Festplatte mit Magnet löschen

Forum Festplatten, RAID, Datensicherung, Backup, Datenrettung : HDD-Probleme: Erkennung, Speed, Geräusche, Hitze - Festplatte mit Magnet löschen

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Hallo, ist es möglich, daß ein Magnet/Magnetfeld von außen die Festplatte eines normalen Desktop PC beschädigt bzw. die Daten unlesbar macht ? Ist es zB riskant, ein Tower PC unter dem Tisch neben einem Subwoofer aufzustellen ??

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Nein,
Der Subwoofer sollte geschirmt sein,
das Gehäuse deines PC's Schirmt ab und das Gehäuse deiner Festplatte...

Antworten energy
- 0 +

Mit einem normalen Magneten oder Lautsprecher kannst du die Festplattendaten nicht löschen, dafür ist die Koerzitivfeldstärke einfach zu gering.
Aber Deine EC- bzw. Kreditkarte wird es Dir danken, wenn Du sie nicht neben einen Magneten, Lautsprecher bzw. das Funktelefon legst.

Antworten _TK_

@TK:
Die Koerzitivfeldstärke hat damit erstmal nichts zu tun, und wenn, dann wäre diese in der Festplatte zu hoch.

Darum geht es aber nicht.

Normalerweise ist ein Computer aus einfachem Blech, welches Ferromagnetisch ist. magnetische Feldlinien können das nicht durchdringen und werden höchstens durch das Metall geleitet, sozusagen um die Innereien herum.
Wie ein großer Ringkern bei einem Trafo.
Außerdem ist das magnetische Feld von einem Subwoofer so schwach, daß es keine Auswirkungen hat.

Der Magnet des Subwoofers ist meistens auf der Rückseite von einem Metallgehäuse eingekapselt. Das wirkt, wie oben mit dem PC-Gehäuse beschrieben, ebenso. Die Feldlinien verlaufen durch das Metall und wirken somit zur Rückseite wie eine art Abschirmung. Das Gehäuse vom Subwoofer hat normalerweise keinerlei Abschirmung.

Und nun zur Koerzitivfeldstärke: Diese ist bei Kreditkarten sehr gering, weswegen auch relativ schwache Felder ausreichen können, um die Magnetstreifen zu löschen oder zumindest punktweise zu verändern und somit unlesbar zu machen.

Koerzitivfeldstärke = die aufzuwendende Feldstärke um etwas komplett zu entmagnetisieren.
Leicht zu löschen = kleine Koerzitivfeldstärke.
Wäre die "zu gering", dann würde die Platte gelöscht.

Festplatten kann man auch mal auf einen Lautsprecher legen, da sollte nichts passieren. Bedenke, daß für das Beschreiben die Schreibleseköpfe in extrem niedriger Höhe über den Platten "fliegen" und ein sehr starkes magnetisches Feld ausgeübt wird, damit sich überhaupt etwas verändert.
Dennoch: Vorsicht ist besser als der Datenverlust.

Ein Subwoofer (in seinem Gehäuse) neben dem PC-Gehäuse macht wohl sicherlich nichts.
Ein Dauermagnet direkt auf einer Festplatte ist leichtsinnig und sollte besser vermieden werden.

Und wenn Dein Gehäuse aus Plexiglas besteht, dann solltest Du den Subwoofer, damit auch jedes Restrisiko beseitigt wird, lieber 1m weiter weg stellen. Magnetische Felder und hochfrequente Wechselfelder sind keine gute Kombination. Aber anständige PC-Gehäuse sind eh aus Metall.

Antworten derGhostrider
- 0 +

Lieber Ghostrider,

warum soll es nicht um die Koerzitivfeldstärke gehen? Eben diese, also die zur Ummagnetisierung eines Werkstoffes nötige "Kraft", ist einzig und allein das Maß aller Dinge, wie Du dann richtig ausführst. Das Gehäuseblech ist bei unserer Betrachtung nicht entscheidend - auch im Rechner und der Festplatte selbst sind einige Motoren (Lüfter) bzw. Magneten, die störend wirken könnten. Festplattenlüfter beispielsweise.

