Die neuesten Produkte von GIGABYTE hier im Überblick
hallo, bin zur zeit am überlegen ob ich mir eine ssd als systemplatte zulege.. spiele und daten sollen weiterhin auf meiner 500gb hdd installiert werden
da ich im internet überall nur verwirrede und z.T. stark veraltete empfehlungen / tests etc finde wollt ich mal bei euch um ne beratung bitten....
was ist momentan zu empfehlen? welche größe sollte ich nehmen? hatte an sich so an 25-50gb gedacht, lasse mcih allerdings auch gerne belehren...
was kosten denn gute geräte überhaupt? finde da zwsichen 50 und 5000€ alles *g*
hoffe mir kann wer helfen...
ach ja falls benötigt:
System:
Asus p5q pro
Core 2 q6600
9800gtx+
4gb 800er DDRRam
500gb maxtor hdd
http://www.schottenland.de/preisve [...] 25-S2-32GB
Das ist die einzige, die man richtig empfehlen und auch in Deutschland kaufen kann.
Warum?
Alle anderen SSDs (außer baugleiche Intel) brechen bei vielen Anwendungen
wegen dem langsamen Random-Write ein. Manche mehr, manche weniger.
Die guten sinken auf das Niveau der Veloci Raptor, manche,
wie die Transcend TS32GSSD25-M brechen sogar auf 0,1MB/s zusammen.
Die Teile von Kingston/Intel haben eine extrem große Leistung und
halten diese dank Controller und SLC-Chips auch zu jeder Zeit.
Ich würde allerdings noch warten, bis die Dinger reifen und sich
preislich dem Massenmarkt nähern.
Wenn du unbedingt etwas Schnelleres willst,
kannst du dir die Wartezeit mit einer WD Veloci Raptor versüßen.
So grob hat Weltenspinner schon recht. Hier im Forum finden sich immer wieder User, die noch Probleme mit ihren SSDs haben. Die OCZ Vertex klingen von Ihren Werten her z.B. super, schlagen sich an manchen Controllern sehr schlecht und werden zusätzlich, sobald der Speicherplatz einmal vollständig beschrieben wurde, langsam.
Die Intel SSDs sind da wohl besser, auch wenn deren Daten auf den ersten Blick eventuell gar nicht mal besser zu sein scheinen.
SLCs sind vor allem beim Schreiben die bessere Wahl, aber auch deutlich teurer. MLCs sind aus Sicht des Endbenutzers, günstiger, dafür beim Schreiben langsamer.
Die Haltbarkeit von MLCs ist für den privaten Einsatz kein Problem. Dank Wear-Levelling muß man sich da wohl keine großen Gedanken in den nächsten 5 Jahren machen.
Allerdings sollte man darauf achten, daß die SSD nach Möglichkeit nicht randvoll wird, da ansonsten die Geschwindkeit zusätzlich abnimmt.
Für eine OS-Platte würde ich also, ne nachdem, wie Sparsam Du bist, 32GB oder besser 64GB Vorschlagen. (Ich komme i.d.R. mit 15GB so eben aus - 4GB Swapfile mit eingerechnet). Da .Net Framework und andere Zusätze aber in letzter Zeit extrem zugenommen haben, wird das leider etwas knapp. 32GB wären bei mir mehr als nur genug, mit 64GB sollte man auch noch reichlich Luft für zukünftige Anwendungen jeder Art haben.
Eine 64GB SLC SSD kostet natürlich richtig viel Schotter (ca 700 Euronen):
http://www.heise.de/preisvergleich/a365724.html
Die Kingston E-Series (also SLC) konnte ich nun gar nicht auf Anhieb mit 64GB SLC finden.
Nach allem was ich hier gelesen habe, habe ich mich vor ca. zwei Monaten auch entschlossen,
mal als Boot HD eine SSD einzusetzen.
Ich habe die Kingston/Intel 30GB genommen - meine Systempartion ist so um die 21-22 GB
(Auslagerungsdateien, große Programme liegen auf einem anderen Drive).
ACDSee füllte sie mir neulich (die Datenbank - die ich sowieso nie verwende) voll. Habe
die natürlich wieder entsorgt - jetzt sind wieder 6GB frei.
Diese berüchtigte Geschwindigkeitsabnahme konnte ich aber dennoch bisher nicht beobachten.
Die günstigere Kingston/Intel SSD mit MLC Speicher habe ich als "schneller" Drive für Fotodaten jetzt
ebenfalls eingebaut - funktioniert ebenfalls merkbar schneller.
Im Büro habe ich mich gespielt mit RAID0 (Software). Nachdem es wie zu erwarten war nicht wirklich weltbewegendes
passierte, habe ich mich auch mit SAS und SATA HD's am Harwareraid gespielt.
Der einfachste und kostengünstigste Weg (ohne die Nachteile eine teuren HW Controllers und die Datenunsicherheit von RAID0)
dürfte diese Intel SSD sein.
Da keine besonderen Controller/ Treiber notwenig sind, hat das auch den Vorteil, dass ich das ganze einfach als IMG sichern kann.
Die "übriggebliebene" Velociraptor läuft in meinem kleinen MySQL/PhP Server...... ist schnell, aber gegen die der Intel SSD
ist sie langsam.
Siegfried
--
1.4. TagesausFLUG mit ausgeborgter B737-800
@iamsiggi:
Diese Geschwindigkeitsabnahme soll bei der OCZ SSD ziemlich deutlich ausfallen. Also auch, sobald das Wear-Levelling einmal die ganze SSD "durch" hat. Mehr kann ich da auch nicht zu sagen - 7Oby ist da wohl der Spezialist.
Der treibt sich wohl häufig genug bei OCZ im Forum herum und kennt dort die Geschichten der User besser.
Bei (guten) SLCs sollte das so oder so nicht so stark auftreten KÖNNEN, da SLCs ja besser zu beschreiben sind. Schön zu hören, daß bei Dir die SLC-SSD so gut rennt.
Hast Du rein zufällig ein paar Benchmarks in der Hosentaschen, die Du vorzeigen könntest? HD-Tune Pro, Atto, etc? (Wobei ATTO wohl eh nicht gerade aussagekräftig ist bei SSDs. HD-Tach brauchst Du erst gar nicht anwerfen. *g*)
Ich werde mir die Intel X25-M mit 80GB und MLC-Chips gönnen, sobald diese weniger als 200€ kostet.
Zwar langsamer im Schreiben als die X25-E mit 32GB und SLC-Chips, aber bei gleichem Preis halt mit mehr "Platz".
Der Link führt auch zu zwei Tests:
http://geizhals.at/deutschland/a365725.html
Ich würde die privaten Tests von iamsiggi bevorzugen. Das ist halt eine handelsübliche SSD, kein "für PR-Zwecke-handselektiertes" Gerät, eine SSD mit SLC-Chips und in einem "normalen" Rechner eingebaut, der nicht nur für Benchmarks hergerichtet ist.
Das sind dann sozusagen realistische Werte. Natürlich nicht unbedingt ideal übertragbar, aber interessieren würden mich die Werte schon.
| derGhostrider schrieb : Ich würde die privaten Tests von iamsiggi bevorzugen. Das ist halt eine handelsübliche SSD, kein "für PR-Zwecke-handselektiertes" Gerät, eine SSD mit SLC-Chips und in einem "normalen" Rechner eingebaut, der nicht nur für Benchmarks hergerichtet ist.
|
Ich habe mir mal das HD TunePro installiert:
Read zeigt sie sehr konstant um die 200 MB/s (Miniumum 189,6 Max:201,6)
So sieht es mit HD TunePro aus:
Write kommt ein Fenster, das mir sagt dass es ausgeschaltet ist ....ich will auch keine Partitions
vorher entfernen wie geschrieben wird....
Die MLC 70GB SSD zeigt bei read: ziemlich genau bei 150MB/s (min 140, Max:153)
So sieht es mit HD TunePro aus:
Ich habe aber trotzdem mal zum HD Tach gegriffen:
Es ist wirklich mein Arbeits PC mit 4 (750 - 1TB HD's)
laufendem TrentMicroSecurity Pro (Viele Jäger sind der Hasen Tod... normalerweise habe ich anderes).
auf einem ASUS M3A32 MVP Delux.
Sapphire Radeon X850
2x2GB DDR2 Speicher.
Und allerlei via USB / eSATA angestöpselt je nach Bedarf.
Ich hoffe ihr könnt damit was anfangen....
