HighPoint RaidRocket 2320 extrem langsam, Hilfe!!

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Hallo,
ich habe mir einen Fileserver mit folgender Hardware zusammengebastelt:
MB: M2N68-AM PLUS
CPU: AMD 5200+ X2 (Sockel AM2)
RAM: 2gb OCZ
Controller: HighPoint RaidRocket 2320
HDD: 4x 1500GB Seagate (weitere 4 sollen folgen)
OS: Ubuntu 8.10 Desktop-Edition

Mein Problem ist jetzt, dass wenn ich etwas auf die 4 sich im Raid5 befindenden HDDs kopiere, das extremst langsam ist. In meinem Fall bedeutet das 20 bis max 25mb/s schreiben. Ich habe mir da deutlich mehr erhofft. Tests wie diese hier, haben meine Hoffnung geweckt. Allerdings verwende ich das Dateisystem ext3 und nicht das im Test verwendete NTFS.
Die CPU Auslastung liegt niemals höher als 50% (ich verwende noch zusätzlich eine Verschlüsselung mit TrueCrypt).
Meine gemessenen Werte beziehen sich auf Kopieren von Dateien von einem Windowsrechner über Samba(auf dem Fileserver) ins Raid sowie von einer anderen angeschlossenen SATA Platte (am FIleserver) aufs Raid.
Der Raidcontroller verfügt über eine PCIe 4x Schnittstelle, steckt bei mir aber in einem PCIe 16x Slot, weil er sonst nirgends reinpasst.

Hat irgendjemand eine Idee warum das bei mir so elendig langsam ist??

mit freundlichen Grüßen
bruegae

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Tach!

Über das Netzwerk: Kein Wunder. Selbst GbE macht nicht selten bei TCP/IP bei rund 45MB/s dicht.

Bei dem Transfer von der lokalen Platte:
Die CPU ist ein dual-Core. Wenn Dir 50% last angezeigt werden, dann bedeutet das normalerweise, daß ein Kern auf Vollanschlag läuft (100%) und der andere sich an den Füßen spielt (idle). Das ergibt zusammen 50% Last.

=> Das wird wohl der Hauptgrund sein. Durch die TrueCrypt Verschlüsselung ist der Flaschenhals woanders.


Versuche es vielleicht erstmal ohne TrueCrypt und schau Dir dort die Ergebnisse an. So hast Du zu viele Variablen.


Und dann als nächstes: Mit welchem Tool testest Du überhaupt? Nicht jeder Benchmark ist für RAID-Systeme geeignet und wie Du auch im Test, den Du selbst verlinkt hast, sehen kannst:
http://www.xbitlabs.com/images/storage/highpoint-rocketraid-2320/sw2.png
Sind die Transferraten mit kleinen Blockgrößen sehr niedrig. Das liegt einfach daran, daß die IO-Leistung unterirdisch ist. Der Controller wird in dem Test auch nicht gerade für seine Umsetzung von RAID-5 gelobt...


Ich für meinen Teil bin schon regelrecht erschrocken, daß HighPoint nun auch Hardware-RAID-Controller im Angebot hat. Bisher waren mir nur deren Ramsch-Produkte bekannt (also alle anderen Host-RAID-Controller).

Antworten derGhostrider

derGhostrider schrieb :

Über das Netzwerk: Kein Wunder. Selbst GbE macht nicht selten bei TCP/IP bei rund 45MB/s dicht


Ich versteh nicht warum das so viele sagen... Ich hatte in einem Test wo mehrere PCs von mir geladen haben einen konstanten Upload von 80mb/s.



derGhostrider schrieb :

Bei dem Transfer von der lokalen Platte:
Die CPU ist ein dual-Core. Wenn Dir 50% last angezeigt werden, dann bedeutet das normalerweise, daß ein Kern auf Vollanschlag läuft (100%) und der andere sich an den Füßen spielt (idle). Das ergibt zusammen 50% Last.


Falsche Ausdrucksweise meinerseits. Ich meinte 50% und 0%:
http://www1.xup.in/tn/2009_04/82055599.jpeg


derGhostrider schrieb :

Versuche es vielleicht erstmal ohne TrueCrypt und schau Dir dort die Ergebnisse an. So hast Du zu viele Variablen.


