Hilfe - HDD Rettung - Festplatte wird nicht erkannt!

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Hi Leute,
ich habe folgendes Problem.
Mein Vater hat einen alten Rechner, der nun nicht mehr funktioniert ( seit nem halben jahr)
Jedoch sind für ihn und seinen Job sehr wichtige Dateien auf der HDD.
Er hat mich geben diese für ihn darunter zu holen.. innerhalb von einer Woche..

Da ich schon häufiger Festplatte an meinen Rechner angeschlossen habe dachte ich eigentlich das dies kein Problem für mich sei.
Leider wird diese HDD nicht von meinem Computer erkannt.
Als ich die HDD das erste mal anschloss vergaß ich den Strom mit anzuschließen. Kann es dabei zu einem Defekt gekommen sein?

Jetzt ist es so, dass wenn ich die Festplatte anschließe mein PC zwischen Windows Lladebildschirm & Mainboardangabe (ganz am Anfang des startens) hängen bleibt, sodass ich keine Möglichkeit habe wenigstens ins Bootmenu zu kommen.

Ich bitte um fixe Hilfe, da es wirklich dringend ist.

danke schon mal im voraus,

Lg Leibniz


Nachricht bearbeitet von Trinity888 am 24.03.2009 um 14:59:27
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Jumper richtig gesetzt?
Es handelt sich doch um eine IDE Festplatte?
Kabel OK?
IDE-Controller im BIOS aktiviert?
Bootreihenfolge angepasst?

Antworten muetze2k

was ist ein jumper?
ja es ist eine IDE HDD..
die kabel sind von meinem 3 monate alten asus p5q mainboard. absolut okay
was ist IDE controller
was ist eine bootreihenfolge?

thx :P ^^

Antworten Leibniz

Oje!
OK, Jumper: Die Festplatte hat neben dem Anschluss für das Datenkabel eine kleine Steckbrücke. Dieses Ding verbindet 2 Pins und ist meist aus Plaste (von außen).
Auf der Festplatte ist meist eine kleine Tabelle aufgedruckt, wie du den Jumper setzen musst.
Die einfachste Lösung ist es, alle anderen IDE Laufwerke am gleichen Kabelstrang abzuziehen.

Der IDE Controller ist für den Datenaustausch mit IDE-Laufwerken zuständig, z.B. also für diese Festplatte. Im BIOS kann man diesen ein- und ausschalten.
Steht im Handbuch.
Bootreihenfolge heißt, du sagst dem PC in welcher Reihenfolge er auf deinen Laufwerken nach einem Betriebssystem suchen soll.
Wie du das änderst, steht auch im Handbuch.

Antworten muetze2k

Es ist nur EINE EINZIGE HDD angeschlossen, und kein weiteres laufwerk!
Das mit dem slave hat mir ein kumpel erklärt, ich habe die brücke entfernt und damit =>geslaved<=
ok.. aber ich müsste doch normalerweise im bootmenu wählen können voll welcher festplatte er bootet.. außerdem wird die HDD mit den daten drauf NICHT im BIOS angezeigt, nur meine normale...
danke schonmal^^

Antworten Leibniz

Also wenn die HDD nicht erkannt wird, denn ists schonmal schlecht.
Könntest noch einen anderen PC probieren (bzw. externes Gehäuse / USB), wird allerdings kaum einen erfolg bringen denke ich.

 

Die Elektronik der Platte wird wohl aufgegeben haben.
Wie wichtig sind denn die Daten (kann man das in € ausdrücken)?
Eine Möglichkeit wäre die Elektronik auszutauschen mit einer 2. identischen Platte.


Nachricht bearbeitet von muetze2k am 20.03.2009 um 19:04:37
Antworten muetze2k

Zitat :

Es ist nur EINE EINZIGE HDD angeschlossen, und kein weiteres laufwerk!
Das mit dem slave hat mir ein kumpel erklärt, ich habe die brücke entfernt und damit =>geslaved<=


Ja, das ist dann ja schonmal falsch. Ganz davon abgesehen, daß die Platte, egal wie falsch sie gejumpert ist, vom BIOS erkannt werden sollte, sollte eine EINZELNE Festplatte immer auf Master gejumpert sein und am Ende des Flachbandkabels angeschlossen werden.
Wenn das Jumpern auf Master nicht klappt, dann versuch "Cable Select".

