Welche Festplatte ist SICHER

Forum Festplatten, RAID, Datensicherung, Backup, Datenrettung : Welche Festplatte ist SICHER

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Hallo,
ich suche für meinen etwas betagten PC, der aber über eine SATA-Schnittstelle verfügt, eine Festplatte ab 1TB aufwärts. Das wichtigste Kriterium ist dabei die Sicherheit. Ich sichere zwar regelmäßig, möche aber dennoch lieber in der Geschwindigkeit Abstriche machen als in der Lebensdauer. Welche Festplatte kann man denn da empfehlen? Oder nehmen die sich in diesem Punkt alle sehr wenig? (Also WD, Seagate, Samsung)? Ich hatte leider eine Festplatte in meinem Medion MD 8800 (die original verbaute), die in den Tiefen der Verzeichnisse (wo man nicht mehr hinguckt), leider einige Worddokumente auf dem gewissen hat. Das ist sehr ärgerlich, da ich als unerfahrener User immer die gesamte Festplatte auf die externe kopiert habe und damit dann die alten, heilen Versionen überschrieben habe. Ich dachte, es gebe nur kaputt oder nicht kaputt. Der Techniker, der die Festplatte im Rahmen der Garantie ausgetauscht hat, meine nur, naja das lohnt sich ja nicht, da was zu machen. Ja für ihn vielleicht nicht, aber die Dokumente hatten für mich einen emotionalen Wert. ich würde die aktuelle und noch recht neue Festplatte ausbauen, weil ich denke, dass zwei Festplatten so nah aneinander bestimmt einen großen Wärmestau verursachen. Gehe ich da richtig in der Annahme?
Vielen Dank schon einmal und liebe Grüße
David

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Das ist ja schlimm, was Dir passiert ist!
Doch man kann was machen. Natürlich!

Festplattensicherheit gibt es hiermit.

http://www.acronis.de/homecomputin [...] age/video/

Bitte anschauen und lesen. Am besten legt man für die Software eine weitere Platte an und alles ist gut. Damit wird die Platte in Archiven, auch gern automatisch als Image aufgespielt und dann ist alles okay.
Im Falle des Falles kann das dann zurückgespielt werden.

http://www.acronis.de/homecomputin [...] age/video/

Lesen und lernen.

Offene Worte zum PC:

http://www.medion.de/flash/md8800/#

ALso, rein wirtschaftlich ist die Kiste abgeschrieben, doch lässt sie sich, je nachdem was man damit macht, auch noch nutzen, vielleicht noch Speicher aufstecken, alles kein Beinbruch. Das Thema jedoch ist, daß Medion seine PSU Grössen äusserst knapp kalkuliert und es ist damit möglich, daß die Kiste bei einer Xten (weiteren) Platte mit dem Hintern nicht mehr hochkimmt, weil der Strom nicht reicht. Nichts gegen die Dinger, nur wenn man darangehen und was machen, bauen, erweitern etc., stellt man fest, daß man mit Zitronen gehandelt hat. Noch was. Wissen viele Leute nicht..

Externe Platten sind auch für Backup nicht die beste Wahl.

Lesen bitte hier.

http://www.tomshardware.com/de/for [...] upsoftware

Normalerweise ist vor den Platten auch ein Lüfter davor, ob auch bei der Kiste hier weiß ich nicht.

Anderer Tip. Wir planen hier eine richtig schöeine neue Kiste nach Wunsch, die alte geht jetzt zu Weihnachten für 150 - 200 vielleicht zum ebay.

Und dann machen wir alles besser, nehmen ein Gehäuse von
http://www.lian-li.com/v2/en/produ [...] s_index=61
und ein richtiges Netzteil etc. und einem Image etc.
und dann ist das auch ein funktionierendes Sys,
das man selbst auch starten kann, wenn nichts mehr geht...

Fragen dazu?


Nachricht bearbeitet von drno am 27.11.2008 um 16:15:28
Antworten drno

Danke für die Antwort. Dies ist schonmal ein gutes Konzept. Meine eigentliche Frage wurde leider nicht beantwortet. Dennoch möchte ich durch die Wahl einer guten Festplatte den GAU vermeiden können. Zumal man ja beispielsweise seine Musiksammlung nicht sichert. Und ich möchte nicht alle meine alten Platten erneut digitalisieren müssen

Antworten davidsch

Es gibt keine sichere Festplatte. Festplatten sind Verschleißteile!

Außerdem sind Festplatte nicht für eine langzeitdatenspeicherung ausgelegt. KEIN Hersteller wird Dir eine Speicherdauer über mehrere Jahre auf einer Festplatte garantieren. Das gibt die Technik einer Festplatte einfach nicht her.

