Suche eine gute und vor allem günstige Festplatte für meinen PC-Kapazität sollte 1TB sein.
Die Platte muss nicht unbedingt die schnellste sein, soll nur als Datenlagerstätte dienen.
Für das OS und meine wichtigsten Spiele werd ich mir eine Rapor-Platte zulegen.
könnt ihr mir da was gutes empfehlen?
Nachricht bearbeitet von Trinity888 am 08.05.2009 um 17:34:27
Naja, die neueren 7200er können bei der Transferraten die "alten" Raptor-Platten übertreffen. Je nach Benchmark oder Verwendung kann man dann behaupten, daß die schneller wären.
Als Systemplatte kommt das auf Grund der Zugriffszeiten dann aber trotzdem nicht hin.
Richtig ist natürlich, daß Du heute eine Velociraptor nehmen solltest, da die doch ein ganzes Stück neuer und flotter ist als eine betagte Raptor.
Die Seagate wird erst dann langsamer werden wenn du ueber den ganzen Datentraeger verteilte Daten zusammenrattern laesst. Wenn du die kleine Seagate nicht vollpackst und nur als Systemplatte nutzt wird sie auch von der Zugriffszeit her an die Raptor heranreichen. Die Raptor ist genauso wie die Velociraptor in der minimalen Zugriffszeit nicht deutlich schneller als in der Mittleren.
Ausserdem sind die Raptoren kleiner. Benutzt du bei der Seagate mit 1TByte nur den Anfangsbereich der Platte zum Benchen der der Groesse der Raptor entsprechen wuerde waere die Raptor insgesamt wohl langsamer. Der Vergleich ist naetuerlich etwas unfair. Aber die Raptoren sind an sich ueberholt.
Nicht wirklich. Die Velos und Raptoren sind ein Nictohave, mehr nicht. Wenn du Power willst kriegst du fuer einen Tick mehr Geld wesentlich schnellere SAS/ SCSI Platten. Controller kriegst du bei Ebay mit Glueck auch "recht" guenstig. Das mag am Anfang etwas teurer erscheinen, wenn du aber die flinken Hitachis oder Seagates SAS 15K reinsetzt wirst du merken das die Velos nur die oberste Schmutzschicht vom Belag bilden
Aber die Raptoren sind an sich ueberholt. [...] Wenn du Power willst kriegst du fuer einen Tick mehr Geld wesentlich schnellere SAS/ SCSI Platten. Controller kriegst du bei Ebay mit Glueck auch "recht" guenstig.
Raptoren auf der einen Seite als überholt zu bezeichnen u. dann SAS/SCSI Platten zu empfehlen nur weil sie 15k u. vielleicht 3,5" -> 2,5" haben, ist doch mindestens merkwürdig.
Was mich aber bei den 2,5" 15k Platten wundert ist, dass sie im WoW, FarCry und SR Office DriveMark 2006 eigentlich auch nur auf dem Niveau der 10k VelociRaptor abschneiden: http://www.storagereview.com/Testbed4Compare.sr
Ich weiß sehr wohl, dass die SAS Platten auf e-Bay sehr günstig sind, weil sich ein paar Admins etwas Geld mit ausgemusterter Hardware dazuverdienen. Dabei nimmt man große Einbußen in Sachen Lautstärke und ggf. auch in Garantie/Zuverlässigkeit in Kauf. Wenn man dabei auch noch einen Controller kaufen muss, dann würde ich lieber eine kleine SSD kaufen. Und wenn sie nur 32GB oder 64GB ist. SSDs sind hier nicht das Thema, aber die SAS e-Bay Platten sind doch nicht umsonst so billig. Angebot u. Nachfrage bestimmen den Preis.
Nachricht bearbeitet von 7oby am 07.05.2009 um 14:42:52
fffcmad schrieb:
Benutzt du bei der Seagate mit 1TByte nur den Anfangsbereich der Platte zum Benchen der der Groesse der Raptor entsprechen wuerde waere die Raptor insgesamt wohl langsamer.
Mmhhh haben denn nicht alle Platten heut zu tage LBA (Logical Block Allocation) und ist damit eine Aussage mit Anfangsbereich sowieso hinfällig, da man eh nicht weiss wo der Controller die Daten gerad ablegt?
Mmhhh haben denn nicht alle Platten heut zu tage LBA (Logical Block Allocation) und ist damit eine Aussage mit Anfangsbereich sowieso hinfällig, da man eh nicht weiss wo der Controller die Daten gerad ablegt?