Ich habe schon alles mögliche mit Festplatten erlebt. Die Jumperung sollte erstmal richtig sein, danach dann weitere Schritte ausprobieren.

Im BIOS: Sicherstellen, daß der IDE (PATA) Controller aktiviert ist. Wenn der Controller deaktiviert ist, dann wird auch keine Festplatte erkannt. Manch ein BIOS ist dabei doppeldeutig ausgelegt: Man kann einzelne Platten / Ports "deaktivieren" oder eben auch den gesamten Controller. Also in Ruhe durch das BIOS wuseln.

Wenn das alles nichts bringt, dann schließe ich mich meinen Vorrednern an: Vermutlich Elektronik im Eimer.

Antworten derGhostrider
- 0 +

Zitat :

Es ist nur EINE EINZIGE HDD angeschlossen, und kein weiteres laufwerk!



Meinte er nicht das nur eine HD bereits in seinem PC vorhanden ist??


Wenn das der Fall ist, sollte diese auf jeden Fall auf "Master" gejumpert sein und wie von Ghostrider schon gesagt am Ende vom Kabel angeschlossen werden.
Die Platte von deinem Vater musst du dann als "Slave" jumpern und mit an das gleiche Kabel hängen.

mfg

Antworten Zer0

@Zer0: Weiß nicht, meine Kristallkugel ist schonwieder beschlagen. Ich hatte es jetzt erstmal so aufgefasst, daß er "nur eine" insgesamt angeschlossen hat.
OK, rein der Logik halber ist es dann zwar nicht gerade einfach Daten zu sichern, aber wenn man es so schreibt, dann nehme ich das auch erstmal ernst.

-----

Oder die Platte vom Vater an ein zweites Kabel hängen, ebenfalls außen anschließen und ebenfalls auf Master jumpern!
Ist meistens ratsam, da sich einige wenige Festplatten nicht mit anderen vertragen. (Maxtor ist mir da ein paar mal negativ in der Vergangenheit aufgefallen, obwohl die selbst den ATA-Standard definiert haben...)

Antworten derGhostrider

@muetze: ich habe es bereits mit 4 rechnern ausprobiert.
Wie komme ich an die elektronik von sonner festplatte ran? und is das einfach zu verbauen? nya hat schon seine wichtigkeit... Die daten sind exestieren nur auf DIESER platte... ca 200 mb daten

@Ghostrider: ich habe alles ausprobiert. also alles mal so mal so gejumpert. die festplatte macht mitlerweile nich mal mehr einen mucks.. sie brummt noch nicht mal.. und anfangs war die HDD sowieso auf master gejumpert. danach hab ich erst erfahren was jumpern ist..^^ am logischsten war mir wie zer0 das gesagt hat, also meine auf master die vom dad auf slave.. ging auch nicht^^

@zer0 also in meinem Rechner ist meine 300 gb SATA festplatte und die 40 gb HDD vonmeinem dad in IDE ...

an alle: ich hatte schon häufiger IDE angeschlossen.. musste dafür immer meine laufwerke von dem mainboard trennen.. das ist dohc normal? weil ich finde keine anderen slots für den festplatten typ^^.. nur noch floppy

danke danke für eure mühe^^

Antworten Leibniz

@Leibniz:
SATA-Festplatten sind vollkommen egal, wenn Du eine IDE (korrekter: PATA) Platte anschließt. Also: Nur die Zahl und Position der PATA-Geräte pro Kabel ist entscheidend, wie die Platten gejumpert werden müssen. Andere Festplatten im System spielen keine Rolle. Ein CD-ROM kann aber ebenso Master sein, daher "Geräte" und nicht "Festplatten". ;)
Noch eindeutiger geht's nun aber nicht mehr.
Bei einer SATA-Festplatte wäre die PATA Festplatte also immernoch als Master zu jumpern und an das Ende des Kabels zu hängen.

Um genau zu sein sind auch SATA-Festplatten "IDE" Festplatten, nur mit einem seriellen Interface. Daher ist "IDE" kein Gegensatz zu SATA, nur weil es immernoch von vielen so gebraucht wird.

