Zehn parallele Schreibvorgänge würden von der Quellplatte sehr viel Bandbreite verlangen. Durch kleine Asynchronitäten würde diese Platte dann wohl nur noch im Random-Zugriff arbeiten.
Hier müsste eine Softwarelösung die Transferrate etwas reduzieren, so daß alle Ziel-Festplatten schnell genug hinterher kommen - wie es auch bei CD-Brennprogrammen ist, bei denen man inzwischen auf mehrere Brenner gleichzeitig schreiben kann. Hinkt ein Brenner hinterher, dann werden die anderen halt etwas ausgebremst, damit insgesamt alle gleichzeitig fertig werden.
Es könnte Clone-Programme geben, die das erreichen. Acronis Echo Server kann wohl auf mehrere Platten gleichzeitig "sichern" (also kopieren).
Wenn es Dir nur darum geht, daß es "irgendwie" automatisch funktioniert, dann könntest Du auf verschiedene Weisen Batch-Dateien schreiben. "Normales" Kopieren von derartig großen Datenmengen macht man am besten mit Robocopy (in Windows, zumindest den Servervarianten, integriert, ansonsten bei MS als freier Download verfügbar).
Ja, auch MS rät dazu große Datenmengen mit Robocopy zu transferieren anstatt den Explorer zu benutzen. Im Unternehmen habe ich selbst mehrfach erlebt, wie der Explorer nicht alle Daten oder zumindest nicht Fehlerfrei kopiert hat, wenn man zehn- bis hunderttausende von Dateien und Datenmengen im mehrstelligen GB-Bereich kopierte.
Das gute an Robocopy ist eben auch, daß man es vollständig konfigurieren und über einfache Batch-Routinen ausführen kann.
Eine Batch-Datei, die entweder nacheinander die Kopiervorgänge startet (geeignet bei gleich schnellen Festplatten Quelle->Ziel) oder auch parallel mehrere Kopiervorgänge (geeignet bei einer sehr schnellen Quelle wie einem guten RAID-5), ist da überhaupt kein Problem.
Für die Hintereinander ausführung schreibst Du die Befehle untereinander in die Batch-Datei:
robocopy [Befehle1]
robocopy [Befehle2]
...
Wenn es "gleichzeitig" ausgeführt werden soll, dann schreibst Du "Start" vor Robocopy:
start robocopy [Befehle1]
start robocopy [Befehle2]
...
Für jeden einzelnen Kopiervorgang wird dann eine neue Instanz gestartet.
Komfortabel, aber vielleicht teuer: Acronis Echo Server
Wenn es als low-tech-Lösung auch geht: Robocopy
Tipp für Robocopy-Optionen: /E /ZB /r:2 /w:1
Wenn der Vorgang geloggt werden soll, dann gibt es ein paar Sachen, die man berücksichtigen sollte:
1. Die LOG-Datei nicht auf der Quelle oder dem Ziel ablegen (random-access ist nicht gut bei Festplatten und bremst)
2. Auf keinen Fall die Prozentangaben mit loggen lassen! Das verursacht dermaßen viel IO-Last, daß der Kopiervorgang ewig dauert.
Zusätzliche Switches:
/NP /TEE /LOG:logdatei.txt
(wobei logdatei.txt auf einer anderen Festplatte liegen sollte. Also wenn d:\ nach h:\ kopiert wird, dann sollte man die Logdatei auf z.B. c: ablegen, sofern das eine andere PLATTE (nicht nur Partition!) ist.
/V verwende ich auch ganz gerne. /TEE ist nicht benötigt, wenn niemand am Bildschirm den Vorgang verfolgen möchte. Ohne Bildschirmausgabe ist die Geschwindigkeit höher! Also ist es ideal nur die Logdatei schreiben zu lassen und hinterher nach zu schauen, ob alles OK war.
Es lohnt sich die Optionen alle durch zu lesen. Du kannst das ganze auch "Multithreaded" laufen lassen /MT:3 für 3 threads.
Über /MON und /MOT kannst Du auch die Quelle überwachen lassen und den Kopiervorgang erneut anstoßen, sobald eine bestimmte Menge an Änderungen angefallen ist. Für ein automatisches "Backup" ist das ideal mit der Option /MIR zu verknüpfen.
Aber wie gesagt: Das ist eben keine optimierte Abarbeitung, die einmal von der Quelle liest und dann auf n Ziele schreibt. Es wird pro Ziel auch einmal gelesen.