Ich habe einen alten Synology-NAS-Server und bin damit eigentlich soweit zufrieden. Da dieser aber kein RAID hat und ich eigentlich auch gerne mal auf meiner PS3 Fotos anschauen möchte (und UPNP auf dem Gerät noch nicht richtig läuft), bin ich mich nach einem neuen Gerät am Umsehen. Auch ein integrierter Printserver wäre gut.
Wichtig ist halt eben, dass RAID unterstützt wird, da meine Fotos / Dokumente sonst irgendwann wirklich weg sind bei einem HD-Crash. Und das wäre nicht nett. ;-)
Wichtig ist halt eben, dass RAID unterstützt wird, da meine Fotos / Dokumente sonst irgendwann wirklich weg sind bei einem HD-Crash. Und das wäre nicht nett. ;-)
Was würdet ihr mir empfehlen? Allenfalls sogar ein anderes Gerät?
Hallo Dani,
Auch wenn es RAID 1 ist, eine Sicherung ersparst Du dir deshalb auch nicht ..... am besten auch möglichst weit entfernt
aufbewahren
Die NAS-Geräte von "TheCus" sind auch recht bekannt und sollen nicht die schlechtesten sein. Die gibt es in allen möglichen Ausführungen und Preisregionen.
Zwischen ~240Euro und 1700Euro für ein leeres Gerät findet man da eigentlich alles. RAID-Level nach Wahl, teilweise auch ZFS. UPnP gibt es zumindest bei einigen auch.
Du müsstest Dich allerdings auch durchwühlen, welches für Dich nun am geeignetsten wäre.
Zum Backup:
Kein RAID ersetzt ein Backup. Es gibt mehr Szenarien, wie Deine Daten zerstört werden können, als ein einfacher Fehler der Festplatte.
Wenn das Netzteil abraucht, an dem die Platten hängen (auch bei einem NAS möglich), können, müssen aber nicht, die Platten alle mit drauf gehen.
Ein Virus kann Dir alles plätten.
Du kannst ausversehen mal etwas löschen.
Ein Programm kann Amok laufen und wahrlos Daten vernichten.
Blitzschlag / Überspannung.
Jedes angere Gerät im Netzwerk, welches kaputt geht, kann im Extremfall über das Netzwerkkabel das NAS zerschießen.
usw...
RAID hilft wirklich nur gegen den Defekt einer Festplatte, wenn sich dieser Defekt auch wirklich nur auf die eine Platte beschränkt.
Das mag zwar häufiger vorkommen als Blitzschlag, Feuer und Netzteildefekte, aber alle anderen Fälle zusammengenommen sind auch nicht vollkommen zu vernachlässigen.
So, schluß der Aufklärung. Natürlich gilt andersherum: Besser RAID ohne Backup als kein RAID und kein Backup.
Hmm, stimmt... ist eigentlich schon korrekt. Naja, was empfiehlt ihr denn generell in Sachen Backup? Soll ich einfach weiterhin mit meinem 1-HD-System weiterfahren und regelmässig mit einem Tool backupen, oder was würdet ihr empfehlen?
Es gibt mehr Szenarien, wie Deine Daten zerstört werden können, als ein einfacher Fehler der Festplatte.
Es gibt auch NAS Geräte z.B. das schon erwähnte DNS-323, dem es gelingt selbstständig Daten zu zerstören. Hier sind einige der Szenarien beschrieben:
http://wiki.dns323.info/information:known_issues
Sowohl das QNAP als auch das Synology, die Du oben angesprochen hast, sind gute Geräte u. den Fehlern der Preisklasse darunter erhaben. Hier noch eine nette Seite für die Geschwindigkeiten/Reviews der Geräte:
http://www.smallnetbuilder.com/com [...] /chart,13/
Ja, wichtige Daten (Privat-Fotos, Dokumente) immer mit Backup haben. Irgendwelche .mp3s oder ggf. auch Filme, die man sich wieder besorgen kann - da kann man auch ohne Backup leben. Ist eigentlich nur eine Kostenfrage.
Wie Du das Backup erstellst ist Dir überlassen. Gibt sehr viele Tools. Ich hab' auch so'n DNS-323 u. bei mir macht das rsync, dass mit dem fonz fun plug auf dem Gerät läuft u. dann soetwas in der Richtung (bei mir allerdings verskripted ohne GUI):
http://www.tomshardware.com/de/Bac [...] 40184.html Das ist aber wohl eher was für Freaks. Jede andere Software geht auch.
Wenn ich das so durchlese bin ich mir schon fast am Überlegen, ob ich überhaupt ein neues Gerät zulegen, oder mein altes DS101 (http://www.romankoch.ch/capslock/diskstation.htm weiterhin im Einsatz behalten soll und einfach ein Backupkonzept auf eine zweite Festplatte fahre.
Irgendwie habe ich fast das Gefühl, dass dies ausreichen würde......
Nachricht bearbeitet von danich am 08.02.2009 um 12:54:34
@Danich: Spiele alle Möglichkeiten mal in Ruhe durch.