Bei EC-Karten und ähnlichen wird ein eher weichmagnetisches Material verwendet, das sehr einfach gelöscht, aber auch einfach wiederbeschrieben werden kann. So wird z.B. bei jedem Abheben vom Geldautomaten der gesamte Magnetstreifen incl. Datum des letzten Abhebevorganges neu geschrieben.
Kreditkarten sind da schon wesentlich robuster. Hier wird ein härteres magnetisches Material verwendet, die Karten werden auch nur einmal im Werk beschrieben (incl. Sicherheitsmerkmalen). Ein Wiederbeschreiben ist hier weder vorgesehen noch möglich.

Aber Löschen kann man die Kärtchen recht effektiv: Ab in den Rucksack, ein Funktelefon daneben legen (vorzugsweise UMTS oder E-Netz (1,9 / 1,8 GHz), und dann eine Woche Türkei-Rundreise. Das reicht - habe es höchstselbst ausprobiert.

Nun zu den Festplatten: Wenn man bedenkt, daß der zum Bewegen des Actuators (Kopfbaugruppe) nötige Magnet aus einer Neodym-Legierung (ca. 20000 Oe) besteht und sich in direkter Nähe zu den Scheiben befindet, können die schwachen Feldlinien eines irgendwo in der Nähe stehenden Lautsprechers den Daten praktisch nichts mehr anhaben. 4000-5000 Oersted sind bei aktuellen Festplattenmodellen an Koerzitivfeldst. nötig (http://www.hitachigst.com/hdd/technolo/overview/chart11.html) - da müßte man die Platte schon durch einen Kernspintomografen schieben, um etwas an den Daten zu bewirken.

Die Bleche des Computergehäuses dienen vorzugsweise der Abschirmung von elektromagnetischer Strahlung nach außen (Stichwort Mittel-/ Kurzwellenradio), und um den Rechner selbst gegenüber äußeren Störquellen abzuschirmen. Stichworte: CE-Zeichen, EMC usw.

Antworten _TK_

@TK,

nunja, Du hast oben geschrieben:

Zitat :

Mit einem normalen Magneten oder Lautsprecher kannst du die Festplattendaten nicht löschen, dafür ist die Koerzitivfeldstärke einfach zu gering.


Das ist so nunmal einfach falsch. Die Koerzitivfeldstärke ist, wenn überhaupt, zu hoch.
Da die Feldlinien des Subwoofers aber eben nicht im Gehäuse ankommen, ist auch die Koezitivfeldstärke vollkommen egal. Dargestellt hier durch einen Ring im Magnetfeld eines Hufeisenmagnetes:
http://leifi.physik.uni-muenchen.de/web_ph09_g8/versuche/01dauermagnete/hufeisen_ring.gif
http://leifi.physik.uni-muenchen.de/web_ph09_g8/versuche/01dauermagnete/hufeisen_feld_ri.gif
Innerhalb des Metallringes sind keine Feldlinien.
Ist das Gehäuse also anständig aus Metall gefertigt, dann passiert genau das mit allen Feldlinien, die man außen anlegt: Die dringen nicht in das Innere. Dafür muß es auch kein Wechselfeld sein.
Bezogen auf die Frage, ob der Subwoofer also irgendwelche negativen Auswirkungen haben könnte, muß man ganz klar sagen: Bei einem Gehäuse aus geeignetem Metall sicherlich nicht.

Bei den Magneten in dem Platten selbst hast Du natürlich recht: Wenn überhaupt, dann sollten die einen Einfluss ausüben können, werden aber, aus dem gleichen Grund, von passenden magnetischen Platten umschlossen.
Du weißt ja, wie Festplatten von innen aussehen. ;)
Für jemanden, der es nicht wissen sollte:
http://www.medienzentrum-siegen.de/heupel/lindenbergschule/computer_kurs/pc_festplatte/1_festplatte_offen.jpg
Oben links sind die blanken metallischen Platten verschraubt, die dafür zuständig sind. Der rest des Gehäuses einer Festplatte ist oftmals aus Aluminium

--

Aber wer misst denn noch in Oersted? Das ist mir ja nichtmal mehr im Studium begegnet. Tesla ist die Si-Einheit.

Antworten derGhostrider

Und weil das Plattengehäuse meist aus Alu ist, lässt sie sich sehr wohl mit einem starken Magneten löschen (oder ehr zerstören)... Solch starke (zB. Neodym-Bor Ferrit) Magneten werden aber üblicherweise nicht in Lautsprechern verbaut ;)

Antworten fragger

@Fragger:
Lies die Beiträge nochmal durch. Es ging um einen Magneten außerhalb des Gehäuses.
Davon abgesehen ist Alu ein paramagnetischer Stoff (permeabilität größer als 1), der also ebenfalls zu einer Abschirmung, wenn auch zu keiner sehr starken, führt.
Zugegeben: Ich würde auf diesen minimalen Effekt nichts geben, solange die Permeabilität nicht wesentlich größer als 1 ist - aber dann hat man auch automatisch ferromagnetische Stoffe. Bei den heutigen Neodymmagneten, die man sogar schon mit x Tesla kaufen kann, sollte man lieber etwas größeren Abstand halten. Soetwas hat am PC natürlich nichts zu suchen.

