ich habe gestern eine Samsung SpinPoint F2 HD154UI SATA II mit 1,5 TB an meinen PC angeschlossen. Nachdem 99% der Formatierung (gesamte Kapazität auf eine Partition) abgeschlossen sind (nach ca. 5 Std.), läuft im Ereignisprotokoll ca. 50 x eine Festplatten-Fehlermeldung "Fehlerhafter Block bei Gerät\Device\Harddisk..." auf. Die Formatierung wird nicht abgeschlossen bzw. dauert x Stunden, die ich bisher nicht abgewartet habe.
Wenn ich nun statt der gesamten Plattenkapazität 10 GB weniger formatiere läuft die Formatierung (nicht die schnelle sondern die ausführliche) komplett ohne Fehlermeldung durch.
Auf diese Festplatte habe ich ohne Probleme oder Fehlermeldung mit maximaler Netto-Größe der Festplatte eine TrueCrypt-Container-Datei aufgebaut.
Die Festplatte verhält sich absolut korrekt.
Wenn ich die restlichen 10 GB der Festplatte als weitere Partition formatiere, erhalte ich die oben aufgeführte Harddisk-Fehlermeldung im Ereignisprotokoll.
Was soll ich nun tun? Auf die 10 GB kann ich verzichten. Aber wird der Fehler auf der Platte auch die jetzt noch ok-Bereiche "erreichen"? Grundsätzlich würde ich Platte lieber behalten. Nur wenn es relativ sicher ist, dass die anderen Bereiche der Platte auch bald kaputt gehen, gebe ich Platte zurück. Falls Ihr mir empfiehlt die Platte zurückzugeben. Dann noch die Frage wie? Entweder per Reparaturauftrag an Samsung oder einfach dem Händler "hoh.de = superschnelle Lieferung" zurücksenden mit der Option Internet-Widerrufsrecht.
Ich habe die Festplatte mit ESTOOL getestet. Das Programm hat empfohlen nach einen Intensivcheck (Dauer ca. 5,5 Stunden) die Festplatte umzutauschen. Ich habe die Festplatte nach hoh.de als Reparaturauftrag zurückgesendet. Ich werde in den nächsten zwei Tagen eine neue oder reparierte Festplatte erhalten. Ich werde berichten, ob die Festplatte ok ist.
... kleiner Tipp für die Zukunft: Du hättest auf einem Austausch und die Lieferung einer neuen Festplatte bestehen sollen, da das Dein gutes Recht als Kunde ist.
BGB §439 Abs1 (Unter Berücksichtigung von BGB §437, Abs1):
Zitat :
Der Käufer kann als Nacherfüllung nach seiner Wahl die Beseitigung des Mangels oder die Lieferung einer mangelfreien Sache verlangen.
Bei Festplatten, also einfach zu beschaffender Massenware, kann sich der Verkäufer dort auch nicht rausreden. Der Verkäufer hat nicht das Recht auf Reparatur zu bestehen. Zumindest nicht bei solch einem Massenprodukt.
Nachricht bearbeitet von derGhostrider am 10.07.2009 um 12:47:20
Nur am Rande: Wenn DU ein Verschlüsseltes Archiv auf eine Platte ablegst, so würde ich schleunigst das Archiv umlegen, sobald ein Defekter Sektor auf der Platte auftaucht. Denn sollte der Sektor in deinem Archiv sein, (oder in dem Bereich ein neuer auftauchen) bedeutet dies einen Totalverlust des Archives.
Ist die Verschlüsselung von TrueCrypt derartig instabil? Das ist aber verwunderlich...
Nein. TrueCrypt ist sogar "stabiler" als WinRar.
Bin kein WinRAR Fan (= ich hab's überhaupt nicht), aber es ist wohl so: Wenn bei einem unverschlüsselten Archiv irgendwo ein Bifehler auftritt (den muss die Festplatte ja auch gar nicht melden, sondern einfach einen Sektor mit leicht veränderten Daten liefern), dann kann man die einzelne Datei nicht mehr entpacken. Das Archiv als ganzes wohl schon, aber die einzelne Datei vermutlich nicht.
Verschlüsselst Du nun das Archiv (WinRAR bietet hier ja Möglichkeiten), so wird als symmetrischer Schlüssel vermutlich nicht nur Dein Passwort (= viel zu unsicher gegen Passwortattacken) genommen, sondern das nochmal durchgeXORed mit CRC32 des gesamten (oder Teilen) Archivs (= es wird sprichwörtlich gesalzen). Das wiederum bedeutet: Ein einziger Bitfehler im gesamten 2GB Archiv u. Du kannst keine einzige Datei mehr aus dem Archiv rausholen. Der wird jedes Mal : Falsches Passwort sagen.
Was hotpot sagen will: Wenn eine Platte einzelne unsichere Sektoren aufweist, dann mit Archiven aufpassen. Dies ist jedoch allgemeines Hintergrundwissen u. hat eigentlich mit dem Problem, das der Threadersteller gepostet hat nichts zu tun. Zumal dies wohl auch nur ein Implementierungsdetail ist. Und wenn WinRAR bei verschlüsselten Archiven so sensibel ist, dann ist es eben einfach schlecht implementiert.
TrueCrypt ist dahingegen vieeeeeeel sicherer. Wenn man den Master Key des TrueCrypt gesichert hat http://www.truecrypt.org/docs/?s=h [...] p-securely kann eigentlich nichts passieren. Ein gemountetes TrueCrypt Volumen kann man dann auch mit jedem NTFS Schießmichtot Tool reparieren.
Nachricht bearbeitet von 7oby am 10.07.2009 um 14:29:48