Hab ich probier: Keine Veränderung :(.




derGhostrider schrieb :

Und dann als nächstes: Mit welchem Tool testest Du überhaupt? Nicht jeder Benchmark ist für RAID-Systeme geeignet und wie Du auch im Test, den Du selbst verlinkt hast, sehen kannst:
http://www.xbitlabs.com/images/sto [...] 20/sw2.png
Sind die Transferraten mit kleinen Blockgrößen sehr niedrig. Das liegt einfach daran, daß die IO-Leistung unterirdisch ist. Der Controller wird in dem Test auch nicht gerade für seine Umsetzung von RAID-5 gelobt...


Ich übertrage von meinem Desktop (Win) über Gigabit auf den Server (Linux). Da hab ich "gemessen".

Ich hab den Controller mitlerweile testweise in meinem Desktop gehabt und dort Zeug draufkopiert. Ich hab Superwerte errreicht!! 2x 65mb/s schreiben! Oder 1x 80mb/s, aber mehr geben meine Platten lesend nicht her :)

Antworten bruegae

bruegae schrieb :

Ich versteh nicht warum das so viele sagen... Ich hatte in einem Test wo mehrere PCs von mir geladen haben einen konstanten Upload von 80mb/s.




Falsche Ausdrucksweise meinerseits. Ich meinte 50% und 0%:
http://www1.xup.in/tn/2009_04/82055599.jpeg



Hab ich probier: Keine Veränderung :(.





Ich übertrage von meinem Desktop (Win) über Gigabit auf den Server (Linux). Da hab ich "gemessen".

Ich hab den Controller mitlerweile testweise in meinem Desktop gehabt und dort Zeug draufkopiert. Ich hab Superwerte errreicht!! 2x 65mb/s schreiben! Oder 1x 80mb/s, aber mehr geben meine Platten lesend nicht her :)




Fuer 80MByte die Sekunde brauchst du eine Intel-Netzwerkkarte oder vergleichbares. Mit einfachen Marvel, Broadcoms oder Realteks kriegst du vielleicht noch niedrigere Latenzen, aber die Uebertragungsrate ist extrem niedrig. Zudem musst du bei Gigabit-Netzwerken auf Jumbo-Frames setzen um die Datentransferrate hochzutreiben. Mit einer 1500er MTU machst du mit den kleinen Billig-Netzwerkkarten deiner CPU absolut keine Freude. Da muss man sich nicht wundern wenn die selbst bei einem 100MBit-Netzwerk bei Vollast einen CPU-Kern zur haelfte oder vollstaendig auslasten.

Also als Erstes:

Teste mal ob deine Netzwerkkarten Jumbo-Frames beherrschen. Du musst bei allen Netzwerkkarten die selbe Frame-Groesse einstellen. Achte darauf das einige Netzwerkkarten den Header mit in die angegebene Jumbo-Frame- Groesse einbeziehen, andere nicht. Zudem duerfte dir jetzt ein Licht aufgehen, zumindest in der Hinsicht das man bei einem Gigabit-Netzwerk die Karten nicht mischen sollte sondern nur identische Karten benutzt.

Eine Intel-Pro PT1000 Single-Port kostet 70 -80 Euro, die Desktop Version ist mit 40 Euro ungefaehr zu haben. Die Desktop Version macht fuer dich keinen Unterschied, die meisten zusaetzlichen Features der Server-Version sind nur mit einem Server-OS und Server-Hardware nutzbar. Mit der PCIe-Version bekommst du einen etwas schlechteren Ping bei 100Mbit als mit Billig-Karten. Das sollte aber nicht stoeren. Ausserdem gibts vernuenftige Linux-Treiber. Auch wenns mal einen verbuggten gab der das EEPROM der Intel-Netzwerkkarten zerlegt hat. Das war ein ziemliches Aua -_-.

Noch etwas. Falls dein Client Windows XP oder vergleichbares als OS benutzt und nicht Vista/ die Server-OS wie 2003 /2008 ist die Datentransferrate auch deutlich geringer als wenn du auch beim Client Linux einsetzt. Die alte Wndows-Version ist Netzwerktechnisch stark eingeschraenkt.

