mein Desktop-Rechner besteht zur Zeit aus folgenden Komponenten:
Netzteil: Be Quiet 450W
Grafikkarte: GeForce 2 TI
Prozessor: Intel Pentium 4 2,6 GHz
RAM: 2x512 MB Corsair
Mainboard: Asus P4P800 SE (AGP-Steckplatz)
Festplatte: 2 x 80GB Western Digital
Monitor: Medion MD 30999 PD (19 Zoll Breitbild)
Abgesehen davon das dieses System schon recht alt ist habe ich folgendes Problem: Bei meinem Monitor bemerke ich ein leichtes Flackern. Wenn ich z.B. Texte im Browser lese und ganz genau hinschaue, sehe ich wie das ganz leicht flackert. Meine Vermutung ist, das die Grafikkarte der Übeltäter ist.
Für mich gibt es drei Optionen:
Option A: Neue Grafikkarte kaufen. Die müsste dann aber AGP sein. Macht sowas heute noch Sinn?
Option B: Neuen Monitor kaufen.
Option C: System teilweise neu aufrüsten und alte Komponenten übernehmen. Mir schwebt da folgendes vor:
Übernommen: Netzteil: Be Quiet 450W
Festplatte: 2 x 80GB Western Digital
Monitor: Medion MD 30999 PD (19 Zoll Breitbild)
Neukaufen: Grafikkarte, Mainboard, RAM, Prozessor
Für mich ist Option C eigentlich am realistischsten, weil ich sowieso gerne aufrüsten würde. Gibt es brauchbare Systeme in der Größenordnung von 200 - 300€ ? Auf was muss ich achten wenn ich mein altes Netzteil weiterverwenden will?
Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.
Nachricht bearbeitet von Trinity888 am 03.03.2009 um 21:22:34
Nein, ich habe leider nur den einen. Ich hab auch keine andere Grafik-Karte, um zu testen an welchem Bauteil es nun liegt.
Ich hoffe allerdings nicht, dass es ein Defekt vom Monitor ist. Wenn ich zum Beispiel Starcraft spiele, flackert nichts. Es ist auch nicht so, dass das Flackern auffällig ist. Ich weiß auch nicht, wie ich das am besten beschreiben kann. Wenn ich beim Browser ganz genau auf die Buchstaben schaue, dann sieht das so aus, als wenn die ganze Zeit die Seite neu geladen wird und die Buchstaben wackeln ein bisschen. Das ist auch schon so, seit dem ich mir den Monitor gekauft habe, also schon über 1 Jahr.
Das Flackern ist im Bereich des Vertretbaren, aber es nervt einfach tierisch wenn man längere Texte lesen will. Ich habe eine Auflösung von 1440x900 Pixel, 32bit Farbtiefe und 75 Herz.
Ist es überhaupt denkbar, dass es an der GrafikKarte liegen könnte?
Der Monitor hat einen sowohl deinen DVI als auch einen VGA Anschluss. Die GeForce 2 TI allerdings nur einen VGA, deshalb habe ich den Monitor auch über VGA angeschlossen.
Das Herabsetzen auf 60Herz hat nicht geholfen. Das Flackern ist immer noch da. Ich habe auch 59Herz, sowie dieverse Auflösungen ausprobiert.
In dem Sticky hier im Forum steht folgendes: "Bei der Größe des V-RAMs sollte darauf geachtet werden, welche Monitorgröße man hat. Bis 19 Zoll reichen 256 MB Grafikspeicher, alles was größer ist sollte mindestens 512 MB haben. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die Größe des VRAMs nichts mit der Leistung der Grafikkarte zu tun hat."
Nun hat die GeForce 2 TI ja nur 64MB. Kann dadurch das Flackern verursacht werden?
Hmmm...
Ich hätte auch gesagt, dass es daran liegt, dass du den TFT analog angeschlossen hast, aber dann müsste, wie muetze2k schon angedeutet hat, das Ändern der Frequenz oder spätestens der Auflösung Abhilfe bringen. Da es das nicht tut, sehe ich da 2 Möglichkeiten:
1. Die Karte hat tatsächlich einen Schuss weg. Vielleicht ist sie mal zu warm geworden.
2. Der Signalwandler im Monitor ist Mist, also er übersetzt das Analogsignal nicht ordentlich. Vielleicht eine Sparmaßnahme des Herstellers, der sich sagt: "Wer was besseres will, muss halt digital übertragen." Das wäre zwar kein feiner Zug von ihm, aber es wird halt gespart wo es geht. Könnte von daher also, denke ich, auch eine realistische Option sein.
