Bei mir sieht's erstmal so aus:
CPU(s): 1x Xeon X5550 (der zweite folgt noch in diesem Jahr)
Mainboard: Supermicro X8DAH+
RAM: 24GB (6x 4GB) DDR3-1333, ECC, REG mit TS (
HMT151R7AFP4C)
Netzteil: Enermax Revolution 85+ ERV850EWT (2x 8-pin EPS12V werden benötigt)
CPU-Kühler (Auch bei BOXED Xeons sind keine mehr dabei!): Noctua NH-U12DX
Systemplatte: WD Velociraptor WD3000HLFS (300GB, 10k)
Achja: Grafikkarte(n): Bis die neuen eintreffen: 8800GTS 512. Danach vermutlich zwei Quadros. Die Lieferung wurde mir eigentlich schon zugesagt, aber plötzlich ist es wieder ruhig geworden. Muß wohl nochmal nachfragen. Die kommen nicht von dem Lieferanten, der den rest vom System ranschafft.
Nun warte ich noch auf die letzten Teile.
Bei 12GB RAM solltest Du 6x 2GB für die maximale Leistung wählen. Wenn Du zwischen System und Daten trennst, und Festplatten haben möchtest, dann würde ich entweder ebenfalls zur Velo raten oder zur 15K.7 (SAS) von Seagate oder einer der letzten SAS-Platten von Fujitsu (etwas geringere sequentielle Transferraten als die Seagate, dafür vermutlich für's OS insgesamt etwas schneller). Hängt natürlich davon ab, ob Du, je nach Mainboard, einen SAS-Controller onboard hast oder nicht.
Ansonsten kannst Du auch eine SSD wählen, aber wie man an meiner Zusammenstellung sehen kann, konnte ich mich noch nicht dazu durchringen. Es treten verzeinzelt einfach noch zu viele Probleme auf und für 64GB SLC war ich einfach nicht bereit (über) 500 Euro auszugeben, zumal ich wohl als Untergrenze ehr 128GB ansehe. Daher habe ich die Velo genommen um die Zeit bis zur SSD zu überbrücken. In spätestens einem Jahr gehe ich also von einer SSD für das OS aus.
Als Datengrab hast Du dann ja die freie Auswahl. Obwohl ich selbst Seagates habe, würde ich vielleicht zu WDs raten.
Bei dem Mainboard solltest Du auf jeden Fall darauf achten, da es 130W TDP CPUs unterstützt. Damit ist das kleinste ASUS schonmal raus, das kann nämlich maximal die X55xx Xeons, die eine TDP von 95W haben.
Begründung für diese Unterstützung: Zukünftige CPUs werden wohl kaum sparsamer, erst recht dann nicht, wenn sie mehr Kerne auf dem gleichen Sockel vereinen. Wenn es also vor einem Sockelwechsel neue CPUs geben sollte, dann gehe ich doch stark davon aus, daß diese auch nicht plötzlich übertrieben sparsam werden. Wäre ärgerlich, wenn man ein Board mit einer maximalen TDP von 95W kauft und zukünftige CPUs dann vielleicht eine TDP von 105W oder 110W haben würden. Wissen kann ich das natürlich nicht, aber es gibt genügend andere Boards, die bis 130W TDP unterstützen.
Der von Dir gewählte Xeon hat kein führendes X in der Bezeichnung, sondern ein
E: Xeon E5520.
Das E steht für die TDP von 80W.
Es gibt 60W, 80W, 95W und 130W. 130W TDP haben die Xeons mit einem W, 95W die mit einem X, 80W die mit einem E und dann gibt es auch noch welche mit 60W TDP, deren Bezeichnung mit L anfängt.
Den 5520 gibt es als E und als L Version, wobei der mit einem E der günstigere ist.
Was meinst Du mit "250 € Karte"? Meinst Du die Grafikkarte?
Selbstbau und bauen lassen - nunja, für die meisten Läden sind solche Komponenten nicht mehr "standard". Einige Läden weden Dir nur mit Mühe und Not alles das anbieten können, was Du benötigst. Andere haben einfach keine Ahnung und schmeißen die Komponenten zusammen wie einen gewöhnlichen Desktop. Da würdest Du dann z.B. auch dementsprechend ungeeignete Netzteile bekommen.
Und dann gibt es ja auch noch immer so Kleinigkeiten... Das von mir bestellte Board ist z.B. riesengroß. Ich habe ein bereits recht großes Gehäuse mit einer Flex bearbeitet, damit das Board hineinpasst. Das ist nämlich nicht nur eATX, sondern nochmals größer und damit ungewöhnlich groß. Es gibt nur sehr wenige Gehäuse, in die das Board ohne Modifikationen passt.
Aber keine Sorge: Es gibt auch reichlich Mainboards, die in "normale" Gehäuse für eATX passen. (z.B. das X8DTH-6 von Supermicro oder auch das Z8PE-D12 von ASUS oder das Tyan Thunder S7025) Jedes dieser Boards hat seine eigenen Vor- und Nachteile.