Festplatte temporär deaktivieren?

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Kann eine interne Festplatte ausgeschaltet werden?

Es geht darum dass die HD meines Netbooks mir zu laut ist, auch im leerlauf.
In den Stromsparoptionen kann in Windows ja eingestellt werden, dass sich die Festplatte nach 1 Minute von selbst deaktiviert.
Zwar kann man auch dann noch problemlos zb. an einem .txt dokument weiter arbeiten, jedoch schaltet sich die Platte nach einigen Minuten wieder an.

Meine Vermutung ist dass im Hintergrund laufende Prozesse die Platte "aufwecken".

Gibt es Möglichkeiten die Prozesse zu finden und das zu unterbinden?

Oder halt manuell die Platte auszuschalten und sie zb. erst wieder zu aktivieren wenn man das dokument abspeichern möchte?

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Eine Minute ist zu wenig. nimm 5 Minuten. Oder hol dir ne SSD. Letztere Moeglichkeit geht garnicht. Das Betriebssystem wuerde einfach stehen bleiben, sobald eine Anwendung versucht, auf die zwangsabgeschaltete Platte zuzugreifen. Da nichtmal die Fehlermeldung nach 15 Sekunden (War glaube ich der Zeitraum, der der platte zur Verfuegung gestellt wird, um wieder anzulaufen) geladen werden kann, gibts dann ne dicke Endlosschleife: System tot.

------------------------------ A: Lade mal das Internet runter und brenns mir auf CD!
B: Passt doch garnich!
A: Mmmmh... Dann lass den Porn weg!
Antworten fffcmad

Aha ok daS ist natürlich ein Argument.

Macht es Sinn, statt einer ssd, nach einer normalen, leiseren Notebook-Sata Platte zu suchen oder sind die Unterschiede im Leerlauf bei den verschiedenen Modellen nicht so groß dass sich das lohnen würde?


Nachricht bearbeitet von martini am 25.10.2009 um 12:17:53
Antworten martini

Generell legt man das Abschaltverhalten (Standby / Bereitschaftsmodus) in den Energiesparoptionen fest, eine Leerlaufzeit von 10-30 Minuten hat sich bewährt. Sobald wieder auf die Platte zugegriffen wird, läuft sie hoch, sofern sie nicht ganz abgeschaltet wurde.
Sehr häufiges Ein- (und Aus-)schalten läßt durch die prinzipbedingt hohen Anlaufströme die Bauteile auf der Platine schneller altern, es kann also evtl. zu einem früheren Ausfall der Platte kommen. Aber auch im Dauerbetrieb laufende Platten sterben irgendwann...

 

Mit 4200 U/min drehende Platten sind etwas leiser als solche mit 5400 oder 7200 U/min, aber eben auch langsamer. Ich kenne aber keine Notebookplatte, die nennenswerte Geräusche von sich gibt. Außer meine neue 500er Seagate, die ab und zu so kläglich pfeift, als würde sie gleich absterben ;-) Ist vermutlich die Selbstkalibrierung.

 

Unter Linux kann man mit dem Befehl "hdparm -y /dev/sd<x>" die entsprechende Platte sofort schlafen legen, oder mit der Option "-S xx" nach einer definierten Zeit. Einfach ein kleines Script schreiben und mit einem Symbol auf dem Desktop verknüpfen.

 

Revosleep soll unter Windows angeblich dieselbe Funktion erfüllen können. Vom Prinzip her scheint das auch zu funktionieren, nur ist halt Windows ein mit heißer Nadel gestricktes Betriebssystem, und an diesen Kontstruktionsfehlern scheitert dann auch das o.g. Programm...


Nachricht bearbeitet von _TK_ am 25.10.2009 um 22:05:08
Antworten _TK_

AhA!

Ok werd das morgem mal testen, danke!

Antworten martini

Ok,hat mit revosleep gar nichts gebracht, gibt nur eine fehlermeldung mit einer liste aktiver prozesse.

Klappt wohl nicht für die platte auf der das betriebssystem läuft :/

Antworten martini

@martini:
Man müsste Windows reichlich kastrieren, damit keine Zugriffe auf der Festplatte mehr erfolgen. Eine SSD wäre die sauberste Lösung, da diese lautlos arbeitet.