Siegfried
--
Mein Fotobuch vom AusFlug ist auch fertig....uff!
Vielen Dank!
Vor allem die Zugriffszeiten wollte ich sehen.
Schade, daß kein Write-Test möglich ist, aber man kann halt nicht alles haben.
Sieht aber ansonsten wirklich gut aus.
Gute N8.
| derGhostrider schrieb :
|
Ups -sehe gerade, bei der ersten Grafik habe ich meine eSATA Wechselplatte in
der Icy Box erwischt erwischt..
hier ist die Bootplatte Intel32GB SSD (SLC)
Siegfried
@Siggi: Kann es sein, daß Deine "Wechselplatte" auch eine SSD ist? ... (OCZ irgendwas)
Ich wollte gerade schon fragen: "Welche normale SATA-Platte ist SO schnell?"
Habe nicht richtig aufgepasst, sonst hätte mir das auffallen müssen. Die Daten der Intel-SLC-SSD sind dann ja sogar nochmal besser als das vorherige Ergebnis und passt nun eigentlich auch erst zu dem, was Du geschrieben hast.
Gestern Nacht war's halt einfach schon zu spät... *zzzZZZzzz*
Ja ich hab mir schnell mal eine günstige SSD geholt für eine Wechselrahmen IcyBox USB/eSATA oder einschub
im PC und eben intern versorgt:
SSD OCZ 2,5"/SATA/USB RAID MLC 30GB 1SLD30G
Da sind mit TC verschlüsselt meine "immer dabei" Daten drauf.
Mit dem eSATA Anschluss war ich wegen der seit längerem fehlenden Auswurfmöglichkeit
etwas unglücklich. (Bei den alten M2NPV Boards ist das noch gegangen (nForce2 chipset)).
Auch wenn ich es gerade für meine Daten nicht wirklich brauche.
Für Externe andere eSATA Laufwerke hätte ich es dann doch gerne.
So habe ich mir einen billigen Controller besorgt, der SATA und eSATA hat, einzig den
PROMISE FastTrak TX4302 hatte der Großhandel (Ingram Micro) ist ein PCI controller.......
Alternativ habe ich auch eine PCIe Adaptrek RAID 1225SA 2xeSATA (300GB/s) gekauft
aber der hat nur intern 2x SATA.
Na jedenfalls funktioniert seither das Hot Plug und unplug wieder
hi,
also um nochmal auf mein anfängliches "Problem" zurückzukommen...
hab mir die letzen wochen wieder einige tests durchgelesen und bin z.Zt. sehr an der Mushkin Eurpe 2 serie interessiert...
gibt es momentan gründ die gegen die laufwerke sprechen? sollte ich die 120er platte nehmen? meine mal gelesen zu habendass die irgendwie schneller als die 60er sein kann, finde das aber nciht wieder.. liege ich da richtig??
| thana schrieb : bin z.Zt. sehr an der Mushkin Europe 2 serie interessiert... |
Die hat einen Indilinx Barefoot Controller, der sehr gut ist. Man würde aber wohl statt der Mushkin Europe 2 eine andere baugleiche nehmen, die ein paar Vorteile hat.
Die Mushkin ist teurer
http://geizhals.at/deutschland/a431831.html
als die baugleiche SuperTalent Ultradrive GX 64GB:
http://geizhals.at/deutschland/a390427.html
Diese SuperTalent Ultradrive würde man nehmen. Denn sie bringt auch seit 10. August Windows 7 TRIM Support (Firmware 1711:
http://www.supertalent.com/support/driver_download.php
Bei Mushkin finde ich keine Firmwareupdates u. nur SuperTalent ist bekannt für einen schnellen Firmware Update support. OCZ Vertex (ebenfalls baugleich) ginge auch noch, die bringen aber die Firmware auch langsamer als SuperTalent raus.
| thana schrieb : sollte ich die 120er platte nehmen? meine mal gelesen zu habendass die irgendwie schneller als die 60er sein kann, finde das aber nciht wieder.. liege ich da richtig?? |
Wenn Du mit der 60er Platzmäßig hinkommst KEINE 120er nehmen. Ja, die 120er ist vielleicht einen Tick schneller, aber nur in Benchmarks - nicht in der Praxis.
Für Indilinx Barefoot Controller spricht, dass je nach Modell jetzt schon nativer TRIM Support für Win7 (und manueller TRIM Support für Vista) zur Vergügung steht. Gegen Indilinx spricht, diese Platte (Intel X25-M postville):
http://geizhals.at/deutschland/a444063.html
Mit 80GB für ein OS genau richtig. Die Intel ist im allgemeinen schneller:
http://www.anandtech.com/storage/showdoc.aspx?i=3607
Aber auch kein in der Praxis.
Es gibt durchaus einen Grund für eine größere SSD: Wear Levelling.
Zu volle SSDs sind nicht gut auf dauer, da es die Lebenszeit stark verkürzt. Wenn man mit 60GB also nur "soeben" hinkommt, dann sollte man lieber eine 80GB oder, falls es keine 80GB sondern nur 120GB gibt, eine 120GB nehmen.
Eine Randvolle SSD ist, vor allem mit MLCs eben nicht das beste, was man machen kann.
Ich behaupte nun einfach mal, ohne empirische Daten vorweisen zu können, 10GB sollten mindestens frei bleiben (wenn die SSD "voll" ist). Besser ist es, wenn etwas mehr frei ist.
hmm, also die empfohlene 80gb hdd vonintel liegt ja ungefähr im selben preisrahmen...
hat die den ggüber indilinx controllern noch anchteile oder ist die in allen bereichen besser?
ich sag mal ich geb lieber 20-30 € mehr für ne 80er platte aus als dass cih das doppelte für ne 120er platte auf den tisch legen möchte
| thana schrieb : hat die den ggüber indilinx controllern noch anchteile oder ist die in allen bereichen besser? |
Die Intel X25-M Postville hat eine geringere sequentielle Schreibrate. Dennoch ist sie insgesamt in der Praxis schneller. Designer von SSDs müssen einen Tradeoff zwischen sequentieller Datenrate und Zugriffszeiten (für kleine Dateien) machen und niemand macht das im Moment so gut wie Intel.
Damals als die ersten Indilinx Controller auf den Markt kamen hatte Anand (von www.anandtech.com) das Problem schnell erkannt u. folgende Empfehlung an die Designer abgegeben:
| Zitat : I told him it sucked. He said that wasn’t fair. We argued over email but he came back and asked me what I needed to see to make the drive better.
|
http://www.anandtech.com/storage/s [...] =3531&p=20
Wenn Du die Tests anschaust: Die Intel hat weiterhin eine etwas geringere Streamingrate (insbesondere bzgl. Schreibrate) dafür aber geringe Zugriffszeiten bei kleinen Dateien. In der Praxis wie die Tests zeigen wertvoller.
Darüberhinaus hat die Intel bisher KEINEN TRIM Support. Dieser ist für die Postville angekündigt (nicht für die alte X25-M, sondern nur für die neue X24-M "Postville" ). TRIM wird die Intel auch nur in Win7 funktionieren. Nicht für Vista wie für die SuperTalent (Indilinx). Das wird wohl per Firmware Update kommen.
Nunja, TRIM ist ja auch kein Allheilmittel. Die Verzögerungen werden nur vom Schreiben zum Löschen verschoben. Mit etwas Aufwand und Know-How können die SSDs das auch selbständig lösen - ganz ohne Wissen des OS.
Schließlich soll TRIM nur dafür sorgen, daß beim Schreibvorgang nicht jede zu beschreibende Zelle erst noch gelöscht werden muß. Das wird dann eben bereits dann erledigt, wenn eine Zelle als "nicht mehr aktuell" markiert wird.
Ich bin gespannt, wie sich das in Zukunft entwickelt und wo es effektiver sein wird: Bei den SSDs, die auf den ATA-TRIM-Befehl setzen, der von bestimmten Betriebssystemen unterstützt werden muß, oder bei denen, die es automatisch und somit auch unabhängig vom OS regeln.
Zur Zeit halte ich es etwas schwierig anhand eines Features festzulegen, welche SSD die bessere Wahl ist.
Prinzipiell würde ich allerdings zur Postville greifen. Ein schönes Produkt, welches in den meisten Benchmarks einen durchaus ausgereiften Eindruck macht. Intel bringt Firmware-updates, wenn nötig, und die Grundleistung und Qualität scheinen ebenfalls bereits zu stimmen.
