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Hallo, habe seit ein paar Tagen ein Problem, das sich nicht ganz einfach beschreiben lässt, aber ich veruche mich mal:

Ich habe ein GA-MA790GP-UD4H Board, auf dem ich vor drei Monaten einen Raid 1 mit 2x 500GB WD Platten installiert habe. Leider ist nun eine Platte ausgefallen, welche ich durch eine Neue des selben Types ersetzt habe. Die Platte wurde angenommen und ich konnte nun ein Rebuild erfolgreich durchführen. Beim anschließendem Neustart blieb der Rechner beim Drive scannen hängen.
Nun habe ich herausgefunden, daß das Problem die neue Platte ist. Nehme ich sie ab, fährt der Rechner hoch. Schließe ich sie an, bleibt er in der Raid LD-Tabelle hängen. Auf die "def" neue Platte kann ich aber zugreifen, wenn ich SATA Raid abschalte und Native IDE einschalte. MBR habe ich schon gelöscht - keine Veränderung.
Das BIOS des Boardes habe ich in der Zwischenzeit auf von F1 auf F5 gebracht. Geht dies auch beim Raid BIOS?

Ich weis mir keinen Rat mehr, habe ich doch extra ein solcher Raid 1 installiert, um Probleme wie diese zu vermeiden... Aber ich gebe die Hoffnung noch nicht ganz auf, vieleicht hat hier jemand einen Tipp für mich?

Viele Grüße, Henri

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Das RAID BIOS ist Teil vom BIOS. Wenn Du also das BIOS auf die aktuellste Version F1 -> F5 geflasht hast, dann hast auch die aktuellste Version vom RAID BIOS die Gigabyte für Dein Board anbietet.

Wenn nun das RAID BIOS mit der 2. Platte, die Du ersetzt hast irgendwie inkompatibel sein sollte, so dass er sich da immer beim Booten aufhängt - ja dann müsste man den RAID Teil im BIOS ersetzen. Das geht auch mit einem Tool namens "cbrom" - wäre aber nicht die allererste Möglichkeit, die man in Erwägung zieht, da man dann jedesmal sein eigenes BIOS patchen muss für ein BIOS update.

Ich würde zuerst die RaidXpert Software unter Windows installieren. Das ist die RAID Verwaltungssoftware. Mit einer Platte booten, installieren, zweite Platte anhängen u. Programm starten. Dort mal synchen. Das geht auch viel schneller als im BIOS. Die Windows Software wird öfters aktualisiert als die BIOS RAID Software. Sie ist im allgemeinen die kompatiblere u. bessere Lösung um das RAID zu verwalten. Man könnte auch die Promise Verwaltungssoftware installieren. Diese ist noch aktueller. Allerdings funktionieren da nur manche Versionen u. ich weiß auswendig nicht welche. Denn das AMD RAID ist von Promise.

Es gibt auch die Möglichkeit ein aktuelleres RAID BIOS zu "softkicken". Also von Diskette zu laden. Näheres hier:
http://www.hardwareluxx.de/communi [...] st11746815
Und von diesem aktuellen Disketten RAID BIOS mal nach dem Rechten zu schauen.

Wenn das alles nichts nützt, dann probier 'ne andere Platte oder lös' das RAID auf. Die Host-RAIDs sind allesamt nicht so toll. Intel sind da noch die zuverlässigsten, aber auch nicht komplett fehlerfrei. Es gibt immer mal wieder Probleme. Warum, wieso, weshalb das weiß ich nicht. Die Softwareimplementierungen der RAIDs sind nicht gut genug getestet u. enthalten einfach Fehler.

Non-RAID + Backup ist im allgemeinen besser. Im ForumDeluxx kannst aber auch direkt Deine Frage nochmal stellen in genau dem verlinkten Unterforum. Dort ist mehr AMD RAID Kompetenz vertreten. Die kennen dann gewisse Fehlerfälle möglicherweise besser.

Antworten 7oby

Hallo 7oby, vielen Dank für die ausführliche Antwort. Jetzt verstehe ich einiges besser.
Ich habe gestern noch verschiedene Dinge probiert. Erfolg hatte ich dann mit einem LowLevel Format im RAID BIOS eines anderen Rechners, nun kann ich die Platte wieder an meinen Rechner anstecken, ohne das er im BIOS hängenbleibt. Ich hatte das erste Rebuild schon mal mit RaidXpert gemacht, danach traten die beschriebenen Probleme auf, allerdings noch mit altem Boardbios und der Raidxpertversion, die beim Board dabei war. Werde mal die neuste Version laden und bin jetzt zuversichtlich, das ich heute Abend erfolgreich das Raid 1 wieder herstellen kann. Wenns klappt, habe ich das Problem ohne Datenverlust überstanden und konnte sogar am Rechner weiterarbeiten. Ein Backup habe ich natürlich zusätzlich angelegt.

