Hallo zusammen,
ich stehe vor folgendem Problem:
Ich benötige für meinen PC eine neue Systemfestplatte, da ich meine alte Systemplatte eine 500GB SATA Samsung HD501LJ ersetzen möchte.
Nun ist die Frage was für eine Festplatte soll ich mir kaufen. Ich hatte mir gedacht eine 1 TB Platte wäre das richtige. Stellt sich nun die Frage nach dem Hersteller und der Geschwindigkeit, gerade weil sie ja als Systemplatte eingesetzt werden soll.
Ich persönlich habe 3 Platten im Auge:
Western Digital WD10EADS
Hitachi HDT721010SLA360
Samsung HD103SI
Über die WD habe ich bezüglich Lautstärke positives gelesen, die Geschwindigkeit soll für eine Eco Platte auch noch gutsein.
Die Hitachi fiel mir ins Auge weil sie eine 24 Stunden Freigabe hat.
Die Samsung kam für mich in Frage, da die Geschwindigkeit sehr gut sein soll, allerdings die Geräusche sind laut. Allerdings habe ich auch gehört, dass Samsung Qualitätsprobleme hat?
Für mich persönlich ist Geschwindigkeit und das Geräusch ähnlich wichtig. Wobei ich bei Geschwingkeit einen kleinen Abstrich bei dem Geräusch machen würde. Aber natürlich möchte ich auch keine Rasselkiste haben die man extrem hört bei jedem Zugriff.
Nun ist meine Frage, zu welcher Festplatte würdet Ihr mir raten. Auf was sollte ich achten? Es kann auch ein anderes Modell gerne genannt werden, muss nicht zwingend eines der genannten sein
Wenn Du schon die Zugriffe nicht mehr hören willst, dann solltest Du lieber von schnellen Platten etwas Abstand nehmen und zusätzlich noch auf ein Dämmgehäuse setzen.
Schnelle Festplatten sind automatisch hörbar: Die Schreib-/Leseköpfe müssen beschleunigt und abgebremst werden, das verursacht Schwingungen, die auf die Luft übertragen werden. Je Träger die Köpfe arbeiten, desto leiser die Platte bei Zugriffen.
Wenn es schnell sein soll und Du auf 24/7 Verwendung achten möchtest, dann wäre eine WD RE3 1TB interessant.
Eine WD Caviar Black mit 1TB ist die nicht-24/7-Variante. Beide sind schnell, aber wohl kaum als wirklich leise zu bezeichnen. Andererseits auch nicht wirklich laut.
Eine WD10EADS ist schnell für eine Stromsparplatte, jedoch nicht ideal als Systemplatte, da die Zugriffszeit eben auch langsamer ist. Die Platte dreht nunmal nicht mit 7200rpm und das macht sich bemerkbar. Nicht bei der Datenablage, aber eben beim Systemstart und bei Programmstarts.
Zur Hitachi kann ich nichts sagen, von Samsung würde ich persönlich die Finger lassen, ohne dort nun lange Erklärungen zu verfassen. Bei Hitachi sollen die 7k1000.b und 7k1000.c gut sein - aber ob diese leise sind, weiß ich nicht.
Oh, eine kurze Google-Suche hat mir verraten, daß die von Dir genannte Typenbezeichnung zur 7k1000.b passt. Die ist allerdings nur eingeschränkt für 24/7 gedacht. Die dafür gedachten Platten von Hitachi hören auf den Namen "Ultrastar" und heißen Ultrastar A7K1000 und die 1TB Variante: HUA721010KLA330
Im Datenblatt zu 7k1000.b, also der Desktopplatte heißt es unter der Fußnote zu der Angabe 24/7:
Zitat :
3 Intended for low duty cycle, non mission-critical applications in PC, nearline, and consumer electronics environments, which may vary from application to application. Note that customer environments may vary from application to application.
Mit anderen Worten: 24/7 nur dann, wenn sie nicht 24/7 auch benutzt wird. Also: Idle Betrieb mit "ein paar Stunden Nutzung pro Tag".
Üblicher Weise werden 6h bis 8h Betrieb täglich von den Herstellern angenommen.
Also ganz vorsichtig mit der Angabe. Dennoch soll die Platte gut sein.