------------------

Schluß mit der Theoriestunde. :)

Wenn die Festplatte nichteinmal mehr "brummt", dann könnte auch einfach der Motor im Eimer sein oder ein ganz böser headcrash stattgefunden haben, der die Platter (Speicherscheiben in der Festplatte) blockiert. Dann hilft Dir das tauschen der Platine auch nicht mehr.

Bei einer 40GB Platte würde ich ganz klar sagen: Elektroschrott. Nachkaufen für einen Platinentausch halte ich für fast ausgeschlossen, da es diese Platte vermutlich eh nicht mehr zu kaufen gibt.

Prinzipiell wäre der Austausch aber relativ einfach, solange Du die halbtransparenten Käbelchen nicht beschädigst. Hilft nur alles nichts, wenn sogar schon die Mechanik den Geist aufgegeben hat.

Antworten derGhostrider

Ja, also hoffen dass die Mechanik OK ist und ne baugleiche Platte bei Ebay suchen.
Ansonsten, Pech würd ich sagen.
Ne teure Datenrettung per Firma wird sicher nicht in Frage kommen.

Antworten muetze2k
- 0 +

Um was für eine Festplatte handelt es sich denn eigentlich?

Antworten _TK_

@tk: es ist eine IDE Seagate von 2001 ^^ :D

könntet ihr mir sagen wie teuer es wäre die daten professionel retten zu lasseN? ^^


Nachricht bearbeitet von Leibniz am 22.03.2009 um 11:17:53
Antworten Leibniz
- 0 +

Nach meinen Erfahrungen irgendwo zwischen 250 und 1000 Euro. Kommt auf die genaue Fehlerursache, den Aufwand, und die Firma drauf an. Die großen Labore sind schnell und meist recht teuer, können aber alles retten - hängt nur vom Aufwand und Preis ab.

Bei einer Seagate von 2001 könnte es sogar evtl. mit einem Platinentausch funktionieren. Wenn Du damit nicht klarkommst, schick' mir mal 'ne PM, oder schau auf meine Homepage (Schleichwerbung... ;-) )

Antworten _TK_

@_TK_
Bedenke aber, daß die Platte wohl nichtmal mehr anläuft. Ob da ein Platinenwechsel sinnvoll ist, lasse ich im Raum stehen.

------

Den Preisen kann ich beipflichten. Einer meiner Bekannten hatte mal das Glück eine Festplatte zu verlieren, deren Inhalt er unbedingt hat retten lassen wollen. Er hat die Festplatte eingeschickt an eine Datenrettungsfirma und bekam sie mit dem Hinweis zurück, daß nichts gerettet werden konnte, und eine Rechnung lag natürlich auch bei: ~420Euro.
In unserem Unternehmen hatte ein Mitarbeiter mal, entgegen der Bestimmungen, "wichtige" (nach seinen Aussagen zumindest) daten auf einer lokalen Festplatte anstatt auf den Servern abgelegt. Die Festplatte ging hopps und der Mitarbeiter hat versucht die Leute von der IT-Abteilung dafür verantwortlich zu machen, daß seine Daten weg wären. *grinsel*
Eine Datenrettungsfirma hat uns dann auch einen Kostenvoranschlag geschickt, in dem dann ungefähr stand: "1200Euro, ohne Garantie auf Wiederherstellung der Daten."
Die Festplatte wurde verschrottet, der Mitarbeiter hat Ärger bekommen, da er sich nicht an Dienstanweisungen gehalten hat. Problem gelöst. ;)

Das mit den Datenrettungsfirmen muß man sich wirklich gut überlegen. Wenn man das Geld übrig hat und die Daten vielleicht das drei bis x-fache des Einsatzes wert sind, dann OK. Ansonsten sollte man wohl lieber die Finger davon lassen.

Antworten derGhostrider

@ Ghostride: Eigentlich is ja nicht mal garantiert, das die HDD überhaupt angerührt wird. Kann ja sein das man einfach nur noch irwas kaputt macht, damit sie auch wirklich kaputt ist und das Teil mit Rechnung zurück schickt^^ wie auch immer.
Ich werde mit meinem dad reden, mal sehn ob er das "Risiko" mit einer solchen Firma eingeht.

