@Blind:
CPUs sind heutzutage verdammt langlebig.
Was hat sich schon in den letzten Jahren getan? Für viele (nicht alle) Spiele reicht ein Dual-Core mit knappen 3GHz noch immer gut aus. Vielleicht nicht um Benchmarkspitzenwerte zu erzielen, aber richtig "schlecht" ist das nun nicht gerade. Was ist das für ein technischer Stand?
Würde der Prozessor in den Spielen, die einen Quad-Core nicht ausschöpfen können, langsamer sein als ein i7-920? Vermutlich doch ehr nicht - oder wenn, dann nur ganz leicht, denn der etwas höhere Takt gleicht einiges an sonstiger Weiterentwicklung aus.
Und wie willst Du den Geschwindigkeitsvorteil, den er mit einer schnelleren CPU über diese vollen zwei Jahre lang hat, bewerten?
Leistung kostet nunmal Geld. Stressfreie Leistung vielleicht nochmal eine Idee mehr.
Mir wollte auch mal jemand erzählen, daß es schwachsinn ist sich eine der schnellen Grakas zu kaufen und man immer nur Mittelklasse kaufen sollte. Das wäre ja viel günstiger und nach ein paar Jahren hätte er dann eine Mittelklasse-Grafikkarte, die schneller wäre als meine.
Und dann haben wir das mal genau nachgerechnet. Während ich eine Grafikkarte für 444 Euro kaufte, hat er 3 Grafikkarten gekauft. Addiert lag er bei über 500 Euro und die letzte seiner grandiosen Anschaffungen war nicht ganz so schnell wie meine "alte" Karte.
Die "neuen Features" konnte diese Karte aufgrund fehlender Leistung eh nicht in den aktuellen Spielen ausnutzen, so daß er letztendlich auf dem gleichen grafischen Niveau meiner betagten Karte spielen mußte.
Also: Manchmal ist vermeindliches "Sparen" nur teurer.
In den Jahren, in denen mein Bekannter drei "langsame" (Mittelklasse) Grafikkarten kaufte, hatte ich eine, die über die gesamte Zeit schneller war. Selbst wenn er am Ende 100 Euro gespart hätte, hätte ich sagen müssen: "OK, billiger ja, aber dafür hatte ich über Jahre mehr Geschwindigkeit zur Verfügung."
So kann man auch einen 950er begründen, wenn man denn nicht Übertakten will. Während der ganzen Zeit, in der er das System nutzen kann - und das wird mit sicherheit nicht gerade kurz sein, wird das System schneller laufen als ein 920er. Das ist durchaus einen Aufpreis wert!
Oder er kauft halt jetzt einen 920er und behält sich die Option offen, mit etwas Glück und ohne Sockelwechsel (*muahahaha* Intel wechselt alle paar Monate Sockel oder zumindest die Chipsätze, so daß selbst CPUs für den gleichen Sockel neue Boards verlangen!) dann nochmal eine spätere CPU upgraden kann.
Es würde mich jedoch nicht wundern, wenn sich der 1366 im Desktopmarkt totlaufen würde. Sogar neue i7-CPUs kommen nun bereits für den kleineren 1156er raus, da liegt es nahe, daß Intel den 1366er einschlafen lässt. Für viele sind die Boards und CPUs zu teuer, auch wenn die Plattform gut läuft. Geiz-ist-geil. Die kaufen lieber ein 4-layer Board mit nur zwei Speicherkanälen und einem einfacheren Chipsatz. Hauptsache die Taktfrequenz stimmt.
Sorry, ich komme vom Thema ab.
Wenn er sich JETZT einen schnellen Rechner kaufen möchte und bereits weiß, daß er den wirklich lange benutzen wird, dann ist es nicht falsch eine schnelle CPU zu wählen.
Wenn er jetzt schon weiß, daß er eh in absehbarer Zeit dann schonwieder unzufrieden damit wird, dann wäre ein 920er wohl die günstigere Wahl. Der wird dann eh ersetzt, bevor er zum Flaschenhals wird.
Andererseits bringt bei den heutigen Karten eine flottere CPU auch mehr FPS in Spielen, da die heutigen Grakas eben ständig mit Daten versorgt werden wollen...
"Überteuert" ist hochgradig relativ. Ich persönlich finde die 965er und 975er etwas happig im Preis. Der 950er kommt auf 3,06GHz. Das ist ja nicht gerade wenig. Immerhin satte 400MHz mehr als der 920er. Die Frequenz steigt zu den 965ern und 975ern weniger stark an, der Preis verdoppelt sich allerdings nochmals. Aus dieser Sicht ist ein 950er gar nicht mehr so schlecht.
Ob die Mehrleistung den Preis rechtfertigt, daß muß der Käufer für sich selbst entscheiden.
Es ist ja schon etwas anmaßend jemandem zu sagen, daß er es gefälligst nicht zu brauchen hat.
OT: Mein neues System ist auch recht schwierig zu begründen. Vermutlich würde für die meisten meiner Aufgaben ein schneller dual-Core ausreichend sein. Dennoch wird es mindestens ein Quadcore - vielleicht sogar zwei davon. In ein paar Jahren wird sich das dann hoffentlich bezahlt machen.
Mein letzter Rechner ist teilweise noch aus 2003. Damals hat es sich auch gelohnt zwei CPUs und 4GB RAM zu kaufen. Fast 6 Jahre sind eine respektable Zeit für einen Rechner und der wird auch in Zukunft noch weiter genutzt.