Die richtige Anwort lautet wohl: "Das hängt davon ab."
Wenn Du viele kleine Dateien speicherst, dann wäre eine kleinere Stripe-Größe eventuell ideal, um den Overhead zu minimieren. Wenn Du überwiegend große (größer als 1MB) Dateien speicherst, dann wären größere Stripe-Größen vermutlich nicht schlecht.
Bei Festplatten hat sich bei meinen Tests immer wieder gezeigt, daß 64kB die ideale Größe war: Kaum Vorteile bei noch größeren Stripe-Größen, auch wenn man riesige Dateien hatte; kaum Vorteile der Zugriffszeiten auf kleine Dateien, wenn man nur diese hatte (künstlich erzeugte Testumgebungen für Tests).
ABER: SSDs sind so eine Sache. Angenommen, daß 4k Blöcke geschrieben werden, wie es wohl üblich ist, sollte die Stripe-Size auf keinen Fall kleiner sein als 4k.
Eventuell darfst Du es dann einfach testen. Je nachdem, wie der Controller in den Vertex-SSDs optimiert ist, wird er nämlich davon profitieren, wenn er viele Operationen (gezählt in 4k-Blöcken) auf einmal bekommt und diese dann nach seinen Vorgaben "umordnen" kann, oder er bearbeitet diese eh strickt der Reihe nach. Bei ersterem würde ich vermuten, daß eine "größere" Stripe Size (also z.B. 64kB) gut sein würde, bei letzterem würde ich vermuten, daß eventuell etwas kleinere Zahlen besser sein könnten. 8k, 16k, eventuell 32k.
Das Problem ist halt, daß bei kleinen Stripe-Size-Werten enorm viele Datenhäppchen erzeugt werden und somit ebenfalls Overhead entsteht. Wenn 64k angefragt werden und der controller das dann erstmal in 16x 4k Häppchen unterteilen muß, dann gibt das schon eine Menge Arbeit.
Fazit: Probiere ein paar Settings aus und mache vernünftige Benchmarks! Idealerweise mit IOmeter und einem Zugriffsprofil, welches Deiner Datensituation entspricht. Diese spezielle Profil dann getestet auf 8k, 16k, 32k, 64k sollte Dir schon ganz gut zeigen, ob es überhaupt nennenswerte Unterschiede gibt, oder nicht. Zum Vergleich für Extremwerte, wäre es vielleicht auch interessant bewußt andere Blockgrößen zu wählen: 512byte und 256k, die extreme Darstellen.
Wenn sich die SSDs ähnlich verhalten wie Festplatten, dann sollte bei 32k und 64k grob das gleiche Herauskommen und für viele Anwendungen auch gleich ideal sein. Das muß dann aber Dein Test zeigen!
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Edit:
Warum auf andere verlassen, die es vielleicht nichtmal selbst wissen und nur irgendetwas wiedergeben, was ihnen von irgendwem erzählt wurde, wenn Du es SELBST testen kannst? Auch wenn es Dich einen Nachmittag Deiner Zeit kostet, kannst Du so selbst herausfinden, was für Dich am besten ist.
Nachricht bearbeitet von derGhostrider am 07.03.2009 um 16:45:09
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