@tk: Kannsu mal nen Link zu deiner Homepage hier reinstellen? ^^
Und nochwas .. muss raus xD .. steht tk für teamkill? :D

nya nochmal danke an alle die sich meinem fall angenommen...
Der Threat kann geschlossen werden.
mfg, Leibniz

Antworten Leibniz
- 0 +

Das letzte Wort:

 

@Ghostrider: Seagate-Platten verwenden fast alle den gleichen Chip zur Motoransteuerung (, wie auch WD). Falls der durchgebrannt ist, läßt er sich mit gewissem Aufwand umlöten. Einen Versuch wäre es wert.

 

Die Preise bei einigen Datenrettungsfirmen sind wirklich manchmal abenteuerlich. Es gibt da z.B. das bekannte Firmware-Phänomen bei Seagate 7200.11, was mit maximal einer Stunde Arbeit erledigt ist (incl. Rechnung schreiben und Kaffee trinken). Das Gros der mir bekannten Firmen nimmt dafür 300-400 Euro + MwSt., teilweise über 1000.

 

Gebt einfach mal "Datenrettung" und eine beliebige Stadt in die Suchmaschine ein, und schaut Euch dann die ersten paar Einträge an. Es tauchen immer wieder dieselben auf, oftmals mit speziell gestrickten Seiten für eben diese Stadt. Über deren Seriosität mag ich mir jetzt kein Urteil anmaßen, aber wer derart dreist Werbung betreibt, hat's vermutlich nötig. Oder muß sein Flugzeug noch abbezahlen ;-)
Es gibt aber auch etliche kleinere Firmen, die meist ganz vernünftige Preise haben, und nicht soviel Reklame machen (müssen). Immerhin ist die Datenrettung oftmals ein zeitaufwendiges Unterfangen, was halt bezahlt werden muß. Ich habe z.B. grad eine Platte hier, die ihre Daten in Häppchen von ca. 200MByte ausspuckt, danach ausgeschaltet werden muß, und dann nach dem Einschalten eine halbe Stunde lang mit sich selbst beschäftigt ist. Bis die 500 GB gesichert sind, können noch einige Wochen vergehen...

 

@Leibnitz: TK steht für Thomas Kippenberg, und weil tk zu kurz war, habe ich halt noch ein paar Striche drangehangen.
Auf ausdrücklichen Wunsch: meine Homepage ist http://tk-datenrettung.de (s. "mehr Informationen" ).


Nachricht bearbeitet von _TK_ am 24.03.2009 um 21:40:53
Antworten _TK_

@_TK_:
Gut, bleibt dennoch die Möglichkeit, daß der Motor an sich platt ist. Dann kannst Du Löten wie ein Weltmeister. ;)

Ansonsten: Sag doch gleich, daß Du ein Datenretter bist. Das wird ihm vielleicht mehr helfen, als theoretische Überlegungen.

-----

@Leibniz:
Bis auf einige schwarze Schaafe würde ich nicht davon ausgehen, daß die "Datenretter" selbst (absichtlich) Schaden verursachen. Kann gut sein, daß die wenigsten einen Reinraum zur Verfügung haben oder gar spezielle Geräte, damit sie Bits einzeln auslesen können, auch wenn Elektronik und Mechanik zerstört sind, aber absichtliche Zerstörung wäre wohl arglistische Täuschung, Betrug, etc und könnte für die schnell zum Bummerang werden.

Mir ist auch schonmal eine Platte untergekommen, die nicht mehr anlief, und nach mehreren festen Stößen (mit Schwung auf den Beton...) anlief und alle Daten rettbar waren.
Das ist nun bestimmt keine Empfehlung, aber manchmal sind Festplatten einfach nur unverständlich.

Es ist auch kaum zu glauben, wie wenig hohe Temperaturen Festplatten ausmachen, wenn man sie kaput machen will.

Lückenlos in Schaumstoff eingepackt, mit Temperaturen, die grantiert um oder über 80° lagen, hat bei mir eine Festplatte schonmal 5 Stunden stress-Test durchgehalten und lief danach immernoch problemlos.
Nach 1,5 Stunden Ruhe (PC aus) habe ich die Festplatte aus dem Schaumstoff nehmen wollen und mir die Finger verbrannt.
Die Festplatte lief, als sie wieder kalt war, unbeeindruckt. Und das, obwohl sie VOR diesem Extremtest bereits mehrfach nicht mehr anlaufen wollte.

