SSD - Beschleunigung, Konfiguration

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Würde gerne mal hier eine Diskussionsrunde anstoßen:

Habe eine 1,8" Mtron Mobi 3018 PATA SSD mit 32GB für mein Notebook gekauft. Es ist ein Sony Vaio TZ11MN/N mit Intel i945GMS Chipsatz. Die Performance-Steigerung im Vergleich zur vorherigen 4200U/M HDD ist unfassbar. Sequenzielles Lesen mit 80MB/s, sequenzielles Schreiben mit guten 50MB/s. Top.

In diversen Foren ist es Leuten aber gelungen, bis zu 105MB/s Lesen und 75MB/s Schreiben aus dieser SSD rauszuholen. Nur wie könnten die das gemacht haben? Write-Cache habe ich aktiviert, dauerhaft schreibende Services wie Indexing und paging habe ich deaktiviert, auch den neuesten Chipsatztreiber und neuestes BIOS habe ich natürlich aber kein Performancegewinn.

Mein Gedanke: Mein Notebook unterstützt den Betrieb des Massenspeichers nur über IDE mit maximal UDMA-5 (100MB/s). Auf das AHCI kann nicht umgestellt werden (Von Sony dauerhaft deaktiviert). Wahrscheinlich deshalb, weil vorher eine PATA HDD verbaut war. Ich habe gelesen, dass PATA Controller über AHCI eher sogar schlechter laufen. Macht es überhaupt Sinn eine PATA SSD über AHCI laufen zu lassen?

Wegen meines BIOS kann ich nicht ausprobieren, ob meine SSD über das AHCI performanter laufen würde. Nur durch einen BIOS-Hack kann man AHCI aktivieren habe ich gelesen. Laut Hersteller Mtron soll AHCI aber was bringen.
Siehe hier: Mtron FAQ

Da es sich hierbei aber um die allgemeinen FAQs handelt könnte sich Mtron mit dieser Aussage auch auf ihre 2,5" SATA Version beziehen.
Aber welche möglichkeiten Gäbe es sonst noch die Performance der SSD zu steigern ? Immerhin geht bei anderen Leuten viel mehr.



Eine weitere Überlegung von mir:
Mtron schreibt im Data-Sheet der Mobi 3000, dass der Controller durch dynamisches und statisches wear-leveleling alle Speicherzellen gleich oft verwendet und somit einen Fehlerfreien Betrieb von 140 Jahre garantiert, wenn täglich 50GB auf die Platte geschrieben werden. Sind die Zeiten, in denen man sich bezüglich dieses Themas Sorgen machen musste vorbei? Macht es überhaupt noch Sinn sämtliche Caches, virtuellen Speicher usw zu deaktivieren, um die Zahl der Schreibzyklen zu minimieren?

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AHCI ist eine Spezifikation für einen SATA Controller. Dein Notebook hat zwar mit der ICH7M Southbridge einen SATA Controller enthalten, den man zwischen AHCI/IDE umschalten kann - allerdings betrifft dies immer nur den SATA-Controller. Niemals den PATA Controller in der ICH7M an den Deine SSD z.Z. angeschlossen ist. Die ICH7M hat noch einen PATA Controller, an dem üblicherweise das CD-Rom hängt. Es spricht aber nichts dagegen dort auch noch eine Festplatte anzuhängen wie es wohl Sony bei Dir gemacht hat.

 

Kannst auch im Gerätemanager die Geräte nach Verbindung anzeigen lassen u. kontrollen. Am SATA Controller ist vermutlich nichts angeschlossen. Oder hat Sony an den SATA Controller eine PATA Bridge angehangen u. daran dann die Festplatten? Wäre teurer. Aber auch in dem Fall ist der IDE Betriebsmodus wohl der kompatiblere. Geschwindigkeit gibt's ohnehin nicht von AHCI, sondern hotplugging u. NCQ. Letzteres unterstützt PATA ohnehin nicht. Auch Deine SSD nicht.

 

Alle Deine weiteren Fragen zur OS Optimierung bei Verwendung von SSDs werden wohl hier beantwortet:
http://www.forumdeluxx.de/forum/sh [...] p?t=543445

Nachricht zitiert 1 mal
Nachricht bearbeitet von 7oby am 29.01.2009 um 13:27:49
Antworten 7oby

7oby schrieb :

AHCI ist eine Spezifikation für einen SATA Controller. Dein Notebook hat zwar mit der ICH7M Southbridge einen SATA Controller enthalten, den man zwischen AHCI/IDE umschalten kann - allerdings betrifft dies immer nur den SATA-Controller. Niemals den PATA Controller in der ICH7M an den Deine SSD z.Z. angeschlossen ist. Die ICH7M hat noch einen PATA Controller, an dem üblicherweise das CD-Rom hängt. Es spricht aber nichts dagegen dort auch noch eine Festplatte anzuhängen wie es wohl Sony bei Dir gemacht hat.