Am Grafikspeicher liegt es mit Sicherheit nicht. Dieser Hinweis zum V-RAM hier aus dem Forum bezieht sich auf die 3D-Darstellung, welche hier ja nicht gefragt ist. Den Windows-XP-Desktop stellt dir auch ein 12 Jahre alter 2D-Beschleuniger mit 4MB RAM zuverlässig dar.
Ich fürchte, da ist ohne weitere Tests kaum was zu machen. Hast du keinen Bekannten, der gerade ein System mit AGP-Grafikkarte ausmustert und dir eine solche mal zum Testen geben kann? Anders werden wir hier kaum weiterkommen, ohne uns nur auf Mutmaßungen stützen zu können.
Ein ganz neues System wäre bei dem alten Ding sicher auch nicht ganz unangebracht, aber wenn dir die Leistung noch reicht, dann wäre es natürlich trotzdem rausgeworfenes Geld, denn theoretisch müsste das Ganze ja so auch funktionieren.
Okay, dass mit dem Speicher von Grafikkarten habe ich wohl falsch aufgefasst. Das mit dem Signalwandler kann gut sein, war auch ein recht günstiger Monitor von Aldi.
Ich werde morgen mal versuchen, ob ich den Monitor an einer DVI-Schnittstelle anschließen kann. Wenn der Monitor dann nichtmehr flackert, haben wir Gewissheit.
Ich habe heute mal den Monitor zu meinem Nachbarn getragen und dort über DVI angeschlossen und siehe da: Kein flackern.
Das heisst die Grafikkarte funkioniert noch, es liegt an dem Signalwandler im Monitor. Die einzig sinnvolle Lösung für mich ist aber trotzdem, eine neue Grafikkarte zu kaufen und den Monitor über DVI anzuschließen. Die Frage ist jetzt nur:
Soll ich mir eine neue AGP-Karte kaufen oder lieber ein neues Mainboard mit neuer Karte, RAM und Prozessor? Mein Netzteil und meine Festplatte, Tower, Laufwerk usw kann ich ja noch verwenden, oder?
Eine AGP Karte kaufen lohnt nicht. Ein neues System ist die beste Lösung.
Netzteil, Gehäuse kannst du behalten. Wie sieht es bei deinen Laufwerken aus, sind die Festplatten SATA? Die neuen Boards haben nur 1x IDE. Also kannst du maximal 2 Geräte anschließen.
Nachricht bearbeitet von muetze2k am 04.03.2009 um 18:53:47
Wie Muetze2k schon sagte: Preis/Leistung disqualifiziert AGP-Karten heutzutage meist. Eine neue Systembasis für um die 200€ wäre bereits in jeder Hinsicht deiner Mühle überlegen, also: Kannst/willst du es dir leisten, kaufe neu.
Willst du nicht, weil du, sagen wir mal, so überzeugt bist von deinem jetzigen Rechner ( ), gibt es aber natürlich trotzdem entsprechende AGP-Karten, die deiner jetzigen ohnehin durch die Bank überlegen sein sollten, z.B. eine GeForce FX 5200 (schwache, aber recht zuverlässige Karte) ab 25€ oder eine ATi Radeon HD2400 Pro (schneller, DX10, hat sich aber wegen zickigen Treibern (vielleicht mittlerweile besser, habe nicht aktuelles) einen schlechten Ruf eingehandelt) ab 40€.
Wie gesagt: Neu kaufen > nachrüsten. Aber auch zweiteres geht zu einigermaßen akzeptablen Preisen, solltest du von der neuen Karte jetzt nicht den Performance-Overkill erwarten.
Meine beiden Festplatten laufen über IDE. Heisst das, dass ich bei den neuen Boards nur eine Festplatte anschliesen kann? Oder brauche ich den IDE anschluss für CD und DVD-Laufwerk?