Prinzipiell wüsste ich also keinen Grund, der HEUTE gegen eine Postville im Desktop spricht.
Die SSDs mit Indillinx sollen allerdings auch gut sein. Wirklich "falsch" kann man wohl weder mit den einen als auch mit den anderen liegen. Wie sich das in einem Jahr verhält ist eine andere Frage, die noch niemand zu 100% beantworten kann. Man könnte also auch eine Münze werfen.
| derGhostrider schrieb : Die Verzögerungen werden nur vom Schreiben zum Löschen verschoben. Mit etwas Aufwand und Know-How können die SSDs das auch selbständig lösen - ganz ohne Wissen des OS. |
Die SSDs könnten es nur selbständig, wenn sie das Filesystem kennen und verstehen würden. Zum einen ist dies unheimlich aufwändig - gerade mit der Einführung von SSD schießen Filesysteme wie Pilze aus dem Boden: ext4, Tux3, Btrfs, NILFS2, MFT (Managed Flash Technology). Zum anderen ist es immer schlecht wenn man in geschichteten Architekturen in die untere Schicht KnowHow der oberen Schichten verbastelt.
Aus dem Grund wurde TRIM "erfunden": Eine Filesystem unabhänigige Schnittstelle um der SSD mitzuteilen welche Datenblöcke "nicht mehr aktuell" sind. Natürlich braucht dies Erweiterungen am Filesystem Treiber, der letzten Endes die TRIM Kommandos verschicken muss. Deshalb auch erst Support ab Win7 u. neueren Linux Kernel versionen.
| derGhostrider schrieb : Bei den SSDs, die auf den ATA-TRIM-Befehl setzen, der von bestimmten Betriebssystemen unterstützt werden muß, oder bei denen, die es automatisch und somit auch unabhängig vom OS regeln. |
Wie gesagt: "Unabhängig vom OS" bedeutet "abhängig vom Filesystem". Denn wenn das OS Einträge im Verzeichnis (Master File Table bei NTFS und File Allocation Table bei FAT32) löscht, dann muss die SSD verstehen welche Datenblöcke gemeint sind.
Wenn ich das Namensschild an der Klingel des Mehrfamilienhauses entferne, muss das Kommando Wohnungsauflösung + Streichen kommen u. die gesamte Bude putzen. Dazu muss ich wissen welche Wohnung zur Klingel gehört, damit ich nicht die falsche Bude putze. Bei der Klingel ist das einfach - da hört man das.
| derGhostrider schrieb : Prinzipiell wüsste ich also keinen Grund, der HEUTE gegen eine Postville im Desktop spricht. |
Man könnte das übliche nennen: Potentiell Kinderkrankheiten. Ist ja nicht so, dass wir bei Festplatten u. SSDs in jüngster Zeit vermehrt Rückrufaktionen u. dringende Firmwareupdates ausstehen hatten. Auch die Indilinx Controller haben eine lange Zeit der Reife hinter sich.
Es gäbe wohl schon möglichkeiten anhand der Zugriffsmuster und einem kleinen Log Daten und MFT einander zuzuweisen, allerdings frage ich mich gerade, was bei einer SSD passiert, wenn man ein Dual-boot mit unterschiedlichen Partitionen und Dateisystemen laufen lässt - ohne TRIM.
Nehmen wir an, daß die SSD genau halbiert wird bei der Partitionierung. Partitionierung sehen nur wir, der SSD ist das ja relativ egal. nun wird auf der einen Partition sehr viel geschrieben (vollständig gefüllt), gelöscht und dann nochmal wieder geschrieben. Nun sind 50% als "zu löschen" markiert und 50% bereits belegt.
Kann man in einem solchen Fall überhaupt irgendetwas auf der anderen Partition mit dem anderen OS und dem anderen Dateisystem speichern?
Dieses Dateisystem hat keine Ahnung, daß irgendetwas jemals belegt war und gelöscht wurde. Das OS ebenfalls, denn alle Vorgänge wurden unter einem anderen OS durchgeführt.
Wen die SSD nicht weiß, welche Zellen tatsächlich gelöscht werden dürfen, dann dürfte man zu diesem Zeitpunkt NICHTS mehr auf der zweiten Partition speichern können.
Wenn die SSD aber doch die, eigentlich nur im MFT gelöschten, Zellen erkennen kann und erneut beschreibt, könnte der Löschvorgang auch automatisch und zu einem beliebigen anderen Zeitpunkt erfolgen.
Hat mal jemand eine SSD und Linux zum Testen?
| derGhostrider schrieb : Es gäbe wohl schon möglichkeiten anhand der Zugriffsmuster und einem kleinen Log Daten und MFT einander zuzuweisen |
Mitnichten. Spätestens bei gleichzeitigem Zugriffen mehrerer Betriebssystemthreads bist Du aufgeschmissen, da Du Raceconditions bekommst und nicht mehr auflösen kannst welcher Zugriff zu welchen Daten u. Verzeichniseinträgen gehört. MFT und Daten liegen im allgemeinen NICHT zusammen. Das sind somit mindestens zwei einzelne Schreib- bzw. Lesezugriffe (Bei der Platte kommen zwei Befehle an).
Jedes Filesystem speichert seine Einträge im Verzeichnis auf komplett unterschiedliche Art und Weise. Während FAT u. NTFS ihre Belegungstabellen zentralisiert speichern, verteilt ext2 (ext3/4) die Belegungsbitmaps quer über die gesamte Platte. Sie haben darüber auch ein komplett unterschiedliches Layout.
| derGhostrider schrieb : , allerdings frage ich mich gerade, was bei einer SSD passiert, wenn man ein Dual-boot mit unterschiedlichen Partitionen und Dateisystemen laufen lässt - ohne TRIM. |
Da kommt sich überhaupt nichts in die Quere weil ein Betriebssystem die LBA Sektoren 64 - 50000 belegt und das andere Betriebssystem die LBA Sektoren 50001 - 100000.
Das Wear-Leveling macht die SSD transparent. Das führt im übrigen auch dazu, dass bei Deiner Füllung oben von 50% die Platte zu weitaus mehr als 50% belegt ist. Für jeden einzelnen Schreibzugriff nimmt sich die SSD zunächst einen leeren Erase Block (hat eine Größe von 64kb - 128kb) - selbst wenn Du da nur 512 Byte ablegst.
Ja und? Die LBA-Sektoren sind schon bei Festplatten nur noch eine Adresse, die intern umgemappt wird, nur daß bei SSDs die Sektoren nichtmal mehr fest sind, wie es bei Festplatten der Fall ist, sondern vollkommen frei von der Logik der SSD selbst vergeben werden. Daher ist ja auch das defragmentieren auf SSDs sinnlos.
Wo welcher Sektor liegt weiß die SSD also schon, nur das verändert sich doch mit jedem Schreibzugriff.
| derGhostrider schrieb : Ja und? |
Das ist die Antwort auf deine Frage:
| derGhostrider schrieb : Dieses Dateisystem hat keine Ahnung, daß irgendetwas jemals belegt war und gelöscht wurde. Das OS ebenfalls, denn alle Vorgänge wurden unter einem anderen OS durchgeführt. |
Die zwei Dateisysteme in unterschiedlichen Partitionen kommen sich nicht in die Quere weil sie sich über unterschiedliche LBA Adressen erstrecken.
Falls Du etwas ganz anderes gemeint hast: Nämlich vorn Windows XP und hinten Windows 7 mit TRIM Support. Und Du bootest jetzt Windows XP und modifizierst damit damit die NTFS Partition von Windows 7. Auch da kommt sich überhaupt nichts in die Quere. Das Filesystem bleibt konsistent. Das Nicht-TRIM fähige Windows XP sorgt halt dafür, dass manche Schreibzugriffe etwas langsamer von statten gehen (dann auch unter Win7 bis sich alles wieder zurechtgetrimmt hat).
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Nimm zwei Blatt Papier Din A4 kariert. Auf dem rechten Bogen kannst Du Schreiben (irgendwelche Matheformeln rechnen). Für jedes Kästchen, dass Du beschreibst markierst Du im Linken Blatt, dass es belegt ist, indem Du das entsprechende Kästchen ausmalst. Das linke Blatt sagt Dir welche Kästchen rechts belegt sind. Willst Du etwas löschen, dann löscht Du zuerst im linken durch wegradieren. Anschließend im rechten wegradieren und kannst dann drüberschreiben.