Das Wort Logical in LBA kommt daher um es von CHS abzusetzen, welche ihrerseites jedoch schon längst nichts mehr mit physikalischem Layout zu tun haben, wie man beispielsweise hier nachlesen kann: http://www.pcguide.com/ref/hdd/geom/geom_Logical.htm
Es ändert jedoch nichts daran, dass LBA 0 außen im schnellsten Bereich liegt und aufsteigende LBA Adressen den Sektoren Richtung Festplattenmitte entsprechen. Davon kann man sich mittels HDTune leicht selbst überzeugen. Lediglich defekte Sektoren, die durch Ersatzsektoren ausgetauscht wurden, bilden hier die Ausnahme. Das sind aber meist nur Null oder vielleicht maximal eine Handvoll.
Einmal mische ich mich auch noch ein:
Eine 7200er ersetzt nicht einfach so eine 10k Festplatte, auch nicht, wenn man indirekt "Short-Stroke" verwendet. Das liegt schon allein daran, daß man in der Regel den Rest der Platte auch noch mit einer Partition versieht.
BTW: Auf meiner alten Raptor sind die ersten 15GB für das OS. Also greift das gleiche, was fffcmad nur den 7200ern zuspricht.
Die geringen Zugriffszeiten einer 10k Platte erreicht eine 7200er nicht. Und das ist auch recht deutlich spürbar.
@Ironhead: 7Oby hat recht. Auch bei LBA wird brav von außen nach innen geschrieben. Ausnahmen gibt es höchsten bei umgemappten fehlerhaften Sektoren. Das sind dann aber kleine, zu vernachlässigende Einzelfälle.
BTW: Auf meiner alten Raptor sind die ersten 15GB für das OS. Also greift das gleiche, was fffcmad nur den 7200ern zuspricht.
Die geringen Zugriffszeiten einer 10k Platte erreicht eine 7200er nicht. Und das ist auch recht deutlich spürbar.
Du hast nicht richtig gelesen: Die Raptoren und die Velos sind in ihrer minimalen Zugriffszeit nahezu identisch mit der Mittleren. (Also kuenstlich gebremst, sonst wuerde kaum einer die Platten kaufen. Das Rattert dann naemlich laut hoerbar...) Eine "richtige" Platte mit 10K erreicht normalerweise minimale Zugriffszeiten um die 2ms. Meist wesentlich weniger als 2ms. Der Controller hat ja auch noch einen Einfluss. Deswegen trifft deine Aussage nicht zu. Die Raptoren werden nicht wesentlich schneller wenn du nur einen kleinen Bereich verwendest. Die normalen Platten dagegen haben so eine Bremse nicht. Die erreichen auch niedrige Zugriffszeiten. Sogra geringere:
250GB Seagate ST3250410AS Barracuda 16MB SATA2
Leistung
Übertragungsrate Laufwerk : 300 MBps (extern)
Positionierungszeit : 11 ms (Durchschnittlich)
Spur-zu-Spur-Positionierungszeit : 1 ms
Mittlere Wartezeit : 4.16 ms
Spindelgeschwindigkeit : 7200 rpm
250GB Seagate ST3250310NS Barracuda RE 32MB SATA2 (Von mir Empfohlene Systemplatte)
Technische Daten
Leistung
Übertragungsrate Laufwerk : 300 MBps (extern) / 105 MBps (intern)
Positionierungszeit : 8.5 ms (Durchschnittlich)
Spur-zu-Spur-Positionierungszeit : 0.8 ms
Mittlere Wartezeit : 4.16 ms
Spindelgeschwindigkeit : 7200 rpm
Bei einem zufälligen Zugriff auf eine sich drehende Scheibe wie lange musst Du durchschnittlich warten bis der Sektor, den Du lesen möchtest unter dem Schreib-/Lesekopf erscheint? 1/2 Umdrehung (Gleichverteilung).
Also beträgt die Mittlere Wartezeit 8,33 ms * 1/2 = 4,16ms
Die Mittlere Wartezeit folgt immer unmittelbar aus der Umdrehungsgeschwindigkeit. Noch ein Beispiel für die Raptor:
Das was Du mit HD Tune misst ist die Zugriffszeit. Diese setzt sich zusammen aus Kopf positionieren und warten bis der Sektor unter dem Kopf vorbeifliegt. Die Spur-zu-Spur-Positionierungszeit kommt dabei nicht zum Tragen.
So u. jetzt nochmal langsam nachdem Du gerade was gelernt hast: Welche Platte empfiehlst Du?