Eisen wäre für die Abschirmung natürlich besser (permeabilität ~10000), Mumetall noch deutlich besser (bis 140000).

Außerdem gilt wohl immer: Wenn man so die Daten löschen will, dann wird es nie klappen und kein Magnet stark genug sein. Wenn man es jedoch nicht will oder bei einem "Unfall" ein Magnet der Festplatte zu nahe kommt, werden die Daten natürlich sofort zerstört.
Kennt man doch.

Antworten derGhostrider

Moin

Zitat :

Außerdem gilt wohl immer: Wenn man so die Daten löschen will, dann wird es nie klappen und kein Magnet stark genug sein. Wenn man es jedoch nicht will oder bei einem "Unfall" ein Magnet der Festplatte zu nahe kommt, werden die Daten natürlich sofort zerstört.
Kennt man doch.


Diese Einheit nennt man ML ... Murphy's Law :D

Antworten DHAmoKK

Alu hat eine Permeabilität µ von ca. 1,00002 und "schirmt" Magnetfelder etwa so gut ab wie Luft...^^ ...oder vakuum^^

Und die Frage war ja unter anderem:

Zitat :

ist es möglich, daß ein Magnet/Magnetfeld von außen die Festplatte eines normalen Desktop PC beschädigt bzw. die Daten unlesbar macht ?


Antwort: mit einem Subwoofer ist das unwahrscheinlich...
mit einem NeBFe oder einem SmCo Magneten, die zugegebnermassen neben einem PC nichts zu suchen haben sollten, ist das sehr wohl möglich...
...besonders, wenn das PC Gehäuse auch aus Alu oder Plastik ist...

Antworten fragger

@Fragger:
Der Unterschied zum Vakuum list bei Luft in einer anderen Größenordnung als bei Alu. Das nun einfach gleich zu setzen finde ich doch etwas unpassend.
4*10^-7 (Luft) gegen 2,2*10^-5 ist schon nicht gerade gleich.

Andererseits ist es in einem realistischen Fall unerheblich, da es dann eben um die fünfte oder gar siebste Nachkommastelle geht. Herzlich egal also, so wie Du es sagst: "etwa so gut wie Luft oder Vakuum".

-

Andererseits nehmen magnetische Felder, wie eigentlich alle radialsymmetrischen Felder im Raum, mit r^3 ab.

Ein "kleiner" Magnet, auch wenn er denn relativ stark ist, macht neben dem PC, sagen wir mal 0,5 bis 1m von der Festplatte entfernt, wohl recht sicher nichts. Auch wenn das Gehäuse aus Plastik besteht.

Zitat :

Ist es zB riskant, ein Tower PC unter dem Tisch neben einem Subwoofer aufzustellen ?


In der gefragten Größenordnung ist die Antwort also: Nein.

Antworten derGhostrider
- 0 +

"Das Denken fällt oft schwer – indes, das Schreiben geht auch ohne es." (Wilhelm Busch)

 

...insbesondere nach dem Genuß eines leckeren Bierchens ;)
Ich bitte Dich, lieber Ghostrider, und die anderen Leser um Nachsicht für meinen weiter oben verbreiteten Unfug. Natürlich geht es hier nicht darum, einen Permanentmagneten umzupolen, sondern um die Auswirkungen eines fernen Magnetfeldes auf die Weißschen Bezirke einer Festplattenscheibe.
Oersted hatte ich aus Bequemlichkeit aus einigen betagten anglo-amerikanischen Werken einfach abgeschrieben. Peinlich, peinlich.

 

Aber generell bleibe ich schon bei meinen Aussagen:
- Mit einem entfernten Gleich- oder mit Niederfrequenz überlagerten Wechselfeld (Lautsprecher) wird man allerhöchstens Disketten langfristig beeinflussen können, aber niemals Festplatten. Da hätten die viel näher plazierten Dauer- und Elektromagnete schon längst ihr Werk vollbracht, bevor ein relativ weit entfernter Lautsprecher (gute Hochtöner haben oft Neodym-Magnete, aber dann immer abgeschirmt) etwas anrichten kann. Immerhin breiten sich die Feldlinien in erster Näherung irgendwie kugelförmig aus, also nimmt die Feldstärke wohl in 3. Potenz mit der Entfernung ab. Kann man nachlesen...