Das Naechste ist das RAID5. je hoeher die Transferrate umso hoeher die CPU-Last. Alles in allen solltest du einen vernuenftigen SATA/SAS RAIDController mit Onboard-Cache und zwei richtige Netzwerkkarten erstehen. Dein Problem sollte sich dann in Luft aufloesen. Dein Dingens da hat zwar ne XOR-Engine aber mehr auch nicht.


Nachricht bearbeitet von fffcmad am 19.04.2009 um 12:47:41
Antworten fffcmad

@ffcmad:
Du kannst nicht einfach eine Hirarchie "Intel, dann lange nichts, Broadcom, Marvel und Realtek alle gleich schlecht" einführen.
Realtek ist wirklich der unterste Bodensatz. Das ist wohl wahr, aber Broadcom ist wohl, je nach Produkt, bestimmt ebenbürtig mit Intel!
Intel, 3Com, Broadcom. Das sind die drei großen "guten" für Netzwerkchips, Marvell hat wohl auch ein paar gute im Angebot, wobei ich deren Produktpalette nicht so ganz kenne und nicht weiß, was die für Desktops im Angebot haben.
IP-Offloading bieten die aber ungefähr alle an, zumindest bei bestimmten Produktpaletten.
Nur Realtek... naja... mein Bruder hat es mehrfach versucht. Deren GbE-Karten (sogar mit goldenen Slotblenden - wie überflüssig) sind teilweise langsamer als gute 100Mbit Karten anderer Hersteller.

Und wieso sollte man bei PCIe-Karten einen SCHLECHTEREN PING bekommen?
Ping-Zeiten im Lokalen Netzwerk liegen bei unter 1ms. Das sollte von der Netzwerkkarte und vor allem vom dem Slot auf dem sie steckt unabhängig sein.

Hast Du Tools, die Pingzeiten aut Microsekunden genau auflösen? Bei Millisekunden ist nämlich garantiert kein Unterschied feststellbar - es sei denn, daß die Netzwerkkarte einen Fehler hat und rumtrödelt.


Wenn zudem der Controller baugleich mit dem LSI ist, dann ist es ein guter, wenn auch nicht mehr brand-aktueller, Hardware-RAID-Controller. Bessere Hersteller als LSI findet man einfach nicht. Es gibt halt zur Zeit drei große und gute: LSI, Areca, 3Ware.
ICP Vortex ist tot und wurde zu häufig verkauft. Erst an Intel, dann an Adapdreck. Schon nach dem ersten Verkauf war vom Original kaum etwas übrig, Adaptec hat dem ganzen dann den Rest gegeben. Leider. Vor den Verkäufen war ICP-Vortex wohl der beste RAID-Controller Hersteller auf dem Markt. Zwar nicht groß, aber tolle Leistung für einen stolzen Preis.

Und wieso sollte man nur Netzwerkkarten eines Herstellers einsetzen? Das ist an den Haaren herbeigezogen.
Wenn es solche Regeln geben würde, wäre kein Rechenzentrum produktiv nutzbar. Auch bei uns haben garantiert die 150 Server KEINE identischen Netzwerkkarten. Das hängt schon allein damit zusammen, daß es unterschiedlichste Architekturen sind.

---------

Transferraten über's Netzwerk:

1. Gut, daß Du den Controller inzwischen lokal getestet hast. Damit hast Du ja schon festgestellt, daß er so schnell läuft, wie es Deine Platten zulassen. Es gibt also nichts mehr, was Du am Controller verbessern kannst. Eine Schwachstelle ist damit also schonmal raus: Der Controller und das RAID laufen wunderbar. :)

2. Das, was nun übrig bleibt, sind tuningmaßnahmen am Netzwerk.
Hast Du einen Switch mit genügend hoher Bandbreite? (Billge) GbE-Switches haben teilweise nur eine interne Bandbreite, die soeben für den Transport der Daten über zwei Ports reicht. Sobald mehrere Rechner Daten transferieren, wird die Bandbreite dann geteilt oder es gehen zumindest die Latenzen nach oben, was die effektiv übrigbleibende Bandbreite ebenfalls reduziert.