Antworten Henri

Die Metainformationen über das RAID also welche Platte welche Rolle in einem RAID spielt die speichern die Controller auf die Platte. Bei den meisten ist das der letzte oder vorletzte Sektor auf der Festplatte. Mancht man ein LowLevel Format werden die Informationen überschrieben u. der RAID Controller kann z.B. nicht durcheinanderkommen wenn sich zwei Platten in einem RAID1 als "1. Platte" melden (im RAID1 sind sie zwar gleichberechtigt, aber beim RAID5 ist sofort klar was gemeint ist).

Man muss immer etwas aufpassen, wenn man bereits "gebrauchte" Platten ins RAID hängt. Das hast Du nicht getan. Aber der Worst-Case da sieht so aus: Ein RAID1 fällt aus, die ziehst Du defekte Platte raus, schiebst eine andere rein u. der kopiert die andere "leere" auf die "volle". Daten weg. Ich kenne sogar Umstände unter denen das passiert wenn die Platte, die man reinschiebt komplett leer ist. Zwar nicht vom AMD RAID, aber das ist so der Boden der Tatsache auf den man aufschlagen kann.

Eine einigermaßen aktuelle RaidXpert Software findest Du unter:
. game.amd.com
. Drivers & Tools | Motherboard/Integrated Video Drivers | Individual Drivers (Motherboard/Chipset) | OS (Vista 32) | RAID Driver + RAIDXpert.

Die aktuellere Version von Promise müsstest Dir aus dem ForumDeluxx suchen.

Backup ist wichtig. Backup ist Sicherheitskopie. RAID ist Verfügbarkeit u. Verfügbarkeit ist, dass Du auf's Jahr gerechnet eine möglichst geringe Downtime hast. Das heißt nicht, dass Deine Daten nicht korrupt sind.

Antworten 7oby

Hallo, trotz des kleinen schnitzer, der mir passiert, halte ich das Raid 1 System für recht brauchbar. Mein Problem war wohl, das ich ein Board kaufte, was noch nicht ganz ausgereift war. Nach dem BIOS Update funktionierte alles, wie es sollte. Leere Platte rein, mit RaidXpert Wiederherstellung gemacht und nach drei Stunden lief alles wieder perfekt. Ich werde nun die defekte Platte auf Garantie tauschen und habe somit eine Ersatzplatte gleichen Types. Insgesamt gesehen, hatte ich zwar eine Woche lang eine defekte Festplatte - etwas Kopfzerbrechen, aber ich konnte den Rechner dennoch einfach weiter nutzen.

Vielen Dank für die Hilfe hier, beste Grüße, Henri

Antworten Henri

Woher weißt Du, dass die Platte defekt ist, die "ausgefallen" ist. Wenn sie nur aus dem RAID1 geflogen ist, dann ist das zunächst nichts absolut außergewöhnliches für ein Host-RAID.

Hast Du die ausgefallene (ich schreib jetzt mal absichtlich nicht "defekt" ) Platte mal mit einem Herstellerspezifischen Tool überprüft:
http://www.hardwareluxx.de/communi [...] p?t=501943

Antworten 7oby

Diese Platte hatte ich schon ein mal ausgebaut, da sie Probleme machte. Damals war sie erst ein paar Tage drinn. Da ich den Rechner aber erst neu aufgebaut hatte, gab ich ihr noch eine Chance. In der Zwischenzeit konnte ich mich auch des Eindruckes nicht erwähren, das es manchmal unnormale Geräusche gab, und nun fiehl sie wieder raus... Der letzten Hinweis darauf waren Fehlermeldungen beim Datenschreddern im zweiten Durchlauf auf einem anderen Rechner...
Ich denke, die Platte macht einfach sporadisch mal Probleme und würde mich dann auch nicht wundern, wenn sie mit nem Herstellertool plötzlich beim ersten mal sauber erscheint.
Eines ist klar, wenn Weihnachten noch alles ohne Probleme läuf, ist alles im grünen Bereich. :)

Antworten Henri

Gut - schwer zu sagen, ob die nun einen Schuss weg hat oder nicht.

Die Herstellerspezifischen Tools werten individuelle Fehlercodes aus von denen nur der Hersteller weiß wie man sie ausliest u. was sie bedeuten. Daher ist das eigentlich immer die erste Anlaufstelle bei Problemen. Wenn das Tool sagt: Einschicken, dann definitiv einschicken. Wenn das keinen Fehler findet, dann ist die Platte nicht zwangsläufig kaputt. Gibt ja eben diverse Inkompatibilitäten. Oder auch mal SATA Kabel wechseln. Klingt blöd, gibt's aber häufig.