Also: So oder so mußt Du ein Backup anlegen. Damit hast Du zumindest die Chance, daß, wenn Deine Platte mal den Geist aufgibt oder Daten verloren gehen (wodurch nun auch immer ist egal), daß Du sie vom Backup wiederherstellen kannst.
Bei guten RAID-Controllern kannst Du regelmäßig per "verify" sicherstellen lassen, daß nicht durch behebbarbe Oberflächendefekte Deine Daten verloren gehen. Wenn Du dazu noch ein RAID-1 laufen hast, dann sollten Deine Daten schon relativ "sicher" sein. Selbst wenn sie auf einer der beiden Platten im RAID-1 nicht mehr lesbar sind, so hast Du halt noch den Spiegel auf der zweiten Platte, womit die Daten wiederhergestellt werden können. Das in Verbindung mit einem regelmäßigen Verify und soetwas, wie es Dir passiert ist, sollte nicht wieder auftreten.

Zum Kühlen der Festplatten:
Ich halte es schlichtweg für falsch immer zu empfehlen zwanghaft Lüfter vor Festplatten zu setzen. Das ist, wenn das Gehäuse gut durchlüftet ist, überflüssig.
Wenn das Gehäuse natürlich schlecht belüftet ist und sich eh schon ein Wärmestau bildet, dazu noch die Festplatten dicht übereinander sitzen und sich gegenseitig braten, dann ist Belüftung dringend erforderlich - aber nicht nur für die Platten!

Im Zweifelsfall lieber erstmal gute Lüfter an der Gehäuse-Rückseite installieren, die die warme Luft nach hinten hinausblasen. Die automatisch von vorne nachströmende Luft sollte jede Festplatte hinreichend und gut kühlen. Zusätzlich wird aber auch das gesamte System nicht mehr unter dem Hitzestau leiden, wodurch alle Komponenten gewonnen haben.

Festplatten kommen auch ganz gut mit Temperaturen bis 55°C zurecht. Teilweise mehr, teilweise weniger. Wenn eine Festplatte im Betrieb also unter 50°C bleibt, dann ist alles gut und Du mußt nichts zusätzlich kühlen.


Es gibt Festplatten, die haben höhere MTBF-Zeiten als andere. Das wären dann z.B. die ES.2 von Seagate und die RE3 von WesternDigital.
Die kosten zwar mehr (WD RE3 1TB ca 140Euro), sollten dafür aber auch bessere Lager mitbringen und, statistisch gesehen, seltener Ausfallen.

Solch eine Statistik greift aber i.d.R. nicht bei einzelnen Platten, sondern ehr, wenn Du viele dieser Laufwerke anschaffst. Mit einem Laufwerk lässt sich nunmal keine Statistisch relevante Aussage treffen. Also ob die einzelne nach 5min kaputt geht oder 10 Jahre läuft, macht für die Verlässlichkeit der ganzen Baureihe keinen Unterschied.

Viel Spaß beim Platten kaufen. ;)

Antworten derGhostrider
- 0 +

Die Sicherheit einer Platte hängt zum einen von der Belüfung ab.
Eine kühle Platte hält länger!


http://www.seagate.com/www/de-de/p [...] cuda_es.2/

Das ist eine Serverplatte für den 24/7 Einsatz,
die dafür konzipiert ist, 5 Jahre Tag und Nacht zu laufen.
So etwas hält doppelt so lange wie der Durchschnitt.
Im übrigen gilt eines: Die allergrößte Sicherheit
gibt es für Gegenteiliges. Alles ist irgendwann
mal im Eimer. Man geht im Übrigen bei der Haltbarkeit von
Festplatten rechnerisch von 5 Jahren aus, was aber zumeist
kein Problem darstellt, weil die Geräte nach der Abschreibung
ausgemustert werden. Wo das nicht so ist, wechselt man
die HD's aus Sicherheitsgründen nach 3 Jahren gegen neue aus.

Ich hoffe, das beantwortet Deine Fragen!

Antworten drno

@drno:
Das ist so nicht ganz korrekt!
Google hat in seinen servern hunderttausende von Festplatten und Statistiken, die die Lebenszeit von Festplatten unter verschiedenen Bedingungen auflisten. Somit ist es z.T. so, daß Festplatten ab einem bestimmten alter länger halten, wenn sie nicht(!) zu stark gekühlt werden.
In der Statistik (habe den Link nicht mehr, google selbst...) war auf jeden Fall ersichtlich, daß es in einem weiten Temperaturbereich einfach nur egal ist, ob die Festplatte nun 5°C wärmer oder kühler läuft.

Ah, ich habe den Bericht schnell wieder gefunden...
Ursprünglich habe ich den zwar woanders gelesen, aber das hier tut's auch:
https://www.pcgo.de/praxis/hardware [...] pg&id=7653

Zitat :

Eine hohe Temperatur gilt gemeinhin als todsicherer Festplattenkiller. Tatsächlich sind es zu kühle Temperaturen, die den Platten oft den Garaus machten. Über alle Altersgruppen hinweg zeigten Festplatten, die weniger als 30 Grad warm wurden, eine höhere Ausfallrate. Temperaturen über 45 Grad machten dagegen den meisten Platten nichts aus.



Also: Nicht übertrieben kühlen! 35°C, 40°C, 45°C ... das ist offensichtlich statistisch gesehen der ideale Bereich.
Und wie es Google schon festgestellt hat: ÜBER 45°C machte den Platten nicht viel aus. Unter 30°C starben die Platten hingegen deutlich häufiger.

