Hallo Community,
Wie Ihr anhand des Themas schon steht, dreht sich mein Anliegen um den Aufbau eines Servers, der bei mir Zuhause dienen soll. Hier soll weniger die Hardware im Gegensatz zur Softwarekonfiguration behandelt werden.
Nun zu meine Vorstellungen...
Ich möchte einen alten Desktop-PC als Server betreiben, hier zu habe ich folgende Hardware:
Diesen Rechner möchte ich nun wie beschrieben als Server betreiben, die Funktionen sollten folgende sein:
- Software-Router auf Basis von IP-COP
- File-Server
- 1* VM (geschäftlich Windows)
- FTP-Server (evtl. http/https)
- (evtl. Mail-Server)
- (evtl. VPN-Server für sicheren Zugang von Außen)
- Außerdem sollte der Server im Netz per WOL aufweckbar sein wenn er Ruht.
(geht das mit den Onboard NICs? könnt Ihr mir eine Software dazu empfehlen?)
Nun meine Hauptsächliche Frage:
Wie setzte ich den Server am besten auf?
Soll ich als Grundsystem ein Windows OS installieren und IP-COP als eine VM betrieben?
Oder soll ich besser als Basis eine Linux-Distribution verwenden evtl. Debian und Windows virtuallisieren? (Xen als VM-Programm funktioniert ja nicht, da die Hardware kein Windows Gast unterstützt?!?)
Die Konfiguration sollte für mich denke ich kein Problem sein, da ich mich sehr gut in der IT-Branche auskenne...
Bisher hatte ich nur einen File-Server unter Windows mit VM-Ware laufen. Nun möchte ich aber noch ein Software-Router auf der selben Hardware betreiben (Betriebskosten / bessere Resourcennutzung)..
Bitte Helft mir, wenn ihr könnt ;-)
Viele Grüße Joe
Die Hardware ist relativ schwach für eine virtualisierung, besonders wenn du mehrere VM's nebeneinander laufen lassen willst.
Ansonsten würde ich sagen, dass du einen Linux-Host einsetzt (irgendwas kleines/ressourcenschonendes, das für den serverbetrieb ausgelegt ist), darauf Windows und IP-COP virtuell laufen lässt.
als virtualisierungssoftware bietet sich VMWare Server an - ist kostenlos ;-)
Der Vorteil von einem virtuellen Windows ist der, dass du Snapshots des Systems bei irgendwelchen Problemen einfach wieder aufspielen kannst - durch copy+paste.
Falls du Windows als Host für VMWare und als Produktiv System nutzt, kann das zu problemen führen, wenn du Windows neu installieren/Backups einspielen musst.
Desweiteren ist die Virengefahr auf einem Linux System geringer als auf einem Windows System.
Desweiteren würde ich sagen, dass du (im Linuxfall) keine Grafikkarte dauerhaft brauchst und dadurch Strom sparen kannst (konfiguration erfolgt über ssh/vmware webinterface) - genauso das DVD Laufwerk.
ansonsten ist die IDE-Festplatte wohl auch schon älter und bremst das System wahrscheinlich was aus ( du müsstest dir mal Geschwindigkeiten der Festplatten angucken), leider ist das ja schon ein älteres System, da ist nicht die absolute Performance zu erwarten.
Ich hab VMWare Workstation auf nem 3700+ mit 2GB RAM laufen und ich kann nur sagen, dass man da schon an Grenzen kommt wenn man 2-3 VM's laufen hat...
Noch kurz eine Frage: wofür brauchst du Windows (du schriebtest: "als Basis eine Linux-Distribution verwenden evtl. Debian und Windows virtuallisieren?" ) ?
ansonsten kannst du dir auch KVM für die Virtualisierung unter Linux angucken oder Virtualbox für Virtualisierung unter Windows oder Linux.
Hallo cinux, vielen Dank für deine Schnelle Antwort!!!
Zur Hardware, die dürfte keine Probleme machen, ich hatte da schon früher mehrere VMs darauf laufen ohne Probleme und wenn es doch etwas langsamer gehen sollte, macht das auch nichts..
Welche Linux-Distr. würdest du mir empfehlen? Debian vlt? ist jetzt das einzige was ich so kenne das für den Server-Betrieb ausgelegt ist.
Wie mache ich das ohne Grafikkarte? Nach der Installation einfach ausbauen? oder muss ich noch etwas beachten? ssh ist kein Problem damit kenne ich mich bestens aus.
Auf dem Windows das virtuell laufen soll, möchte ich für geschäftliche Dinge, diese werden allerdings relativ selten benutzt.
ich würde centOS nehmen. Das ist binärkompatibel zu RHES und man kann sehr schnell alles so konfigurieren wie man will
debian mag ich nicht so sehr (seit dem Problem mit den SSL Zertifikaten).
edit sagt, das man am Besten das Betriebssystem einsetzen sollte, das man selbst auch kennt und mit dem man gut zurecht kommt - also einfach mal ein paar testen und dann eine Auswahl treffen
Außerdem würde ich kein IPCop extra einsetzen.
Diese Funkionien kann man doch direkt auf dem eingesetzten Betriebssystem nutzen - gänzlich ohne extra eine VM für IP Cop aufzubauen. Das würde auch weniger Einrichtungsaufwand bedeuten
Nachricht bearbeitet von ultron am 25.04.2009 um 23:31:13
sorry, ich war beruflich unterwegs...
also generell ist eigentlich jede linux-distro für den serverbetrieb geeignet (man muss nur die entsprechenden pakete/programme installieren ), jeder hat so sein steckenpferd... ich bevorzuge debian/ubuntu... achte dabei einfach darauf, direkt ohne grafische oberfläche etc zu installieren - dann brauchst du die nicht nachträglich zu deaktivieren/deinstallieren.
die grafikkarte kannst du nach der installation einfach wieder ausbauen, ja...
und ich stimme ultron zu, probieren geht über studieren ;-)
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