas oder liegt nicht richtig auf der CPU auf? Wie genau hast du die WLP verteilt? Klacks in die Mitte oder mit dem Finger schön gleichmäßig verteilt? Zu viel oder zu wenig davon aufgetragen?
Sonst regel mal den Lüfter hoch und lass ihn voll laufen. Wird er vom BIOS Temperaturabhängig geregelt? Sonst direkt ohne evtl. silent-Adapter anschließen oder im BIOS die Regelung überprüfen.
Nachricht bearbeitet von nforce am 03.09.2008 um 16:51:47
Der Kühler sitzt gut, alle Schrauben sind festgezogen. Die Noctua-WLP habe ich auf mehrere Arten verteilt: Mit dem Finger (im Plastikbeutel) verrieben, mit Kreditkarte verrieben, einfach draufgemacht und den Lüfter draufgesetzt. Hat alles nichts geholfen. Die aktuell verwendete Arctiv Silver V habe ich wie beschrieben aufgetragen, also eine dünne Linie gezogen und den Kühlkörper draufgesetzt. Und wie gesagt vorher mit dem Arctic-Reinigungsmittel in zwei Stufen gereinigt.
Der Lüfter sollte auf 100% laufen. Ich habe mal SpeedFan installiert, da steht 100%. Wo man das im BIOS regeln soll, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Ich finde da jedenfalls keine Option. Und diese Silent-Adapter habe ich auch nicht benutzt.
Ich glaub langsam ernsthaft, dass das alles einfach zuviel für mein kleines CoolerMaster-Gehäuse ist... Die GTX280 macht ja auch gut Hitze. Ich habe zwar gerade die Seitenwand offen und vorne und hinten 120mm-Lüfter, aber naja. Ausprobieren ist halt schlecht, 100 Euro für einen Gehäuse nur zum Testen auszugeben ist halt irgendwie unpraktisch.
Nachricht bearbeitet von Anonyme am 03.09.2008 um 17:15:38
Hier noch meine Erfahrungen und Anläufe der letzten Tage:
- Gehäuse soweit umgerüstet, daß ich nur noch zwei neu angeschaffte Scythe Slipstream 800 (vorn und hinten) einsetze, keinen Seitenlüfter mehr (ausgebaut), die Seitenöffnung ist nun komplett verschlossen (sollte einen guten und leisen definierten Luftstrom erzeugen)
- Airflow dahingehend verbessert, daß alle Kabel, die ich vorher noch im Luftstrom hatte, zur Seite verschwunden sind (hatte zusätzlich den Effekt, daß der "Lärm" -wenn man ihn überhaupt so nennen mag- weiter reduziert wurde)
- nochmal alle möglichen Arten der WLP-Auftragerei durchexerziert, wobei das beste Ergebnis eine Mischung aus sehr dünnem Verstreichen der Paste mit dem zusätzlichen Auftragen eines Streifens über den Kernen auftrat. Weder den Heatspreader komplett dünn bestreichen noch der von Noctua und Arctic Silver geratene (eher ungezielt aufgetragene) Klecks in die Mitte brachten brauchbare Ergebnisse.
Ich liege bei 24°-25° Zimmertemperatur @3,0GHz (9x333) bei roundabout 59°-61° (prime), mehr scheint nicht wirklich drin zu sein. Wenn ich per Speedfan den CPU Lüfter auf 45% drossele, pendeln sich die Temperaturen unter Last nach 10 Minuten auf 63°-65° ein, was ja immerhin auf einen gewissen Kühleffekt hindeutet...
Bei all dieser Herumprobiererei ist mir aufgefallen, daß die Bodenplatte des Kühlers anscheinend wenig Berührung mit der CPU hat, denn nachdem das dünne Verstreichen keinen Temperaturerfolg nach sich zog, sah der Kühler etwa so aus wie auf dem Bild. Die rot markierten Bereiche waren Abdrücke der WLP, der Rest der Platte war noch komplett blank. Es scheint, als wäre der Heatspreader meiner CPU recht "eingedellt" (prädestiniert für den IFX-14?). Diese kontaktfreien Bereiche muß ich dann also mit WLP und Feingefühl füllen, damit die Temperaturen unten bleiben. Richtig? Kommentare..?
Hm, danke! Ich hab mir ein anderes Gehäuse bestellt, einen BigTower. Ich hatte sowieso die Schnauze voll von dem Gefrickel in dem kleinen Teil, das konnte ich mittlerweile wegen Überfüllung schliessen. Ich poste mal meinen Bericht, wenn das neue Gehäuse da ist (morgen? übermorgen?).