 

- Prinzipiell hilft ein Blechgehäuse wohl gegen Lautsprecher(-Permanentmagneten), aber solange dieser keine Büroklammern an sich binden kann, wird er auch keine Daten löschen können. Das Computergehäuse schirmt aber nicht nur statische magnetische Felder, sondern vor allem elektromagnetische Wellen wirkungsvoll ab, und deshalb gehört es auch auf jeden Fall drum!

 

- die Abschirmung der Festplatte durch die Alulegierung ist bei statischen Feldern verschwindend gering (paramagnetisch), man sollte deshalb keine starken Magneten drumherum anbringen. Einen Versuch wäre es mal wert - ich werde es demnächst probieren und das Ergebnis hier veröffentlichen.
Aber wenn man Platten wirklich so leicht durch äußere Magnetfelder löschen könnte, hätten die Hersteller die längt in Eisengehäuse gepackt.

 

[EDIT:] lange getippt - in der Zwischenzeit wurde ja mehrfach alles gesagt :-)


Nachricht bearbeitet von _TK_ am 08.06.2009 um 21:19:44
Antworten _TK_

@ Ghostrider: Größenordnung bitte nochmal nachschlagen ;)

1+4EE-7 und 1+2EE-5...
hmm...
Unterschied ca. 0,002%... Ich finde, dass kann man in erster Näherung sehr Wohl gleichsetzten...

mit r^3 hast du aber recht... Der Magnet muss also schon sehr nah an der Festplatte sein...
Aber es eben wäre möglich, ein Platte mit einem starken Magneten zu löschen

Antworten fragger

@fragger:
Das mit der Größenordnung ist schon korrekt, da ich extra in FETTSCHRIFT geschrieben habe, daß ich die Abweichung vom Vakuum meinte. ("Unterschied zum Vakuum" - der Beitrag wurde noch nicht editiert, wie Du sehen kannst. Habe es also bewußt so formuliert.) Der Unterschied zwischen Luft-Vakuum zu Luft-Aluminium ist also beachtlich. ;)

--

@TK:

Zitat :

Mit einem entfernten Gleich- oder mit Niederfrequenz überlagerten Wechselfeld (Lautsprecher) wird man allerhöchstens Disketten langfristig beeinflussen können


Äh... die "Wechselfelder" eines Lautsprechers sind Schallwellen und die Interessieren keinen Magneten, nichtmal eine EC-Karte. Wenn, dann ist da doch nur das statische Magnetfeld interessant. Das ist konstant und kein Wechselfeld. (Das induzierte in der Spule wird deutlich schwächer sein als das im permanentmagneten - behaupte ich nun einfach mal ohne die Größenordnungen zu kennen! Gewagt, gewagt...)
Sorry, aber wenn wir es nun schon versuchen präzise zu formulieren... ;)

Im Großen und Ganzen sind wir drei uns wohl so oder so einig und betreiben hier nur noch etwas fortgeschrittene Haarspalterei.

PROST!
Hab kein Bier. Mist.

Antworten derGhostrider

Warum einfach wenn es auch kompliziert geht?
Immerhin hattet ihr euren Spaß^^
Den Thread-Ersteller habt ihr aber wohl aus dem Forum vertrieben ;)

Antworten zeromaster
- 0 +

Wie sieht das mit Röhrenmonitor+Subwoofer aus?

Ich hab nen Subwoofer unterm Tisch aufm Tisch 2 Röhrenmonitore. Einer ist schon total kaputt gegangen (das bild hat angefangen zu blitzen erst ganz selten irgendwann jede sekunde)
Mein anderer Monitor hat demletzt auch schon 2x so geblitz? kommt das von der magnetischen Strahlung oder von der Vibration? oder gehen alle Röhrenmonitore auf die Art und Weiße im Eimer?

Antworten olz
- 0 +

Moin!

 

@zeromaster: ok, Stimmenthaltung zu Tauchspul-Wandlern. Auch wenn's schwerfällt.