Wenn jetzt zwei Personen unabhängig von einander mit den Blättern arbeiten: Der eine löscht immer links und rechts (TRIM Support Win7 ). Der andere ist faul, der löscht nur links (WinXP - kein Trim) und markiert so was er noch braucht u. was nicht. Die kommen sich nicht in die Quere. Anhand des linken Blattes sucht man sich eine freie stelle im rechten Blatt. Steht dort schon was muss man vor dem Schreiben radieren - steht dort nichts, kann man direkt drauflosschreiben.
Die Metapher besticht nicht durch Praxistauglichkeit, aber genauso funktioniert das Filesystem und TRIM. Eine SSD braucht den Radiergummi für's rechte Blatt. Eine Festplatte nicht, da sie einze Sektoren (512 Byte) schreiben kann unabhängig davon was dort zuvor stand. Eine SSD muss zuerst löschen.
Was TRIM macht ist mir klar, aber das mit den LBAs halte ich für falsch, da es keine feste LBA-Zuordnung gibt. Wo welcher Sektor tatsächlich geschrieben wird, also in welcher Flash-Zelle, ist vom Wear-Levelling abhängig, nicht von der scheinbar zugewiesenen Adresse.
Ansonsten würde Wear-Levelling gar nicht funktionieren.
Oder anders, um Deine Argumentation aufzugreifen: Die SSD hat keine Ahnung, was gespeichert wird. Die SSD kümmert sich also nur darum, daß es gespeichert wird und zwar möglichst gut verteilt auf den gerade nicht verwendeten Zellen.
Apropos: Das widerspricht eigentlich der Theorie, daß SSDs nicht wüssten, welche Zellen benutzt werden und welche nicht, denn irgendwann sind, ohne TRIM, alle Zellen mindestens einmal benutzt worden und alle "verfügbaren" als "zu löschen" markiert. Wie sollte das möglich sein, wenn die SSD gar nicht wüsste, welche denn nun zu löschen sind? Wie sollte dann überhaupt irgendetwas geschrieben werden?
Da stimmt etwas in der Darstellung der SSDs ohne TRIM grundlegend nicht und ist somit falsch.
Die SSD muß also, zumindest teileise, wissen, welche Zellen gelöscht (überschrieben) werden können.
Folgendes Konstrukt: Man nehme eine 4k Datei vom "Anfang des Datenträgers", lösche diese und schreibe sie anschließend erneut.
Das OS würde sie sie, nach der Sektorenansicht, wieder dort schreiben, wo sie zuvor war: Im ersten unbenutzten Bereich, in dem sie passt. LBA-Adresse identisch.
Die SSD hingegen nimmt eine neue Zelle, die weniger Schreibzyklen mitgemacht hat.
Wiederholt man den Lösch-Schreib-Zyklus dieser Datei hinreichend oft, dann erreicht man irgendwann die letzte noch unbenutzte 4k-Flash-Zelle auf der SSD, während das Dateisystem immernoch meint in den ersten Sektoren rumzuschreiben.
Was passiert denn nun beim nächsten Schreibvorgang?
Hätte die SSD keine Ahnung, daß die Zellen gelöscht wurden, könnte kein weiterer Schreibvorgang stattfinden. Das OS hat zudem immer nur die gleiche LBA-Adressen am scheinbaren Anfang des Datenträgers adressiert.
| derGhostrider schrieb : Oder anders, um Deine Argumentation aufzugreifen: Die SSD hat keine Ahnung, was gespeichert wird. Die SSD kümmert sich also nur darum, daß es gespeichert wird und zwar möglichst gut verteilt auf den gerade nicht verwendeten Zellen. |
Selbstverständlich weiß die SSD welche LBA Adresse auf welche Flash Page gemappt ist. Und zwar NUR die SSD. Das OS weiß das nicht. Mit und ohne TRIM.
Ich hab' niemals behauptet die SSD wüsste nicht welche LBA Adresse auf welche Flash-Page abgebildet ist. Das war bisher auch der Grund warum beim Flashen der Firmware bei SSDs teilweise alle Daten verloren gingen. Sie haben wohl an der Kodierung dieser Abbildung nochmal gedreht u. damit waren die Daten der SSD dann verloren.
| derGhostrider schrieb : Da stimmt etwas in der Darstellung der SSDs ohne TRIM grundlegend nicht und ist somit falsch. |
In wessen Darstellung?
| derGhostrider schrieb : Was passiert denn nun beim nächsten Schreibvorgang? |
Die SSD erkennt, dass sie keinen leeren Eraseblock mehr hat. Sie wählt daher einen Eraseblock aus nehmen wir 0kb - 128kb und liest den Inhalt in ihren schnellen Cachespeicher. Anschließend löscht sie den kompletten Eraseblock. Und als letztens kopiert sie in die erste Page 0kb - 4kb die neuen Daten und 4kb - 128kb die alten Daten aus dem Eraseblock von denen sie nicht weiß ob das echte Nutzdaten sind.
Was Du damit gerade beschrieben hast ist genau die Stelle an der die Performance der SSD ohne TRIM runtergeht. Ab diesem Zeitpunkt ist die SSD "voll" und jedes Schreiben bedeutet ab dort (ohne TRIM) immer Lesen, Löschen, Schreiben.
Nochmal:
Natürlich weiß eine SSD, welcher LBA wohin gemappt wurde. Dieses Mapping verändert sich aber ständig.
Eine Partition von LBA 64 bis x und eine zweite LBA x+1 bis ende ändert daran doch nichts. Die Zuordnung ist nicht fest. Es werden ja nicht alle LBA-Sektoren einzeln geschrieben oder sonst wie sofort fest zugewiesen, denn WENN das der Fall wäre, wäre Wear-Levelling unmöglich. Die Zuordnung kann also erst dann erfolgen, wenn Daten geschrieben werden.
Demnach ist Deine Argumentation, die sich auf die Zuweisung der LBAs für zwei Partitionen stützt und deswegen nichts durcheinander kommen kann, von oben nicht richtig.
| Zitat : Da kommt sich überhaupt nichts in die Quere weil ein Betriebssystem die LBA Sektoren 64 - 50000 belegt und das andere Betriebssystem die LBA Sektoren 50001 - 100000. |
Wie gesagt: Wo Block 64 geschrieben wird, weiß nur die SSD. Solange die "hinteren" Blöcke 50001 bis 100000 nicht verwendet wurden, sind sie auch nicht auf feste Flash-Zellen zugewiesen.
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Wenn alles einmal benutzt wurde: Ja, genau da ist eben der Punkt erreicht, an dem TRIM einschreiten würde. Das ist mir klar.
Aber auch ohne TRIM muß die SSD wissen, wo sie schreiben darf und wo nicht. Das ist eben NICHT anhand der LBAs auszumachen, wie es mein 4k-Schreib-Beispiel zeigte: Es wird IMMER der gleiche LBA geschrieben, aber die gesamte SSD ist benutzt und es liegen überall Daten, die eben nur nicht mehr aktuell sind.
Die SSD weiß aber, welche nicht mehr aktuell sind!
Das ist etwas, was Du zuvor verneint hast, mit der Begründung, daß die SSD dafür Zugriff auf das Dateisystem (Verständnis für das Dateisystem) bräuchte.
Ansonsten kannst Du mir nun bitte mal erklären, wie die SSD 4k ersetzen sollte, wenn alle Flash-Zellen gleichmäßig benutzt und ungekennzeichnet wären. Das wäre ja eine reine Lotterie, ob danach tatsächliche Daten überschrieben würden oder nicht (alte Inhalte überschrieben).
Das, was ich schon x Beiträge weiter oben versuchte zu sagen war, daß die SSD sehr wohl weiß, welche Zellen benutzt sind und welche nicht (aber mit ungültigen Daten gefüllt). Vielleicht anhand der LBA-Zuordnungstabellen, vielleicht auf irgendeine andere Art und Weise. Das ist herzlich egal.
Nur weil die SSD weiß, welche Zellen "alt" sind, also überschrieben werden dürfen, kann sie auch auf diesen Zellen schreiben.
Diese Informationen kann das Betriebssystem gar nicht bereit stellen - es muß also zweifelsfrei in der SSD entschieden werden.
Wenn die SSD es zu dem Zeitpunkt weiß, dann weiß sie es aber auch schon, sobald die Zelle als "alt" markiert wird.
