EIST bei den Intel Core
Desktop Prozessoren kennt tatsächlich nur zwei Zustände: Minimaler Multi (6x) u. maximaler Multi (je nach CPU). Bei FSB1333 und dem Quad kommt man so auf die 2000 MHz = FSB1333 : 4 (Quadpumped) * 6 (min Multi).
Dabei wird Takt + Spannung reduziert, aber die CPU läuft noch. Im Officebetrieb kann sich die CPU aber auch öfters schlafen legen - soviel Zeit hat sie bis irgendwo ein Icon wieder neu animiert werden muss oder ein Tastatur/Mausevent verarbeitet werden muss. Der aktive Kern-Modus heißt C0. Die Schlafmodi beginnen bei C1/C1E (Halt State / Enhanced Halt State) und gehen bei Desktops maximal bis C2 (Stop Grant) Server bis CC3 (ab Penryn). Schon in C1 wird der Kerntakt angehalten. Die Ersparnis ist also nicht nur die Reduzierung des Multis und der Spannung, sondern auch das Anhalten des Taktes in bestimmten Regionen der CPU u. das abschalten dieser.
Theoretisch könnte man durch die Einführung von tieferen Multis (erfordert neue CPUs) und tieferen FSBs (erfordert neue Chipsätze) das Speedstep noch tiefer kriegen u. so noch weniger Strom verbrauchen. Allerdings lohnte sich das bisher für Desktops nicht. Wenn man 1-2 Watt bei 100 Watt Gesamtstromverbrauch spart, ist das nicht viel. Bei einem Notebook, das im Idle 11 Watt verbraucht macht aber 1 Watt sparen gleich 10% aus. Daher:
Sieht das bei Mobilprozessoren gleich ganz anders aus. Das fängt schon bei den Performance (P-States) an: Gibt nicht nur 2 Taktstufen (min/max), sondern je nach CPU 5 - 12 Stück so die Größenordnung. Zusammen mit dem niedrigeren FSB und noch der Möglichkeit den FSB on-the-fly in zwei Stufen zu verändern (SuperLFM ab Santa Rosa) denkt man da eine Range von 600MHz -> 3 GHz ab. Für jede Taktstufe lässt sich die VID Einstellen.
Und was für's Arbeiten gilt, gilt bei Mobilprozessoren auch auf's Schlafen. Jenseits von C2 gibt's dann C3/C4/C6 (C6 ab Penryn):

Die allesamt weitere Teile der CPU schlafen legen. Der Preis dafür ist, dass das Aufwachen länger dauert. Und wenn Windows den Mediplayer startet wird beispielsweise C6 gar nicht eingenommen, da die Latenzzeiten zu groß wären u. Ton möglicherweise stottern würde.
Zusammengefasst: Intel hat sich da schon ausreichend Mühe gegeben. Das passt schon so. Oder anders: Nur weil der Takt besonders niedrig ist bedeutet dies nicht, dass die CPU besonders viel Strom spart. Das "echte" Stromsparen kommt von den Schlafmodi u. welche da wann aktiv sind, kannst Du an der Taktfrequenz nicht ablesen. Sogar das Gegenteil kann der Fall sein: Mein Notebook würde standardmäßig im Officebetrieb mit 800MHz werkeln. Das hab' ich bei mir sogar auf 1600 MHz hochgestellt. Denn in diesem Fall ist es so, dass die Spannung für 800MHz exakt gleich der 1600MHz Spannung ist - nämlich der niedrigst möglichen. Es läuft damit noch stabil. Und der Vorteil, den ich bekomme, dass wenn es etwas zu tun gibt die CPU das besser schnell macht um sich länger schlafen zu legen - der wiegt den Mehrverbrauch durch den höheren Takt auf. Mein Rechner verbraucht tatsächlich (auch nachgemessen!) weniger Strom bei 1600Mhz im Office Betrieb als bei 800Mhz.