@_TK_:
Windows ist nicht "mit der heißen Nadel gestrickt". Das ist so einfach nicht richtig.
Auch ein "normales" Linux kommt nicht ohne Schreibzugriff auf der Festplatte aus. Wenn Du es nachprüfen willst: Setze mal das Schreibschutz-Flag auf einer Festplatte und versuche dann die Linux-Kiste zu booten.
Kurz: Es wird nicht klappen.
Dummerweise kann man i.d.R. dieses Flag nicht so einfach zurücksetzen, da die Festplatte ja schreibgeschützt ist. ;) Also vorsicht beim Test!

Bei Windows müsste man wohl folgendes versuchen:
- Auslagerungsdatei deaktivieren (nicht empfehlenswert!)
- LOG-Dateien deaktivieren
- Deafrag deaktivieren
- Indexdienst deaktivieren
- eventuelle Update-Dienste, sowohl von Windows selbst als auch von anderen Programmen (Java, Browser, etc) deaktivieren

DANN könnte das Schlafenlegen der Platte glatt mal über einen längeren Zeitraum funktionieren.
Andererseits wird Dein Netbook vermutlich nicht über 4GB RAM, oder besser noch mehr, verfügen, womit allein das Ausschalten der Auslagerungsdatei absoluter Blödsinn wäre.
Abgesehen davon, daß es selbst bei Systemen mit viel RAM zu massiven Problemen führen kann.

Antworten derGhostrider

Ne es hat 2gb :whistle:

Aber du hast mich weiter überzeugt, lieber eine kleine ssd zu benutzen, alles andere ist einfach vieeel zu aufwendig.

Wüsste auch gar nicht wo/wie die genannten feautures zu deaktivieren sind, windows hat zuviele prozesse da am laufen.

Wobei es jetzt mit Windows7 anscheinend noch extremer geworden ist.
Hatte es erst mit xp getestet, da war die platte zumindest öfters für einige minuten deaktiviert, jetzt mit win7 geht sie praktisch gar nicht mehr aus :/

Antworten martini

Win7 ist aber auch wiederum gut für SSDs, da passend optimiert. Es sollte sich also für Dich mehrfach lohnen: Leiser und schneller zu gleich. ;)

Antworten derGhostrider

derGhostrider schrieb :

@_TK_:
Windows ist nicht "mit der heißen Nadel gestrickt". Das ist so einfach nicht richtig.
Auch ein "normales" Linux kommt nicht ohne Schreibzugriff auf der Festplatte aus. Wenn Du es nachprüfen willst: Setze mal das Schreibschutz-Flag auf einer Festplatte und versuche dann die Linux-Kiste zu booten.
Kurz: Es wird nicht klappen.
...

 

Moin Ghostrider,

 

ich habe mich zwar etwas polemisch ausgedrückt, bleibe aber bei meiner Aussage.
In Unix-Systemen steckt langjährige Entwicklungsarbeit drin, das merkt man einfach. Saubere Trennung von Programmen und Daten, saubere Trennung der Betriebssystemschichten (Kerne, Geräte usw), und vor allem keine Altlasten und Kompatibilitätszöpfe á la MS-DOS. Natürlich arbeitet auch ein UNIX-artiges System wie Linux nicht ohne Schreibzugriffe (z.B. messages), das ist auch im Konzept garnicht vorgesehen.
Aber wenn ich dort eine Platte schlafenlegen will, dann gebe ich einfach "hdparm -y" ein, und der Motor dreht runter! Beim ersten Zugriff tour die Platte dann auch wieder sauber hoch.
Auch andere Arbeiten gelingen durch die ordentliche Struktur wesentlich besser, so z.B. das Anfertigen eines Images über ein Netzwerk. Unter Windows geht man los und kauft ein entsprechendes Programm, unter Linux bemüht man "dd", schickt die Daten dann über eine Pipe zu Netcat, und läßt auf dem entfernten Rechner Netcat auf einem festzulegenden Port lauschen und die ankommenden Daten wieder auf die Festplatte schreiben. Klingt erstmal grauslich, aber das Konzept ist verblüffend einfach, und funktioniert immer.
Auch das Registry-Datengrab bringt mich immer wieder zur Verzeiflung. Will ich die Einstellungen eines Programmes sichern oder verändern, geht der Spaß los. Ich bin ein Freund von Textdateien - da kann man alles nachlesen, sichern und ggf. per Hand ändern. Mein Kreislauf kommt jedesmal in Wallung, wenn sich wieder irgendein Programm in einer der vielen Windows-Autostart-Optionen verewigt hat.
Vor allem die vielen Arbeitsflächen (viewports) unter Unix möchte ich nicht missen. Links das Terminalfenster, rechts daneben Internet und Mail, links unten ein Editor usw. Praktisch und übersichtlich, statt übereinander.
Und dann dieser Backslash - von Bill Gates vermutlich nur eingeführt, weil der Schrägstrich von Unix schon vergeben war. Im Internet und allen Unix-Systemen nimmt man "/", bei DOS- / Windows-Dateisystemen "\". Das macht mich wahnsinnig! Inkonsequent, inkompatibel, proprietär. Genau wie diese neumodischen Kiwi-Bytes, die binär adressierte Speicher in ein Dezimalkorsett reinquetschen wollen.

