ich habe eine Frage, die mich schon länger interessiert, die aber bis unbeantwortet geblieben ist und zu der ich auch nach ausgiebiger Suche keine Antwort gefunden habe:
Es geht um das Handling eines RAID-1 Arrays beim einem Desync: Von den Controllern wird dies meist mit zwei "Degraded RAID-1" Festplatten quittiert. Dei den meisten Systemen wird anschließend ein "RAID-Rebuild" angeboten, welcher die beiden asyncronen Platten wieder syncronisiert. (Auch "Reparatur" / "Datenwiederherstellung" ).
Mich interessiert, wie dieser Vorgang genau abläuft und vorallem wie der Controller entscheidet, welche Festplatte die aktuelleren Daten enthält. Im einfachsten Fall ist ein Sektor der ersten Festplatte mit "0" und der selbe Sektor der zweiten Platte mit "1" beschrieben. Welche Information wird bei einem Rebuild nun übernommen?
Das gesamte RAID1 ist degraded aber nur eine Festplatte failed. Beim RAID6 etc. entsprechend auch gerne zwei Platten failed.
Da wird auch kein Rebuild angeboten, sondern der sagt Dir schon sehr genau was zu tun ist. Hängt vom Hardware/Software Controller etc. ab wie das von statten geht: . Hardware Controller können via LED im Einbaurahmen der Festplatten anzeigen welche Festplatte auszuwechseln ist . Software RAIDs können Dir teilweise nur den Anschluss mitteilen.
Das RAID schmeisst einzelne Festplatten aus dem RAID, wenn es Lese- oder Schreibanforderungen mit Fehlermeldungen quittiert. Auf der Basis legt es fest welche Platte defekt ist u. markiert diese entsprechend. Zurückkopiert wird natürlich von den funktionierenden auf die neuen Festplatten.
Sind mehr Platten defekt als der jeweilige RAID-Level erlaubt, also z.B. 2 Platten beim RAID5, so ist das gesamte RAID im Zustand failed. Aus diesem Zustand geht's mit Glück noch mit Hilfe einer Datenrettungsfirma raus. Im allgemeinen bedeutet es: RAID löschen, RAID neu einrichten, Backup zurückspielen.
Habe ein Raidgehäuse Stardom SR3610 mit Einstellung Raid 1 (gespiegelt).
Beide Platten waren Seagate 1TB. Platte 2 fiel aus, laut Seriennummer offensichtlich der Firmwarefehler, unter dem viele Seagate Plattenbesitzer leiden. Der Controller versuchte, Platte 2 von Platte 1 aufzubauen (rebuild), konnte aber nicht.
Habe darauf hin die Platte 2 durch eine fabriksneue 1TB ersetzt. Der Controller will nun Platte 1 (die gute) von Platte 2 (die leere) aufbauen. Im Manual gibt es keinen Hinweis, wodurch man beeinflussen kann, welche Platte wohin kopiert wird.
Ist nur die Meldung auf dem Display falsch oder werden nun meine Daten endgültig vernichtet? Danke für Hinweise und Erfahrungen!
Zurückkopiert wird natürlich von den funktionierenden auf die neuen Festplatten.
Habe ein Raidgehäuse Stardom SR3610 mit Einstellung Raid 1 (gespiegelt).
Beide Platten waren Seagate 1TB. Platte 2 fiel aus, laut Seriennummer offensichtlich der Firmwarefehler, unter dem viele Seagate Plattenbesitzer leiden. Der Controller versuchte, Platte 2 von Platte 1 aufzubauen (rebuild), konnte aber nicht.
Habe darauf hin die Platte 2 durch eine fabriksneue 1TB ersetzt. Der Controller will nun Platte 1 (die gute) von Platte 2 (die leere) aufbauen. Im Manual gibt es keinen Hinweis, wodurch man beeinflussen kann, welche Platte wohin kopiert wird.
Ist nur die Meldung auf dem Display falsch oder werden nun meine Daten endgültig vernichtet? Danke für Hinweise und Erfahrungen!
Der Controller will nun Platte 1 (die gute) von Platte 2 (die leere) aufbauen. Im Manual gibt es keinen Hinweis, wodurch man beeinflussen kann, welche Platte wohin kopiert wird. Ist nur die Meldung auf dem Display falsch
Ich hab's tatsächlich mit so einem günstigen RAID Gerät schon live erlebt, dass die falsche Platte gespiegelt wurde - trotz Anzeige im Benutzerinterface. Daher wäre ich etwas vorsichtig.
Es gibt ja für Dein Gerät eine Management Software:
http://www.raidsonic.de/de/data/dr [...] 8.1.14.rar Zeigt diese nicht an welche Platte auf welche gespiegelt wird? Bzw. welcher Slot mit einer leeren Festplatte belegt ist, die man dem RAID Verbund erst hinzufügen muss.
oder werden nun meine Daten endgültig vernichtet? Danke für Hinweise und Erfahrungen!
