Nun zu meiner Frage. Da ich diesem günstigen Controller nicht zutrau das der selbst irgend was rechnet geh ich davon aus das das ganze zusätzliche Last für mein System bedeutet. Stimmt diese Annahmen und wenn ja kommt es nur zu der Last wären ich von dem raid lese/schreibe und mit wie viel zusätzlicher last muss man rechnen.
Mfg
GitL
Nachricht bearbeitet von Trinity888 am 20.06.2009 um 20:34:10
Beim Lesen gleiche CPU-Last (Non-Raid vs. RAID1) Beim Schreiben doppelte Last.
Aber was ist das doppelte von 0%? Bei modernen Systemen mit korrekt installiertem SATA Controller Treiber ist die CPU Last vernachlässigbar.
Dieser Chipsatz ist auf dem SATA Controller: http://www.siliconimage.com/produc [...] spx?pid=28 Ist SATA-1 u. PCI. Da würd' ich fast eher die WD 1TB GreenPower ranhängen. Zumindest wenn's nur Daten sind, die drauf sind u. kein System u. keine Games.
Nachricht bearbeitet von 7oby am 17.06.2009 um 12:51:43
<sarkasmus>Die Frage wäre eher: Bringt RAID1 gegenüber Non-RAID irgendwelche Vorteile bei der Verwendung eines derart günstigen Controllers</sarkasmus>
Also ich kenn' den Controller u. hab' den schon mehrfach empfohlen u. verbaut. Sowohl in RAID als auch Non-RAID Konfiguration. Aber eigentlich hab' ich den immer zum Bereitstellen von SATA Anschlüssen hergenommen - das RAID war nicht wichtig. Dass die Verfügbarkeit der Daten mit dem Controller in RAID1 Konfiguration großartig steigt wird von belesenen Leuten eher bezweifelt und belächelt.
Kaputt gehen wird nichts, wenn Du's machst, aber Du gewinnst nicht viel bis gar nichts.
Fast Du ein OS auf das RAID1 installierst u. dies Dein einziges Windows Bootsystem ist, dann lebst etwas gefährlicher, da Du mit Reparaturtools nicht ganz so einfach an die Daten kommst. Ist öfters schonmal vorgekommen, dass am Tag X das RAID1 mit einem mal weg war. Einfach so - teilweise nach vorangegangenem OS Crash.
Nachricht bearbeitet von 7oby am 17.06.2009 um 13:16:21
Ich will des Raid verwenden um meine Daten (Filme, Musik, Images etc.) zu lagern und zu gewährleisten dass die Daten bei einem Festplatten Ausfall nicht weg sind.
Das OS kommt auf eine ander Platte.
Nach deinem Post bin ich mir nun nicht sicher ob du mir sagen wolltest dass es den oben beschriebenen Zweck erfüllt oder nicht^^
Also noch mal reicht der Controller für diesen Zweck oder solte ich doch etwas mehr ausgeben? wenn ja währe ein empfehlung ganz nett...
Wenn ich schon dabei bin gleich noch eine frage was passiert eigendlich wenn der Controller stirbt kommt man dann noch an die daten des Raids ran (mit einem neun Controller) oder sind die daten dann auch weg?
Eine allgemeingültige Antwort auf Deine Frage hat niemand.
Bei manchen Leuten kommt es mit den günstigen Host-RAIDs zu mehr Problemen als zuvor. Vielleicht systembedingt, weil ein Host-RAID Controller mit Write-Hole Problematik gegenüber einem Non-RAID eben etwas mehr Inkonsistenz mitbringt. Vielleicht aber auch, weil die Treiber, die ausschließlich für Desktop System (nicht Server) geschrieben wurden nicht so ausgereift sind. Vielleicht aber auch, weil das System des Nutzers einfach nicht rockstable war. Ein Controller mit eigenem RAM eliminiert das Write-Hole Problem u. die durchwachsene Treiberqualität der Host-RAID Hersteller. Welchen man da nimmt ist fast egal. Hat die Controller Karte eigenes RAM, dann ist sie meist gut.
Wenn die SATA Anschlüsse schon vorhanden sind, könnte man auch die Windows Boardmittel nehmen: Spiegelung über dynamische Datenträger. Hier ist die Qualität der Treiber schon im Serverbereich erprobt u. erwiesenermaßen gut. Es gibt aber auch verschwundene dynamische Datenträger Volumen u. nicht jede Restauriersoftware findet sie.
Geht Dir der Controller hopps, sind die Daten zunächst auch hopps, kannst an anderen Controllern mit SiliconImage Chip Dein RAID1 aber weiterhin lesen. Auch ohne einen SiliconImage Chip kann zumindest RAID1 fast jede beliebige Rescuesoftware wiederherstellen.
Wenn Du ein RAID1 fährst - egal welches: Probier' alle Schritte aus: Platte im Betrieb aus dem RAID1 entfernen, Platte wieder hinzufügen etc. Der Teufel liegt hier im Detail. Dir werden manchmal die falschen Daten restauriert. Also beispielsweise leere Platte hinzugefügt u. er kopiert die leere auf die volle. Oder generell, dass man das Rebuild nicht getriggered bekommt. Muss man alles ausprobieren u. sich genau notieren, denn im "Notfall" hat man dann manchmal genau eine Chance u. keine zweite.
Ich persönlich würde ein Backup fahren. Das dauert bei zwei Platten mit je 1TB natürlich auch. Dafür hat es aber viele Vorteile gegenüber der RAID1 Lösung.