 

@olz: Im schlimmsten Fall wird der Elektronenstrahl dauerhaft "zur Seite gezogen", d.h. er trifft dann die Maske nicht mehr richtig, und anstatt dem roten das blaue oder grüne Pixel. Farben sind dann solange falsch, bis man auf DEGAUSS (entmagnetisieren) drückt.
Aber kaputt geht eine Röhre davon nicht.


Nachricht bearbeitet von _TK_ am 09.06.2009 um 07:29:24
Antworten _TK_

Haarspalterei macht doch Spass... ;)
Röhrenmonitore sind schon sehr empfänglich für Störungen durch (statische) Magnetfelder... Dass sie dadurch aber irreparabel beschädigt werden, hab ich noch nicht gehört. Da würde ich ehr auf die Vibration tippen + das vermutlich hohe Alter der Röhren...

Antworten fragger

@Olz: Da ich selbst noch immer einen 21" CRT einsetze und seit 1991 CRTs an IBM-PC-kompatiblen Computern (davor C64) sage ich nun mal:

 

Stell keinen (starken) Lautsprecher DIREKT an den Monitor, der Rest ist egal.
Ein Subwoofer unter dem Tisch macht überhaupt nichts. Wie gesagt: Die Lautsprechermagnete sind meistens eingekapselt und dann noch die r^3-Abhängigkeit. Das stört einen CRT dann auch nicht mehr.

 


Bei direktem Kontakt mit einem Magneten wird natürlich der Elektronenstrahl durch die Lorentz-Kraft (Kraft auf bewegte geladene Teilchen im Magnetfeld) abgelenkt. Das sieht schön bunt aus, ist aber nicht unbedingt empfehlenswert.
Bei CRTs mit Streifenmaske könnten die Drähte magnetisch sein, bei denen mit Lochmaske die Maske selbst. Wenn Du irgendwie durch einen starken Magneten die feinen Drähte oder eben die Maske beschädigst, verschiebst, etc, dann kann es eben unter gewissen Umständen auch zu irreparablen Schäden kommen.
Das gilt aber eigentlich nur für den Fall, daß Du einen starken Magneten in direkten Kontakt mit dem Monitor bringst. Ein Lautsprecher (Subwoofer) unter dem Tisch macht nichts.

 

CRTs gehen auch gerne mal kaputt. Mein alter CRT kränkelt leider auch vor sich hin und ist daher nicht mehr lange einsatzfähig. Das Gerät ist inzwischen allerdings auch 12 oder 13 Jahre alt und hält sich dafür erstaunlich gut.
Bei CRTs geben gerne die Kondensatoren in den Schaltungen für die Ablenkspannungen auf oder auch die Kaskaden.
Naja, kurzum: Dein CRT wird nicht wegen dem Lautsprecher kaputt gegangen sein.

 

Und Vibrationen: Solange der Subwoofer nicht "mehrere hundert Watt Sinus" und einen Schalldruck von 100dB oder mehr raushaut, werden die Vibrationen irrelevant sein. Es sei denn, daß Du noch eine Rüttelplatte auf dem Schreibtisch stehen hast.
Meine CRTs wurden früher regelmäßig transportiert. (Getragen, abgestellt, in Autos rumgefahren, etc). Wenn das CRTs über 10 Jahre aushalten, und obendrein noch laute Musik, dann werden sie wohl kaum durch einen Subwoofer unter dem Schreibtisch in Mitleidenschaft gezogen.
Vorallem dann nicht, wenn es nur ein kleiner schwacher Subwoofer ist, wie bei PC-Lautsprechern üblich.

 

---------

 

EDIT:
@Fragger: Haarespalten gibt Spliss!


Nachricht bearbeitet von derGhostrider am 09.06.2009 um 11:42:59
Antworten derGhostrider
- 0 +

@ Ghostrider: alles hochpräzise und ausführlich, wunderbar. - Wollen wir uns ein anderes ausbaufähiges Thema suchen? ;-)
Mein guter alter 17" Eizo feiert jetzt seinen 14. Geburtstag. Dem hatte es einmal den Zeilentrafo entschärft, aber ansonsten ist der nicht totzukriegen. Das Teil ist übrigens ringsherum mit gelochtem Stahlblech gekapselt...