Hat der Desktop vielleicht einen Realtek-Netzwerkchip?
Bandbreitenbeschränkungen (QoS) eingestellt, die zu der Zeit eventuell sogar beansprucht wurden?


Die Geschwindigkeit vom RAID-5 bzw des Controllers hast Du ja schon beseitigt. Das kann es also nicht mehr sein, wenn es lokal eben besser funktioniert. :)
Nur eine Frage zur Geschwindigkeitsangabe: Was meinst Du mit 2x 65MB und 1x 80MB?
Bei den Platten sollte jede einzelne rund 120MB/s schaffen. Bei VIER im RAID-5 solltest Du auch bei diesem Controller locker 200MB/s erreichen.
Ich habe sechs der 1,5TB Seagates am 3Ware 9690SA-8i und komme im RAID-6 auf rund 370MB/s.... http://www.derghostrider.de/photos/Benchmarks/3Ware/IOmeter-2008-06-22-rc2_RAID-6_256IO.PNG
64k streaming read, 256 outstanding IOs. (Also der Maximalwert)

Antworten derGhostrider

zu 2.: Ich hab die beiden Rechner auch schon direkt verbunden. Brachte nichts. (Cat6 Kabel)

Der Desktop hat eine Marvell Yukon Karte (bzw. 2 (beide ausprobiert)).

Die Platten schaffen deswegen nur 80mb/s lesend, weil Truecrypt einen Dateistream nicht auf mehreren Kernen entschlüsseln kann. Warum insgesamt nicht mehr geht, könnte daran liegen, das ich den Controller im Desktop im zweiten PCIe 16x Slot hatte. Obwohl der von der Größe her für 16x ist, wird der glaub ich nur mit 1x angesteuert.
Außerdem ist 3Ware wohl auch ein paar Klassen über Highpoint. Irgendwann, wenn ich auch Geld ka**en kann, hol ich mir sowas auch :p. Aber im moment bin ich noch Schüler :(.


Nachricht bearbeitet von bruegae am 19.04.2009 um 18:29:51
Antworten bruegae

derGhostrider schrieb :

@ffcmad:
Du kannst nicht einfach eine Hirarchie "Intel, dann lange nichts, Broadcom, Marvel und Realtek alle gleich schlecht" einführen.
Realtek ist wirklich der unterste Bodensatz. Das ist wohl wahr, aber Broadcom ist wohl, je nach Produkt, bestimmt ebenbürtig mit Intel!
Intel, 3Com, Broadcom. Das sind die drei großen "guten" für Netzwerkchips, Marvell hat wohl auch ein paar gute im Angebot, wobei ich deren Produktpalette nicht so ganz kenne und nicht weiß, was die für Desktops im Angebot haben.



Deswegen habe ich auch das Wort "vergleichbar" und "einfach" verwendet. Es gibt gute Broadcoms/Marvells und 3Coms, sowas findest du aber praktisch nie onboard...

Aber mit Intel faehrt man eigentlich immer am Besten. Es sei denn man will einen Gameserver aufsetzen... Wie gesagt.: Ich hab ne Intel PT1000 Pro Server. Die Latenzen sind hoeher. Mit der Single und der Quad-Port kam ich immer auf das selbe Ergebnis. Vielleicht kann ich demnaechst noch hinzufuegen ob die PCI-X Versionen auch dieses Phaenomen zeigen. Das testen wir bald noch in unserer Firma. Bei 1Gbit sollte das aber egal sein. Spuerbar wirds bei 100MBit, da ist der Ping etwas schlechter...

Microsekunden betrifft den Zeitraum von Anforderung bis Senden. Das macht schon etwas aus.

Das man in einem Rechenzentrum schlecht alle Karten mit identischem Chipset ausruesten kann ist logisch. Willst du aber maximale Performance und Jumbo Frames machst du dir das leben mit identischen Karten einfacher.


Nachricht bearbeitet von fffcmad am 20.04.2009 um 12:22:23
Antworten fffcmad
- 0 +

Hast mal über Truecrypt den Benchmark gemacht welche Geschwindigkeiten bei welcher Verschlüsselung möglich sind?

Antworten kaan
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