Das Nachfolgemodell hat die gleiche Angabe: 24/7 mit Fußnote 3, ist aber wieder ein Stück neuer / moderner und wäre daher bei den Desktopfestplatten von Hitachi meine erste Wahl. Bezeichnung: HDS721010CLA332
Die Samsung F1 ist für eine so junge Platte nicht wahnsinnig schnell. Ihr Arm ist ca 1ms träger als die Konkurrenten und die Scheiben schaffen ca 110MB/s, was auch unterlegen ist.
Bei perfekter Stille würde ich die Seagate 7200.12 bevorzugen. Auch etwas träge, doch dann bekommst Du 134MB/s aus den Scheiben (von mir gemessen, ist dafür die beste aller 7200U/Min), bei 500GB und 1TB Gesamtkapazität.
Für den wendigen Arm ist noch Hitachi's 7k1000b gut. Die 320GB, 640GB und 1TB schaffen >120MB/s. Ich besitze die ältere 7k160 mit selber Zugriffszeit, und sie ist ganz schön leise - genug leise für mich.
...Bei eingeschaltetem AAM ist die Hitachi so wendig und leise wie eine Samsung oder eine 7200.12...
Als OS-Platte ist die Zugriffszeit entscheidend, und sogar in einem begrenzten Bereich, um die 100MB. Viel wichtiger als der Durchsatz. Hätte ich keine Ssd, so hätte ich die 7k1000b gewählt. Vergleiche sind mit IOMeter oder CrystalDiskMark zu machen, für diese Anwendung.
WD soll noch schnelle Platten anbieten, stimmt. Aus früherer Erfahrung keine neuere probiert, also kein Kommentar von mir.
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Zuverlässigkeit: Die lässt sich nicht vorhersagen und nicht aus Daten lesen. Auch 7/24 und der ganze Kram von Mtbf bedeuten überhaupt nichts. Du kannst Dir das alles ersparen.
Hersteller sind auch keine Garantie für Qualität. Die 7200.11 brachte Sorgen über Sorgen, die 7200.12 bisher nicht.
Google hat seine Studie für Zuverlässigkeit der Festplatten veröffentlicht. Ganz schön interessant, zu empfehlen. Zum Beispiel: Je wärmer, desto besser. Oder: Entscheidend ist das Los, nicht der Hersteller noch das Modell.
Also ich kann dir noch die Hitachi 7K1000.B http://festplatte-intern.de/index. [...] fberatung/ empfehlen. Ich hab damit eigentlich sehr gute Erfahrungen gemacht. Vorallem der Preis ist sehr gut. Vom Geräuschpegel her find ichs auch in Ordnung.
Wie du schon vorgeschlagen hast, würde ich dir genau so zur Western Digital WD10EADS raten. Habe den vorgänger mit 16MB Cache selber zwei mal im Rechner verbaut. Das beste an der Platte ist die Umdrehungsgeschwindigkeit von 5400-7200. Kann dir leider keine Realistischen Daten zur Geschwindigkeit posten, da meine gecryptet sind und dadurch der Datendurchsatz eingeschränkt wird.
So, das sind meine Messungen mit IOMeter, für eine Seagate 7200.12 500GB, also St4500418as. Innerhalb eines 100MB Files gemessen, nach dem Starten von IOMeter extra defragmentiert. Alles 100% random , und mit Queuedepth=1, also nicht parallel gemessen.
150kB lesen:
4kB lesen:
4kB schreiben:
Auf die Bilder klicken, bzw rechts klicken, um sie in Originalgrösse zu sehen.
Ungünstig gemessen in meinen Augen: Jeder Cache-Controller u. viele Host-Adapter insbesondere die im RAID Modus haben die 100MB innerhalb kürzester Zeit im Cache. Damit steigen die I/Os ins unermessliche.
Zudem misst Du vor allem Latenzzeit bei 100MB u. kaum Positionierungslatenz. Latenzzeit ist direkt antiproportional zur Umdrehungsgeschwindigkeit der Platte. Ein nur bedingt aussagekräftiger Wert. Dein OS passt auch nicht in die ersten 100 MB.
Nachricht bearbeitet von 7oby am 13.10.2009 um 07:37:21
7Oby muß ich zustimmen. Die 100MB sind mir auch schon störend aufgefallen, da das viel zu klein für einen sinnvollen Test gewählt wurde. Davon abgesehen halte ich die Aufteilung für die Windows-Leistung nicht sehr sinnvoll.
