Hallo zusammen,
ich bin leider nicht ganz auf dem Laufenden, was den SSD-Markt angeht. Ich brauche für die Umsetzung einer Idee ein nicht-flüchtiges Speichermedium, das nur ca. 4GB groß sein muss, diese aber sequentiell unglaublich schnell auslesen kann - Schreibgeschwindigkeit ist nahezu egal. Das ganze darf auch nicht teuer sein. Ich habe bisher in der Richtung lediglich die OCZ Vertex gefunden mit 30GB (32) und 250MB/s Lesegeschwindigkeit maximal. Gibt es vielleicht ein Möglichkeit, für das gleiche Geld weniger Speicher, dafür mehr Speed zu bekommen? Hier nochmal eine Aufzählung der Constraints:
Preis: nicht weit über 100 Euro.
Lesegeschwindigkeit, sequentiell: Unglaublich schnell.
Lesegeschwindigkeit, random: egal.
Schreibgeschwindigkeit: fast egal. Darf ruhig langsam sein.
Speicherplatz: ab 4GB.
Ich habe schon an ein Raid aus SDHC-Karten gedacht, aber der Speed der Lösungen von PhotoFast bspw. ist für den Preis nicht gerechtfertigt und kann somit mit OCZ nicht konkurrieren.
Mir ist klar, dass es sich hierbei um eine spezielle Anfrage handelt, aber vielleicht fällt den Hardwarefüchsen hier ja etwas dazu ein. Vielen Dank für Eure Hilfe!
Edit: Soweit ich weiß bestehen SSDs ja aus mehreren Bausteinen. Können die verarbeiteten Contoller diese Bausteine separat ansprechen? Dann wäre es ja evtl. möglich, bei 16 Bausteinen einfach 16 Partitionen anzulegen und diese per Software-Raid anzusprechen... Wahrscheinlich Spinnerei, aber vielleicht geht's ja.
Nachricht bearbeitet von unbehagen am 19.08.2009 um 21:19:42
wie wärs eine RAMDisk zu erstellen aus arbeitsspeicher und diese permanent zu sichern auf ne kleine ssd ?
nicht ganz..unflüchtig aber nahe dran. hab aber keine ahnung womit man die erstellt.
dein letzter gedanke wird wohl nichts werden da ja nur weil du 16 Partitionen anlegst nicht mehr durch den controller past.
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Antworten mareike
Eine RAMDisk ist nicht unflüchtig, genau, deshalb kommt sie leider nicht in Frage. Das mit dem Controller habe ich nicht verstanden, aber vermute stark, dass der Controller einer SSD die Daten, die auf eine SSD geschrieben werden, schon so gleichmäßig auf die Bausteine verteilt, um die Geschwindigkeit heutiger SSDs zu erreichen.
Die RAMDisk selbst ist flüchtig, unabhängig davon, ob man mogelt und sie vor dem fllüchten auf ein langsameres Medium sichert. Ich suche etwas anderes. Die Idee, die ich testen möchte, hat ihre Wurzeln im alten Hibernation-System von Linux - ich möchte ein bisschen Kernel Hacking machen und ein schnelles Resume auf die Beine stellen. Deshalb fallen solche Lösungen raus. Und deshalb auch die merkwürdigen Anforderungen.
Wäre vielleicht Intel TurboMemory das richtige für mich? Ich finde leider nirgends Benchmarks davon... Edit: hier haben wir einen Mini-Benchmark: http://www.heise.de/newsticker/IDF [...] dung/96295 . Ist also wohl auch nix.
Nachricht bearbeitet von unbehagen am 20.08.2009 um 12:17:06
Die Idee, die ich testen möchte, hat ihre Wurzeln im alten Hibernation-System von Linux - ich möchte ein bisschen Kernel Hacking machen und ein schnelles Resume auf die Beine stellen.
Windows ist sehr schlau was das Hibernate betrifft: 1. er speichert nicht alle Speicherseiten in das Hibernate File, sondern selektiert. Es nimmt nur die wichtigen u. wiegt dies ab. Dies findest Du hier im Video Blog ab 31:40 min (wirklich guter Beitrag!): http://channel9.msdn.com/shows/Goi [...] uperFetch/ 2. windows komprimiert das pagefile
Ersteres macht Linux definitiv nicht u. dies ist die größte Optimierung, die sie machen können. Da gibt es sicher einfache dinge wie z.B. den Datenträgercache nicht mit ins Pagefile zu schreiben, aber zieht sich dann weiter bis zu soetwas wie SuperFetch. Linux fehlt im Moment die Logik zu wissen welche Speicherseiten wichtiger sind u. welche unwichtiger u. in welchen Situationen. Das ist ein Riesending. Das hackt man nicht mal eben so.
Beim zweiten Punkt bin ich mir nicht sicher was Linux angeht. Ist einfacher zu implementieren. Da könnte man höchstens mal schauen falls es schon implementiert ist, ob es schon Multicorefähig ist: http://www.zlib.net/pigz/ http://compression.ca/pbzip2/
Allerdings hast beim Resume und beim Suspend zu bestimmten Zeitpunkten keinen Multi-Core mehr. Das könnte man ggf. partitionieren in Teile, die man noch zusammen im Verbund verkleinert u. das letzte bzw. erste Stück muss dann ohnehin als Single Core packen/entpacken muss.
Zum Testen des Resumes brauchst ja erstmal gar nicht auf Festplatte schreiben, sondern nur erstmal die Seiten zählen, die Du schreiben willst. Und damit das Resume/Suspend dann schnell geht, lädst den Kernel mit
mem=1024M
Das müsste doch ebenfalls funktionieren.
Nachricht bearbeitet von 7oby am 20.08.2009 um 12:39:57