Hab mir 4x 1TB-Festplatten geholt, will diese nun als Raid betreiben - da es sich um ein Asus P5Q Mainboard handelt gibts dort die Option, ein Raid 10 zu erstellen - eigentlich handelt es sich aber dabei um ein Raid 0+1...
Ein erstes Volume für Windows hab ich erstellt - auf einem zweiten würde ich gern Linux installieren. Hatte ich bisher auch so gelöst, allerdings jeweils als Raid0 resp. Raid1.
Nun stellen sich mir 2 Probleme:
- Windows läuft auf dem ersten Volume als Raid0+1, der Intel Matrix Storage Manager sagt dass alles ok ist. Starte ich aber unter Linux (u.a. LiveCD) fdisk und betrachte meine Fesplatten, haben nur 2 von 4 Platten jeweils 2 ntfs-Partitionen (eine kleine System-Partition, und die eigentliche Installations-Partition). Wie erwähnt sind 2 Platten komplett leer - dachte da werden alle gebraucht, also zuerst gestriped, dann noch gemirrort. Klappt da etwas nicht? Hab das Volume noch per Matrix Storage Manager geprüft (Verify Volume Data), alles soweit ok...
- Linux sieht nur die Hälfte des vorhandenen Festplattenspeichers des separat erstellten Volumes. So weit ich sehe kann Linux kein Raid 0+1, allerdings sollte das ja völlig egal sein, denn als bootoption benutze ich dodmraid, das fake hardware raid wird dann auch erkannt (sil_irgendetwas), aber wie gesagt nur die Hälfte der Kapazität. Wenn obiges Problem mit Windows gelöst ist könnte ich wenigstens direkt per /dev/sd* ein Software Raid erstellen...
Jemand eine Lösung resp. weiss ob das mit den 2 von 4 genutzten Festplatten so sein muss? Raid 5 oder Hardware-Raid kaufen kommt nicht in Frage. Notfalls werde ich wieder je ein Raid0 und Raid1 Volume einrichten...
Linux sieht Dein Intel RAID überhaupt nicht. Was er da sieht sind 4 einzelne Platten u. zwei davon haben ja einen gültigen MBR u. deshalb sieht der die mit halber Kapazität. Die zwei sind jeweils Mirrors von dem Teil vom RAID0, wo die Partitionstabelle liegt. Das ist der 1. Sektor.
Manche Distributionen können das Host-RAID (= Fake-RAID = Intel matrix RAID) auch direkt lesen. Aber frag' mich nicht welche. Der Support ist allgemein ziemlich schlecht, denn das mdadm Linux RAID ist dem dmraid (= Intel matrix RAID) in jeder Hinsicht überlegen. Beispielsweise macht das mdadm RAID1 doppelte I/Os unter Linux, was das dmraid nicht macht.
Wenn es irgend möglich ist, würde man z.B. diese Konfig fahren:
. Platte 1 + Platte 2 = RAID1 = Windows Matrix Storage Manager
. Platte 3 + Platte 4 = RAID1 = mdadm Linux
Das Linux RAID ist dieses:
http://linuxwiki.de/mdadm Kontrekte Hinweise zur Installation enthält jeweils die Distribution.
Eine Alternative ist der Wubi Installer. Damit geht's auch im RAID10 ohne größere Probleme:
http://wubi-installer.org/
Allerdings ist das sehr langsam u. vom RAID hast in der Konfiguration praktisch weder etwas bzgl. Geschwindigkeit noch Performance.
Notfalls werde ich wieder je ein Raid0 und Raid1 Volume einrichten...
Hast Du die gleichen Probleme wie jetzt auch. Ich hab' den Sourcecode vom dmraid vor mir. Für den ist egal ob das ein RAID0, RAID1, RAID10 ist. Der behandelt alle gleich. Nur wenn Du dem Linux RAID sein Linux SoftRAID gibst u. dem Windows sein Windows RAID wirst Du "einigermaßen" glücklich.
damit Du unter Linux fdsik, cfdisk ode sfdisk starten kannst, darf der nicht nach /dev/sd... suchen, sonst findet er nur die einzelnen Platten (und zwei davon haben einen Partitionstabelle im RAID10). Sondern das dmraid device /dev/mapper/d... irgendwas.
Danke 7oby für deine Erläuterungen - ja so gut kenne ich mich nicht aus dass ich wüste was TLER ist, bin primär Anwender, zwar nicht Anfänger aber so weit reicht das nicht. Hardware Raid ist halt eine Kostenfrage, wobei man sich das bei 4 Platten dann eigentlich überlegen könnte ob das preislich noch gross einen Unterschied macht...
Benutze übrigens Gentoo Linux und 4 Samsung SpinPoint F1 1TB-Festplatten Sehe jetzt aber dank deinen Erläuterungen weshalb man Firmware Raid für Windows und Software Raid für Linux nicht kombinieren kann. Schade, wäre ideal. Mein Gentoo sieht das Raid unter /dev/mapper/isw_*, nur eben das Linux-Raid nur mit halber Grösse. Sind 400 GB für Linux, der rest der 2TB sind dann für Gentoo Linux und div. weiteren Linux-Partitionen reserviert.
Im Gentoo-Wiki steht sowohl eine Anleitung für Software- wie auch Firmware Raid, hab gemäss der Anleitung auch mit den alten Festplatten mein Firmware Raid problemlos eingerichtet.
http://en.gentoo-wiki.com/wiki/RAID