Egal ob nun in regelmäßigen Abständen als Job oder direkt bei der Markierung einer Zelle als Alt: Sie könnte von der SSD direkt gelöscht werden. Ganz ohne TRIM, denn das Löschen vor dem Schreiben passiert ebenfalls ohne TRIM.
Es ist vollkommen unmöglich, daß die SSD keine Ahnung hat, welche Zellen nicht mehr benötigt werden und dann auf gut Glück irgendwelche Blöcke ausliest, 4k löscht, überschreibt und den Rest wieder speichert. Das wäre eine Garantie für Datenverlust.
Und da das Dateisystem keine Ahnung hat, wo die SSD etwas gespeichert hat und wo nicht, muß das in und von der SSD eindeutig entschieden werden.
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Edit:
Natürlich weiß die SSD welcher LBA neu geschrieben wurde, da sie dafür die Anweisung bekommen hat:
Überschreibe LBA XYZ. Diese Zuweisung ist eindeutig für die SSD, auch wenn danach andere Flash-Zellen verwendet werden. In einer Tabelle hält die SSD fest: Flash-Zellen 123 (früher: LBA XYZ) können überschrieben werden.
Die neuen Flash-Zellen 456 halten nun LBA XYZ.
Irgendwann hat man eine schöne große Liste an Zellen, die alle gelöscht werden dürfen. Verwendet man dafür einen einfachen FIFO, so hat man ein grundlegendes Wear-Levelling bereits implementiert.
Ganz egal, welches Dateisystem auf der SSD ist, die Schreibbefehle selbst und die Verfolgung dieser mit einfachen Listen erlaubt der SSD zu entscheiden, welche alt und welche nicht.
Oder wo ist da der Fehler?
| derGhostrider schrieb : Oder wo ist da der Fehler? |
Das löst sich alles in Wohlgefallen auf - keine Sorge.
Der Aspekt über den Du Dir die ganze Zeit den Kopf zerbrichst ist Wear-Leveling. Wir sind uns darüber einig, dass die SSD natürlich genau weiß welche LBA Adresse auf welche Flash-Page gemappt wird. Und das ist auch alles richtig was Du schreibst. Was Du übersehen hast, ist wie das Filesystem arbeitet. Dazu ein Beispiel u. Du siehst sofort wo die SSD aufhört zu wissen was belegt ist und was nicht.
Ich nehm' nochmal eine SSD mit 100000 LBA Sektoren. Die Abbildung von LBA Adressen auf Flashpage Adressen ist jetzt unwichtig. Nehmen wir nur eine NTFS Partition an u. das MFT (Master File Table) liegt in der Mitte u. belegt ein paar Sektoren ab LBA Sektor 50000.
Eine ziemlich große Datei liegt auf den Sektoren 60000 - 70000. Und Du löscht diese Datei. Was das Betriebssystem dann macht ist, dass es lediglich einen bestimmten Sektor im MFT modifiziert. Auch nicht löscht, sondern einfach die Datei aus dem Belegungsverzeichnis löschz. Es wird nur ein Sektor geändert u. wenn Du nach dem Löschen ein Undelete Tool verwendest, dann sie die Daten wieder da, weil sie physikalisch noch auf Sektor 60000 - 70000 liegen.
Was die SSD nun nicht wissen kann ist, dass gerade Sektor 60000 - 70000 frei geworden sind. Und genau das leistet TRIM. Mit TRIM sagt das OS der SSD: "Hey 60000 - 70000 sind jetzt frei". Das macht das OS ohne TRIM nicht (siehe Undelete Beispiel).
Wo der Unterschied zwischen TRIM und Wiper ist wird auch auf Wikipedia gut erklärt:
http://en.wikipedia.org/wiki/TRIM_%28SSD_command%29
Wiper kennt das NTFS Filesystem (und FAT32). Es versteht genauso wie Acronis Trueimage welche Sektoren einer Partition belegt sind und welche nicht. Das ist der Filesystem abhängige Part. Und Wiper löscht dann die Sektoren. Ein Betriebssystem löscht üblicherweise keine Daten - nur mit speziellen Erase tools.
Tja, bleibt dennoch die Frage, was eine SSD macht, wenn OHNE TRIM irgendwann in allen Flash-Zellen (alte) Daten liegen. Wo und wie sollte dann geschrieben werden? Wie kann die SSD dann entscheiden, wo geschrieben werden darf und wo nicht, also wo tatsächlich gewollt und noch benötigte Daten liegen und wo nur "Reste" sind?
Das muß irgendwie möglich sein, aber da sind wir nun noch immer keinen Schritt weiter.
Oder behält die SSD die dann "falschen" LBA-Zuordnungen der alten Daten und merkt irgendwann: Da will jemand auf den LBA-Zellen schreiben, die bereits vergeben sind? (Also "overwrite" ) - dennoch wäre das für Wear-Levelling grauhenhaft, da dann ganz schnell extrem wenig Speicher übrig bleiben würde, da für die SSD ohne TRIM eben immer mehr Bereiche als bereits belegt gelten würden.
Irgendwie fehlt da noch eine wichtige Information. So kann es doch wohl nicht ganz sein, sonst würden SSDs nach kurzer Zeit "volllaufen".
Zunächst mal hast Du Recht: Eine SSD ist "schnell" voll in dem Sinne, das die leere Eraseblocks aufgebraucht sind. Dazu reicht schon die Auslagerungsdatei oder Systemwiederherstellung auf der SSD. Windows kritzelt einfach viel auf der Platte rum u. für die Schreibzugriffe werden immer schön neue ca. 128KB Eraseblocks angebrochen, so dass da bald nicht mehr viel frei ist.
Jetzt machen wir 'nen bißchen Mathematik, so dass auch Dein Wear-Leveling ganz einfach geht. Fuchteln wir nicht mit Eraseblöcken rum, sondern nur mit Flashpages 4kb. Sagen wir die SSD hat 10 Flashpages und 3 Ersatzpages. Der Sektor habe jetzt auch 4kb. Wenn man mit Sektorgröße 512 Byte rechnen will braucht man im folgenden an den entsprechenden Stellen nur noch Modulo 4kb und Ganzzahldevision einzustreuen.
Für die Kapazität von 10 Sektoren (= 40 kb) in unserem Beispiel hat das Betriebsssystem die LBA Sektoren 1 - 10 zur Verfügung. Die SSD hat eine Tabelle mit Mappings LBA -> Flashpage und eine Liste mit freien Flashpages. Beim Neukauf der SSD ist noch keine Flashpage beschrieben u. die eine Warteschlage freier Flashpages umfasst 13 Flashpages (10 + 3 Ersatzpages):
LBA -> Flashpage Nummer Liste freie Flashpages: |
Jetzt fängst an die SSD zu beschreiben. Hat eine LBA Andresse noch keine Flashpage Nummer assoziiert, so bedienst Dich in der Warteschlage für freie Flashpages und setzt diese ein. Nach einer Weile könnte dies so aussehen:
LBA -> Flashpage Nummer Liste freie Flashpages: |
Die Abbildung LBA -> Flashpage ist injektiv aber nicht surjektiv in die Menge {1, 13}. Jede LBA Nummer ist nun einer Flashpage zugeordnet u. ich hab's absichtlich etwas durcheinander gewürfelt.
Jetzt soll LBA 7 überschrieben werden. Nach der Tabelle wäre das Flashpage Nummer 9. Wear Leveling aber bedeutet, dass bei LBA 7 nicht ständig Flashpage Nummer 9 überschreiben werden soll. Die ginge sonst nämlich kaputt. Was nun passiert ist, dass aus der "Liste freie Flashpages" das vorderste Element entnommen wird (Nr. 6) und die Flashpage Nummer 9 hinten angehangen. Das sieht jetzt so aus:
LBA -> Flashpage Nummer Liste freie Flashpages: |
Ich kann jetzt dreimal LBA 7 beschreiben bis zum zweiten Mal Flash Adresse 9 überschrieben wird u. habe die Lebensdauer verdreifacht.
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Anmerkungen:
. das geht auch ganz ohne freie zusätzliche Flashpages. Die Abbildung LBA -> Adressen Flashpage ist dann eine Permutation u. somit ein Element aus der symmetrischen Gruppe. Aus der Zyklendarstellung folgt dann, dass man einen beliebigen Zweierzykel für jedes Wear-Levling anhängen darf. Umgangsprachlich: Vertausch auf der rechten Seite der Tabelle einfach zwei Zahlen und es bleibt eine Permutation.