Kannst auch im Gerätemanager die Geräte nach Verbindung anzeigen lassen u. kontrollen. Am SATA Controller ist vermutlich nichts angeschlossen. Oder hat Sony an den SATA Controller eine PATA Bridge angehangen u. daran dann die Festplatten? Wäre teurer. Aber auch in dem Fall ist der IDE Betriebsmodus wohl der kompatiblere. Geschwindigkeit gibt's ohnehin nicht von AHCI, sondern hotplugging u. NCQ. Letzteres unterstützt PATA ohnehin nicht. Auch Deine SSD nicht.

Alle Deine weiteren Fragen zur OS Optimierung bei Verwendung von SSDs werden wohl hier beantwortet:
http://www.forumdeluxx.de/forum/sh [...] p?t=543445




Okay - ja das war auch mein Gedanke. Danke für die Hilfe und den Link.

Was meint ihr zum Thema Schreibhäufigkeit? Ist es trotz wear-leveling nötig, die Anzahl der Zugriffe auf eine SSD zu minimieren oder ist das ein mittlerweile weniger brisantes Thema ?

Antworten itsjustme

itsjustme schrieb :

Ist es trotz wear-leveling nötig, die Anzahl der Zugriffe auf eine SSD zu minimieren oder ist das ein mittlerweile weniger brisantes Thema ?

In Deutschland gilt zwei Jahre Gewährleistungsfrist. Die Hersteller werden schon nichts designen, was keine 2 Jahre hält.

Eine SSD, die heute älter als 2 Jahre ist, ist vieeeeel zu langsam. Damals war die Elektronik auf den SSDs einfach zu schlecht. Die sind langsamer als Festplatten im Office-Betrieb. Hat man eine solch alte SSD, so ist es das beste sie einfach nicht mehr zu verwenden. 2,5" Festplatten sind praktisch auch geräuschlos wenn es darum ginge. Und wenn man nicht gerade einen PC bauen will, dass auf einem Motorrad im Gelände unter stärksten Erschütterungen funktioniert, dann geht das in Ordnung.

SSDs, die jünger als 2 Jahre sind, dazu gibt's noch keine Langzeiterfahrungen. Aber wie gesagt: Die (Marken-)hersteller werden sich da schon ihre Gedanken gemacht haben.

In Foren ist Wear-Leveling ein überbewertetes Thema. Es sollte problemlos möglich sein ein Windows mit all seinen Log-files, pagefiles etc. zu installieren u. einige Jahre zu verwenden.

Antworten 7oby

Wie ist es eigentlich, wenn die SSD partitioniert wird und die Partitionen mit unterschiedlich oft genutzten Betriebssystemen bespielt werden? Sagen wir mal:

1. Partition - Windows - 60% - 70% der Zeit genutzt
2. Partition - Unix - 30% - 40% der Zeit genutzt

Wird der Flashspeicher dann unterschiedlich stark abgenutzt oder funktionieren die wear-level algorithmen partitionsübergreifend ?

Antworten itsjustme

itsjustme schrieb :

funktionieren die wear-level algorithmen partitionsübergreifend ?

Partitionsübergreifend, da eine SSD/Festplatte überhaupt nicht weiß was eine Partition ist. Die kennen nur LBA Sektoren.

Antworten 7oby

7oby hat mal wieder überall Recht. ;)

Zu den Benchmark-Werten der "anderen":
Ich kann an ein und dem selben Controller mit EINEM Benchmark-Test Werte zaubern, die von ca 5MB/s bis zu 700MB/s reichen!
Lass Dich also mal nicht davon verwirren, daß andere vielleicht höhere Werte erzielt haben. Das muß nichts heißen!
Eventuell haben die aber auch schlichtweg andere Notebooks, die da nunmal etwas flotter zur Sache gehen.
Deine Werte sind aber doch wirklich ganz gut. Du bist mit der Geschwindigkeit zufrieden und die reinen Werte eines Benchmarks sind immer mit etwas Vorsicht und dem nötigen professionellen Abstand zu genießen.
Sequentielle Transferraten sind schön für große Zahlen, meistens jedoch fern ab jeder Realität. Viel wichtiger sind beim Systemstart die Zugriffszeiten. Das ist eben genau das, was Dir nun diese viel höhere spürbare Geschwindigkeit bringt.