Nachricht bearbeitet von _TK_ am 09.06.2009 um 12:00:10
Antworten _TK_

@TK: Ich hoffe doch, daß er nicht wirklich ringsherum mit gelochtem Stahlblech gekapselt ist, sonst sieht man ja kaum etwas... ;)
*duck&weg*

Antworten derGhostrider

Rofl

Ich habe den Dicksten! HP P1230 :P Nur bei Text ist der nicht ganz so scharf... Und die Grafikkarten pfeiffen dann auch aus dem letzten Loch, wenn ich ihn voll ausfahre, was sich in leicht unscharfen Bildern aeussert.

2048x1536@85Hz :D


Nachricht bearbeitet von fffcmad am 09.06.2009 um 17:55:14
Antworten fffcmad

@fffcmad:
Aber auch nur, da ich meinen Iiyama HA202DT VisionMaster Pro512 (ebenfalls 22", dafür eine anständie Wiederholrate - ätsch) bereits vor Jahren abgegeben und durch nen 26" TFT ersetzt habe. :P

 

Hihi.
Boah war der schlecht. Sowas von dunkel... Der schaffte nicht mal annähernd 70cd/m². Naja, darum habe ich ihn auch verkauft. *g*

 

---

 

Edit:
Ih, Du hast ja "nur" eine 0,24er Maske. *fg* Der Iiyama hatte eine 0,22er. ;) (Hilft alles nix bei totaler Dunkelheit. *G*)

 

Achja: Die Unschärfe kommt durch's Kabel. Analoge Kabel können die benötigte Bandbreite einfach nicht liefern, die Du für 2048x1536 bräuchtest.

 

Darum ist auch 1600x1200@100Hz recht unscharf. Leider. Das konnte der Iiyama nämlich und war einer der Hauptgründe, warum ich DEN kaufte. ... um dann festzustellen, daß er bei 100Hz zu unscharf war. *grummel*

Nachricht zitiert 1 mal
Nachricht bearbeitet von derGhostrider am 09.06.2009 um 18:02:33
Antworten derGhostrider

Bevor das hier ausartet..

Bevor die Platte Scaden nimmt, muss schon sehr viel passieren ;).
http://www.tomshardware.com/de/Fes [...] 39962.html

Antworten Levi88
- 0 +

derGhostrider schrieb :

@TK: Ich hoffe doch, daß er nicht wirklich ringsherum mit gelochtem Stahlblech gekapselt ist, sonst sieht man ja kaum etwas... ;)
*duck&weg*


doch, nach vorn hat das Blech - das Elektronensieb - ganz viiiele kleine Punkte

Antworten _TK_

Das lasse ich mal durchgehen.

Antworten derGhostrider

derGhostrider schrieb :

@fffcmad:
Aber auch nur, da ich meinen Iiyama HA202DT VisionMaster Pro512 (ebenfalls 22", dafür eine anständie Wiederholrate - ätsch) bereits vor Jahren abgegeben und durch nen 26" TFT ersetzt habe. :P

Hihi.
Boah war der schlecht. Sowas von dunkel... Der schaffte nicht mal annähernd 70cd/m². Naja, darum habe ich ihn auch verkauft. *g*

---

Edit:
Ih, Du hast ja "nur" eine 0,24er Maske. *fg* Der Iiyama hatte eine 0,22er. ;) (Hilft alles nix bei totaler Dunkelheit. *G*)

Achja: Die Unschärfe kommt durch's Kabel. Analoge Kabel können die benötigte Bandbreite einfach nicht liefern, die Du für 2048x1536 bräuchtest.

Darum ist auch 1600x1200@100Hz recht unscharf. Leider. Das konnte der Iiyama nämlich und war einer der Hauptgründe, warum ich DEN kaufte. ... um dann festzustellen, daß er bei 100Hz zu unscharf war. *grummel*



Das Kabel macht Einiges aus. Richtig. Hatte aber vorher eine ATI-Karte, die ein schaerferes Bild lieferte. Zudem habe ich jetzt ein neues Kabel, wo die Nvidia nun ein genauso gutes Bild liefert, wie die ATI vorher mit dem schlechteren Kabel. Also, man kriegt es schon hin. Die Grenze setzen eher die Grafikkarten. Wenn man ein entsprechendes Kabel hat, geht das schon.