. Hat man keine freien Flashpages, so muss man für jeden Schreibzugriff 2x schreiben (Vertauschen zweier Elemente der rechten Tabellenseite). Da alle Flashpages belegt sind, löst sich ein Schreibzugriff auf eine Page in 1x Lesen einer Page u. 2x Schreiben von Pages auf.
. Wichtig ist eigentlich nur: Die freien Flashpages braucht man nur, um das Wear-Leveling performant implementieren zu können. Man spart sich 1x Lesen + 1x Schreiben. Es ginge auch ganz ohne freie Ersatzpages. Man schreibt umgangssprachlich "Reihe um"
Alles schön und gut, beantwortet die Frage aber überhaupt nicht.
| derGhostrider schrieb : Alles schön und gut, beantwortet die Frage aber überhaupt nicht. |
Ich denke Du müsstest Dir mehr Mühe geben den Sacheverhalt zu verstehen oder präzise Fragen zu stellen. Ich kann versuchen Deine Fragen direkt zu beantworten (denn mir sind die Antworten jeweils absolut klar), aber ohne, das vorangegangene wird Dich das nicht wesentlich weiter bringen:
| derGhostrider schrieb : Tja, bleibt dennoch die Frage, was eine SSD macht, wenn OHNE TRIM irgendwann in allen Flash-Zellen (alte) Daten liegen. Wo und wie sollte dann geschrieben werden? |
Wenn OHNE TRIM alle Flash Zellen belegt sind, werden beim Schreiben auf die selbe LBA Adresse trotzdem immer andere Flashzellen beschrieben. Damit dies effizient gesehen kann, gibt's ein paar Reserverblöcke. Erklärung siehe vorangegangenes Posting.
| derGhostrider schrieb : Wie kann die SSD dann entscheiden, wo geschrieben werden darf und wo nicht, also wo tatsächlich gewollt und noch benötigte Daten liegen und wo nur "Reste" sind? |
Die LBA -> Flashpage Tabelle sagt ob eine Flashpage belegt ist oder nicht.
| derGhostrider schrieb : Da will jemand auf den LBA-Zellen schreiben, die bereits vergeben sind? |
Es gibt keine LBA Adressen, die vergeben sind. Denn wenn das OS sagt, dass es LBA Adresse 0 (= MBR) überschreiben will, dann will es genau das und keine andere LBA Adresse überschreiben.
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P.S.
. Man kann LBA Adressen unabhängig von TRIM u. Wear-Leveling verstehen (= ist ja einfach machen Festplatten ja genauso u. die haben beides nicht).
. Man kann TRIM ohne Wear-Leveling verstehen, denn TRIM ist nichts weiter als ein Löschkommando (Parmeter: Start-LBA und Anzahl LBA Adressen, die genullt werden).
. Und man kann Wear-Leveling verstehen ohne TRIM, denn im Moment gibt's quasi nur eine TRIM fähige SSD u. alle machen Wear-Leveling.
Wenn man alles einzeln verstanden hat, kann man das beliebig zusammenbauen u. puzzeln. Vielleicht hilft Dir das.
| Zitat : Wenn OHNE TRIM alle Flash Zellen belegt sind, werden beim Schreiben auf die selbe LBA Adresse trotzdem immer andere Flashzellen beschrieben. Damit dies effizient gesehen kann, gibt's ein paar Reserverblöcke. Erklärung siehe vorangegangenes Posting. |
Ohne Reserveblöcke, die auch eigentlich nicht DAFÜR gedacht sein sollten, sondern eben für kaputtgeschriebene Blöcke, rennt Deine ganze Theorie aber gegen eine Wand.
Fällt Dir das denn nicht auf?
Zellen voll, Schreibbefehl für neue Daten vom OS auf "irgendeine LBA-Adresse". Und dann?
Welche Zelle soll denn gelöscht werden, wenn alle auf der SSD schon belegt sind? Da stimmt etwas hinten und vorne nicht.
| derGhostrider schrieb : Ohne Reserveblöcke, die auch eigentlich nicht DAFÜR gedacht sein sollten, sondern eben für kaputtgeschriebene Blöcke, rennt Deine ganze Theorie aber gegen eine Wand. |
Während Reserverblöcke bei Festplatten hauptsächlich dazu da sind um defekte Sektoren ersetzen zu können, ist das nicht der primäre Grund für Reserveblöcke bei SSDs. Wie ich schon sagte haben Reserveblöcke bei SSDs fast ausschließlich die Funktion das Wear-Leveling effizient implementieren zu können.
Ist im Absatz Free Space to the Rescue auch ansatzweise erläutert:
http://www.anandtech.com/storage/s [...] i=3531&p=9
und insbesondere:
| Zitat : Intel ships its X25-M with 7.5 - 8% more area than is actually reported to the OS. The more expensive enterprise version ships with the same amount of flash, but even more spare area. |
| derGhostrider schrieb : Zellen voll, Schreibbefehl für neue Daten vom OS auf "irgendeine LBA-Adresse". Und dann? |
Wie Du siehst tritt Dein Fall in der Praxis so nicht auf, da SSDs eine höhere Kapazität besitzen als sie dem OS mitteilen.
Wenn es keine Ersatzblöcke gäbe, dann hat die SSD zwei Möglichkeiten: kein Wear Leveling machen. D.h. also jeden LBA Block immer in die gleiche Flashzelle schreiben. So dumm waren aber selbst die allerersten CompactFlash Karten wohl nicht.
Statt dessen werden in den LBA -> Flashzellen Mappings immer zwei Einträge vertauscht. Zu Beginn ist das Mapping beispielsweise so:
LBA -> Flashzelle
1 -> 1
2 -> 2
3 -> 3
4 -> 4
beim nächsten Schreiben auf LBA 1 werden zwei Mappings vertauscht:
1 -> 2
2 -> 1
3 -> 3
4 -> 4
beim nächsten Schreiben zwei andere:
1 -> 3
2 -> 1
3 -> 2
4 -> 4
beim nächsten Schreiben von LBA 1 wieder andere:
1 -> 4
2 ->1
3 -> 2
4 -> 1
Du siehst, dass LBA 1 immer wo anders gelandet ist. Warum das so einfach ist, liefert eben die Zyklentheorie, die man üblicherweise in der Hochschule 1. Semester Lineare Alebra lernt.
Jetzt nochmal näher angeschaut was beim Austaschen passiert. Zunächst sah es so aus:
lba -> flash
1 -> 1
2 -> 2
3 -> 3
4 -> 4
Beim Schreiben vertauscht der Controller das mapping und kopiert dazu den Inhalt von Flash Zelle 2 in Zelle 1:
// copy flash
flash_cell(1) := flash_cell(2)
// remap table
help = lbatoflash(2)
lbatoflash(2) = lbatoflash(1)
lbatoflash(1) = help
// write flash:
flash_cell(lbatoflash(1)) := content
1 -> 2
2 -> 1
3 -> 3
4 -> 4
Bei diesem ersten Schreiben auf LBA Adresse 1 wurde Flash Zelle 1 auch noch beschrieben (nämlich mit dem Inhalt von Flash Zelle 2). Allerdings schon beim nächsten Schreiben von LBA Adresse 1 wird Flash Zelle 1 nicht mehr berührt, dann sind nur Zelle 2 und 3 involviert im übernächsten Schritt ist dann auch Zelle 2 raus ...
Bei einem Schreibzugriff auf eine Flashzelle muss ohne Ersatzflashzellen 2x geschrieben werden und 1x gelesen. Das ist der Preis in diesem Fall für's Wear Leveling.
--
Wer sich die Mühe gemacht hat bis hierhin zu folgen, der stößt dann irgendwann noch über den Garbage collection Begriff.
| Zitat : The purpose of garbage collection is to try to ensure that there always will be a free write block to write to. One way to achieve this is to search for small chunks of data spread across many erase blocks and combine them into single erase blocks. |
http://www.ocztechnologyforum.com/ [...] post420384
--
Wieviel TRIM ausmacht wollte ich gestern noch herausfinden u. posten. Habe mich dazu durch die Benchmarkliste in diesem Titelthread geblättert:
http://www.hardwareluxx.de/communi [...] p?t=637083
Allerdings sind die Effekte sehr schwer in Zahlen zu fassen, da die Varianz sehr hoch ist. Der automatische Garbage Cleaner im Hintergrund tut etwas (wobei das nur andere Dinge optimieren kann als TRIM, aber TRIM gibt dem GC mehr freie Blöcke) in Idle Phasen. So fallen die Ergebnisse sehr unterschiedlich aus u. hängen auch von der Firmware Version ab. Ab Firmware 1320 gab's das Wiper Tool (manuelles TRIM). Die heftigste Performance degraduierung habe ich hier gefunden (leider muss man registriert sein, um die Ergebnisse zu lesen):
http://www.hardwareluxx.de/communi [...] st12009016
Die 4kb Schreibperformance nach Atto (sicher nicht der beste Test) liegt dort bei 32MB/s ohne TRIM und 80MB/S getrimmt.