 

So, das mußte jetzt mal raus. Erklärt mich ggf. für stur, altmodisch oder einfältig, seid bitte nachsichtig - ich kann nicht anders. ;-)


Nachricht bearbeitet von _TK_ am 01.11.2009 um 13:56:45
Antworten _TK_

Also jetzt schlaegst 13!

Mit Linux brauchst du schonmal garnicht kommen. Im Desktop-Bereich ist es absolutes Spielzeug, und gegen Server-Betriebssysteme von Microsoft kann es auch nur in wenigen Bereichen anstinken: (Embedded/ Dateiserver/ Webserver/ Firewall) Linux ist Frickelmist, und hat unter gewissen Anpsruechen keine Chance. Du kannst mir ja mal die Frage beantworten, was so auf dem tollen Linux laeuft. Office? (Komm mir nicht mit Openoffice, das ist noch schlimmerer Muell als MS Office) Aktuelle Spiele? Aktuele Hardware? Und laesst es sich auch einfach bedienen? Zum Abschuss freigegeben, sag ich da nur...

Altlasten? So einen Bloedsinn habe ich schon lange nicht mehr lesen muessen! MSDOS ist in Windows NT nicht mehr existent. Da gibts nur noch ein extra-Programm, den Kommandozeileninterpreter. CMD.exe... Alles nur Emulation, also nx mit MS-DOS als Altlast.

Saubere Trennung von Programmen und Daten ist unter Windows NT absolut gegeben. Wuerden sich die Programmierer dran halten, waeren die meisten Programme ohne Probleme auch unter Vista lauffaehig gewesen, ohne das man die Admin-Keule schwingen muss. Aktuell gibts nur noch die Trennung Daten/ Programme. Und es funktioniert prima...

Die Systemregistrierung speichert normalerweise keine Programmeinstellungen, sondern nur, wo das Programm installiert wrd, und vielleicht ein paar Versionsinfos (Ausnahmen bestaetigen die Regel, und kommen meist noch aus der Win9x Reihe) nahezu alle verbreiteten Programme legen die Infos in den User- Ordner ab, und sind somit einfach zu sichern. Sogar mit Boardmitteln. Nix Textdateirumgefrickel ala Win3.x Aera. Da ist Windows seit Win95 raus. Mal sehen wie lange das noch bei Unix/ Linux auf sich warten laesst. Steinzeit... Und man muss schon recht wenig Begabt sein, um nicht mit dem Registrierungseditor klar zu kommen. Die Systemregistrierung hat den Vorteil, das man naemlich nicht in wirr klingenden Textdateien rumfriemeln muss.

Und das dich gewisse Unterschiede in den Betriebssystemen Wahnsinnig machen, ist kein Kriterum fuer andere Nutzer. Das ist nur dein Problem.

Nachricht zitiert 1 mal
Nachricht bearbeitet von fffcmad am 01.11.2009 um 12:58:05
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Antworten fffcmad

fffcmad schrieb :

Also jetzt schlaegst 13!
...

 

(ja, genau 13 Uhr ist es jetzt...)