Also mit dem neuen Gehäuse hat sich die Temperatur positiv verändert. Die Gesamttemperatur im Gehäuse ist deutlich gesunken.
Leider hat sich das Problem mit den unterschiedlichen Temperaturen der vier CPU-Kerne immernoch nicht in Luft aufgelöst.
Ich glaube, ich muss den Noctua umtauschen, ich scheine wohl ein Montagsmodell erwischt zu haben. Beim Umtopfen meiner Hardware in das neue Gehäuse habe ich selbstverständlich die Wärmeleitpaste erneuert und mit dem Zwei-Stufen-Reinigungsprogramm Heatspreader und Kühler gereinigt, was nichts genutzt hat...
Nachricht bearbeitet von Anonyme am 05.09.2008 um 15:52:53
Ich komm mir langsam echt blöd vor. Der Kühler ist nun umgetauscht und ich merke tatsächlich Besserung... die Idle-Temperaturen sind richtig gefallen. Allerdings ist der Unterschied zwischen den Kernen immernoch da, nur eben ca 10°C tiefer. Ich raff das nicht... Alle Schrauben sitzen bombenfest, der Lüfter gerade, die Wärmeleitpaste ist wohldosiert und der Airflow ist top.
Hat jemand eine Idee, was zum Henker da los sein könnte?! Ich bin nun wirklich mit meinem Latein am Ende. Blargh.
EDIT: Mal eine kurze Frage. Wenn ich auf den Q6600 schaue, und die kleine, rechteckige Aussparung zu mir zeigt, dann habe ich ja praktisch unter dem Headspreader rechts und links je einen Block mit je zwei Kernen, richtig? Welche sind denn wo? Links 1 + 2? Rechts 3 + 4?
Nachricht bearbeitet von Anonyme am 06.09.2008 um 00:13:10
Ich habe noch mal ein paar Bilder gemacht, nachdem ich die WLP nur relativ dünn aufgetragen habe. Der Kühler kommt tatsächlich trotz festem Anschraubens kaum mit dem wirklich relevanten Bereich, wo die Kerne sitzen, in Berührung.
Nun ist die große Frage, was soll ich tun? Den Kühler oder die CPU reklamieren? Oder ist eine derart unausgewogene Paßform noch im Rahmen der Fertigungstoleranzen?
Ganz einfach. Schmier den Kühler mir WLP ein und zieh ein Lineal hochkant drüber. Bleibt die WLP in der Mitte des Kühlers drauf, ist der Kühler das Problem. Zusätzlich kannst Du denselben Versuch mit der CPU machen. Vielleicht durchbrechen ja beide die Fertigungstoleranzen, nur halt entgegengesetzt.
Ich tippe mal auf den Kühler, da ich mittlerweile bereits 2 Kandidaten kenne, die diesen Schund zurückgegeben haben. Neuer Kühler - Problem gelöst. So schlecht sind Intels CPUs nicht, als dass solche Beulen entstehen.
Kurzes Update: Kühler ist getauscht, dieser hat nun eine plane Bodenplatte. Arctic Silver 5 dünn aufgetragen, und Seitenlüfter wieder ins Gehäuse eingebaut. Ergebnis bei 3 GHz und 22° Zimmertemperatur: 33° im Idle und nur noch 56° nach einem ganzen Nachmittag Prime. Ob nun nach der Break-in Phase der Paste eine weitere Senkung kommt, weiß ich nicht, aber jetzt bin ich wirklich schon sehr zufrieden!
Naja, dann haben jetzt alle was davon. Du, weil endlich alles flutscht, die DHL, weil es was zum Transportieren gab und die RMA-Abteilung von Noctua, weil es die dortigen Arbeitsplätze sichert.
Tjo, trotz aller anfänglichen Problematik hat sich alles sogar zum Besseren gedreht. Ich kann für den Noctua U12P nun eine absolute Empfehlung aussprechen. In Verbindung mit der originalen NT-H1 Paste sind die Werte sogar noch niedriger! Nur just über 50° pro Kern! Endlich hat die leidige Kühler Aus- und Einbauerei ein Ende!
Dieses Thema ist länger als 6 Monate inaktiv. Bitte überprüfen Sie, ob Ihr beabsichtigter Kommentar noch einen Mehrwert bringt oder das Anlegen eines neuen Themas nicht besser wäre.