ich möchte mir im nächsten Monat ein neues RAID_0 zulegen. Als vorereitende Maßnahme habe ich mir gedacht, ich lasse im Hintergrund den verbleibenden Monat ein kleines Prog/Tool laufen, welches mir in einem Monat sagen kann:
a) wie groß die durchschnittliche Dateigröße der angefassten Dateien bzgl. meiner PC-Arbeiten war
b) wie oft bestimmte Dateien angefaßt/aufgerufen wurden.
z.B. in Kategorien wiedergegeben
bis 1KB =x-mal
bis 2KB = x-mal
bis 4KB =x-mal
bis 8KB = x-mal
bis 16KB = x-mal
bis 32KB = x-mal
bis 64KB = x-mal
bis 128KB =x-mal
bis 256KB = x-mal
bis 512KB = x-mal
bix 1024KB = x-mal
bis 2048KB = x-mal
usw.
Klasse wäre noch, wenn das Tool/Prog anhand der ermittelten Statistikwerten noch ratsame Größen für StripeSize, Clustergröße geben könnte. Gibt es so etwas?
Danke
DummeJung
Nachricht bearbeitet von DummeJung am 03.08.2008 um 12:24:54
Dort deselektierst Du zuerst das beobachten der Registry Einträge und hältst den Log an. Anschließend suchst Du Dir eine entsprechende "ReadFile" Anfrage. In dem Programm kannst Du Filter definieren und legst Dir einen an, der lediglich die Zugriffe mitloggt.
Anschließend exportierst Du das Log in .CVS und importierst es in Excel (OpenOffice oder Google Text & Tabellen). Mit ein paar leichteren Formeln (gibt da mehrere Möglichkeiten) ziehst Du Dir die entsprechenden Informationen heraus.
Das hängt alles auch ein bißchen von der CPU und den Games up (Was limitiert: Das Entpacken der Map mittels CPU oder das Laden der Map?). Hier ein aktuellerer Test, der tatsächlich dem RAID einen kleinen Geschwindigkeitsvorteil bescheinigt:
http://www.hothardware.com/Article [...] er/?page=6
Wenn's nicht um Gamen sondern Office geht dann bist ohne RAID mit Programmen auf der einen Platte und Auslagerungsdatei auf der anderen ohnehin schneller.
hab Dank für deine Hilfe. Ich habe es mit dem ProcessMonitor mal versucht. Bin aber nicht ganz sicher ob ich deine Filteridee korrekt umgesetzt habe. Ich habe jetzt nur einen Filter gesetzt:
Operation is ReadFile include
und dann "Show Registry Activity" gewählt.
Das ganze sieht jetzt so aus:
Das, was hinter dem Wert Lenght in der Spalte Detail steht, müßte die tatsächliche Größe des File auf dem Datenträger in Byte sein. Ist das richtig so? Wenn das die Größe des File ist, dann bekomme ich später den Rest in Excel wohl hin.
Nachtrag
Das ist ja hochinteressant. Nach jedem Read folgen bei mir immer zig Reads vom Teatimer (gehört zu SpyBot) und AntiVir. Selbst wenn ich nur kurz den Taschenrechner (calc.exe) aufrufe. Es erscheint ein Readeintrag mit calc.exe und unzählige Einträge folgen sogleich von SpyBot und AntiVir. Bei Outlook ist es auch so: es erscheinen erst zig Einträge von gelesenen Outlook-Files und dann die Standardsequenzfiles von Spybot & AntiVir.
Nachtrag 2
Anscheinend ist das in Excel doch nicht so einfach. Ich habe jetzt eine Stunde am PC gewerkelt und wollte die CSV-Datei nun in Excel einlesen und auswerten. Die Datei ist viel zu groß für Excel. Mein Excel streikt. Soll es denn nun wirklich nur an der Größe der zu importierenden file scheitern? Jemand noch eine Idee?
Das, was hinter dem Wert Lenght in der Spalte Detail steht, müßte die tatsächliche Größe des File auf dem Datenträger in Byte sein. Ist das richtig so? Wenn das die Größe des File ist, dann bekomme ich später den Rest in Excel wohl hin.
Es gibt in Windows eine ganze Hierarchie von Caches. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass Du den Datenträger Cache mit diesem "ReadFile" nicht siehst, denn der Datenträger Cache arbeitet unter dem Filesystem. Deshalb hast Du auch die Zugriffe vom Virenscanner, der natürlich auch nochmal zulangt, aber auf der Festplatte wird natürlich nur 1x gelesen.
Ich zweifle etwas, dass man mit ProMon tief genug schauen kann, um wirklich auf I/O Ebene zu sehen welche Sektoren angefordert werden. Und auf der Festplatte gibt's ja auch nochmal Cache und Read-Ahead. Und ob das OS wenn die Datei kleiner als ein Filesystem-Cluster ist, den gesamten Cluster oder nur die benötigten Sektoren liest, wird man auch nicht feststellen können.
Deshalb würde ich auf jeden Fall zu fertigen Stripe-Size Benchmarks greifen.
Je mehr Du liest und je mehr Erfahrung Du bekommst, desto mehr wirst Du von der RAID0 Idee abrücken. Es gab' für mich nur einen einzigen Zeitpunkt wo RAID0 Sinn machte: Um die 1TB Marke zu knacken als es noch keine 1TB Festplatten gab. Auf 1TB am Stück zugreifen zu können und sich vorzustellen welcher Datenmenge das entspricht war eine psychologische Schallmauer, die man überwunden hat (ginge mit JBOD genauso). Mit Performance hatte all das nichts zu tun. Das war noch zu PCI-Bus Zeiten der im 08/15 PC ja bei ca. 110MB/s limitierte. Ans Limit kam man da mit RAID0 schnell, aber woher so schnell Daten holen? Wieder über den PCI-Bus von TV-Karte oder anderer Festplatte? Damit blieben nur noch 50MB/s, die ich auch ganz ohne RAID geschafft hätte. Ja, man konnte vom Southbridge ATA Controller recht fix Daten holen, da dieser NICHT über PCI angebunden war, sondern per MuTIOL, V-Link oder HyperTransport mit der Northbridge.
Nachricht bearbeitet von 7oby am 05.08.2008 um 08:48:30
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