Bei einem Backup ist die selbstdisziplin immer ein sehr wichtiger Faktor. Wenn Du also z.B. ein Backup auf eine externe Platte ziehst, dann mußt Du auch danach die Platte abstöpseln und in einen Schrank legen. Sobald Du anfängt die Platte dann doch "mal" und "nur bis heute Abend" bzw "nur bis morgen" am Rechner zu lassen, steigt die Fehlerwahrscheinlichkeit stark an.
Für ein Festplattenbasiertes Backup empfehle ich zudem immer zwei Platten im Wechsel zu benutzen. Festplatten gibt es für kleines Geld an jeder Ecke. Das muß also nicht zwingend die schnellste und tollste sein. Wenn dann aber doch mal eine der Backup-Platten nicht funktioniert, hätte man noch eine zweite in Reserve mit dem "vorletzten" Backup.
Festplatten sind nunmal nicht für eine Langzeitarchivierung von Daten geeignet!
Einmal drauf kopiert garantiert Dir niemand, auch kein Hersteller, daß die Daten in einem Jahr tatsächlich noch (fehlerfrei) gelesen werden können.
Wichtig für Dich ist nun nur, daß Du Dich ersteinmal entscheidest, wieviel "Sicherheit" Du überhaupt willst. Von "keine Sicherheit" auf "etwas Sicherheit" ist schon ein großer Schritt.
Nur weil Dir hier nun alle erdenklichen Möglichkeiten genannt werden, sollst Du aber nicht damit enden 10k€ auszugeben, damit Du ein mehrstufiges vollautomatisches Backup einrichtest, wobei dann für Deine Zwecke auch eine externe Festplatte für 50Euro gereicht hätte.
- Beim Backup hast Du mehr Aufwand und mehr Sicherheit
- Beim RAID einen minimalen Aufwand dafür aber auch "nur" Sicherheit gegen einfache Festplattendefekte.
Wenn Du beides kombinierst, dann ist das natürlich ideal, kostet dann aber auch am meisten.
Für ein Backup gibt es, wie 7oby schon sagte, viele Möglichkeiten. Angefangen von der in Windows integrierten Backup-Software über Microsofts "Robocopy" oder Fremdhersteller Tools, die das gleiche machen - teilweise nur anders - bis hin zu Image-Lösungen.
Jede Lösung hat ihre eigenen Vor- und Nachteile. Das wichtigste an einem Backup sollte jedoch folgendes sein:
Es muß für Dich SUPER EINFACH zu bedienen sein.
Sobald es kompliziert wird, wirst Du es (auf Grund der natürlichen Faulheit des Menschen) irgendwann nicht mehr machen. Zudem solltest Du IMMER in der Lage sein an die Daten zu kommen, auch wenn Du mal von einem komplett anderen Rechner aus auf Dein Backup zugreifen willst. Maximal sollte hierfür das Programm selbst installiert werden müssen.
Verschlüsselungen, die irgendwie an den Rechner gebunden sind, sind also absolutes Gift. Rechner tot = Backup wertlos.
Danke für deine Ausführungen, Ghostrider.... bin da eben der Typ, der relativ gute Sicherheit möchte, aber es soll eben möglichst einfach sein. Du sagst es absolut richtig. Sobald es kompliziert wird und man manuell eingreifen muss, macht man es irgendwann nicht mehr.
Ich habe mir folgendes überlegt:
1. Synology 101 behalten und gleich nutzen wie bisher
2. Kauf eines Cisco-NAS (http://downloads.linksysbycisco.co [...] -WEB,0.pdf) - damit kann ich einerseits meine Mediadaten sehr gut verwalten, andererseits aber auch generelle und automatisierte Backups fahren (siehe S. 31)
3. Nutzung eines Backup-Spaces im Internet, bei dem man mittels Tool automatisiert Backups erstellen kann
Somit habe ich einerseits lokale Backups, andererseits aber auch Backups in einem weit entfernten Rechenzentrum..... und mit dem Cisco doch ein neues, nettes Spielzeug. :-)
Nunja, achte nur GENAU, was da bei dem Internet-Backupspace in den Nutzungsbedingungen steht.
Wenn Du die Daten vom neuen NAS (regelmäßig) auf das alte für ein Backup kopierst, dann sollte das eigentlich reichen.
Klar: Gegen einen Brand oder so hilft das dann nicht, aber es ist ja auch immer so eine Sache die Daten jemand fremden anzuvertrauen.
Bei einem Online-Speicherplatz wäre ich auf jeden Fall SEHR vorsichtig, was mit den Daten passiert.
So als negativbeispiel: Google wertet den Inhalt von Mails aus und verpasst den Usern dann "angepasste" Werbung. Unterhälst Du Dich dort per Mail also mehrfach über Mountenbiken und Werkzeuge, dann bekommst Du überdurchschnittlich häufig Werbung, in denen Du dann Fahrräder, Trekkingausrüstungen oder Werkzeuge wiederfinden wirst.
Ebenso könnten einige Anbieter sich durchaus vorenthalten Deine Daten zu katalogisieren. Also: Schau zweimal hin, wem Du Deine Daten anvertraust.
Dieses Thema ist länger als 6 Monate inaktiv. Bitte überprüfen Sie, ob Ihr beabsichtigter Kommentar noch einen Mehrwert bringt oder das Anlegen eines neuen Themas nicht besser wäre.