Wenn Du auch PCIe Steckplätze hast, würde ich einen solchen SATA Controller besorgen.
Ich möchte es mal nicht ganz so schwarz malen wie 7Oby:
WENN Du ein RAID-1 eingerichtet hast und durch einen Test, wie von 7Oby beschrieben, sichergestellt hast, daß bei dem Ausfall einer Platte auch der Rebuild funktioniert, dann erhälst Du den Schutz bei Ausfall einer Platte, den Du erwartest.
Wenn der Treiber halbwegs sinnvoll arbeitet, dann würde ich auch nich von einer "Verdopplung" der CPU-Last ausgehen, da die Daten als Broadcast an beide Festplatten gesendet werden könnten. Das setzt zwar ein Mindestmaß an vorhandener Logik im Controller voraus, ist aber sehr simpel. Vielleicht sogar einfacher als alle Daten doppelt zu schreiben und dies dann per nachträglichem Test zu synchronisieren - oder wie es auch immer implementiert sein möge.
Egal wie Du es umsetzen möchtest, solltest Du mit ein paar Testdaten den worst-case-Fall probieren:
1. Ein paar Daten sollten auf der Platte liegen, die Du auf Korrektheit überprüfen kannst. z.B. ein Word-Dokument, ein paar Fotos, ein Video.
2. Du kopierst eine große Datenmenge auf das RAID und ziehst irgendwann während der Datenübertragung das Datenkabel ab.
3. Rechner aus, die zuletzt noch angeschlossene Platte an den anderen Port stecken, Booten.
-> Sind die Daten noch verfügbar?
4. Rechner wieder aus, Platte durch die andere (abgezogene) ersetzen.
-> Sind auch hier die Daten noch verfügbar?
5. Partitionen löschen. Es wird als nächstes ein Rebuild im Falle eines vorherigen Defektes nachgespielt, also der Austausch einer Platte durch eine neue. Neue Platten sind i.d.R. nicht partitioniert. Darum: Partitionen löschen (nicht nur formatieren!)
6. Rechner aus, einmal mit der anderen Platte im angeschlossenen Zustand den Rechner booten lassen und nochmal (Zur Sicherheit) schauen, ob sie noch verfügbar ist.
7. Rechner wieder aus, beide Platten anstecken.
-> Während oder nach dem Bootvorgang sollte ein Rebuild-Prozess angeboten oder sogar automatisch gestartet werden.
8. Nach dem Rebuild die Test-Daten kontrollieren: Ist das DOC-Dokument noch lesbar? Ist die Musik ohne Störungen? Ist das Video noch abspielbar?
[objektiver wären vielleicht Checksummen, aber das nun zu erklären ist vielleicht etwas ungünstig]
Die ganzen Zwischenschritte sind nicht zwingend nötig, stellen aber sicher, daß bei einem solchen simulierten Ausfall auf beiden Platten noch Daten zu finden sind, der Controller auf funktionsfähige Platten auch ohne RAID zugreifen kann und letztendlich ein Rebuild mit der Platte, die nicht ausgefallen war, durchführen kann.
Wenn Du auf Nummer Sicher gehen willst, dann kannst Du einen sporadischen Ausfall, wie er bei einem Rechnerabsturz bei einem Host-RAID unter Umständen provoziert würde, ebenfalls testen.
Die Vorgehensweise wäre wie oben bis einschließlich Schritt 2.
Zur Sicherheit und Nachprüfbarkeit der Wiederherstellung wird dann eine Test-Datei angelegt auf der verbliebenen Festplatte. Schließlich soll bei einem Rebuild der aktuelle Stand übernommen werden und nicht der alte vor dem Ausfall. (Leg' z.B. einen Ordner oder eine Datei neu an)
Dann Rechner aus, Platte wieder dran, booten und Rebuild ausführen.
Wenn der Rebuild fertig ist, nachprüfen, ob a) die Dateien noch funktionieren und b) die neue Datei, die nach dem abziehen der zweiten Platte erstellt wurde, noch vorhanden ist.
So, das sollte alle relevanten Fälle abdecken.
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Achtung: Kein RAID kann ein Backup ersetzen! Wenn Du meinst, daß Du somit um die Erstellung eines Backups herumkämest, muß ich Dich enttäuschen.
Bevor Du mit einem RAID versuchst ein Backup zu ersetzen, solltest Du lieber auf den Controller verzichten und anstelle dessen einen Festplattenwechselrahmen anschaffen, so daß Du in regelmäßigen Abständen (z.B. 1x pro Woche) ein Backup erstellst und dieses dann in den Schrank stellst.
Danke für die ausführlichen antworten.
Ich hab mich jetzt zu letzt doch gegen RAID entschieden und leg regelmäßig ein backup auf eine exteren esata platte ab. Scheint mir irgend wie die vernünftigere/einfachere lösung zu sein um meine daten sicher zu wissen.
@GitL:
Sicherer ist es, aber Du mußt die Backup-Platte auch vom Rechner Trennen, wenn das Backup erstellt wurde.
Nur so kannst Du die Daten vor versehentlichem Löschen, Viren, Spannungsspitzen, Blitzeinschlägen (gehören eigentlich zu den Spannungsspitzen) und ähnlichem schützen. Also nach Möglichkeit nicht aus Faulheit die Platte dann permanent am Rechner lassen.