 

Lieber fffcmad,

 

mit meinen mittlerweile etwa 22 aktiven Computer-Jahren bezeichne ich mich einfach mal als alten Hasen, oder alten Sack. Ganz wie belieben.
Ich möchte hier keine Diskussion vom Zaun brechen, welches der vielen Betriebssysteme nun besser ist - das Thema ist viel zu sehr emotional vorbelastet, und darüber haben schon andere genug geschrieben.
Ich habe damals mit einem U880 (Z80-Clone) angefangen, MS-DOS und DR-DOS kommen und wieder gehen sehen, mich über MS-Windows ab Version 2 und gefreut bzw. geärgert, und seit 1994 mich mit Linux, danach Solaris beschäftigt.

 

Sicherlich ist MS-Windows am Anfang relativ einfach zu bedienen - die Schwierigkeiten kommen später. UNIX-artige Betriebssysteme erscheinen erstmal schwieriger. Aber wenn man einmal das Prinzip begriffen hat, geht vieles leichter von der Hand. Ich benutze Linux für Internet, Mail, Korrespondenz (LaTeX) und Datenbanken. Geht prima. Nur auf Arbeit sieht es danach aus, als müßte ich erstmals MS Word benutzen - ausgerechnet, um damit eine technische Dokumentation zu erstellen. Hurra...!

 

Mit der MS-DOS-Emulation und den nicht sauber getrennten Daten durch Programmierer gebe ich Dir recht. Nur, warum halten Programmiersprachen und Betriebssystem nicht gleich zu sauberer Arbeitsweise an? Und woher kommen denn die vielen Hintertürchen, die jahrelang schamlos durch Virenprogrammierer ausgenutzt wurden? Mittlerweile geht es ja, aber das kam viel zu spät. Oder anders gesagt, es war bei anderen Systemen schon viel eher da. X-Windows (X11) z.B. bietet schon seit 1987 Netzwerkfähigkeit / Fernsteuerung.

 

Ok, einen Windows-Server hat man mit ein paar Mausklicks aufgesetzt. Aber auch für einen Apache- oder Dateiserver braucht man nur ein paarmal Enter zu drücken. Und es wird schon seinen Grund haben, warum in der Welt der Server und professionellen Rechenzentren UNIX und Abkömmlinge dominieren. Man stelle sich Googles Rechenzentren auf Microsoft-Servern vor - bei Problemen kommt der zertifizierte Supportpartner vorbei...

 

Nein, ich bleibe bei meiner Meinung. Möchte ja niemandem etwas aufschwatzen oder verkaufen, sondern habe nur meine private Meinung geäußert. Was jeder einzelne als Betriebssystem benutzt, ist seine Entscheidung. Mac OS soll ja richtig professionell sein...

 

(13.52 Uhr: noch ein paar Anmerkungen eingefügt und Tippfehlerchen korrigiert.)


Nachricht bearbeitet von _TK_ am 01.11.2009 um 15:47:50
Antworten _TK_

Ich mache auch schon eine Ewigkeit mit Computas rum. Und ich wollte auch nicht sagen, das Windows generell das Bessere ist. Jedoch waren deine Beanstandungen einfach falsch. Und einen Windows Server aufzusetzen, das braucht mehr als nur ein paar Mausklicks. Besonders wenn man es richtig macht.

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Antworten fffcmad

Nur ganz kurz: Gerade bei Linux gibt es dermaßen viele inkonsequenzen, daß es mich tierisch ankotzt.

Hast Du nur mal versucht ein paar "Games" Pakete zu installieren? Als ich das das letzte mal machte, zugegebener Weise ist das inzwischen schonwieder fast zwei Jahre her, hatte ich plötzlich an den wildesten und sinnlosesten Orten Ordner liegen, die "Game", "game", "games" oder "Games" hießen.

Das ist gerade das irre an Linux: Es gibt (immer wieder wechselnde) Empfehlungen wo etwas zu liegen hat, aber da es eben open source ist und einige krampfhaft meinen sich selbst verewigen zu können, indem sie etwas ganz eigenes basteln, kommt dabei leider häufig Mist raus. Wie auch bei den Ordnern: Es ist kein vorgeschriebener Standardordner vorhanden. Es gibt nur Empfehlungen und selbst dort ist noch erheblicher Spielraum vorhanden, wo man denn nun was hinlegt.