Laut heise:
Zitat :
Anwendern, die aufgrund des beschreibenen Firmware-Problems nicht mehr auf die Platte zugreifen können, tauscht Seagate das Laufwerk im Rahmen der Garantie und bietet aus Kulanz offenbar auch eine kostenlose Datenrettung an.
Die "faule" Lösung wäre sozusagen die defekte RAID1 Platte einzuschicken und zu einfach auf die neue Platte mitsamt Datenrettung - vermutlich auf mehreren DVDs zu warten.
Ich hab's tatsächlich mit so einem günstigen RAID Gerät schon live erlebt, dass die falsche Platte gespiegelt wurde - trotz Anzeige im Benutzerinterface. Daher wäre ich etwas vorsichtig.
Es gibt ja für Dein Gerät eine Management Software:
http://www.raidsonic.de/de/data/dr [...] 8.1.14.rar Zeigt diese nicht an welche Platte auf welche gespiegelt wird? Bzw. welcher Slot mit einer leeren Festplatte belegt ist, die man dem RAID Verbund erst hinzufügen muss.
Die "faule" Lösung wäre sozusagen die defekte RAID1 Platte einzuschicken und zu einfach auf die neue Platte mitsamt Datenrettung - vermutlich auf mehreren DVDs zu warten.
Danke für die schnelle Antwort. Ich fürchte, ich habe die Platte 1 schon beleidigt.
Habe nun doch auch im Manual gefunden, dass die gute Platte im ausgeschalteten Zustand, die leere offensichtlich im eingeschalteten Zustand eingelegt werden muss:
Auto rebuilding data online
After change of hard-disk, system automatically performs reconstruction of data, no need to set up any command.
When the swappable hard-disks (including the new one) are in position, SR3610 is capable of performing automatic formatting and data rebuilding function, and duplicates the data to the hard-disk that will be assigned as new.
1. When all power are turned off, first place the already used hard-disk in swappable tray then assemble and insert it into the first HDD position of SR3610.
2. At the time power of SR3610 is turned on, LED indicator of “ALARM” will glow in orange and the buzzer will sound; on the LCD, it will display Pri HDD: OK Sec HDD: OFF”.
3. At this time, insert the new hard-disk into the second HDD position of SR3610, in about 10 to 15 seconds, SR3610 will automatically perform data rebuilding and the progress could be seen on LCD screen.
Leider hat Seagate auf 1 Anfrage mit einem englischen Standardblabla und auf 2 Anfragen gar nicht geantwortet. Einfach den Fall als erledigt gekennzeichnet. Von diesem Hersteller bin ich enttäuscht. Auch lässt sich eine weitgehend volle 1TB Platte nicht auf DVDs brennen...
Okay, dann wird das Gerät das RAID1 wohl auf die im laufenden Betrieb nachträglich eingesteckte HDD erweitern.
Ein Datenwiederherstellungsservice bei Ontrack kostet je nachdem ab ca. EUR 700 und geht hoch bis 1400 für eine einzelne Platte. Bei dem Preis ist denn völlig egal wieviele DVDs das braucht bzw. anderes herum gesagt: Die Festplatte mit den restaurierten Daten gibt's entweder gratis dazu oder man muss sie zurück schicken nachdem man sich die Daten vom Datenträger kopiert hat. Bei dieser Kostenstruktur bin ich auch sehr skeptisch wie Seagate diese Datenrettung überhaupt gestalten will. Kann mir da eigentlich nur vorstellen:
a) die Zusage zur Datenrettung, die heise benennt stimmt so in der Allgemeinheit nicht u. Seagate beauftragt nur in besonderen Fällen einen Service zur Datenrettung
b) Seagate kann wirklich nur den von der amok laufenden Firmware verursachten Fehler die Daten restaurieren. Dies aber sehr günstig indem sie mit ihren eigenen Spezialtools kostengünstig ohne die Festplatte öffnen zu müssen die Daten innerhalb von Sekunden wiederherstellen.
--
Dass Seagte eigenständig Anfragen als bearbeitet markiert u. teilweise überhaupt nicht antwortet ist normal. Dies ist bei den anderen Herstellern auch nicht anders. Das kann auch gar nicht anders laufen: Die bekommen jeden Monat sicher mehrere zehntausend Anfragen. Der eine will wissen welches Modell wieviele Platter hat, der hört irgendein knarzen u. wieder ein anderer hat ein Problem zwischen Controller u. HDD.
Das einzige was zuverlässig bei HDD Herstellern (Seagate u. anderen) funktioniert ist einen RMA Request zu öffnen. Dann muss man aber auch einschicken ...
Das einzige was zuverlässig bei HDD Herstellern (Seagate u. anderen) funktioniert ist einen RMA Request zu öffnen. Dann muss man aber auch einschicken ...
Nur ist dann meine Platte mit den von mir wohl nicht lesbaren, aber vorhandenen Daten möglicherweise endgültig weg.
Die lesen ja gar nicht, was ich von ihnen will.
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