Intel Sechs-Kern-Prozessor „Gulftown“ angetestet 31. Juli 2009, 13:35 Uhr
Intels nächster Schritt sieht für den Desktop-Markt erst einmal die Einführung neuer Mainstream-Prozessoren vor, ehe man sich wieder dem High-End-Segment widmet. Im zweiten Quartal 2010 soll dort der „Gulftown“ getaufte Proband in den Ring steigen, ein in 32 nm gefertigter Prozessor mit sechs Kernen. Dieser zeigt sich erstmals.
Ein Engineering Sample des neuen Prozessors mit lediglich 2,4 GHz zeigt sich aktuell bereits in Asien. Dort sind es die üblichen Verdächtigen, diesmal in Persona von JCornell aus dem Forum von Coolaler, der eines, genauer gesagt sogar zwei dieser Samples in der Hand hält.
Neben Bildern des Prozessors im Vergleich zu aktuellen Sockel-LGA-1366-Xeon-Prozessoren gibt es auch erste CPU-Z-Screenshots und sogar einen ersten kleinen Benchmarktest in wPrime. Dort liegt die Performance zweier Sechs-Kern-Prozessoren mit 2,4 GHz ungefähr auf der Höhe von einem aktuellen Xeon-Prozessor, der mit Turbo-Modus bei bis zu 4,2 GHz arbeitet. Der Taskmanager in Windows für zwei dieser Sechs-Kern-Prozessoren mit insgesamt 24 Threads sieht darüber hinaus schon ein wenig beeindruckend aus.
Gemäß bisher bekannten Plänen soll der „Gulftown“ nicht nur für den Server-Markt sondern auch als Desktop-Ableger erscheinen. Dort waren bisher aber nur Gerüchte von einer Extreme Edition mit unbekanntem Takt aber wohl vierstelligen Preis – um die 1.000 US-Dollar – zu lesen. In vielleicht zehn Monaten dürfte endgültig Klarheit herrschen.
Würde so nicht sagen, ich denke nicht das da Rätsel aufkommen was man mit soviel Power anstellen könnte. Was Spiele betrifft würde wahrscheinlich jeder Entwickler gerne das maximal Mögliche rausholen sofern das Ganze dann auch noch leidlich auf kleinen Systemen läuft. Das müsste dann aber schon eine ziemlich gewaltige Engine sein die einen 6 Kerner mit Fotorealismus, unheimlicher KI und Physik ans Pusten bekommt aber auch auf einem kleinen Athlon X2 noch passable Werte bringt. Nicht zuletzt schiebt die Konsolerei mit PS3 und X-Box 360 der Entwicklung hin zu besserer Auslastung einen Riegel vor. Ich lese es in der PCGH immer wieder wenn da Interviews drin stehen. "Ja unsere Engine ist schon stark multicorebasiert wir müssen jedoch mit den Ressourcen die die Konsolen bereitstellen haushalten und können daher die Performance aktueller Gamingsysteme nur eingeschränkt durchreichen" Oder so ähnlich. Das wird immer mehr. Wer sich Ende 2006 ne Kiste mit Q6600 und 8800GTX SLi zusammen geschraubt hat kann heute noch beinahe alles auf maximalen Settings zocken was im auf den Bildschirm kommt und das liegt nicht zuletzt auch daran das PS3 und Xbox 260 in etwa das gleiche Alter haben und der Crossplattformhype die Handbremse in der Entwicklung ist.
Ob das eine schlechte Entwicklung ist soll ein anderer beantworten.
Nachricht bearbeitet von avaka am 02.08.2009 um 19:05:04
Holt euch einen CRT oder TFT mit mehr als 60Hz. Dann steigt auch wieder die CPU-Last, es sei denn bei den Konsolenportierungen sind 60/50FPS Ruckel-Bremsen drin, die den Vorteil der hoeheren Bildwiederholraten von CRTs wieder futsch machen. Oder schaltet VSync ab. Bringt zwar nur bei Shootern oder Autorennen was (Ausnahmen bestaetigen die Regel), aber Hauptsache die CPU geht so hoch wie moeglich
Um das Ganze mal zu erweitern:
Es wundert mich sogar, das aktuelle Konsolero-Portieros recht wenig CPU-Zeit beanspruchen. Das zeigt eigentlich, wie ueberlegen PC-Systeme aktuell sind, obwohl sie garnicht so hohe Effizienzen erreichen wie die Konsolen selber. Bei aelteren Portierungen war die CPU ja meist damit beschaeftigt, den ueblen Frickelcode auszufuehren, der es moeglich machte, das Konsolenspiel ohne moeglichst grosse Veraenderungen am eigentlichen Code fuer das Spiel, auszufuehren. liegt wohl daran, das die meiste Rechenzeit der Konsolen auf Grafikeffekte gesetzt wird, was heutzutage von jeder Durchschnittsgraka ueberboten wird. Need for Speed Underground > Most Wanted usw. duerfte dafuer ein Paradebeispiel sein. (+ FPS Begrenzer *wuerg*)
Das Schlimmste ist jedoch, wenn urspruengliche PC-Spiele fuer Konsolen umgesetzt werden. Unreal Tournament Championship und Unreal Tournament 3 sind die Besten Beispiele. Und UT3 ist echt ein Rueckschritt gewesen. Wenn man sich UT99/ Unreal 1, UT2k3 und 2k4 anschaut, ist UT3 ein schlechter Scherz. Das Spiel wurde regelrecht vergewaltigt.
Naja, nichts fuer ungut.
Nachricht bearbeitet von fffcmad am 03.08.2009 um 10:28:24