Nachricht bearbeitet von 7oby am 09.05.2009 um 23:46:26
Für Technische Daten ist ein Online-Shop aber ehr die letzte Adresse. Das nächste mal wären die Webseiten vom Hersteller angemessen.
Bei der Velociraptor gibt WD auch genau an, wie 7Oby es ja auch gerechnet hat: Average Latency 3.00 ms (nominal)
Interessant finde ich da gerade die Unterschiede zwischen Read und Write Seek Time: Read Seek Time 4.2 ms Write Seek Time 4.7 ms (average)
Egal, es ging um die Raptor: Dort steht im Handbuch tatsächlich etwas von 2,99ms. Aber ein-dreihundertstel ist einfach relativ egal. Da könnte man nun fast sagen: Man muß ja keine volle Umdrehung warten, sondern nur "eine Volle Umdrehung - 1 Sektor" (je nachdem, ab wann der Kopf tatsächlich mit dem Auslesen beginnen kann - eventuell ja auch bei weniger als einem Sektor). Eine Volle Umdrehung würde den Startpunkt ja eigentlich wieder erreichen. Aber das ist nun Haarspalterei. 2,99 oder 3,00 macht keinen nennenswerten Unterschied. 2,99 zu 2,8 - da sähe es, vor allem prozentual, schon anders aus, wäre aber immernoch nicht umwerfend (nichtmal 10%). Also die 0,01 sind, wie 7Oby schon ganz richtig sagte, Augenwischerei.
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@fffcmad: Ich sehe bei Deinen Werten, auch ohne die Erklärungen von 7Oby keinen Grund, der gegen eine Velociraptor sprechen würde: Alle Zeiten aus den Datenblättern sind doch besser!
Und wie kommst Du nur darauf, daß "normale" 10k Platten nur 2ms Zugriffszeit hätten?
@ 7Oby: Stimmt, da haette ich drauf kommen muessen. Ist mir aber nicht eingefallen.
@ Ghostrider: Bei den 15Ks hast du die durchschnittliche Zugriffszeit. Kram doch mal die Minimale raus. Da wirst du einen Schreck kriegen... Die Seagate ist noch nicht mal die theoretisch schnellste. Und ich habe bei den 2ms nur von der minimalen Zugriffszeit gesprochen. Du solltest nun sehen das aktuelle Platten theoretisch sogar sehr weit darunter liegen.
Schaue dir doch die minimale Zugriffszeit an. Auch bei der Seagate liegt sie in diesem Rahmen. Das du sie praktisch nicht erreichst ist noch eine andere Frage. Boese flink sind sie trotzdem.
Hier mal die technischen daten der Seagate 15K von der Herstellerwebsite:
Technische Daten 450 GB
Modellnummer ST3450856SS
Schnittstelle SAS 3Gb/s
Cache 16 MB
Kapazität 450 GB
Speicherdichte (durchschn.) 165 Gbit/mm2
ABMESSUNGEN
Höhe (max.) 26.11 mm (1.028 inch)
Breite (max.) 101.85 mm (4.010 inch)
Länge (max.) 146.99 mm (5.787 inch)
Gewicht (typisch) 709 Gramm (1.53 Pfund)
LEISTUNG
Spindelgeschwindigkeit 15,000 U/min
Durchschnittliche Latenz 2.0 ms
Suchzeit bei zufälligen Lesevorgängen 3.4 ms
Suchzeit bei zufälligen Schreibvorgängen 3.9 ms
ZUVERLÄSSIGKEIT
MTBF-Zeit 1,600,000 Stunden
Jährliche Ausfallrate (AFR) 0.55%
STROMVERBRAUCH
12V Startstrom (max.) 4.56 A
5 V Startstrom (max.) 1.95 A
Das macht schon einen Unterschied... rattert jedoch wie ein Maschienengewehr *uebertreib* In der Lautsaerke solcher Platten hat sich aber schon etwas getan. Meine schon betagten 10K und 15K sind von der Lautstaerke her ne Nummer schaerfer. Meine alten IBM DNES Platten (5 Stueck) in meinem CSS Server lassen den Boden vibrieren, ohne das sich was tut. Wenn sie losrattern hoert man das durch die Zimmerdecke.
Eine oder zwei aktuelle 15K kann man sich schon reinsetzen wenn man nicht auf ein leises System wert legt. Es ist von der Lautstaerke her noch nicht so hochgradig stoehrend...