(Das soll nun nicht als Aufruf zum Festplatte-braten verstanden werden! Also am besten selbst die SMART-Werte der Platte auslesen!)

Antworten derGhostrider
- 0 +

http://www.spiegel.de/netzwelt/tec [...] 42,00.html

'''''''Zitat der Ghostrider: Festplatten kommen auch ganz gut mit Temperaturen bis 55°C zurecht.'''

Es gilt als sicher, daß Festplatten ohne ausreichende Kühlung den Geist aufgeben, wenn man sie, gern mit weiter unter durch Last ansteigende Hitze garbrät. Und es ist auch gesichert, daß gerade dann, wenn die HD in einem kleinen Käfig untergebracht werden wie in dem (laß es mich mal freundlich beschreiben) Gehäuse mit sehr einfach gehaltener Technik, sich auch gern überhitzen. In einem sochen Fall denke ich, daß es sinnvoll ist, den Fragenden darauf hinzuweisen. Sicherlich braucht man nicht in jedem Case, wo einsam eine HD liegt, zu kühlen, aber es kommt dabei auch auf die Disk an. Dort zum Beispiel wo im Pulk eine Brigade dieser Teile auftritt

http://www.seagate.com/ww/v/index. [...] Page=Model
wird gar nichts anderes möglich sein, als Kühlung einzuleiten, da schon einzeln verbaut im Idle ungekühlt 45 C erreicht werden.

Ein Kunde hatte seine Workstations damit ausgerüstet, und die Platten sind ihm so weggestorben...

Wenn die dann noch laufen soll, ist Schluss.
Bei den neueren Teilen der 11er Serie von Seagate ist die Gefahr nicht mehr so groß.

Ich danke Dir für Deine Bemühungen , und die besonders sachliche konstrukive Kritik :)
Die ganz sicher zur Information des Threaderstellers beiträgt. ;)


Nachricht bearbeitet von drno am 27.11.2008 um 18:05:14
Antworten drno

"ohne ausreichende Kühlung" ist halt ein schwammiger Begriff. Klar, wenn Festplatten nun bei 60°C 'garen', dann werden sie wohl nicht allzu lange halten.
In einem normalen PC mit anständiger (weder übertriebener noch gar keiner) Lüftung und bei Verwendung gewöhnlicher Desktopplatten ist die Kühlung häufig unkritischer zu erreichen, als man denkt.

Erst wenn Festplatten wirklich keine Luft mehr zum atmen haben und dann noch der leichte Luftzug fehlt, werden sie wirklich heiß.

Also, ich bleibe dabei: Einfach SMART-Temperaturen beobachten und die Festplatte mal für ein paar Stunden richtig Quälen. Bleibt die Temperatur unter Vollast z.B. bei maximal 50°C, dann wird die Platte das eine sehr lange Zeit mitmachen.

Also, auch wenn ich Google nicht mag, die Untersuchung von rund 100000 Festplatten war schon eine gute Sache. Dieser Untersuchung sollte man auch mehr glauben als irgendeinem "Allgemeinwissen". Meßwerte sind meistens besser als Legenden. ;)

Kleine Anekdote: Eine bereits "defekte" Festplatte (lief gelegentlich nicht an) wollte ich mal bis zum richtigen Ende braten. Also habe ich sie in einen Festplattentransportkarton gesteckt, der von innen in jede Richtung mit mindestens 2cm dickem Schaumstoff gepolstert war. Die Kabel passten wunderbar zwischen die einzelnen Lagen, der Aufbau in diesem Karton (von unten nach oben) war:
- Große Schaustoffplatte, auf der mittig die Festplatte lag.
- Schaumstoffrahmen, der bündig mit der Festplatte abschloß und diese vollständig umgab.
- Wieder eine große Schaumstoffplatte, die das ganze nach oben abschloß.
- diese Konstuktion steckte in einem stabilen Pappkarton.

Keine Luft, Schaumstoff isoliert Wärme recht gut.

... Nach über vier Stunden non-stop Zugriffen (defrag, Benchmarks, Belastungstests, etc) habe ich es dann aufgegeben.
Eine halbe Stunde später wollte ich die Festplatte aus dem Karton nehmen und habe mir die Finger verbrannt!

... die Platte lief auch eine Woche später noch immer problemlos!

Nunja, "Hitze" ist wohl nur dann schlimm, wenn die Platte eh ausfallen möchte. Das führt halt zu einem größeren Verschleiß.
In unserem Unternehmen habe ich Festplatten gesehen, die in unmöglichen Bedingungen liefen, aber genau das taten - problemlos! Andere hingegen waren in aufgeräumten und gut belüfteten PCs und sind fast reihenweise ausgefallen.

Ich kann den Ergebnissen von Google also auch aus eigener Erfahrung zustimmen. Wenn eine Platte ausfällt, dann ist die Temperatur wohl meistens das geringste Problem.

(unbelüftete, hermetisch abgeriegelte, externe Plattengehäuse, die in der prallen Sonne liegen [und ähnliche Verbrechen] nehme ich mal raus. *G*)

Antworten derGhostrider
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