----

Partitionierung:
Aus meiner Linux-Erfahrung würde ich mal einfach das folgende raten: Nimm soviel Platz für Deine Unix-partition, wie gerade benötigt wird, plus (so grob) 2GB. Vielleicht auch +4GB. Mehr freier Platz lohnt m.E. nach aber nicht.
Selbst wenn Du dann noch Bergeweise Libs runterlädst, wirst Du die zusätzlichen 2GB wohl kaum voll bekommen. Zur Not, also wenn Du etwas größeres ablegen willst, kannst Du auch das NTFS-Laufwerk mounten und dort Daten ablegen - nur andersherum geht es ja nicht (Ext3 unter Windows?! Mir nicht wirklich bekannt...)
Also: Das Unix installieren, eventuell zusätzliche Anwendungen, die Du so brauchst, vielleicht nach ein oder zwei Monaten nochmal nachgucken, wie sich der Platzverbrauch entwickelt hat, und dann zur Not mit einem Partitionierungstool "anpassen".
BTW: Hast Du eine Swap-Partition für das Unix? Bei Linux ist das ja üblich... Bei einer SSD mußt Du Dir zumindest keine Gedanken darüber machen diese möglichst weit vorne anzulegen, da die Zugriffszeiten immer gleich sind auf einer SSD. Also einfach dort anlegen, wo es gerade passt. :)

----

Wear Levelling:
Wenn der Hersteller schon sagt, daß bei 50GB geschriebenen Daten AM TAG die SSD rund 140 Jahre halten müsste, dann kannst Du davon ausgehen, daß Du diese SSD nicht sinnvoll kaputt geschrieben bekommst.
Über die Alterung würde ich mir keine ernsthaften Gedanken machen, solange Du nicht irgendwelche speziellen Logs unter Unix aktivierst, die in winzigsten Datenhäppchen zwangsweise auf die Platte geschrieben werden und das dann GB-weise täglich. (SSDs schreiben üblicher Weise immer 4k-blöcke, egal wie groß die tatsächlich zu schreibenden Daten sind. Daher wären sehr viele sehr kleine Schreibzugriffe, die nicht erst in irgendeinem Cache landen, genau so schlimm wie extrem viele Daten, also z.B. 50GB am Tag)

Antworten derGhostrider

derGhostrider schrieb :

7oby hat mal wieder überall Recht. ;)

Zu den Benchmark-Werten der "anderen":
Ich kann an ein und dem selben Controller mit EINEM Benchmark-Test Werte zaubern, die von ca 5MB/s bis zu 700MB/s reichen!
Lass Dich also mal nicht davon verwirren, daß andere vielleicht höhere Werte erzielt haben. Das muß nichts heißen!
Eventuell haben die aber auch schlichtweg andere Notebooks, die da nunmal etwas flotter zur Sache gehen.
Deine Werte sind aber doch wirklich ganz gut. Du bist mit der Geschwindigkeit zufrieden und die reinen Werte eines Benchmarks sind immer mit etwas Vorsicht und dem nötigen professionellen Abstand zu genießen.
Sequentielle Transferraten sind schön für große Zahlen, meistens jedoch fern ab jeder Realität. Viel wichtiger sind beim Systemstart die Zugriffszeiten. Das ist eben genau das, was Dir nun diese viel höhere spürbare Geschwindigkeit bringt.



Vielleicht war mein Post auch etwas missverständlich formuliert.

Der Benchmark wurde auf einem Lenovo X40 mit Intel 855GME Chipsatz ausgeführt. Da sollten eventuelle Controller Vorteile eher auf meiner Seite liegen.
Das war auch weniger ein unprofessioneller "Sequenzelle-Schreib-Werte-Schwanzvergleich"-Thread. Das darfst du nicht missverstehen.
Es ging eher um folgendes: Platte einbauen, Betriebssystem starten, benchmarken, write-cache on, benchmarken, paging off, indexing off, benchmarken, usw. Und da haben mich Unterschiede zwischen verschiedenen Laptops von 25MB/s einfach stutzig gemacht.

Außerdem geht es ja nicht darum, wie zufrieden ich mit meinen Werten bin, oder, dass ich diesen "Schwanzvergleich" gewinnen will, sondern, dass ich das Maximum aus dem Produkt rausholen will, also aus rein technischem Interesse. Ich hatte mir auch nicht eingebildet, eine höhere sequenzielle Schreibrate würde meinen Systemstart noch weiter beschleunigen, keine Angst ;)

Meine Frage war deshalb eher: Bin ich mit write-cache, ausgeschlatetem indexing-, paging-services usw. schon am Ende der Fahnenstange oder kann man die aktuellen Betriebssysteme, die ja noch keine spezielle Optimierung von SSD kennen, "SSD-freundlicher" konfigurieren.
Das einzige, was mir noch einfällt, wäre RAM-Disc, was aber in die selbe Kartegorie wie "paging und caches gleich ganz auszuschalten", fällt.

Danke aber auf jeden Fall für eure Zeit und eure Tips. Habt mir weitergeholfen.


Nachricht bearbeitet von itsjustme am 02.02.2009 um 14:46:14
Antworten itsjustme
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