Gegen die Velo spricht natuerlich nicht viel. Wer wirklich die extreme Leistung sucht sollte sich trotzdem mal im 15K Lager umschauen. Wie du siehst sind die Preise fuer die Platten nicht wesentlich hoeher. Die einzige Nummer ist der Controller. Wenn du einen brauchbaren erwischen willst, muss du schon eine gewisse Summe hinlegen. Dennoch macht der Controller zum normalen SATA-Controller ja auch noch mal einen grossen Unterschied aus. Wenn man sich einen vernuenftigen Controller holt der mit Speichermodulen ausgeruestet wird (Oder bereits einen ordentlichen Speicherausbau aufgeloetet hat) gibts noch mal ein ordentliches Leistungsplus dazu. Von den Funktionen die so ein Controller bietet ganz abgesehen. Preis-Leistungsmaessig steht man mit der Seagate aber deutlich besser da als mit der Velo.
Nachricht bearbeitet von fffcmad am 10.05.2009 um 13:55:19
@fffcmad: Hast Du den Beitrag von 7Oby überhaupt gelesen? Die 2ms sind die ROTATIONSLATENZ! Nicht die Zugriffszeit!
Ansonsten gilt weiterhin: Average Read 3.4ms (typical), Write 3.9ms (typical) (Von Deiner Quelle für die Fujitsu)
und: Random read seek time 3.4 msec Random write seek time 3.9 msec
Für die Seagate.
2ms sind keine Zugriffszeit. Das ist nur ein Kleiner Teil der "gesamten Zugriffszeit", der für jede Festplatte identisch ist und von der Rotationsgeschwindigkeit abhängt.
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Nachtrag: Bei der minimalen bekomme ich überhaupt keinen Schreck, da das die Track-to-Track Zugriffszeit ist. Die ist also im täglichen Gebrauch relativ uninteressant.
Nachricht bearbeitet von derGhostrider am 10.05.2009 um 14:20:22
Ich weiss das es die Rotationslatenz ist. Wieso ist Track to Track uninteressant? Gerade hier machen sich die Unterschiede aus. Und die Rotationslatenz heist nicht das immer diese 2ms auf die minimale Zugriffszeit aufgeschlagen werden muessen.
@fffcmad:
Die minimale Zugriffszeit interessiert wesentlich weniger als die durchschnittliche Zugriffszeit.
Und die Rotationslatenz mußt Du IMMER berücksichtigen. Statistisch verteilt natürlich, so kann man für einen "Durchschnittswert" ungefähr die Hälfte wählen. Der ist aber bei jeder Festplatte konstant und ausschließlich von der Zahl der Umdrehungen pro Minute abhängig - sonst von nichts.
Das ist also einer der Werte, der bei 10k Festplatte IMMER besser ist als bei 7200rpm Festplatten.
Daran gibt es auch statistisch nichts zu rütteln. Da gibt es auch keinen abweichenden Minimalwert, denn das Minimum liegt irgendwo in der Nähe von oder genau bei 0. Das Maximum ist eine volle Umdrehung (evtl. minus ein Sektor), daran kann man auch nichts deuten.
Um es nun nochmal ganz klar und direkt zu sagen: Wenn Du meinst, daß eine minimale Zugriffszeit den Unterschied machen würde, dann brauchst Du Dir keine Sorgen mehr machen und kannst genau so gut einen sequentiellen nur-lesen-Benchmark wählen. Der ist garantiert aussagekräftiger.
Nun werde ich es allerdings auch langsam leid. 7Oby hat es erklärt, ich habe Dir Quellen der Hersteller gezeigt, die die Zugriffszeiten belegen. Damit muß es nun gut sein.
Ja, das weiss ich doch. ^^ Du verstehst gerade nicht worauf ich hinaus will...
Mir ging es nur darum das die Seagate und die Raptor nicht wesentlich voneinander entfernt liegen. Das die Velo schneller ist ist logisch, dennoch ist der Preis einfach uebertrieben und man steht mit einer etwas teureren SAS/SCSI Platte besser da. (Die eben mehr I/Os pro Sekunde schafft) Da bekommt man mehr fuers Geld. Das wars jetzt aber wirklich
Nachricht bearbeitet von fffcmad am 11.05.2009 um 11:15:50
@fffcmad: Na, dann schreib DAS doch auch, wenn Du DAS sagen willst. Bevor ich aber eine 15k Platte und einen SAS-Controller kaufe, würde ich vielleicht doch ehr eine Velo kaufen. Gebrauchte Platten sind eh "riskant". Da würde ich auch stets Neuware bevorzugen.
Wenn man natürlich ein Board mit onboard SAS-Controller hat, dann sieht das ganze schon wieder anders aus.
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