Ich bin mir mittlerweile ziemlich sicher, dass ich mir ein neues System für ~300€ kaufen werde. Am besten wäre es, wenn das neue System möglichst leise ist. Ich habe mal folgendes grob zusammengestellt:
Jetzt habe ich allerdings noch einige Fragen. Muss ich den Prozessor noch kühlen, wenn ja, wie mache ich das leise? Welches Mainboard soll ich nehmen? Ich bin schon bei 330€, an welcher Stelle könnte ich noch sparen, bzw das System umstellen?
Vielen Dank für eure Hilfe, ihr habt mir bis jetzt schon sehr weitergeholfen.
OK, du brauchst also eine neue Festplatte. Der e4700 ist alt und teuer. Eine passive 9600gt finde ich auch nicht so gut. 100W passiv abzuführen erfordert eine starke Gehäusekühlung.
Darum: E5200 box ~60€ MSI P43 Neo-F ~65€ 4GB RAM A-DATA ~40€ HD4830 ~90€ Samsung HD322HJ (320GB) Dein altes Netzteil kannst du behalten. Die beiden 80er Festplatten würde ich verkaufen. Optional noch einen besseren Kühler (Übertakten+leiser) z.B. AC Freezer 7 pro ~15€ oder Alpenföhn Groß Clockner ~30€ (mehr übertakten+schön leise) Ein extra Systemlüfter macht sich auch immer gut (vorn rein und hinten raus).
Nachricht bearbeitet von muetze2k am 05.03.2009 um 18:53:20
Ich habe mal die von dir vorgeschlagenen Bauteile etwas recherchiert und ich bin sehr zufrieden. Das sieht alles top aus. Vorallem soll sich Board und der Prozessor gut zum OC eignen. Ich denke ich werden mich für den Alpenföhn entscheiden.
Wegen dem Systemlüfter: An meiner Towerwand ist seitlich noch ein extra Lüfter angebracht, meinst du das reicht dann? Ich habe mich noch nicht viel mit OC beschäftigt. Kannst du grob eine Hausnummer nennen, wieviel Prozent ich mit dem System rausholen könnte, ohne die Lebensdauer der Bauteile zu gefährden?
Wegen den Festplatten: Wenn sie zu alt für neue Boards sind, wer kauft denn dann noch sowas?
Jemand der ein älteres Board hat.
Bei Ebay wirst du die sicher los.
Aus der CPU holst du sicher 3,2Ghz und mehr raus.
Einen Übertaktungsguide gibts hier im Forum (fürn q6600 - lässt sich aber übertragen auf andere CPUs).
Ein Seitenteillüfter ist in der Regel nutzlos.
Du brauchst vorne einen reinpustenden (vor den Festplatten normalerweise) und hinten einen rausblasenden (unterm Netzteil).
Der in der Seite kann raus. Verbaue Lüfter mit maximal möglicher Größe (je nach dem was du einbauen kannst).
Was bekommst du vorn und hinten rein bzw. was hast du für ein Gehäuse?
Ich habe einen ATX Midi CD-601. Vorne ist ganz unten ein Lüfterschacht (so Einklemmvorrichtungen aus Plastik) und hinten hab ich noch 2.
Wenn ich jetzt vorne und hinten nochmal einen Lüfter kaufe und einbaue, kommen ja nochmal ~30€ dazu. Lohnt sich das, oder ist es sinnvoller einen Prozessor für 30€ mehr zu kaufen? Wie wirkt sich das auf die Geräuschentwicklung aus? Ich habe aktuell einen Prozessorkühler der ordentlich lärm macht, deshalb bin ich da im Moment noch etwas skeptisch.
OK, das Chieftec nimmt leider nur 80er Lüfter. Also würd ich ma sagen vorn und hinten je einer. Sowas vielleicht: http://www1.hardwareversand.de/art [...] 24&agid=42 - ist sogar recht billig und mit angegebenen 15dB(A) wohl auch sehr leise. Den CPU Kühler ist ein anständiges Teil, der wird der sicher nicht negativ auffallen.
Vielleicht mag noch jemand anders was zur Gehäusebelüftung sagen.
Nachricht bearbeitet von muetze2k am 05.03.2009 um 21:40:09
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