Festplatten sind launische Verschleißteile. Sobald eine "mal" Ausfällt kann ich nur zu einem Raten: AUSTAUSCHEN! Nicht warten, nicht denken "ach, wird schonwieder". Sobald ein Fehler auftritt, sollte man die Platte wegwerfen bzw beim Hersteller/Händer austauschen lassen. Defekt ist defekt.

So, genug mit den Geschichten. Es ist spät.

Antworten derGhostrider
- 0 +

@der Ghostrider:
Hmm, hauptberuflich repariere ich Wafertester der Fa. Advantest bei Qimonda. Das andere ist derzeit noch Hobby, da müssen die Investitionen erstmal wieder langsam reinkommen. Aber es macht auch Spaß.

 

Halbleiter sind übrigens recht zäh, alle namhaften Hersteller testen ihre Produkte bei hohen Temperaturen, auch Speicher und Prozessoren. Die werden sogar eine Zeit lang im Ofen laufen gelassen, um Frühausfälle herausfiltern zu können (sog. Burn in). Deshalb ist Markenware auch etwas teurer - Billigheimer sparen sich diesen Schritt.
Nur mögen Halbleiter hohe Temperaturen nicht, ab ca. 150°C setzen im Silizium vermehrt Diffusionsprozesse ein. Und moderne Dielektrika ("high k" ) in DRAMs und Prozessoren sind so empfindlich, daß die dauerhaft kaum mehr als ca. 80...100°C auf dem Silizium aushalten (grob geschätzt). Deshalb auch die großen Kühlkörper auf Prozessoren und Chipsätzen.


Nachricht bearbeitet von _TK_ am 24.03.2009 um 14:44:39
Antworten _TK_

@TK: Bei den Temperaturen der Festplatte hatte ich eigentlich auch ehr bedenken bezüglich des Lagers als nun in Bezug auf die Halbleiter. ;)

Antworten derGhostrider
- 0 +

'n Abend, lieber Ghostrider!
Nun, ich bin kein Mechanikus. Die Lager haben es offenbar lieber warm, die Elektronik kühl. Lt. der vielzitierten Google-Festplattenstudie liegt das Optimum bei etwa 40°C.
Um eine Festplatte in den Orkus zu schicken, braucht man sie eigentlich nur lange genug bei Raumtemperatur laufen zu lassen... Die Hersteller sind aufgrund des gnadenlosen Wettbewerbes gezwungen, an allen Ecken zu sparen. Was ich hier so in letzter Zeit bearbeiten durfte, spricht eine eigene Sprache. Allein 2 seit Januar 09 für den Eigenbedarf gekaufte Platten gaben innerhalb der ersten 4 Wochen ihren Geist auf. Und das ohne äußere Einwirkung - ich schwör's bei meinem seligen Großvater! Das Zeugs ist einfach nur noch billig, der Kunde will und bekommt es so. Leider.
Ich kann nur jedem eindringlich empfehlen, sich gleich zwei Platten zu kaufen, und die Daten regelmäßig zu spiegeln. Und bei externen Gehäusen bitte auf eSATA achten! USB ist nur ein Notbehelf, da S.M.A.R.T. dort nicht aktiv ist.

Antworten _TK_

SMART ist nicht gerade Hilfreich. Innerhalb von 6 Jahren habe ich bei rund 250 Arbeitsplatzrechnern rund zweimal erlebt, daß Festplatten mit SMART vor einem Ausfall gewarnt haben.

 

Gut, besser 2 als 0, aber SMART ist für die Füße. Selbst Festplatten, die regelmäßig hängen blieben oder manchmal gar nicht anliefen haben gute SMART-Werte geliefert... Von SMART halte ich daher aus gutem Grund gar nichts. Aktivieren würde ich das auch auf jeden Fall! Darauf verlassen jedoch niemals.