Die sequentielle Schreibrate liegt bei 50MB/s ohne TRIM vs. 150MB/s mit TRIM.
So heftig ist es jedoch selten. Bei manchen sieht man nach Monaten kaum Änderungen z.B. hier (ohne ohne Registrierung zu lesen AFAIK):
http://www.hardwareluxx.de/communi [...] count=1814
So habe jetzt auch eine ssd supertalent ftm64gx25h 60GB FW1711
hab mal bischen getestet mit HD Tune 2.55 (geht nur lesen)
4 kb blöcke average 43 mb/s
64 kb - 180 mb/s
1mb - 205 mb/s
8mb - 210 Mb/s
Dachte erst 180 mb/s ist nicht ganz das erhoffte (am 2. sata)
aber am 1.sata das gleiche ergebniss (ahci? ging nicht)
So das gefühlte Tempo ist Super.
(meine "alten" samsung 200gb HD haben ja nur 50 mb average).
Habe jetzt win7 neu drauf , der Start sind nur noch wenige Sekunden.
Beim atitreiber installieren sieht man den Balken nur noch flitzen.
Das gefühlte tempo ist der hammer im vergleich zu bisher wo man ewig dem gerassel der hd zuhören muste bis ein programm startete.
Nach 2 Tagen ssd kann ich diese nur empfehlen. Die Preise sind stark gefallen
die Modelle dank neuer Firmware nun auch stabil in der Leistung.
Achso meine ssd 64 gb kam 139 Euro.
Mit der Firmware 1711 gibt's ja (leider) noch ein Problem bzgl. Datenkorruption. Sehr ärgerlich:
http://www.anandtech.com/storage/s [...] =3631&p=15
Wenn möglich zurückflashen. Oder sich in diesem Thread Hilfe holen:
http://www.hardwareluxx.de/communi [...] p?t=637083
Oder einfach abwarten. Man arbeitet wohl mit Hochdruck daran. Firmwareupdate könnte jederzeit erscheinen.
| mareike schrieb : So habe jetzt auch eine ssd supertalent ftm64gx25h 60GB FW1711 |
Falls Du wegen den möglichen Datenverlusten von FW1711 zurückflashen auf FW1571 willst:
http://www.supertalent.com/home/fo [...] f=33&t=810
Sollte aber jeden Moment auch eine befehlerbereinigte FW1711 erscheinen bzw. höhere FW Nummer. Bin etwas überfragt in welchen Situationen es zum Datenverlust kommt. Mein Kenntnisstand ist Win7 + Sleep verwenden sonst keine Probleme.
@ 7oby
1. danke für die info (werde warten auf neue FW)
da ich mein sys sowieso neu mach wenn ich die kaufversion vom w7 hab
und datenverlust da kein Problem für mich ist.
hast du die gleiche ssd oder ne baugleiche/ähnliche und ähnliche werte ?
Nein, hab' nicht die gleiche. Aber Deine Werte bzgl. Übertragungsrate in den verschiedenen Übertragungsgrößen gehen absolut in Ordnung.
| 7oby schrieb : Die SSDs könnten es nur selbständig, wenn sie das Filesystem kennen und verstehen würden. Zum einen ist dies unheimlich aufwändig - gerade mit der Einführung von SSD schießen Filesysteme wie Pilze aus dem Boden: ext4, Tux3, Btrfs, NILFS2, MFT (Managed Flash Technology). Zum anderen ist es immer schlecht wenn man in geschichteten Architekturen in die untere Schicht KnowHow der oberen Schichten verbastelt.
|
Uuh, jetzt habe ich mal den Thread so halbwegs gelesen. Hierzu waere noch eine andere Loesung interessant, die leider so wohl nicht auf einem IBM-PC funktioniert:
Man laesst das DOS direkt auf der Festplatte laufen. Vorteile: Festplatte erledigt selbstaendig alle Aufgaben. Festplatte verwaltet das Dateisystem. Dem eigentlichem OS waere es dann egal, welches Dateissystem genutzt wird. Performanz waere vielleicht ein Plus. Zumindest braeuchte man dann keine großartigen Treiber mehr, weil der Platte ja nur noch Kommandos uebergeben werden muesen.
Nachteil waere der Preis, und das man an ein bestimmtes Dateisystem gebunden waere, zumindest solange man nicht der Platte ein anderes Dateissystem beibringen kann.
Also das System, wie es die alten Commodore-Computer verwendet haben. Und waere beim C64 der IC fuer die Serielle Datenuebertragung nicht verbuggt released worden, waere es sogar recht schnell gewesen.
Hallo,
danke für den Thread, bin schon fast verrückt geworden.
Ich habe eine Transcend 8GB SSD SLC.
Auf der Page versprechen sie folgendes zu dieser Platte:
| Zitat : SLC - Lesen bis zu 150MB/Sek., Schreiben bis zu 90MB/Sek. (8GB) |
Die Platte heißt "TS8GSSD25S-S".
Mit HD-Tune habe ich eine durchschnittliche Datenrate von ~28 MB/s.
Mit HD-Tach eine von ~29 MB/s.
Das ist ein Witz! Ich bin schwer enttäuscht! Habt Ihr ne Idee warum die so granatenschlecht ist?
Habe heute Morgen den Support angeschrieben, mal sehen was die mir sagen.
Die 8 GB reichen mir auf meinem Netbook übrigens hervorragend. Habe mir mir nLite eine Win XP Home Version auf 350 MB heruntergeschraubt. Somit verbleiben mir nach installation von Acrobat reader und sonstigen notwendigen Tools und der Auslagerungsdatei immer noch 4 GB... das reicht dicke...
Danke für Hilfe und Antworten im Voraus.
Grüße vom
Vince
es kann viele umstände geben das eine ssd nicht optimal läuft.
(sata1, nicht am 1.sata channel, nicht das benchmark programm genommen was zu den werbe ergebnissen führt bzw einstellungen, sata treiber, blockgrösse beim formatieren unter xp ?, ide oder ahci)
was für benchmarkeinstellungen hast du ? (blockgrösse)
4 kb blöcke average 43 mb/s
64 kb - 180 mb/s
1mb - 205 mb/s
8mb - 210 Mb/s
das sind die werte meiner ssd st 60gb gemessen mit hd tune 2.55 (lesen)
die blockgrösse ist also entscheident.
wenn du mit 4 kb blöcken gebencht hast ist das ergebniss sogar in ordnung
Hi und danke für deine Antwort.
Ich habe mit den Standardeinstellungen gebenched.
Bei HD Tune kann man die Blockgröße ja einstellen, bei HD Tach nicht.
Bei HD Tune war 64KB eingestellt. Aber auch wenn ich 1,2, 4 oder 8 MB einstelle, über 30 MB/s komm ich nicht raus. Ich nutze ein Samsung NC10 N270 Netbook (1,6 GHz Atom). Da kann man im BIOS leider kein AHCI einstellen.
Anbei die Antwort vom Support:
| Zitat : Sehr geehrte/r Herr/Frau Perlinger,
|
Dem OS erlauben AHCI-Treiber zu nutzen?
Also ich habe mir den korrekten Chipsatztreiber von Intel zusenden lassen und ihn in meine Windows Installation mit nLite integriert. Wird da nicht automatisch AHCI genutzt? Mein Netbook hat übrigens nur den einen SATA-Anschluss... den falschen kann ich demnach nicht erwischt haben...
Hat sonst noch jemand eine Idee?
Grüße
Vince
Im Intel-Chipsatztreiber ist kein AHCI-Treiber enthalten.