Das der Iiyama HA202DT VisionMaster Pro512 eine hoehere Bildwiederholrate schafft, kann nicht sein. Denn er hat nur 390MHz Pixeltakt. Damit erreicht er "schneller" die Grenze. 2560x1536@60Hz duerfte damit schwierig werden. Meiner kriegt das hin. Und auch die 87Hz kannst du knicken. Das macht der HP genauso wie deiner. Offiziell ist der Monitor halt auf nutzbare Aufloesungen und Bildwiederholraten eingeschraenkt. 87Hz nutzt kein OS, 2580x1536@60Hz flimmert. Mein Monitor ist soweit ich weiss der einzige CRT fuer normale Endkunden, der jede Grafikkarte mit 400MHz RAMDAC ausreizen kann. Arbeitstechnisch macht es aber keinen Unterschied, da bei den nutzbaren Aufloesungen beide CRTs Gleiches leisten.

Die 0.24er Schlitzmaske (Nicht Loch) wird wohl der Grund fuer die nicht so gute Textdarstellung verantwortlich sein. Der HP hat aber noch Superbright. Das gleicht das sehr gut aus :)


Nachricht bearbeitet von fffcmad am 12.06.2009 um 08:29:03
Antworten fffcmad

Der Iiyama hatte leider auch eine Streifenmaske. Diese Erfindung, und sei sie noch so hoch gelobt, ist der größte Mist mit ihren Stützdrähten. Zwei mal habe ich versucht einen "Strich" in Bildern zu retouschieren und konnte mir nicht erklären, wie der dahin gekommen ist. *g*

 

2560x... kann Dein Monitor gar nicht darstellen. Dafür ist nämlich die Zahl der Schlitze in der Maske zu gering!
Auch bei 2048x1536, der maximalen Auflösung dieser Monitore, wird es wohl schon eng.
Oh... im Datenblatt den HA202DT stehen werte, die mir vollkommen fremd sind:
140kHz anstelle von 144kHz, 0,24er anstelle von 0,22er Maske.
Vor allem ist das total unlogisch, denn der Monitor war, da bin ich mir eigentlich absolut sicher, in der Lage 2048x1536 KORREKT darzustellen.

 

2048 Pixel in der Breite brauchen bei einer 0,24er Maske jedoch 2048*0,24mm = 491,52mm. Laut Datenblatt ist die Breite der sichtbaren Fläche nur 406mm breit.
Auch bei 0,22mm wäre man immernoch bei 450,56mm.

 

So oder so: 2048x1536 passt nicht.

 

Gesamtbreite: 493mm. Aber das zählt ja nicht, sonst würde es passen.

 


Also: Egal ob beim Iiyama oder Deinem HP: 25xx kannst Du Dir so oder so Abschminken.

 

2048*1536@85Hz war für den Iiyama sogar als Preset vorgegeben und steht auch noch in dem Datenblatt, welches ich nun gefunden habe.
Das ging natürlich auch. Laut GTF wäre dafür aber ein Pixeltakt von 418,151MHz nötig.

 

Das Datenblatt des Iiyama MUSS falsch sein. Ich kann es akzeptieren, daß ich mich bei der Lochmaske geirrt habe, auch wenn es mir schwer fällt. Ich kann es auch noch irgendwie akzeptieren, daß die 2048er Auflösung angeblich nicht draufpasst, obwohl ich mir da schon recht sicher war. Aber DAS stimmt garantiert nicht:
Maximale Bildwiederholrate 180Hz.
Es waren garantiert 200Hz bei den niedrigen Auflösungen.
Und wenn schon ein im Datenblatt aufgeführtes Preset ÜBER den angeblichen Spezifikationen des Monitors liegt, dann spricht das auch schon Bände.

 

Scheint so, als wenn es irgenwann eine andere Revision gegeben hätte, oder die Angaben im Datenblatt einfach nur falsch sind.

 

Also: Selbst wenn Du bei Dir 2560x1536 einstellst, hast Du maximal, so Pi*Daumen, 1800xirgendetwas auf dem Bildschirm. Die restlichen Pixel überlagern sich und sind nicht mehr zu trennen.
Flimmern ist da m.E. das kleinere Problem.

 

----

 

Edit: 2580x1536@60Hz = 362,867MHz Pixelclock laut GTF. Also kein Problem.


Nachricht bearbeitet von derGhostrider am 12.06.2009 um 14:00:25
Antworten derGhostrider

Wichtig sind ja nur die eigentlichen Leistungsdaten, die Presets sind ja meist entweder recht konservativ gehalten (Meist wegen Bildschaerfe), oder beschraenken sich auf die ergonmisch nutzbaren Aufloesungen. Der HP stellt die 2580x1536@60Hz recht gut dar. Das die Schlitzmaske hier limitiert glaube ich nicht so ganz. Optimal ist die Aufloesung aber nicht mehr. Die Signalqualitaet leidet schon extrem. Also mit normalen VGA-Kabel und ner NVidia ein NoGo.