Es folgt ein kleiner Roman, in dessen Ablauf ich mir selbst widerspreche und das zuerst vorgeschlagene Verfahren mehrfach korrigiere. Also nicht wundern - das hat sich beim Schreiben so ergeben.
Bei mir sind in ganz Windows (inklusive der Unterverzeichnisse) 7340 Objekte.
1138 Dateien sind größer als 150kB. Davon, wenn ich einfach mal nach größe Sortiere (die größten zuerst) und dann runterscrolle, sehe ich einige große cabs (driver.cab, sp3.cab - nein ich habe kein WindowsXP) einige Programme: MRT.exe (läuft grob geschätzt einmal die Woche, wenn überhaupt, Setup-Dateien im Temp-Ordner (gute Gelegenheit den mal wieder zu löschen) und vor allem: Bergeweise Fonts und DirectX-Dateien.
Zieht man nun all die Dateien ab, die beim Systemstart / Programmstart kaum oder gar keine Rolle spielen, schrumpft der Anteil von 1/7 auf grob geschätzt 1/10 oder vielleicht auch weniger.
Obowhl dem so ist, also nur ~1/10 aller vorhandenen Dateien überhaupt größer als 150kB ist, hast Du das als typischen Wert für Leseoperationen angenommen?
Wie kommst Du also auf diesen Durchschnitt von 150kB im Lesen?
Schau Dir lieber an, wieviele Dateien es gibt, die bis 4kB groß sind, 4-16kB, 16-32, 32-64, 64-128, 128-256kb, 256kb-1MB und erstelle dann ein Testprofil, was die Zugriffe der Anzahl der dort jeweils vorhandenen Dateien wiederspiegelt.
Vielleicht wäre es sogar sinnvoller die Aufteilung anders vorzunehmen: Ab 64kB aufwärts muß man eigentlich nicht mehr weiter nach oben unterteilen. Sequentielleleseoperationen erreichen auch schon mit 64kB ihr Maximum unter IOmeter. Somit sollte man lieber bei den kleinen Dateien genauer unterteilen, da auch gerade diese es sind, die jede Festplatte in die Knie zwingen.
Also, auch wenn es Mühe macht:
bis 1kB -> alle durch 1kB Blöcke testen lassen.
1 bis 2kB -> durch 2kB Blöcke testen lassen.
2 bis 4 ...
4 bis 8
8 bis 16
16 bis 32
32 bis 64
64k und mehr (da ist es im wesentlichen egal, ob man 64k oder 128k als Blockgröße verwendet. Sequentielle Raten steigen dadurch nicht weiter an.)
jeweils dann grob soetwas wie 80% read, 20% write. Anteil am Test: Entsprechend der Dateianzahl in diesem Größenbereich.
Selbts DAS ergibt dann noch eine Abschätzung nach oben. Eventuell wäre es günstiger, daß man als Testgröße nicht die obere Grenze auswählt, sondern Pi * Daumen den Bereich in den angegebenen Größenintervallen heraussucht, wo die meisten Dateien anzutreffen sind. Aber dann wird es schon etwas wild mit dem Test und schwieriger nachzuvollziehen.
Wie sähe wohl ein optimaler Test aus? Schwer zu sagen. Es gibt immer etwas zu meckern.
Vielleicht würde ich zu ca 2/3 eines Testbereichs tendieren.
Also wenn man 1 bis 2kB große Files simulieren möchte, dann nimmt man als Testgröße 1792Byte (1024 + 768). Damit hat man nicht nur die großen Files in diesem Bereich abgedeckt, rennt aber noch nicht vollends in die Zugriffszeitenlimitierung der kleinsten. Das sehe ich als wahrlos gewählten, aber gar nicht so schlechten Kompromiss. Die restliche Unterteilung bleibt dann so wie oben. Dann muß man nur noch mit entsprechenden Tools die Dateigrößenverteilung bestimmen.
Hier stellt sich dann wieder die Frage: NUR Windows und wenn "nur" Windows gesagt wird, was zählt man dann hinzu?
Bei dieser Frage würde ich ganz klar Windows + Programme wählen und das Userprofil ebenfalls mit einbeziehen.
Bei den Usern kommen in meinem Fall 4005 Dateien (774MB auf dem Datenträger) hinzu.