Antworten 7oby

Kleiner Zusatz zum letzten Beitrag von 7Oby:
Es gibt auch noch die beliebte Möglichkeit, daß das Hersteller-Tool sauber durchläuft und keinen Fehler findet, die Platte aber trotzdem defekt ist.

Wichtig ist das Hersteller-Test-Tool aber trotzdem. Wie 7Oby richtig gesagt hat, ist das Einschicken und austauschen der Platte ein Kinderspiel, wenn selbst das Tool dann einen Fehlercode rausschmeißt.

Antworten derGhostrider

Hallo, habe mir nun noch zwei neue SATA Kabel besorgt und gewechselt, sicher ist sicher. Ich vermute, das die Platte defekt ist, weil der CBL Datenschredder immer bei 38% mit einem Fehler 2048 stehen bleibt. Was auch immer das bedeutet. LowLevel Format funktioniert erstaunlicherweise.
Bei den Platten war Data Lifeguard Diagnostic als Boot CD mit dabei. Dieses Tool ist aber nicht besonders aufschlussreich, wie ich finde. Das Tool will blos 137 GB bearbeiten...

Antworten Henri

Die 137GB Grenze kommt daher, dass die Data Lifeguard Diagnostic Software die Festplatte im veralteten LBA28 statt LBA48 Modus anspricht. Ich weiß 100% ob die aktuellen Data Lifeguard Programme das beheben:
http://support.wdc.com/product/dow [...] =3&lang=de
http://support.wdc.com/product/dow [...] 30&lang=de

Aber das ist auf jeden Fall schonmal das richtige Tool für eine WD Platte.

Kann denn dieser CBL Datenschredder überhaupt LBA48?
http://www.cbltech.de/daten-schredder.html
Denn das Ding bootet ja auch u. es wäre ja nicht auszuschließen, dass der mit seinen 38% über die gleiche 137GB (bzw. 128GiB) Grenze wegen LBA48 stolpert. Auch wenn ich rechnerisch jetzt auf 500GB + 38% = 190GB komme. Vielleicht hat er am Anfang ja ein paar andere Tätigkeiten getan (explizit MFT + MBR löschen, damit die wichtigsten Daten zuerst weg sind) u. zählt daher die Prozente anders.

Kannst auch dban nehmen - der sollte mit >137 GB klarkommen:
http://www.dban.org/download

1x überschreiben genügt:
http://www.heise.de/security/Siche [...] ung/121855

Antworten 7oby

Habe mir schon sowas gedacht, steht auch im Lifeguard Fenster. Ist schon lustig, das WD eine Software mit ausliefert, die für das Produkt nicht funktioniert... Aber sowas ist man mittlerweise ja schon gewöhnt, ich denke nur an mein BIOS. Werde mir mal das neue Lifeguard laden.
Beim Datenschredder ist es interessant, das, wenn er nur Nullen schreiben soll, das Löschen bis zum Ende durchläuft, bei zufällig generierten Daten bricht er bei besagter Grenze ab. Ich denke, das die Platte an der Stelle Nullen hat. Schreibt der Controller mit Verify eine Null, stimmt alles. Soll er aber eine Eins schreiben, meckert Verify und das Programm bricht ab. Deckt sich auch mit den problemlosen LowLevel Format.
Danke für die links.

Antworten Henri

Ein Löschprogramm, dass ein Verify macht, wäre viel zu langsam. Verify ist langsamer als Faktor 2, denn der Treiber kennt die Physikalischen Gegebenheiten auf der Disk nicht. Ein ATA Kommando für Verify gibt's meines Wissens nach nicht. Treiber muss Write/Read machen u. vermutlich fällt der Treiber so in Latenzlöcher, weil er nicht unterbrechungsfrei Lesen/Schreiben kann (weil gerade die falschen Sektoren unter dem Schreib-/Lesekopf sind).

Auch wenn ich keine Erklärung für Dein beobachtetes Verhalten habe: Die ganzen DOS/Linux Programme da muss man ganz genau schauen ob die überhaupt jenseits der 137GB Grenze zugreifen können. Sonst sind Fehler vorprogrammiert.

Ich sag's einfach mal so: Von dem was ich bisher gelesen habe, ist nicht zwangsläufig die Platte schuld u. kaputt.

Antworten 7oby
Tom's Hardware > Foren > Festplatten, RAID, Datensicherung, Backup, Datenrettung > Festplatten & SSD auswechseln > SATA Raid 1Problem
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