Damit sich überhaupt ein AHCI-Treiber installieren lässt (da gibt's für Dich im wesentlichen zwei: 1x Microsoft AHCI.SYS u. 1x Intel IASTOR.SYS), muss der SATA-Controller im AHCI Betriebsmodus sein. Wenn es für AHCI/IDE im BIOS keine Möglichkeit zum Einstellen gibt, dann ist Dein Netbook auf IDE festgelegt u. daran kann man dann nichts ändern. Ob dies der Fall bei Dir ist kann ich Dir sagen wenn Du im Gerätemanager auf dem Sata Controller rechte Maustaste Eigenschaften / Reiter Details / Eigenschaft: Hardware-IDs die Werte für
VEN_8086&DEV_2829
postest. Speziell die vier Zahlen hinter DEV sind dabei wichtig zu kennen. IDE gegenüber AHCI bringt minimale Performancevorteile, die liegen aber im Bereich von ca. 1%. Ein Netbook mit SSD selbst im IDE Betriebsmodus bringt ca. 100 MB/s selbst an SATA-1 Controllern vgl. z.B. hier:
http://www.tomshardware.com/de/for [...] tune-werte
Poste auch mal bitte einen Screenshot von diesem Benchmarktool:
http://crystalmark.info/software/C [...] dex-e.html
Die Transcend, die Du gekauft hast sollte eigentlich schneller als 30MB/s sein - auch wenn es eine der schlechtesten u. langsamsten SSDs ist, die man für Geld kaufen kann.
Servus,
hm, echt? Die langsamste und schlechteste? Mist xD
Anbei die beiden Screenshots:
(http://www.abload.de/img/sata_contr7dis.jpg)
Deinen gelinkten thread schau ich mir mal von zu Hause aus an.
Hier noch die zweite Antwort vom Support (Inkl. meiner Antwort):
| Zitat : Sehr geehrter Herr Perlinger,
|
Mist, jetzt bin ich traurig =)
Vince
Anhand des Screenshots sehe ich, dass der SATA Controller im IDE Betriebsmodus läuft (DEV_27C4). Im AHCI Betriebsmodus wäre dies bei Dir DEV_27C5). Wenn man's im BIOS nicht umstellen kann - dann geht das nicht wie bereits gesagt. Ist aber üblich für Netbooks.
Zur Performance in CrystalDiskMark: Bei den sequentiellen Übertragungsraten bestätigt es Deine Messungen mit HDTune u. liegt etwa auf dem Niveau einer nicht mehr ganz so taufrischen 5400er Notebook Platte.
Bei den 4kb Leseraten erkennt man die Ambitionen zur SSD mit 8,7 MB/s. Hier liegt eine 5400er Festplatte bei etwa 0,3 MB/s u. eine moderne SSD bei gut Faktor 3x gegenüber Deinen Werten. Bei den 4kb Schreibwerten offenbart sich die gesamte Grausamkeit: Mit 0,17 MB/s bis Du gut 3x langsamer als eine 5400er Notebookplatte u. etwas 50x langsamer wie eine aktuelle (günstige) SSD - die liegt bei knapp 10 MB/s bei den Test.
Die Vergleichs-SSD wäre eine 64GB Supertalent Ultradrive GX für ca. EUR 150,-.
Trotz "SLC" im Namen. Ich führte die Transcend ist so langsam. Sie waren es immer. Kann bei der SSD (JMicron Controller denke ich) auch zu fürchterlichen LAGS (= Aussetzern / Hängern) beim Installieren von Software oder Durchstöbern von e-Mails kommen.
Ey man, das ist echt der Hammer... Ich danke dir für deinen tollen und profihaften Support! Ich bin auch echt ein Idiot, hätte mich vorher über diese Platte informieren sollen. Aber ich hab gedacht: SLC, PEREKT! Kaufen... Naja ich hab da noch, was mich "juckt":
1.) Wenn ich mir die von dir empfohlene SSD kaufen würde, hätte ich einen erheblichen Leistungsschub (siehe deine angegebenen Werte)? Oder nur dann wenn ich im AHCI Modus damit arbeiten würde?
2.) WARUM ist es denn so unmöglich, in den AHCI Modus zu kommen? Geht das nicht über eingebundene AHCI-Treiber (irgendwelche INI-Files) im zu installierenden OS? Ich habe den Samsung Support mal angeschrieben ob durch ein evtl. BIOS downgrade die Möglichkeit besteht den AHCI-Modus zu aktivieren... mal sehen was kommt...
3.) Warum - verdammt nochmal - arbeitet das Netbook im IDE-Modus, wenn die Festplattenschnittstelle doch SATA ist?
4.) Warum kann nicht alles so klappen wie ich das will?
Meine weitere Vorgehensweise: Ich baue meine SATA HDD wieder in das Netbook ein und verkaufe die SSD auf eBay (wo ich sie auch her habe). Und dann geh ich schmollen
Danke für weitere Antworten im Voraus!
P.s. Zu deinen Lags und Aussetzern. Ich glaube das habe ich schon feststellen dürfen! *Grrrrrr
Grüße vom
Vince
Hab die HDD wieder eingebaut. Anbei die Werte.
Was sagt dein geschultes Auge dazu?
Es handelt sich um eine WDC WD1600 BEVT-22ZCT0
Danke im Voraus und Grüße!
Vince
Daran siehst Du doch, dass mit Deinem Netbook alles in Ordnung ist. Die HDD ist bei sequentiellen Übertragungsraten deutlich schneller (> 60MB/s) als die Transcend SSD. Auch die 4kb Schreibrate ist gut Faktor 8x schneller. Lediglich die 4kb Leserate ist (typisch für HDD) deutlich niedriger.
Das Booten von Windows geht mit der Transcend vermutlich doch noch einen Hauch schneller als von HDD. Aber schon das Starten von Firefox oder OpenOffice sieht da schon anders aus - vermutlich zu gunsten der HDD. Denn die Programme schreiben jeweils auch ein paar kleine Dateien. Und spätestens beim Installieren von Software bist mit der HDD schneller.
Auf die anderen Fragen antworte ich später: Transcend SSD auf e-Bay verhökern u. andere kaufen ist eine gute Idee!
| joshivince schrieb : 2.) WARUM ist es denn so unmöglich, in den AHCI Modus zu kommen? Geht das nicht über eingebundene AHCI-Treiber (irgendwelche INI-Files) im zu installierenden OS? Ich habe den Samsung Support mal angeschrieben ob durch ein evtl. BIOS downgrade die Möglichkeit besteht den AHCI-Modus zu aktivieren... mal sehen was kommt...
|
Achtung, es folgt eine Vermutung:
Bei Festplatten ist der Unterschied zwischen AHCI und IDE-Modus herzlich gering ausgeprägt, wobei im AHCI-Modus noch vor "kurzem" zwingend Treiber für die Installation eines OS nachgereicht werden mußten (F6 + Diskette für WinXP, falls nicht bereits auf der CD integriert).
Wenn sich der Hersteller dann dazu entschlossen hat das BIOS "reibungsfrei" voreinzustellen, also eben so, daß die angebotenen Konfigurationen gut funktionieren und Enduser nicht bei einer Neuinstallation plötzlich vor dem Problem stehen, daß die Platte nicht gefunden wird, da im BIOS der AHCI-Modus aktiviert wurde, dann wurde auf diese Option im BIOS vielleicht schlicht und einfach verzichtet.
"Brauchen die User nicht bei unseren verbauten Platten; es verursacht nur Supportaufwand, wenn es aktiviert wird und dann eine Neuinstallation versucht wird."
Also wäre das ein rein wirtschaftliches Interesse. Ebenso könnten zu der Zeit, als das Notebook entwickelt wurde, noch andere Gründe vorgelegen haben... z.B. nicht behobene Errata im AHCI-Modus.
Das ist aber nur Spekulatius... *knusper*... äh... Spekulation. Ob man trotzdem in den AHCI-Modus kommt, eventuell durch das flashen eines fremden oder modifizierten BIOS, ohne gleich das Notebook zu schrotten, weiß ich nicht.
Vielleicht hat 7Oby noch ein paar passende Ideen zur Hand.
wie 7oby schon schrieb der ahci modus ist zweitrangig, der unterschied ist im einstelligen % bereich. deine ssd ist einfach schrott, also weg damit ..weit weg.
ob dein system jemals die werbedaten auch guter ssd platten erreicht bezweifel ich, aber mit einer ordentlichen ssd kannst du sicher deutlich bessere werte als mit deiner hdd erreichen. nur unbedingt vorher schlau machen.
ich hab die supertalent 64 gx im ide modus, oben siehst du meine werte.
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