Programme, Programme (x86), ProgramData: 14715 Dateien, (1,51GB auf dem Datenträger)
So, diese dann richtig untersucht (JDiskReport?), prozentual den Aufteilungen zugewiesen und dann ein Benchmark, wie oben erwähnt.
Dumm an dieser ganzen Vorgehensweise ist nur, daß Du damit gar nichts vergleichen kannst. Wenn ich den Test entsprechend meiner Daten vorbereite, habe ich andere prozentuale Verteilungen als Du. Wenn ich mit Deinen Werten teste, dann sieht man zwar, ob DEIN System auf meinen Platten schneller laufen würde, aber warum sollte man ausgerechnet Dein System zur Referenzplattform ernennen?
Ein solch genauer Test lohnt sich eigentlich nur, wenn Du selbst etwas vergleichen willst. z.B. beim Umstieg von HDD auf SSD. Wieviel bringt es DIR zu wechseln? Das ist schließlich dann die einzig interessante Frage. Sequentielle Transferraten und nie auftretende worst-case Szenarien sind einem doch herzlich egal, solange es "besonders schnell" oder eben auch "erschreckend schlecht" bei einem selbst läuft.
150kB ergaben sich aus der grösse des Windows-Ordner, durch die Zahl der Files geteilt, was natürlich ziemlich grob ist. Es stimmt, dass grössere Files wie Driver.cab selten gelesen werden. Aber eine Statistik der Grössen, sowas hatte ich vor langer Zeit gemacht, und ich habe keine Lust mehr. Die Einstellung von IOMeter mit unterschiedlichen Filegrössen ist mir auch zu lang. Also, sollen wir kleinere Files lesen? Etwa 100kB? 64kB?
100MB ist tatsächlich was W2k, oder auch Xp, im RAM nimmt - alles andere ist ja das Systemcache. Win liest wahrscheinlich mehr Files als im RAM bleiben. Aber um wieviel mehr? Die ganzen 600MB meines System32 würde ich nicht nehmen.
Mit 16MB oder 32MB Cache steigt die Hitrate nicht so brutal, bei einem 100MB Testfile. Das würde nur vorkommen, wenn man viele parallele Lesanforderungen erzeugen würde - aber das wollen wir bei einem Desktop nicht. Ich nehme Q=1 (weil W2k, also ohne Prefetch); bei Xp könnte man Q=2 nehmen, und dann ist die Messung noch sinnvoll, auch wenn der Effekt spürbar ist.
Bei 150kB gibt IOMeter meist, aber nicht nur, die Rotationslatenz (bei mir ca 6ms gegen 4,17ms). Das ist eben was wir lesen wollen. Die Frage ist ja nicht, wie gross die Positionierlatenz ist, sondern wie schnell man an die Daten kommt. Und wenn man Q>1 mit Ahci-Modus nimmt, bekommt man auch ganz andere Ergebnisse, wegen des Ncq.
So, wer ist bereit, Messungen zu machen und veröffentlichen?
Mir erscheint es hier wird gerade wieder das Rad von vorne erfunden.
Im Oktober 2005 - also das ist jetzt 4 Jahre her - da hat StorageReview schon eine durchschnittliche Queuetiefe von 1,87 gewählt. Und 2002 waren's 1,34. Per Anwendungstracing wurden die Werte extrahiert: http://www.storagereview.com/Testbed4.sr?page=0%2C2
Ich versteh gar nicht war hier gemessen werden soll. Diese ganzen Betrachungen sind sehr naiv. Entweder Anwendungszugriffe profilen u. playback auf verschiedenen Hardware Plattformen oder wenn man das nicht kann eben Realtests. Der Rest ist schwierig, da ihr mit Euren Messungen wie bei einem Eisberg nur etwa 1/7 der relevanten Parameter überhaupt erfasst u. die 6/7 unter dem Wasser gar nicht auf Eurem Schirm habt.
Nachricht bearbeitet von 7oby am 16.10.2009 um 20:28:22
Jo. Mir jetzt auch egal. Man sollte ein paar repräsentative Benchmarks, die mit einem vertretbaren Aufwand zu handhaben sind, laufen lassen und gut.
Aber nochmal so als kleine Randbemerkung: Bei 1,87 - sollte man dann 1 oder 2 messen? *G* Oder beides und gewichten? *duck&weg* Ich glaub' nun reicht's.