 

Festplatten sind Verschleißteile und Du hast völlig recht, daß es schlimmer wird. Auch privat setze ich daher nicht ohne Grund auf ein RAID-6. Seit 2001 habe ich ein hardware RAID-5, letztes Jahr erfolgte dann der Umstieg auf einen neueren Controller und neue Festplatten, zzgl Wechsel von RAID-5 auf -6. Bei den heutigen Platten ist das für mich einfach Pflicht. Alles andere ist zu riskant geworden.

 

-----------

 

Zur Google-Studie:
Das mit den 40° kann ich so nicht stehen lassen. Die Google-Studie hat gezeigt, daß besonders neuere Festplatten mit niedrigen Temperaturen, also deutlich unterhalb von 40°C (also z.B. 30°C), innerhalb der ersten Jahre schneller ausfallen.
Und ebenso, daß selbst Temperaturen ÜBER 50°C kaum Auswirkungen auf die Lebendauer haben.

 

Zusammenfassend war es also ehr so, daß "warm" besser für die Platten war als "zu gut gekühlt".
Oder genauer: Neue Platten, die sehr gut gekühlt werden, fallen innerhalb der ersten Jahre etwas häufiger aus als die, die nicht ganz so gut gekühlt werden.
Ob eine Festplatte nun bei 40°C, 45°C oder gar 50°C läuft, macht kaum einen Unterschied.

 

Ich fand die Ergebnisse verblüffend, aber auch glaubwürdig. Natürlich soll man keine Festplatte braten, aber es zeigt eben den Irrsinn in manchen Foren an, wenn manche Leute lauthals schreien, daß unbedingt Lüfter direkt vor Festplatten montiert werden müssten, da diese sonst viel zu heiß würden.
Gleichzeitig geben die dann an, da sie ihre Festplatten auf 30°C (oder gar weniger) runterkühlen.

 

Kaum erwähnt jemand, daß er eine Raptor oder Velociraptor hat, schreien auch alle User, daß er diese wer weiß wie kühlen müsste.
Meine WD740GD, inzwischen ein altes Schätzchen, wurde nie aktiv gekühlt. Die Liegt im Luftstrom, wie es nunmal in dem Gehäuse so der Fall ist, und ist dadurch automatisch gut gekühlt. Die wird niemals, also auch nicht bei Belastungstests oder ähnlichem, 50°C warm. Zusätzliche Lüfter wären also Verschwendung.
Wenn man die Beiträge mancher Leute in den Foren liest, müsste die Festplatte rotglühend in meinem Rechner hängen. ;)

 

Naja, nichts geht über ein Backup. Das kann durch nichts ersetzt werden!
Meine DLT-Library habe ich verkauft und auf ein Backup mit Wechselplatten umgestellt. Ein Wechselrahmen, zwei Platten, die Daten werden abwechselnd auf die Platten gesichert.
Für meine Zwecke wird das wohl reichen. Immerhin: Eine online USV (Doppelwandler) schützt den Rechner vor so manchen Stromstößen, Hardware-RAID-Controller, RAID-6, Backup auf zwei Platten... Für den Privatbereich bestimmt genügend Aufwand. Es gibt einige kleine Unternehmen, die soetwas nicht vorweisen können. ;)

Nachricht zitiert 1 mal
Nachricht bearbeitet von derGhostrider am 24.03.2009 um 23:12:37
Antworten derGhostrider
- 0 +

derGhostrider schrieb :

SMART ist nicht gerade hilfreich. Innerhalb von 6 Jahren habe ich bei rund 250 Arbeitsplatzrechnern rund zweimal erlebt, daß Festplatten mit SMART vor einem Ausfall gewarnt haben....
Naja, nichts geht über ein Backup. Das kann durch nichts ersetzt werden!...



Hallo Ghostrider,

war mal kurz abgetaucht. Noch ein paar Gedanken zu SMART:
SMART ist nur dann hilfreich, wenn die Festplatte über diesen Kanal
a) schwache Sektoren aussortieren und
b) die Platte beim Erreichen bestimmter Schwellwerte (z.B. G-Liste voll) dem Anwender dieses melden kann.
Sicher, es ist kein Allheilmittel, aber ohne es (USB-Gehäuse!) sieht's noch schlimmer aus. Die Warnmeldungen kommen ja auch nur beim Erreichen bestimmter Schwellwerte, und die werden manchmal von den Herstellern recht großzügig festgelegt...

