Du meinst, nach dem eventuell notwendigen Aufspielen des fehlerbereinigenden Firmwareupdates SD1B sei das nicht mehr möglich? Wird in dem Artikel ja leider nicht drauf eingegangen, aber ich denke, man kann davon ausgehen, daß denen die Problematik bekannt war und ist.
Nachricht bearbeitet von Derfnam am 24.07.2009 um 09:23:02
Auf Forum Deluxx war letztens auch einer der meinte das ginge nur so wie oben beschrieben: Das gleiche geht seit eh und je auch mit Partitionen. Dann kann man die verbleibenden 1,2TB noch für Backupzwecke einer anderen HDD einsetzen.
Jeder, der sein OS im vorderen Bereich der HDD hat, hat exakt denselben Effekt. Bei Samsungplatten kommt noch der Klasse Effekt dazu, dass bei manchen Modellen die LBA-Größe sind nicht mehr vergrößern lässt, wenn man 1x klein gemacht hat. Da war dann Platte einschicken angesagt.
Nachricht bearbeitet von 7oby am 24.07.2009 um 09:42:22
Jop, der Link ist kompletter Bullshit. Und so viele Seagates hatten das Problem garnicht. Das waren verhaeltnismaessig zum Presserummel wenige Festplatten die potentiell ausfallgefaehrdet waren. Was Seagate vorzuwerfen ist, das sie zu schnell eine ungetestete Firmware rausgebracht haben.
Nachricht bearbeitet von fffcmad am 24.07.2009 um 10:34:34
fffcmad hat (zumindest teilweise) vollkommen recht:
Der Artikel ist tatsächlich "Bullshit". Die 1,5TB Seagate Festplatte erreicht zwar ganz nette sequentielle Transferraten, aber das war's dann auch.
Da ich selbst sechs dieser Festplatten nutze und zufrieden mit ihnen bin, ist mein Beitrag auch bestimmt kein Seagate Bashing. Zwei mußten mit einer neuen Firmware versehen werden, die anderen haben eine CC1H-Firmware und sind daher nicht betroffen.
Die Festplatten sind für 7200rpm-Laufwerke relativ flott bei den Übertragungsraten, dafür haben sie nicht gerade die besten Zugriffszeiten. Macht nichts: Es sind 1,5TB Monster, deren Zweck allein durch die Größe recht eindeutig zu erkennen ist. Es sind eben keine Sprinter, sondern riesige Datengräber.
Dennoch: Durch das sogenannte "Short-Stroking" (THG hatte darüber auch mal einen Test!) bekommt man garantiert keinen "Velociraptor Killer". Die Stärken der Velociraptor sind die geringen Zugriffszeiten. Bei Tests, die den Programmstart und die Windows Boot-Performance untersucht hätten, wäre die 7200er recht deutlich abgefallen.
Zumal die Aussage
Zitat :
however if you de fragment your drive or the data which you read or write is sequential (most of the time it is) then the Barracuda definitely wins this one.
meiner Ansicht nach falsch ist. Ja, die Daten an sich sind defragmentiert theoretisch sequentiell auslesbar, aber wenn ein Programm startet und hunderte von kleinen Dateien anfasst, dann sind es eben doch hunderte von einzelnen Zugriffen. Auch wenn jede dieser 1kB - 8kB kleinen Dateien defragmentiert ist, liegen die eben nicht in der Reihenfolge, wie es "günstig" wäre. Man hat also recht eindeutig random-Zugriffe. Außerdem gibt es ja meistens doch noch ein paar mehr Tasks, die irgendwo laufen und etwas machen => Zusätzliche Zugriffe, die wieder Zeit kosten.
Short-Stroking ist nichts neues, es verkürzt ein bisschen die Zugriffszeiten, aber es kostet eben Kapazität. Außerdem ist Short-Stroking auch bei einer Velociraptor möglich: Einfach die ersten 50GB für das OS abspalten.
7Oby hat natürlich in sofern recht, daß eine Partition ebenfalls dieses Verhalten zeigen kann, solange man die zweite Partition nicht gleichzeitig benutzt. Sprich: wenn auf der zweiten Parition Backups und ehr "selten" verwendete Daten liegen, so daß die einzigen Zugriffe auf dieser Festplatte in der ersten Partition erfolgen, dann hat man den gleichen Effekt und zusätzlich keinen Platz verschenkt.
Das ist auch einer der Gründe, warum man, vor allem bei größeren Festplatten, für das OS besser einen Teil, die Systempartition, abtrennt. Zumindest bleibt das OS dann im schnellsten Teil der Platte, die Fragmentierung der gesamten Daten wird minimiert und man kann leicht zwischen Daten und OS trennen.
Er ist übertrieben und unter der Sichtweise "Velociraptor-Killer" tatsächlich Schund.
Da wäre wohl eine Intel "Postville" X-25 die flottere Wahl für ein OS. Also: Wenn es eine flotte SATA-HDD für das Betriebssystem und Anwendungen sein soll, dann geht kaum ein Weg an der Velo vorbei. Der Unterschied ist durchaus spür- und messbar. Flotter wird es dann nur mit SSDs.
Auch da stimme ich zu, fffcmad. Wobei man zu den recht kostspieligen Platten auch noch einen Controller benötigt. (SAS Haben ja nicht so viele Leute onboard...)
Wie besch155en dieser Artikel ist kann ich leicht an zwei Zitaten zeigen:
Zitat :
The Seagate Barracuda 7200.11 left the Velociraptor in the dust by outperforming it in essentially all the categories of comparison with the exception of the 4K random write.
Der Typ interpretiert die falschen Zahlen u. sein "Raptorenkiller" bootet Windows u. Anwendungen immernoch langsamer als eine Velociraptor. Die Latenzzeit einer 7200er Platte ist nunmal langsamer als die einer 1000er Platte.