Unixoide und keine Altlasten? VI ist nichts anderes als eine nicht enden wollende Altlast. ;)
Man schaue sich auch mal die aufgeblähten Kernel an. Vonwegen "Mikrokernel". Ja, man kann noch einiges per Hand machen, aber das, was heute die Masse beglückt, ist irgendwie schlimmer und vor allem inkonsistenter als ein aktuelles Windows.

Was mich letztens erst verrückt gemacht hat, daß war eine simple Dateifreigabe. Installiert: Kubuntu.
Dateifreigabe für einen Windows-Rechner - klar, da nimmt man Samba. Oh, schön, im K-Menü war auch gleich eine Konfigurationsoberfläche zu finden, die ich benutzt hatte. User angelegt, Passwort festgesetzt, Netzlaufwerk angegeben. Ausprobiert: Geht nicht.
Wieder in die Maske: Och, hab wohl etwas nicht abgespeichert... Also nochmal eingetippert, genau geschaut, daß ich alles richtig anklicke: Geht nicht.
OK, nach dem dritten Versuch habe ich festgestellt, daß einige der Eingaben, aber bei weitem nicht alle, sofort nach der Bestätigung vergessen wurden. Also die config-Dateien gesucht. "Scheiß GUI, dann eben per Hand!"
Dabei ist mir dann aufgefallen, daß irgendein Vollpfosten bei der Distri auf die Idee kam nur die GUI ohne Samba standardmäßig zu installieren. Keine Warnmeldung, daß etwas fehlt, keine ausgegrauten Kästchen, es ging einfach nicht.

Und mit der ach so sauberen Trennung ist es nicht so weit her. Ich hatte mehrere kleine Tools gefunden, die das ganze System abgeschossen haben. Nicht nur die gerade aktive Eingabemaske, sondern ALLES. Nur ein Druck auf den Reset-Taster bzw. "hard-off" hat dann noch geholfen. Soetwas ist mir bei Windows schon lange nicht mehr passiert.


------

Linux und Unix haben schon ihre Berechtigungen, aber es ist doch der gleiche Mist, wie eben jedes andere OS auch. Zumindest nicht besser.

Und bezüglich Slash und Backslash: Das ist nicht Dein Ernst, oder? Arpanet und Internet wurden sozusagen von Unix-Kisten aus entwickelt. Es wäre höchst merkwürdig, wenn dort keine Slashes "/" zu finden wären.
Das "WWW" gibt es erst seit 1989. Da war der Drops aber schon seit 20 Jahren gelutscht.


Und zur Bedienung: Linux (Unixoide-Betriebssysteme) sind heute mindestens genau so einfach zu bedienen wie jedes Windows.
Man bekommt doch alles vorgekaut! Installations-CD rein, zwei oder dreimal "OK" oder "Weiter" anklicken, fertig. Schwupps hat man mit etwas Glück ein KDE vor sich, mit weniger Glück Gnome.
Das, was dann kommt, ist "Mausschubsen Deluxe". Linux ist heute DAU-Kompatibel. Man muß nichts mehr wissen und genau darum gibt es inzwischen diesen rasanten Zulauf der ex-Windows-Daus. "ich bin cool, ich nutze Linux".
Das habe ich schon so oft erlebt, daß es mir teilweise peinlich ist zu erwähnen, daß ich mich auch ein bisschen mit Linux auskenne. Nicht viel, zugegeben, aber zum Kernelkompilieren oder mal eine Software zu kompilieren, reicht's gerade noch.

Es reicht aber auch um all die Probleme und Schwierigkeiten zu sehen. Die größten Schwierigkeiten für Linux kommen aus der grenzenlosen Arroganz der Entwickler.
"Wir können alles" - "Wir können alles besser" - "Wir machen nur das, was wir für richtig halten und das ist auch das beste." - "Jeder der etwas anderes sagt ist doof oder Windows-Fanboy."
Die Realität sieht dann so aus, daß aus eigener Kraft viele Projekte nichtmal ein wirkliches Beta-Stadium erreichen, geschweige denn eine vollständige und reibungslose Funktionalität erreichen und sogar häufig eingestellt werden, bevor sie wirklich fertig sind. Das liegt dann bei Hardwaresupport daran, daß derjenige, der den Hauptteil der Arbeit gemacht hat, irgendwann einfach keine Lust mehr hatte und sich auch niemand anders mehr darum kümmert.

