CRT-Monitor Produzenten

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Hi,

Ich bin am Psychologischen Institut von der Uni Kiel als Hiwi angestellt und hab jetzt die Aufgabe bekommen, für ne Studie einen neuen CRT-Monitor mit 21"+ aufzutreiben (es muss ein CRT sein, da wir den ganzen Farbraum brauchen!).
Nach längerer Suche hab ich gemerkt, daß es die LCDs anscheinend geschafft haben die CRT komplett zu verdrängen.
Wisst ihr/Sie zufällig noch Produzenten, die solche Monitoren herstellen?
Der Preis spielt eine eher untergeordnete Rolle...

Danke und Gruß,
Bastian

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Ich weiß leider auch nicht, ob man noch neue gute CRTs bekommt. Gehe davon jedoch aus.

 

Es gibt medizinische Monitore von Eizo:
http://www.radiforce.de/
oder auch soetwas:
http://www.eizo.de/monitore/color- [...] CG211.html

 

Ich würde überprüfen, ob die Vorstellung, dass CRTs Farben besser wiedergeben können nicht von einer veralteten Meinung von modernen LCDs herrühren.


Nachricht bearbeitet von 7oby am 02.06.2009 um 10:41:53
Antworten 7oby

Ich weiss nicht sogenau, mein Prof. forscht in diesem Bereich...es könnte nahe liegen, daß er da ahnung hat.
Außerdem geht es im Projekt um Szene-Statistiken, deswegen muss der Farbeindruck so winkelunabhängig wie möglich sein

Antworten psychologiker

CRTs werden manchmal unter "zu verschenken" aufgeführt in Kleinanzeigen.

Wozu soll das ganze genau dienen? Wie wird das ganze Finanziert?
Verprasselt die "Elite" da etwa die Steuergelder der BIP-Produzenten?^^

Antworten zeromaster

Das mit dem Farbraum von CRT´s seh ich ein wenig anders..

Der Bericht von PRAD könnte interessant sein (wer das Steuer-Kleingeld hat)...

Antworten airwalker

ne das allet is von DFG finanziert, also nicht von den Steuergeldern...
da liegt auch genau das Problem. die vorgaben von der finanzstelle sagen, dass das ding neuwertig sein muss und der verkäufer ne steuernummer haben muss
und zum zweck...keine ahnung. ich persönlich halte farbforschung für ziemlich öde, aber der prof is der meinung, dass man damit eher einsichten in die funktionsweise der menschlichen informationsverarbeitung bekommen, man also quasi meta-infos entdeckt.

und ja der farbraum wird heutzutage schon von TFT erreicht, aber die winkelabhängigkeit bleibt weiterhin bestehen. bei der Studie geht es um farbkonstanz als szene-statistik, dh wie ändert sich der farbeindruck eines kleinen feldes, wenn sich die umgebung ändert. deswegen ist die winkelabhähnigkeit recht kritisch

trotzdem danke für die antworten


Nachricht bearbeitet von psychologiker am 10.06.2009 um 22:38:27
Antworten psychologiker

Zitat :

ne das allet is von DFG finanziert, also nicht von den Steuergeldern



tja und woher kriegt die DFG wohl (hauptsächlich) ihre Mücken her ? ;)

Zu deinem Problem, psychologiker:

Kontakte doch mal die Hersteller namhafter CRTs einfach direkt( Eizo, Philips, Iiyama, etc.). Nicht gleich mit deren Hotline groß rumpalavern sondern gezielt zu Entwicklungsabteilungen oder Entscheidern im Vertrieb, PR, Technik durchstellen lassen. Gut vorbereitet sein! Detailwissen parat haben, Namen u. Adressen von relevanten Profs und Fakultäten, Detailkenntnisse über das Forschungsprojekt und detailliertes Begründen deines Interesses an nem CRT usw. Kurz: Professionelles u. glaubwürdiges Auftreten.
Dann wird es kein Problem für die Firmen sein, nochn Moni irgendwo aus nem Lager hervorzukramen zumal das Ganze ja nicht mal für lau sein soll...

Antworten reingeschneiter

Inzwischen gibt es TFTs, die einen recht breiten Farbraum abdecken, und die CRTs schon ueberbieten. Kosten aber extrem, und sind nichts fuer den Gamer. Also einfach mal bei ALternate schauen, und mal einen Blick auf die Monitore jenseits von 1500€ ... 2000€ werfen. Dort gibt es Eizos die >95% Farbraum abdecken. Da das Teil ja nicht zum Gamen verwendet wird, sollte so ein TFT einen CRT hier klar schlagen. Ein CRT ist nur noch fuer Zocker interessant, die darauf wert legen, flexibel Aufloesungen wechseln zu koennen, und hoehere Bildwiederholraten bei sehr guter Bildqualitaet zu haben.


Nachricht bearbeitet von fffcmad am 12.06.2009 um 13:14:47
Antworten fffcmad

Deutschland ist Weltmeister in sämtlichen bildgebenden Diagnoseverfahren in der Medizintechnik (CT, MRT, Ultraschall, etc.). Farbinformation kann als zusätzliche Dimension in der Darstellung verwendet werden - ebenso wie zeitliche Animation, um über die 3 Dimensionen des räumlichen Sehens hinaus Informationen anbieten zu können. Selbst in einfachen Verfahren wie Ultraschall wird blau (sauerstoffarmes Blut) u. rot (sauerstoff gesättigtes Blut) als Information auf Wunsch eingeblendet.

 

Ich selbst verwende Farbinformationen ebenfalls um möglichst übersichtlich Informationen aufzubereiten. Hier beispielsweise die Visualisierung eines Kraftstoffkennfeldes für einen bestimmten Otto-Motor, die ich vor kurzem erstellt habe (rot: angefettet, violett, abgemagert gegenüber Serienkennfeld):

 

http://img7.imageshack.us/img7/9212/m334001.th.png http://img7.imageshack.us/img7/929/m3340012d.th.png

 

Der Nutzen von Farbinformationen ist unbestritten. Ebenso, dass diese in manchen Bereichen möglichst unverfälscht u. winkelunabhängig dargestellt werden müssen.

 

Wenn jemand der Meinung ist dies leistet nur ein CRT, dann möge er sich einen solchen kaufen. An der Universitätsklinik München habe ich in den unterschiedlichsten Abteilungen inkl. Zahnmedizin seit langem keinen CRT mehr gesehen. Wenn also ein guter TFT wie die oben verlinkten für medizinische Zwecke nicht genügen - ja dann weiß ich auch nicht. Ich glaub' die Steuerung an Farbsehfehlern bei Menschen ist größer als die Farbverfälschung von guten TFTs. Man braucht nur zwei kleine Computer Lautsprecher neben einen CRT zu stellen u. man hat Farbverfälschung vom Feinsten.

 

Will aber auch nicht ablenken: CRT einfach bei Eizo anrufen.


Nachricht bearbeitet von 7oby am 14.06.2009 um 13:58:18
Antworten 7oby
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