Antworten fffcmad

Wie kommst Du überhaupt auf 2580x1536? Der Monitor hat ein Seitenverhältnis von 4:3, Deine Auflösung nicht. Jeder Bildinhalt wird also zwangsweise verzerrt wiedergegeben.
Zudem ist die Auflösung so oder so extrem merkwürdig.
Oder meinst Du vielleicht doch 2048x1536? ;)

Die Schlitzmaske MUSS limitieren. Es ist nun wirklich keine mathematisch überwältigende Aufgabe die sichtbare Bildschirmbreite durch den Abstand der Bildpunkte zu teilen. Als Ergebnis erhältst Du maximal darstellbare Auflösung.
Dabei würde ich nun nicht um die letzten 50Pixel feilschen, aber selbst mit einem einfachen Lineal kannst Du das nachprüfen.
Vermutlich also etwas im Bereich von 410mm in der Breite.

Antworten derGhostrider

derGhostrider schrieb :

Wie kommst Du überhaupt auf 2580x1536? Der Monitor hat ein Seitenverhältnis von 4:3, Deine Auflösung nicht. Jeder Bildinhalt wird also zwangsweise verzerrt wiedergegeben.
Zudem ist die Auflösung so oder so extrem merkwürdig.
Oder meinst Du vielleicht doch 2048x1536? ;)

Die Schlitzmaske MUSS limitieren. Es ist nun wirklich keine mathematisch überwältigende Aufgabe die sichtbare Bildschirmbreite durch den Abstand der Bildpunkte zu teilen. Als Ergebnis erhältst Du maximal darstellbare Auflösung.
Dabei würde ich nun nicht um die letzten 50Pixel feilschen, aber selbst mit einem einfachen Lineal kannst Du das nachprüfen.
Vermutlich also etwas im Bereich von 410mm in der Breite.



Ja, die Schlitzmaske limitiert sicherlich, aber es faellt nicht auf. Auf diese Aufloesung komme ich, weil sie angeboten wird. (Wenn man den Monitortreiber auf das Maximum setzt) Es geht auch 2580x1600@60Hz. Wiegesagt, nutzbar sind die eh nicht.
CRTs kraenkeln ja nun wirklich nicht daran, das Aufloesungen nicht auf die Schlitzmaske passen. Du kriegst das eh nicht passend, wegen der verzerrten Bildgeometrie.


Ich benutze immer 4/3. Deswegen reg ich mich ja auch so ueber TFTs auf, mit 16/10, 16/9, 1234/23726237 usw. Weil ich auf den Dingern einfach keine alten Games zoggn kann ^^


Nachricht bearbeitet von fffcmad am 12.06.2009 um 16:23:22
Antworten fffcmad

Ich würd' mal vorschlagen, daß wie den Thread nun mal ruhen lassen. Vom Löschen einer Festplatte mit dem Magneten sind wir herzlich weit abgekommen.

Vielleicht findet sich auch ein Admin, der den ganzen OT-Krempel einfach mal löscht. ;)

Antworten derGhostrider

Hallo,

ich habe diesen Thread mal gegoogelt, weil ich ein ähnliches Problem habe. Seit ich letztens mit ein paar kleinen Magneten in der Hand vor dem Rechner gesessen bin (nur für ein paar Minuten), spielt der PC verrückt. Das Datum unter Windows stellt sich automatisch zurück auf den 31.12.2005. Ausserdem habe ich beim Hochfahren jetzt einen zusätzlich Startbildschirm vom Motherboard, der vorher nicht da war. Ab und zu folgt dann die Aufforderung, F1 zum fortfahren zu drücken oder "press DEL to enter setup, also ins BIOS zu gehen.

Plötzlich funktioniert auch Kaspersky nicht mehr und Mozilla braucht 2-3 Anläufe, um zu starten ("keine Rückmeldung" ).


Weiss jemand Rat?


mfg

Antworten Crazy82

Solange das keine "monster-Magnete" waren, sind die sicherlich nicht schuld daran.

Waren das welche, die Du noch ohne Werkzeug voneinander trennen kannst? Wenn ja, dann sind sie VIEL zu schwach, als daß sie Schaden anrichten könnten, wenn Du damit "vor" dem Rechner sitzt.

Antworten derGhostrider
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