Bei vielen Rechnern, u.a. mit Gigabyte-Boards, ist S.M.A.R.T. von Haus aus erstmal deaktiviert, d.h. der Anwender bekommt selbst bei schlechter Platte beim Rechnerstart keine Fehlermeldung. Manch einer wird ja wenigstens stutzig, wenn "HARD DISC FAILURE" erscheint, und er dann F1 drücken muß...
Wenn der Rechner dann läuft, wird SMART zumindest durch Windows aktiviert. Aber wenn die Platte eine Fehlermeldung absetzen will, wo kommt die dann an? Fängt Windows diese Nachricht ab? Ich habe seit Jahren HDD Health im Hintergrund laufen, das hat zwar auch seine Macken, lauscht aber wenigstens aufmerksam.

Ich hatte meine Platte im Schreibtischrechner (immer nur eine, bin sparsam) immer ein wenig von unten anpusten lassen. Damit lag die Temperatur der Elektronik bei ca. 35°C, und es gab nie Probleme. Vor kurzem bin ich auf eine WD1000EADS umgestiegen, seitdem ist der Lüfter ganz aus. 31°C werden grad gemeldet.
Platten dauerhaft bei hoher Temperatur laufen zu lassen, halte ich trotz Deiner Erfahrungen für gefährlich, zumindest bei älteren Fabrikaten. Hatte schon einige Kunden, bei denen die Platten sehr wahrscheinlich am "Hitzekollaps" gestorben sind. Der eine hatte einen typischen Spielerechner: Pentium4, eine riesige Grafikkarte, 4 Festplatten (so um die 80GB) dicht übereinandergestapelt. Dazu Wasserkühlung, aber nur für den Prozessor..
Das Fazit: 3 Platten (die oben) waren fast tot, und der Chipsatz hatte mangels Kühlung ganz seinen Geist aufgegeben. Also neue Platine gekauft, den Heiz-Pentium rein, ein altes Netzteil dran, Augen zu - läuft. Ein kleiner Pustequirl hätte viel Arbeit erspart. Aber manche wollen es so. Kaufen vom schmalen Gehalt die teuersten Sachen, und vergessen die wesentlichen Dinge.

Wichtig ist halt eine regelmäßige Datensicherung! Ich persönlich halte bei Privatleuten nicht übermäßig viel von RAID - wenn der Blitz einschlägt oder ein Virus wütet (alles schon gesehen), sind die Daten oftmals futsch. Aber in Unternehmen ist es Pflicht, da wird ja in Hinblick auf Spannungsstabilität und Virenschutz hoffentlich vorgebeugt.

Antworten _TK_

Moment, ich habe nirgendwo geraten, daß man Festplatten braten sollte, wie Du es da beschrieben hast: Wakü, keine Lüfter und dann 4 Platten übereinander. DA ist es kein Wunder, daß die Platten wirklich pervers heißlaufen und früher oder Später den Geist aufgeben - zumindest "überdurchschnittlich häufig".
Aber wenn der Gehäuse an sich anständig durchlüftet ist und dann vorne eine oder zwei Platten mit etwas Abstand eingebaut sind, dann braucht man eben keine aktiven Lüfter zusätzlich direkt davor.
Ob eine Festplatte nun aber bei 42°C - 47°C oder bei 33°C - 38°C läuft, ist herzlich egal. Beides ist bei weitem nicht kritisch. Weder zu warm noch zu kalt.
SMART sollte beim Systemstart, wenn aktiviert, und das war es bei den Rechnern im Unternehmen, eine passende Meldung ausgeben, ob kritische Werte erreicht wurden oder nicht. Es werden ja nicht umsonst auch immer "Worst"-Werte hinterlegt.
Wie gesagt: Die Idee hinter SMART finde ich ja gut, aber die Zuverlässigkeit ist mangelhaft. Ich habe REIHENWEISE defekte Festplatten getauscht, die laut SMART heile waren. Nicht nur eine.

Antworten derGhostrider
- 0 +

Pardon, das mit der Braterei hatte ich wohl etwas falsch verstanden.
Ansonsten sind wir einer Meinung. SMART: Idee gut, Umsetzung mangelhaft.

Antworten _TK_
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