IOmeter kann man schon beliebig gut auf seinen Spezialfall anpassen. Dafür müsste man natürlich idealerweise die Dateizugriffe mitloggen.
64kB bei IOmeter als Blockgröße einzustellen ist auf jeden Fall nicht repräsentativ für das OS. Dafür gibt es viel zu viele kleine Dateien.
Nachricht bearbeitet von derGhostrider am 16.10.2009 um 21:13:56
So, wer hat eine der genannten Platten bei sich, und wäre bereit, Messungen zu machen?
Auch ich habe keine Lust, Anwendungsprofile und komplizierte Tests zu erzeugen. Die mittlere Filegrösse soll die ganze Streuung ersetzen [ich sehe nicht einmal bei der Arbeit einer Festplatte einen Grund, warum viele unterschiedliche Filegrösse schneller oder langsamer zu lesen sind als die mittlere Filegrösse]. Einmal mit Q=1 und nochmal mit Q=2 kanns gerne sein.
Wenn wir uns auf eine glaubwürdige Filegrösse einigen, mache ich dann meine Messungen gerne wieder - ob 64kB, 100kB oder 150kB wird den Ausgang des Vergleichs vermutlich nicht ändern.
@pointertovoid:
Teilweise sind "Abschwächungen der Worst-Case-Fälle" wichtiger als "Spitzenleistung im Idealfall".
64k Reads und Writes sind idealisierte Fälle. Das, was das System langsam erscheinen lässt, sind all die Fälle, bei denen durch die Zugriffszeit nicht viel von der theoretischen maximal möglichen Transferrate einer HDD übrig bleibt
"Make the common case fast" -> Man muß wissen, was der "common case" ist und dort muß/sollte man testen.
Bei Festplatten zeigt sich das in den gewöhnlichen Benchmarks immer wieder: Es gibt doch bereits PCMark Vantage und ähnliche.
Während Samsung Platten gute Transferraten erreichen (die simpelsten Tests), brechen sie bei Anwendungen recht stark ein.
Grund dafür ist wohl eine schlechtere IO-Performance, hervorgerufen durch schlechtere Zugriffszeiten und eventuell schlechtere Algorithmen zum Anordnen der Kommandos (NCQ), etc.
Je nachdem, wie Du die Testszenarien definierst, kannst Du gezielt andere Platten an die Spitze bringen!
Beispiel: Meine 1,5TB Seagates haben relativ schlechte Zugriffszeiten, aber recht hohe Transferraten. Für das OS nicht besonders gut, als Datenplatte aber durchaus zu gebrauchen.
1TB RE3 von WD sind in den sequentiellen Leseraten schlechter, in der Zugriffszeit aber deutlich besser. Gerade bei hoher IO-Last ziehen die dann davon.
Stellt man den Test also so ein, daß die Zugriffszeiten überwiegen (kleine Blockgröße), ist die Transferrate nicht mehr so wichtig. Umgekehrt (große Blockgröße) ist die Zugriffszeit nicht mehr so wichtig.
Wenn man sich genügend Zeit nimmt, kann man so drei Fälle "Beweisen":
1. Platte A schneller als B
2. Platte B schneller als A
3. Beide ungefähr gleich schnell.
Nimm lieber tests, die verfügbar sind. PCMark bildet wohl "Anwendungsperformance" und "Bootgeschwindigkeit" einigermaßen brauchbar ab. Dann kannst Du die Ergebnisse auch - unter gewissen Einschränkungen - zumindest ganz grob mit denen aus THG-Tests vergleichen.
Stellt sich nun die Frage nach dem Hersteller und der Geschwindigkeit, gerade weil sie ja als Systemplatte eingesetzt werden soll.
Ich persönlich habe 3 Platten im Auge:
Western Digital WD10EADS
Hitachi HDT721010SLA360
Samsung HD103SI
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Ich würde lieber auf Zuverlässigkeit achten; die Geschwindigkeitsunterschiede sind marginal und kaum spürbar. Habe im letzten 3/4 Jahr sehr gute Erfahrungen mit Hitachi gemacht. Noch nicht eine Reklamation - bei den anderen großen Marken gab es nach meinem Geschmack viel zu viele Ausfälle innerhalb kurzer Zeit.