ich suche schon seit längerem.. 3 Tage xd, nach einem guten Tutorial wie denn der Luftstrom im inneren eines PC aussehen sollte.
Vorne herein, hinten raus, ist irgendwo klar, aber spätestens seiten Lüfter..sollen die nu rein oder raus, überfordern mich, wenns dann auch noch boden und deckenlüfter gibt, gibts bei mir nur noch fragezeichen. Wäre cool, wenn jemand mal ein paar grundregeln sagen könnt.
Vor allem: Wie baue ich in das ganze wirrwarr noch vernünftig CPU, Grafikkarte Lüfter ein..
Nachricht bearbeitet von Trinity888 am 08.10.2009 um 14:58:07
Breite des Gehäuses Je breiter, umso besser! Es gilt eine einfache Faustformel:
Breite = Höhe des Lüfters + mindestens 6 cm! Damit sind automatisch die Einbauhöhe des Boards, der CPU-Sockel und genügend Freiraum für die Luft bzw. für einen optionalen Seitenteillüfter gegeben. Zu Letzterem später mehr.
Tiefe des Gehäuses: So lang wie möglich! Der Einbau von langen Grafikkarten sollte problemlos möglich sein. Und die Finger will sich ja auch keiner brechen. Die innere Einbautiefe über dem Bord sollte zwischen Rückwand und Metalleinschüben mindestens 35 cm betragen! Hier ja nicht am falschen Ende sparen!
Gehäuselüfter Ein absolutes Muss sind Front- und Rückseitenlüfter! Aus akkustischen Gründen sollte man sich für langsamdrehende 12 cm Lüfter entscheiden. Seitenteillüfter sind so ein Ding für sich. Tower-Kühler mit Lüfter erzeugen einen horizontalen Luftstrom hin zur Rückwand. Bläst jetzt ein Lüfter von der Seite auf den Kühl-Tower, kommt es zu kontraproduktiven Verwirbelungen! Seitenteillüfter lohnen demnach nur, wenn sie die Luft noch bis VOR den Lüfter des CPU-Kühlers schaffen können (Luftleitsystem aus Plexi bauen!). Ansonsten einfach vergessen. Das Absaugen der Luft ist genauso unsinnig. es stört den Luftrom (Airflow) ebenfalls erheblich.
Netzteillüfter Niemals das Netzteil in das Lüftungskonzept für die CPU mit einbeziehen! Angesaugte warme Luft treibt die Effizienz des Schaltnetzteils nach unten und verringert dessen Lebensdauer erheblich. Auch wenn es hier gegenteilige Aussagen (z.B. von Herstellern wie Noctua) gibt. Ab 95-105 Watt TDP geht sowas einfach nicht mehr!
Das hilft dir allerdings überhaupt nicht, sofern du beim Asgard bleibst.
Die 2 entscheidenden Unterschiede sind die Oberseite und der Platz fürs Netzteil. Was beim Midgard wie im Test dargestellt ist, also warme Luft entweicht oben wegen der Löcher für die optionalen Lüfter, funktioniert beim Asgard so wie in dem ersten Bild von bitti1, also Airflowoption 1. Zudem ist das NT beim Midgard unten verbaut, erwärmt sich also wesentlich weniger, denn es zieht kalte Luft von außen, während es beim Asgard oben eingebaut wird.
ich habe bei option 1 einfach angst, dass ich irgendwie nen luftstorm baue, der komplett an der CPU vorbeifließt...wie das gehen soll..hm, ich bleib mal optimistisch,
Die CPU wird ja vom CPU-Kühler gekühlt, das ist jetzt nicht sooooo wichtig. Platt gesagt: es ist wichtiger für die Festplatte(n), den RAM und das Board, daß Luft vorn reinkommt, die Platten erst kühlt, dann den RAM, die ganzen Bauteile auf dem Board und nebenbei auch noch den Sockel. Und hinten wird die erwärmte Luft rausventiliert. Viel kann man da nicht falsch machen.
Bei vielen andren Gehäusen kann ich dir zustimmen- bei diesem hier hat der Luftstrom des nt glücklicherweise keinerlei Kontakt mit dem Rest des Gehäuses.
Die nt- unten- Geschichte hatte ich bei einem Eigenbau- Rechner gesehn, der letztendlich gnadenlos überhitze, denn die Luft der 8800 ultra wurde vom Lüfter ins Gehäuse geblasen. Da keine Lüfter installierbar waren war diese wohl oft über 100 C° heiss und segnete trotz meines Umbaus nach 1,5 Jahren das zeitliche.
Das Dach dieses Gehäuses hätte zum Fleisch auftauen oder Essen warmhalten wirklich gute Dienste getan :>
Wenn das Netzteil unten platziert wird, muss natürlich drauf geachtet werden, dass weitere Lüfter im Heck oder im Deckel montiert werden. Damit die warme Luft abtransportiert werden. Es ist wohl allen bekannt, dass die warme Luft oben sich sammelt und wenn kein Abtransport möglich ist, dann leidet die Hardware darunter.
Aber das Konzept NT unten finde ich persönlich für gelungen. Das Netzteil wird mit "Frischluft" gekühlt. Wird also nicht so warm, wie oben, was der Lautstärke zu gute kommt. Übrigens zieht der Netzteillüfter nur so viel Luft, wie zur Kühlung nötig ist. So bleibt noch genug Luft zur Kühlung der Resthardware.
Und die Sache etwas allgemein zu halten: Es muss nur so viel Luft eingesaugt werden, wieviel auch ausgeblasen wird. Wer Wert auf staubfreien Gehäuseinneren legt, der muss über den Filter mehr Luft einsaugen, als tatsächlich abtransportiert wird, damit im Gehäuse etwas Überdruck herscht und kein Staub durch die Ritzel reinkommt.
Aber ansonsten kannst du nichts falsch machen, wenn du ein Gehäuse eines bekannten Herstellers nimmst. Die achten schon drauf, dass das Gehäuse gut durchlüftet wird.