Die Projekte, die vorzeigbar und gut laufen, werden doch in (größeren) Unternehmen kommerziell gebastelt und dann zur Verfügung gestellt.

Ausnahmen bestätigen die Regel.


Ich bleibe also auch garantiert bei meinen Aussagen:
- Windows muß sich nicht hinter Linux verstecken
- Die Idee von freier Software, die hinter Linux steckt, ist toll, die Umsetzung jedoch mangelhaft.
- Wer meint, daß sein OS viel besser wäre als ein anderes, der sollte sich mehr mit seinem OS beschäftigen und die Augen nicht vor Fehlern verschließen.

@fffcmad: "Ein paar Mausklicks"? Naja. Sagen wir's mal lieber so: Ein gut adminstrierter Server ist sowohl unter Linux als auch unter Windows aufsetzbar.

In der Realität gibt es dann nur einige Gruppen, die das nicht verstehen. Die, die meinen Linux wäre sicher, da "Linux" draufsteht (ich muß nix machen, das ist auch so sicher...), die, die meinen sie würden alles richtig machen, aber nicht wissen, was sie tun ("MEINE Server sind absolut sicher!" - OS unabhängig) und natürlich die, denen es egal ist / die einfach nichts tun ("Geht doch auch so." oder "läuft doch!"...)

Ich sehe keine wesentlichen Unterschiede in Windows oder Linux bei vielen gewöhnlichen Aufgaben. Die Bedienung ist anders, aber das war's dann auch im wesentlichen.

---

Genug mit dem OS-gebrabbel!
Es ging um Festplatten. Lasst uns bitte zurück zum Thema finden, wobei wohl alles wichtige gesagt wurde.

Antworten derGhostrider

Ok, ich geb' mich geschlagen.
Gute Konzepte werden immer durch Leute kaputtgemacht, die etwas nicht richtig verstanden haben, oder etwas Unfertiges in den Markt drücken wollen. Und Schlechtes durch Werbung nicht besser.

 

Mit meiner Meckerei wollte ich ja ursprünglich nur andeuten, daß ich unter Linux (SuSE 10.2 - die 11er war nach 2 Stunden wieder vom Rechner verschwunden) einfach die Festplatten in den Schlafmodus schicken kann, was mir bisher unter Windows nicht gelungen war.

 

Noch eine kleine Breitseite gegen Unix und seine Derivate: auch dort ko... mich einiges mächtig an. Vor allem die ganzen Inkompatibilitäten, und natürlich alle von Euch angesprochenen Dinge. Ubuntu habe ich nie richtig kapiert, das liegt irgendwo in der Ecke rum. SuSE kenne ich seit Anfang an, vom "Beherrschen" oder gar ernsthaftem "Programmieren" bin ich weit entfernt. - Wieso heißt bei SuSE das Terminalfenster Konsole, obwohl es keine Systemnachrichten ausgibt?
Solaris ist aufgeräumter, aber leider im Verschwinden begriffen. Früher haben wir in der Firma ausschließlich mit Solaris gearbeitet, jetzt auf Kundenwunsch nur noch mit (MS) Windows bzw. SuSE Linux. Offenbar billiger.
Für Spiele habe ich leider keine Zeit, da kann ich nicht mitreden.

 

Bitte entschuldigt meine Ausfälligkeiten. Wollte wirklich keine leidige Diskussion vom Zaun brechen, sondern mußte nur mal etwas angestauten Frust loswerden.
Gute Nacht!

 

PS: Der vi läuft immer und überall, sogar in einer Terminalsession. Das ist sein einziger, aber unschätzbarer Vorteil. :wq


Nachricht bearbeitet von _TK_ am 01.11.2009 um 20:06:59
Antworten _TK_
Tom's Hardware > Foren > Festplatten, RAID, Datensicherung, Backup, Datenrettung > HDD-Probleme: Erkennung, Speed, Geräusche, Hitze > Festplatte temporär deaktivieren?
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